Gruen_Der_Wahnsinn_der_NormalitaetEine erhellende und leidenschaftliche Leseempfehlung für alle, die manchmal hilflos den reaktionären Rufern nach mehr Härte im Umgang mit Kinder und Jugendlichen gegenüberstehen
von Hans Grillenberger

Grenzen setzen! – In vielfältigen Variationen werden wir immer wieder und in letzter Zeit wieder häufiger in Bezug auf den Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit diesem Slogan konfrontiert. Das Buch „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ des Psychoanalytikers Winterhoff ist eine wortgewandte Bündelung all dieser Variationen. Es drückt die Ängste der Erwachsenen vor Kindern und Jugendlichen aus, die ungehemmt ihre „Triebe“ ausleben wollen und damit vermeintlich den Zusammenhalt der Gesellschaft bedrohen.Dem deutsch-schweizer Psychotherapeuten Arno Gruen ist zu danken, dass er bereits vor 20 Jahren mit seinem Bestseller „Der Wahnsinn der Normalität. Realismus als Krankheit.“ diese Weltsicht als eine Krankheit diagnostiziert. … weiter

26. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Verhaltensauffälligkeiten · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , , , ,

steckbriefInfosteckbrief VI
von Ruth Schlosser

Teil VI unserer Steckbrief-Reihe befasst sich mit Verhaltensauffälligkeiten. Die Auswege-Autorin Ruth Schlosser hat in Kurzfassung wichtige Symptome zusammengetragen und macht Vorschläge, was in der Schule im Umgang mit Verhaltensauffälligen von Kindern zu beachten ist. Der Steckbrief ist in erster Linie als eine Art Checkliste für die Klassenlehrkraft gedacht … weiter

Die bisherigen Steckbriefe finden sich hier.

23. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Mit Gewalt zur Anerkennung des Ich · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , , , , ,

Anmerkungen zu „Jugendgewalt“ und „School Shooting“

von Uwe Findeisen

"Jugendgewalt wird in der Öffentlichkeit immer dann zum Thema, wenn sie spektakulär ausfällt, wenn Schüler z.B. zur Waffe greifen und gegen Mitschüler oder Lehrer vorgehen: Erfurt, Emsdetten, Winnenden, St. Augustin – und jetzt Ansbach. Dann wird Betroffenheit über die „unfassbare“ Tat inszeniert." Angesichts des Ansbacher Amoklaufes hat Uwe Findeisen einen profunden und umfassenden Aufsatz zum Thema Jugendgewalt geschrieben. Er untersucht sozialpsychologische, innerpsychische und gesellschaftliche Hintergründe, geht auf Killerspiele genauso ein wie auf Leistungsdruck und das Versagen der Schule. … weiter

Obwohl alle Auswege-Artikel sowohl für den Ausdruck auf dem heimischen Drucker als auch für das Lesen am Bildschirm optimiert sind, empfehlen wir, den Text aufgrund der Länge ausdrucken zu lassen.

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23. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Prekäre Einstellungspraxis im Förderschulwesen · Kategorien: Marktplatz

Logo BffEBündnis für faire und pädagogisch sinnvolle Einstellungspraxis

gsf"Seit einigen Jahren hat sich das Klima unter Studienreferendaren der Sonderpädagogik in Bayern verändert. Die Zukunft ist nicht mehr sicher, der Notendruck gestiegen, die Anforderungen ebenso. Vorbei die Zeiten, in denen auf jeden Sonderpädagogen eine Planstelle wartete. Die Einstellungsnoten erreichten im Jahr 2008 ihren absoluten Höhepunkt. Wer sich in seinen jungen Jahren dazu berufen fühlte, Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf den Weg zur Bildung eröffnen zu wollen, stand vor Einstellungsnoten von 1,43, die zur Verbeamtung reichten. Auch im Jahr 2009 änderte sich daran nicht viel. Zwar wurden die Einstellungsnoten für die Fachrichtungen Lernbehindertenpädagogik und Verhaltensgestörtenpädagogik gelockert, aber für Absolventen der Geistig-, Gehörlosen und Körperbehindertenpädagogik blieben die Einstellungsnoten weiter utopisch."

Auf diesem Hintergrund ist 2007/2008 das Bündnis für faire und pädagogisch sinnvolle Einstellungspraxis entstanden. Ziel: Sie wollen gemeinsam etwas gegen die schlechten Arbeitsbedingungen und die pädagogisch sinnlose Einstellungspraxis im Bereich der Sonderpädagogik unternehmen. Unterstützt bitte diese Initiative. Verbreitet den Link .

20. September 2009 · Kommentare deaktiviert für „Arbeiten mit Erkrankung birgt Risiken“ – Für wen eigentlich? · Kategorien: Standpunkte · Tags: , , , , , ,

Logo Gegenrede2GegenRede 2
von Freerk Huisken

In den „Auswegen“ wurde am 7.8.2009 eine Pressemeldung (Nr. 29) der „Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin“ nachgedruckt. Unter dem Titel „Arbeiten mit Erkrankung birgt Risiken“ zeigt die Bundesanstalt auf, welche Konsequenzen es für den Betrieb hat, wenn Arbeiter sich trotz gesundheitlicher Probleme zur Arbeit schleppen. Sollte die unkommentiert wiedergegebene Meldung für sich selber sprechen? Eigentlich tut sie das schon. Zur Vergewisserung hier doch noch ein Kommentar. … weiter

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20. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Fast jeder zweite Beschäftigte geht krank zur Arbeit · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags: , , , , ,

Bertelsmann Stiftung: Gutes Betriebsklima senkt Kosten
Bericht: Berstelsmann-Stiftung

42 Prozent der abhängig und selbstständig Beschäftigten gibt an, in den vergangenen zwölf Monaten zweimal oder öfter krank zur Arbeit gegangen zu sein. Experten reden in diesem Zusammenhang von Präsentismus. Zwei Drittel der Befragten tun dies vor allem aus Pflichtgefühl und weil sonst Arbeit liegen bleibt. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung. … weiter

20. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Arbeitslose Männer für Rechtsextremismus empfänglich · Kategorien: Peripherie

wahl2FDP und Grüne Parteien der Besserverdiener
Bericht: Uni Leipzig

Arbeitslosigkeit ist dazu angetan, vor allem Männer in die Arme von Rechtsextremisten zu treiben: 33 Prozent der Wähler von NPD, Republikanern und DVU sind nach einer repräsentativen Studie der Selbständigen Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig arbeitslos. Und fast zwei Drittel (63,6 Prozent)der Anhänger der rechtsextremen Parteien sind Männer. Allerdings haben die meisten Arbeitslosen der Studie zufolge nicht die Absicht, zur Wahl zu gehen; 29,7 Prozent sind nach eigenen Angaben Nichtwähler. Wenn sich Arbeitslose jedoch für eine der im Bundestag vertretenen Parteien entscheiden, hat die SPD mit 22,7 Prozent die Nase vorn, während CDU/CSU und DIE LINKE mit 13,4 und 12,8 Prozent deutlich dahinter liegen. … weiter

20. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Umgang mit schwierigen Kindern III: Rache ist süß, Pädagogik ist sauer · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , , , ,

schwierige_Kinder_3Die Rolle der Wahrnehmung bei der Bewältigung von Disziplinstörungen
von Günther Schmidt-Falck

Der dritte Teil der Aufsatzreihe beschäftigt sich mit den persönlichen und strukturellen Verstrickungen von Lehrkräften und SchülerInnen und den daraus resultierenden Schwierigkeiten im Umgang miteinander. Eine Möglichkeit für den konstruktiven Umgang mit diesem Konfliktpotential liegt in der Entwicklung von Kongruenz der Lehrkräfte. … weiter

20. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Lernen mit Sinn und Ziel · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , , , , ,

Teschler_Lernen_mit_Sinn_und_ZielDer Weg ins Zentrum des Lernens – Eine Rezension
von Nicolai Jürgensen

Der Aufbau erfolgreicher Lernstrategien braucht Voraussetzungen, die in den körperlich-basalen Bereichen angesiedelt sind. Hierzu gehören auch und vor allem die Sinne. Zur Behebung von Beeinträchtigungen des Lernens sowie zur Verbesserung von Lernstrategien wird bei Kindern wie bei Erwachsenen in der Regel auf herkömmliche Strategien im Sinne von mehr Lernen, intensiverem Lernen (Üben, Pauken) zugegriffen. Wer jedoch neue Ansätze zur Optimierung von Lernprozessen aus der lerntherapeutischen Praxis und eine erweiterte Perspektive auf grundlegende Prinzipien des Lernens bei Kindern und bei Erwachsenen bekommen möchte, findet wertvolle Anregungen in den neuen Ansätzen für besseres Lernen aus der Teschler Lernförderung, die in diesem Werk von Wilfried Teschler vorgestellt werden. … weiter

20. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Freiheit und Sozialismus · Kategorien: Peripherie

"Sozialismus ist demokratisch oder er ist kein Sozialismus – Freiheit und Sozialismus! Spätestens mit dem Bau der Mauer am 13. August 1961 endete der Versuch, demokratischen Sozialismus in einem Teil Deutschlands zu etablieren. Ein Sozialismus, vor dem Menschen flüchten, ein Sozialismus, der von den Menschen nicht gewollt wird und der seine Menschen einsperrt, ist kein Sozialismus. (…)"

Halina Wawzyniak,
stellvertretende Parteivorsitzende von "Die Linke" zum 48. Jahrestag des Mauerbaus in einer Presserklärung von "Die Linke" v. 13.9.2009

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