schwierige_Kinder_4.gifvon Günther Schmidt-Falck

Im Umgang mit Konflikten zwischen SchülerInnen sind viele Lehrkräfte schnell am Ende mit ihrem Latein. Was tut man üblicherweise mit Streithähnen? Man versucht, beschwörend auf die Konfliktparteien einzureden. Oder man kommt mit dem moralischen Zeigefinger. Manche LehrerInnen drücken auch unumwunden ihren Frust aus oder drohen mit Schulstrafen.

Was passiert dann? Der Konflikt verschärft sich in der Regel noch. Die Streitenden fühlen sich unverstanden, reagieren widerwillig und gehen während des Gesprächs aufeinander oder auf die Lehrkraft los. Manche laufen auch gleich weg oder sacken in sich zusammen und schweigen, je nachdem wie sie eben mit Stress umgehen können.

Es muss also andere Wege geben, um in einem Konfliktfall als Konfliktmoderator bestehen zu können und SchülerInnen eine konstruktive Bewältigungsstrategie zu ermöglichen. Teil IV der Reihe "Umgang mit schwierigen Kindern" beschreibt detailliert anhand eines ausführlichen Fallbeispieles die Entstehung eines Konflikts und stellt die Praxis einer schulischen Konflikt- bzw. Klärungshilfe vor. … weiter

Die bisherigen Teile der Reihe:

Umgang mit schwierigen Kindern I: Die narzisstische Problematik

Umgang mit schwierigen Kindern II: Verändern durch Verstehen

Umgang mit schwierigen Kindern III: Rache ist süß, Pädagogik ist sauer
Die Rolle der Wahrnehmung bei der Bewältigung von Disziplinstörungen

26. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für Bewegung hilft chronisch Kranken gegen ihre Ängste · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags: ,

Das aerzteblatt.de berichtete:

Athens – Chronisch krankte Patienten, die zusätzlich an Angstsymptomen leiden, können diese durch Bewegung vermindern. Wissenschaftler der University of Georgia konnten in einer randomisierten kontrollierten Studie zeigen, dass die Angst um rund ein Fünftel zurückgeht, wenn sich die Patienten regelmäßig bewegen. Die Gruppe veröffentlichte ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Archives of Internal Medicine (2010; 170: 321-331). Ganzen Bericht lesen

26. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für Zeckenbiss als Dienstunfall · Kategorien: Paragraphenreiter · Tags: ,

Das Bundesverwaltungsgericht meldet in der Pressemitteilung 13/2010 v. 25.2.2010:

Ein Zeckenbiss und die darauf zurückzuführende Borrelioseinfektion können ausnahmsweise als Dienstunfall anerkannt werden. Voraussetzung ist, dass Tag und Ort des Zeckenbisses hinreichend genau festgestellt werden können. Außerdem muss der Beamte in Ausübung seines Dienstes infiziert worden sein. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden. Weiterlesen »

26. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für Eine kritische Auseinandersetzung mit den Vergleichstests · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , , ,

gsf – Vergleichsarbeiten, besser bekannt unter der Abkürzung VERA, sind sog. Lernstandserhebungen (standardisierte Schulleistungstests) und sollen einen vergleichenden Blick auf nationale Bildungsstandards ermöglichen. VERA werden z.B. in der 8. Klasse in Mathe, Deutsch und Englisch geschrieben. Schülerleistungen sind damit angeblich vergleichbar.

Die VERA-Tests werden bundesweit im jeweiligen Fach an gleichen Tagen im Frühjahr geschrieben. In den meisten Bundesländern nehmen z.B. Hauptschulen, Realschulen, Wirtschaftsschulen und Gymnasien teil. Die Teilnahme von Förderschulen ist freiwillig.

Hasso Rosenthal hat sich mit den Vergleichsarbeiten beschäftigt und Sinn und Unsinn herausgefiltert.

Mit Vergleichstest überziehen die Kultusministerien unsere Schulen. Das ist fragwürdig, denn einem großen Aufwand von Seiten der Schulbehörde, der Kollegien und der Schüler steht ein mehr als fragwürdiger Nutzen gegenüber. Mit Hilfe der Evaluation wird allgemein bei einem pädagogischen Vorhaben das Verhältnis von angestrebten Zielen und die wirklich erreichten Erfolge festgestellt. Dann wird entschieden, wie weiter verfahren werden soll. Ich stelle in Frage, ob die Zentraltests der Bundesländer und die bundesweit durchgeführten VERA-Tests diesen Kriterien genügen. … weiter

 

25. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für Warum man sich an Unerwartetes besser erinnert · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , ,

unerwartetes.gifBericht: idw/Uni Bonn

Unerwartete Ereignisse aktivieren das Belohnungszentrum im Gehirn – daher speichert es solche Eindrücke besser ab. Diese Hypothese konnten Neurowissenschaftler der Universität Bonn jetzt in einer Patientenstudie bekräftigen: Wenn die Probanden sich Bilder einprägten, die nicht zu einem bestimmten Konzept passten, war das Belohnungszentrum im Gehirn aktiver als bei den herkömmlichen Bildern.

Die Studie in Zusammenarbeit mit den Universitäten Köln, Freiburg und Davis (Kalifornien) wurde heute in dem Fachmagazin "Neuron" veröffentlicht. … weiter

20. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für Das Geschäft mit der Armut · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , , ,

Eine Anklage gegen das Unwesen der deutschen Armutsindustrie

von Brigitte Pick

chef.gifgsf – Alice Schwarzer hat gerade gegen einen gemeinnützigen Frauennothilfeverein Anzeige erstattet, Chefs von anderen Nothilfevereinen fahren mit Samtschals in dicken Autos durch die Gegend und sonnen sich gleichzeitig in ihrer Hilfsbereitschaft und unendlichen Güte. Auf der Welle der zunehmenden Prekarisierung surft zwischenzeitlich eine ganze Industrie und macht satte Gewinne. AUSWEGE-Autorin Brigitte Pick hat deswegen in ihrem Aufsatz die sog. Armutsindustrie unter die Lupe genommen. So beginnt ihr Text:

 

Das Jobcenter vergibt an Arbeitssuchende Ein-Euro-Jobs ohne Ende. Dies geschieht in der Regel sofort, im Gegensatz zu der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Da wird eisern verschwiegen, dass es Vollbeschäftigung nicht mehr geben wird. Deshalb wird dort, wo die Arbeitslosigkeit einstellig ist, schon jubiliert und von Vollbeschäftigung gesprochen. In den meisten Fällen sind die 1 €-Jobs nicht zielgerichtet, um nicht zu sagen überflüssig wie ein Kropf. … weiter

Alle bisher erschienenen Aufsätze von Brigitte Pick

17. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für Bildungsbarometer legt Schwächen im Verhältnis zwischen Elternhaus und Schule offen · Kategorien: Daten und Fakten · Tags:

barometer.gifBericht: idw/Uni Koblenz-Landau

Die Ergebnisse des aktuellen Bildungsbarometers zum Verhältnis zwischen Eltern und Lehrern legen nahe, dass die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten verbessert werden muss: Zwar werden in den Treffen zwischen Eltern und Lehrkräften von 46% der Befragten gemeinsame und konkrete Ideen zur Verbesserung der Situation ausgetauscht. Allerdings folgt in 41% der Fälle kein Handeln: Es werden keine konkrete Hinweise für eine Verbesserung vermittelt, weshalb der Austausch ergebnislos verläuft.

Dabei kommt der Kooperation zwischen Elternhaus und Schule durchaus eine nachhaltige Wirkung für die Entwicklung und Bildungsbiographie der Kinder und Jugendlichen zu. … weiter

17. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für 13. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , , , , ,

Das Deutsche Jugendinstitut meldete:

Bericht über gesundheitsbezogene Prävention und Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe

Im Mittelpunkt des 13. Kinder- und Jugendberichtes der Bundesregierung stehen die Angebote und Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe im Bereich gesundheitsbezogener Prävention und Gesundheitsförderung. Weiterlesen »

15. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für Suizidrisiko bei Depressiven steigt mit genetischer Veranlagung · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , ,

Mutationen im Rezeptorgen NTRK2 erhöhen das Risiko zum Suizidversuch

Bericht: idw/Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften

Weltweit werden jährlich geschätzte zehn bis 20 Millionen Suizidversuche unternommen und ca. eine Million Suizide vollzogen. In Deutschland waren es 9402 Menschen, die sich 2007 das Leben nahmen. Das sind umgerechnet 1,1 Prozent aller Todesfälle. Bei den unter 30-Jährigen ist sogar jeder vierte Todesfall die Folge eines Suizidversuchs.

Die allgemeine lebenslange Prävalenz zum Suizidversuch wird mit drei bis fünf Prozent angegeben, wobei unter psychiatrischen Patienten höhere Zahlen ermittelt werden und fast ein Drittel der Patienten mit Depression einen Suizidversuch unternehmen. Zwillings- und Familienstudien legen nahe, dass Suizide und Suizidversuche eine genetische Grundlage haben, wobei diese unabhängig von möglichen psychiatrischen Erkrankungen sind. … weiter

Logo GegenredeGegenRede 6

von Freerk Huisken

gsf – Freerk Huisken untersucht in seiner GegenRede Nr. 6 die „Chancengleichheit“ in Schule und Bildung. Er kommt u.a. zu dem Schluss:

Chancengleichheit hat also mit vernünftiger Organisation des Lernens nichts zu tun. Im Gegenteil, sie steht für die schulische Unvernunft, die das Lernen als Leistungslernen, also als Konkurrenzveranstaltung zwischen allen Schülern einer Klasse oder eines Jahrgangs veranstaltet.

Er setzt dagegen:

Würde man jedem Schüler und jeder Schülerin zum Lernen des Unterrichtsstoffes soviel Zeit, dazu die Mittel und Hilfestellungen einräumen, die sie jeweils benötigen, dann hätte sich die Sache mit der Chancengleichheit erledigt. Zur Aneignung von Wissen und Kenntnissen braucht es nämlich keine Chancen und schon gar keine gleichen Chancen. Die stören dann nur. Es braucht nur Umstände, die den individuellen Bedingungen des Lernenden entsprechen.

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Alle bisher erschienenen GegenReden ansehen

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