Eine Kommentarsammlung

von Günther Schmidt-Falck

Die Auswege-Redakteure haben lange überlegt, ob sie sich zum Thema „Sarrazin“ äußern sollen. Viele politisch aktive Menschen gaben in den letzten Wochen bereits ihr Statement ab. Manches war erfreulich, manches einfach witzig, manches nachdenkenswert. Statt eines weiteren Kommentars möchte die Redaktion sich lieber darauf beschränken, das anzusehen und aufzulisten, was bereits verfasst wurde. Es handelt sich um eine subjektive Auswahl, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Wahrheit erhebt.

Mit Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, beginnen wir den bunten Reigen: … weiter

Über Statements von LeserInnen würden wir uns freuen. Schreiben Sie doch einen kurzen (oder auch längeren) Kommentar zu Thilo Sarrazin, seinem Buch, zu den Statements der PolitikerInnen und GewerkschafterInnen.

2 Kommentare

  1. Der Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger sagt:
    “Hinter der Sarrazin-Debatte steht folgendes: Im Kern geht es um das Selbstwertgefühl der linksliberalen Minderheit der Bevölkerung, die lange an die Idee der multikulturellen Gesellschaft geglaubt hat. Sie steht, wenn man die Probleme des Landes mit seinen Muslimen ernst nimmt, vor den Trümmern ihres Weltbildes, das sie gegen einen informierten Kritiker verteidigt.”

  2. Lilo Sagrotan

    @Marti: „das Land“ hatte in den 60ern Probleme mit seinen Langhaarigen. „Das Land“ wollte sie in seiner Mehrheit damals vergasen (habe ich selbst vielfach hören müssen). Es hat sich inzwischen damit sichtbar arrangiert. Neben vielen anderen „Parallelgesellschaften“ hat sich „das Land“ auch an die der Schwulen gewöhnt, von denen einige jetzt in offizieller Funktion andere Parallelgesellschaften angreifen. Man könnte noch mehr „Kulturen“ aufzählen, um festzustellen, dass Multikulti längst Realität ist. Aber mit der ideologischen Brille des Ideals einer rassenreinen (nicht ganz – Juden will Sarrazin diesmal ja dabei haben) und kulturell gleichgeschalteten Bevölkerung, die stromlinienförmig auf den Erfolg der deutschen Nation und nur den ausgerichtet ist, stören natürlich alle Abweichungen. Fast seid ihr so weit; mehrheitsfähig seid ihr wohl mit diesem unterirdischen Propagandawerk.
    Ich habe das Buch gelesen. Hätte es mir schenken können, mehr als in den Verlautbarungen vorher gesagt wurde, steht auch nicht drin. Nur noch ein Haufen Statistik mit der Beweiskraft der These, dass offensichtlich der Storch die Kinder bringe, weil ja durchschnittlich dort mehr Kinder geboren werden, wo es auch mehr Störche gibt.
    Traurig ist, dass gegen Hassprediger wie Sarrazin keine Argumente helfen. Seine Fans wollen keine hören.