29. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für „Konsum macht einsam“ · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , ,

Interview der Süddeutschen Zeitung mit dem Soziologen Zygmunt Bauman

gsf – In der SZ haben wir ein Interview mit Zygmunt Baumann gefunden. Die Themen: Konsum, die Rolle der Konsumenten, das Verhalten der Industrie, unsere Identität u.a. mehr. Gerade für Lehrkräfte ist das ein Thema, mit dem wir täglich zu tun haben und dessen Auswirkungen wir spüren. Die SZ hat damit ein enorm wichtiges Thema aufgegriffen. Unbedingt lesen!

In der Gesellschaft der Konsumenten sehen Menschen einander wie Produkte – sie werden auf ihren Nutzen hin geprüft und notfalls abgestoßen. Der Soziologe Zygmunt Bauman über Konsumenten und Konsumierte. Das ganze Interview lesen

29. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für Motivationssprüche fürs Schülermäppchen · Kategorien: Marktplatz

gsf – Detlef Träbert (Bundesvorsitzender der »Aktion Humane Schule«) hat neue Motivationssprüche kreiert. „Zum Gipfel des Erfolgs fährt keine Seilbahn – du musst klettern!“, heißt es etwa in der Sammlung von elf Motivationssprüchen für Schüler in der Sekundarstufe. Sie wollen den Jugendlichen helfen, ihre Schulpflichten besser zu akzeptieren und regelmäßig zu lernen, so wie es ein anderer Spruch nahelegt: „Ein Fußballspiel kann durch einen einzigen Geniestreich entschieden werden – ein Schuljahr nicht.“ Für Grundschulkinder gibt es zehn Motivationssprüche zur Selbstermutigung.

Beide Sets bestehen aus Zetteln im Format DIN A 7, die in einer Ausweishülle stecken. Die Kinder können sie in ihr Federmäppchen legen und werden so immer wieder an gute Vorsätze erinnert. Ein Set kostet je 3 €.

Bezugsquelle: www.traebert-materialien.de

29. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für Humor ist einfach lebenswichtig! · Kategorien: Standpunkte · Tags: , , ,

Auswege-Redakteur Joscha Falck sprach mit der Schulsatirikerin Gabriele Frydrych

Mal heiter, mal zynisch schreibt sie in kurzen Geschichten über all das, was uns die Augen verdrehen lässt. Im Visier sind all jene Besserwisser, die ihr Wissen über Schule und ihre Akteure nicht zurückhalten können: Kollegen, Vorgesetzte, Journalisten und Politiker. „So mancher schulgeschädigte Leser wird über dieses bunte Treiben grinsen, denn er gönnt es der Lehrerschaft von Herzen, dass sie mal ordentlich vorgeführt wird".

Woher die Autorin dafür die Motivation nimmt, wie ihre Texte aufgenommen werden und ob sie im neuen Verlag besser aufgehoben ist, hat sie uns im Gespräch selbst verraten. Eine klare Leseempfehlung können wir aber schon jetzt aussprechen.

gsf – Das schreibt Joscha Falck über die Schulsatirikerin Gabriele Frydrych und über ihr Buch "Von Schülern, Eltern und anderen Besserwissern: Aberwitz im Schulalltag" samt ihrem Wechsel zum Piper Verlag. Im Anschluss an seine Kurzrezension hat er sie interviewt – über die Schule und ihre KollegInnen, über ihre Satire und den alltäglichen Wahnsinn.

Hier geht's lang: O-Ton Gaby Frydrych im Interview

Bisher in Auswege von Gaby Frydrych erschienene Texte

 

27. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für Die „Kultur der Entwürdigungen“ überwinden · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , ,

Rezension von Stephan Marks' Buch „Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft“

von Detlef Träbert

Niemand stellt Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes in Frage: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Die Menschenwürde bildet das Zentrum der Menschenrechte. Dennoch wird sie täglich und ständig verletzt – ein blinder Fleck in unserer Gesellschaft. Stephan Marks hellt ihn mit seinem neuen Buch „Die Würde des Menschen“ auf. … weiter

24. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für Neue kostenfreie Unterrichtsmaterialien zur Verbraucherbildung · Kategorien: G-So-Ek, Materialsammlungen · Tags: ,

Mitteilung: Stiftung Warentest

Was leisten die Verbraucherorganisationen, wie kann ich mich vor Abzocke im Internet schützen und was muss ich zu Bar- und Plastikgeld wissen? In der Reihe "Konsumwelt kompakt" haben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Stiftung Warentest jetzt für die Klassenstufen 8 bis 10 neue Unterrichtsmaterialien zur kritischen Verbraucherbildung herausgegeben.

Ob unfreiwillig abgeschlossene Abos für Klingeltöne, unseriöse Gewinnspielangebote im Internet oder Qualitätsvergleiche vor dem Kauf – am Beispiel Internet informiert die Unterrichtseinheit "Verbraucherschutz in Deutschland" sehr konkret über die Arbeit der Stiftung Warentest, der Verbraucherzentralen und des vzbv. Sie bieten Verbrauchern Unterstützung, Hilfe und Informationen und setzen sich für die Rechte der Verbraucher auf politischer Ebene ein.

In der Unterrichtseinheit "Bares oder Plastik?" wird am Beispiel Auslandsurlaub Basiswissen zu den wichtigsten Zahlungsmitteln (Bargeld, Girocard, Kreditkarte und Prepaidkreditkarte) vermittelt. Einen wichtigen Aspekt bilden dabei die Kosten, die anfallen, wenn man sich im Ausland mit Bargeld vom Automaten versorgt.

Zu beiden Themen erhalten Lehrkräfte jeweils auf ein bis zwei Seiten Sachinformationen, didaktische Vorschläge und eine umfangreiche Linkliste zu weiterführenden Informationen. Arbeitsbögen für die Schüler ergänzen das Material. Die Unterrichtseinheiten sind für die Klassen 8 bis 10 konzipiert.

Die Materialien gibt es im Internet unter

www.test.de/schule 

oder

www.verbraucherbildung.de 

zum kostenfreien Download.

Quelle: PM v. 24.1.2011- Stiftung Warentest

19. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für DGB will soziale und demokratische Hochschule als Gegenmodell zum neoliberalen Umbau · Kategorien: Standpunkte · Tags:

Mitteilung: DGB Hessen-Thüringen

Auf der Grundlage einer Befragung von Personalleitern durch den Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert die IHK Erfurt eine engere Verzahnung zwischen Hochschule und Wirtschaft und vor allem mehr Einfluss auf Lehrinhalte.

„Gegen eine enge Verzahnung von Hochschule und der Wirtschaft ist grundsätzlich erst einmal nichts einzuwenden. Da aber bei jeder Akkreditierung eines Studiengangs ein Vertreter der Wirtschaft mit am Tisch sitzt ist die Forderung nach mehr Einfluss auf die Lehrinhalte für uns nicht nachvollziehbar“ erklärt Renate Licht, die Vorsitzende des DGB Thüringen.

Mit einem Leitbild „Demokratische und Soziale Hochschule“ gehen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften mit eigenen Vorschlägen zur weiteren Veränderung von Hochschule in die Offensive.

„Wir wollen keine Hochschulen an denen junge Menschen nur für den Arbeitsmarkt regelrecht produziert werden. Mit unserem Leitbild Demokratische und Soziale Hochschule zeigen wir einen anderen Weg für die Hochschulen und ihre Absolvent_innen auf, erläutert die DGB Vorsitzende Licht die Position der Arbeitnehmer. … weiter

18. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für Learning by viewing · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: ,

Psychologen der Universität Jena setzen mit DFG-Unterstützung Projekt zur Effizienz unterschiedlicher Lernmethoden fort

Mitteilung: Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ob beim Besuch im Naturkundemuseum oder im Physikunterricht in der Schule: Wo Wissen vermittelt oder Fähigkeiten erlernt werden sollen, lautet die Devise heute oft „Selbermachen“. Denn interaktives Lernen gilt als besonders effizient. „In der Literatur findet sich mittlerweile eine enorme Fülle an Daten, die die Effektivität des selbsttätigen, handelnden Lernens belegen“, sagt Prof. Dr. Melanie Steffens von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Allerdings, so fährt die Professorin für Psychologie fort, sei dies nur die halbe Wahrheit.

Wie Prof. Steffens und ihr Team in einem aktuellen Forschungsprojekt zeigen konnten, lassen sich Lernerfolge ebenso gut auch durch genaues Beobachten erzielen. Mehr noch: „Manchmal ist der Beobachter sogar im Vorteil gegenüber dem selbst Handelnden“, so Steffens. … weiter

17. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für NGOs – Spiegel der Zivilgesellschaft · Kategorien: Ethik, G-So-Ek, Peripherie · Tags: , ,

gsf – Barbara Lochbihler hatte ursprünglich ihren Text über NGOs (Non-Governmental Organization) für das Magazin "Kulturaustausch" (IV/2010) verfasst und uns dankenswerter Weise zum Nachdruck überlassen.

Der Aufsatz kann zur Information für Lehrkräfte oder natürlich ab der 9ten Klasse in Geschichte/Sozialkunde/Politik, Ethik oder auch Deutsch zur Informationsgewinnung und zur Diskussion über Nichtregierungsorganisationen benutzt werden. Hans Grillenberger hat den Text mit Arbeitsaufträgen und Zeilennummern versehen.

Download des Aufsatzes

13. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für Weit weg vom Lehrersein III · Kategorien: Standpunkte · Tags: , , , , ,

Ein Gespräch mit der Lehramtsstudentin Christine Schlebach – Teil 3

Christine Schlebach ist eine von vielen Studentinnen und Studenten, die man erstmal nur beglückwünschen kann. Sie studiert nach neuester Studienordnung Lehramt an Grundschulen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre moderne Studienstruktur ermöglicht es ihr, aufgrund eines im europäischen Hochschulraum einheitlichen Bewertungssystem über ECTS-Punkte ganz einfach hier und da, in Brüssel und Mailand, Hamburg und Paris credit points zu sammeln. Sie studiert in Modulen – nahezu alles ist Pflicht. Da im Regelfall auch die Reihenfolge vorgeschrieben ist, bleibt kaum Auswahlmöglichkeit, ganz zu schweigen von indivuellen Studienschwerpunkten. Der bundesweite Bildungsstreik, der genau das zum Thema hatte, ist abgeflaut. An den Unis kehrt wieder die Ruhe der Normalität ein – allerdings mehr aus Anpassung als aus Zufriedenheit. Christine ist wie so viele ein Versuchskaninchen.

Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um studentisches Engagement, eigenes Denken und Auswege aus dem universitären Alltag.

weiter zum 3. Teil des Interviews

Zum 1. Teil des Interviews

Zum 2. Teil des Interviews

 

12. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für Zu der verheerenden Rolle des Gymnasiums im deutschen Schulwesen · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , ,

hg – Nachdem die Kultusminister aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen wieder mal die Diskussion über das Bildungswesen mit einem Grundsatzpapier („Wir setzen auf individuelle Förderung statt auf Einheitsschule“) befrieden wollen, lohnt es sich gerade bei diesem Thema bewusst zu machen, dass politische Positionen nicht auf Naturgesetzen beruhen, sondern bestimmte Interessen wiederspiegeln. Wir möchten ein weiteres Grundsatzpapier dagegen stellen und damit die Diskussion wieder anfeuern.

Rolf Jüngermann

Auch wenn das Gymnasium seine Monopolstellung als Schule zur Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife ein Stück weit verloren hat, so ist doch der angestrebte Übergang von der Grundschule ans Gymnasium für die meisten SchülerInnen nach wie vor die erste Schlüsselstelle ihrer Karriere. An dieser Stelle manifestiert sich in aller Deutlichkeit die zentrale Stellung des Gymnasiums als Institut zur Verteilung von Lebenschancen und – im Ergebnis – als Garant für den Erhalt des Bildungsprivilegs der Bourgeoisie.

weiter mit Teil 1

Download Teil 2

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