12. Dezember 2011 · Kommentare deaktiviert für Und mitten drin in diesem ganzen Wahnsinn: Der Schauspieler · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: ,

Blick über den Zaun
hg – Pädagogen und Schauspieler verbindet, dass sie für Menschen arbeiten. Dass sie Menschen erreichen wollen.

Zur Eröffnung des neuen Studienjahres an der Bayerischen Theaterakademie hielt der Vertreter der Studenten, Heiner Bomhard eine Rede, in der er über die Verantwortung des Schauspielers nachdachte.

In der Rede findet sich Vieles, was auch Pädagogen berührt, wenn sie sich auf grundsätzliche Gedanken über ihren Beruf einlassen.

Heiner Bomhard

Wir haben als Schauspieler Verantwortung in unserer heutigen Welt. Es ist höchste Zeit, einen Schritt zu gehen, der uns allen schwer fällt. Das Eingeständnis, dass wir als moderne Menschen gescheitert sind. … weiter

©Foto: ocal / www.pixelio.de

11. Dezember 2011 · Kommentare deaktiviert für „Unterm Strich zähl‘ ich“ – Teil VII · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , , , ,

Der Narzissmus als sozialpsychologische Signatur des konsumistischen Zeitalters – Schluss

von Götz Eisenberg

Schon zeichnen sich am psycho-historischen Horizont neue Verschiebungen ab. Die hinter uns liegenden, von der Praxis des Neoliberalismus geprägten eisigen Jahre haben die Menschen selbst eisig werden lassen und ihre Innenwelt in eine Gletscherlandschaft eingefrorener Gefühle verwandelt. Sie können gar nicht anders, als diese Kälte weiterzugeben und auf ihre Umgebung abzustrahlen.

Es macht einen nicht zu unterschätzenden Unterschied, ob man in einer Gesellschaft aufwächst und lebt, in der schwachen und nicht oder weniger leistungsfähigen Mitmenschen solidarisch beigesprungen und unter die Arme gegriffen wird, oder in einer, in der sie der Verelendung preisgegeben und als sogenannte Loser zu Objekten von Hohn und Spott werden.  … weiter mit Teil 7 (Schluss)

Den sechsten Teil downloaden

Den fünften Teil downloaden

Den vierten Teil downloaden

Den dritten Teil downloaden

Den zweiten Teil downloaden

Den ersten Teil downloaden

 

Alle in AUSWEGE erschienenen Aufsätze von Götz Eisenberg

 

und die Rezension seines Buches:

… damit mich kein Mensch mehr vergisst! Warum Amok und Gewalt kein Zufall sind von Joscha Falck

©Foto: Rike / www.pixelio.de

09. Dezember 2011 · Kommentare deaktiviert für 28. Januar 2012: 40 Jahre Berufsverbot – Betroffene fordern: endlich Aufarbeitung und Rehabilitierung! · Kategorien: Paragraphenreiter · Tags: , ,

Aufruf

Vor 40 Jahren, am 28. Januar 1972, beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Willy Brandt den sogenannten „Radikalenerlass“. Zur Abwehr angeblicher Verfassungsfeinde sollten „ Personen, die nicht die Gewähr bieten, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten“, aus dem öffentlichen Dienst ferngehalten bzw. entlassen werden. Mithilfe der „Regelanfrage“ wurden etwa 3,5 Millionen Bewerberinnen
und Bewerber vom „Verfassungsschutz“ auf ihre politische „Zuverlässigkeit“ durchleuchtet.

Im Freistaat Bayern gibt es immer noch die sog. „Regelanfrage“. Alle, die sich für den Öffentlichen Dienst bewerben incl. Lehramtsbewerber bzw. Lehrkräfte, müssen sich dieser Gesinnungsüberprüfung unterziehen. Auf der langen Ministeriums-Liste der „verdächtigten“ Organisationen findet sich auch die VVN / BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten).

Wir veröffentlichen den Aufruf der baden-württemberger Initiative mit Erstunterzeichnern (mit Dank an die GEW-Kollegin Eva Petermann aus Hof für die Übermittlung) und bitten um zahlreiche Weiterleitung des Aufrufs oder des Auswege-Links.

Aufruf lesen

06. Dezember 2011 · Kommentare deaktiviert für Psychische Widerstandsfähigkeit trainieren · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , ,

Wissenschaftliche Tagung über Resilienz

Mitteilung: Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

Der Tod eines geliebten Menschen, eine psychische Erkrankung der Eltern, Stress am Arbeitsplatz: Einige Menschen können mit solchen Belastungen besser umgehen, andere weniger gut. Woran liegt das? Ausschlaggebend ist die eigene psychische Widerstandsfähigkeit, die Wissenschaftler als Resilienz bezeichnen. Dazu gehören persönliche Resilienzfaktoren, wie ein starkes Selbstbewusstsein, familiäre Resilienzfaktoren, zum Beispiel eine gute Partnerschaft oder stabile Familienbeziehungen, aber auch soziale Faktoren spielen eine Rolle: zum Beispiel Freundschaftbeziehungen. … weiter

Quelle: PM v. 16.11.2011 – Kath. Hochschule Nordrhein-Westfalen / idw

01. Dezember 2011 · Kommentare deaktiviert für „Unterm Strich zähl‘ ich“ – Teil VI · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , ,

Der Narzissmus als sozialpsychologische Signatur des konsumistischen Zeitalters – Teil 6 von 7

von Götz Eisenberg

Im Schatten verbreiteter Ohnmachtserfahrungen und mangelnder Anerkennung bildet sich eine Vorliebe für Computerspiele aus, bei denen sich Jugendliche in einsamen Kämpfen gegen imaginäre Mächte und Gestalten zu Herrschern der Welt und über ganze Universen aufschwingen. Es ist die real erfahrene Ohnmacht, die die virtuelle Allmacht so anziehend und verlockend erscheinen lässt.

Der Computer erweist sich in dieser Anwendungsform als narzisstisches Ladegerät für einen schwächelnden Selbstwert-Akku, an das er immer häufiger angeschlossen werden muss, bis er eines Tages kaum noch oder gar nicht mehr ohne existieren kann.  … weiter mit dem sechsten Teil

Den fünften Teil downloaden

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Den ersten Teil downloaden

 

Alle in AUSWEGE erschienenen Aufsätze von Götz Eisenberg

 

und die Rezension seines Buches:

… damit mich kein Mensch mehr vergisst! Warum Amok und Gewalt kein Zufall sind von Joscha Falck

©Foto: Rike / www.pixelio.de

30. November 2011 · Kommentare deaktiviert für Fragend-entwickelnder Unterricht · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags:

Heutzutage sollen KInder und junge Leute in der Schule Antworten geben auf Fragen, die sie selber gar nicht gestellt haben. So verfährt der »fragend-entwickelnde« Unterricht am Lehrplan und dem Fachwissen der Lehrkraft orientiert, nicht jedoch an den Interessen der Schüler.

Demzufolge muss dieser Sachverhalt umgedreht werden: Schule soll anleiten, gute Fragen zu stellen und Antworten zu suchen. Schule soll keine Lehrplanvollzugsanstalt sein, sondern helfen, dass junge Menschen sich mit sich, mit anderen, in der Welt zurechtfinden können.

Ulrich Herrmann, Prof. Dr., in seinem (sehr empfehlenswerten) Aufsatz „Die Zukunftsschule“. In: Lehren & Lernen. Zeitschrift für Schule und Innovation aus Baden-Württemberg, Heft 10/2011, S. 10-14.  Ulrich Herrmann ist auch Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitschrift. Hier geht es online zum Magazin „Lehren & Lernen“: Neckar-Verlag

28. November 2011 · Kommentare deaktiviert für Film: Auf dem rechten Auge blind! · Kategorien: Peripherie · Tags: ,

"Wie man trotz massiver Wahrnehmungs-Einschränkung noch einen tollen Job beim Verfassungsschutz bekommt, zeigen die extra 3 Autoren Julian Amershi und Marike Schmidt-Glenewinkel."

Ein satirischer Beitrag auf NDR/Extra 3 am 23.11.2011 um 10 vor 23 Uhr. Unbedingt ansehen!

ARD Mediathek

oder, wenn der Link nicht mehr funktioniert

►auf Youtube

Originallink, wenn das Filmfenster nicht angezeigt wird:
https://www.youtube.com/watch?v=73WYiOpQPYY

25. November 2011 · Kommentare deaktiviert für Intelligenter durch Computerspiele · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: ,

Mitteilung: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Intelligenz lässt sich durch geeignete Computerspiele steigern. Das konnten Psychologen der Universität Würzburg jetzt in einer Untersuchung an bayerischen Förderschulen nachweisen. Der Effekt fiel überraschend hoch aus. … weiter

25. November 2011 · Kommentare deaktiviert für GEW: „Inklusion ist Chance zur Weiterentwicklung des Schulsystems – aber KMK nutzt die Chancen nicht!“ · Kategorien: Standpunkte · Tags: , , , , , ,

Bildungsgewerkschaft zum KMK-Fachgespräch "Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen" – Kultusminister nicht konsequent genug

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M./Berlin – "Inklusion ist die Chance zu Umbau und Weiterentwicklung des Schulsystems in Deutschland", betonte Marianne Demmer, Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf ein presseöffentliches Fachgespräch der Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag in Berlin. Während der Tagung werden die KMK-Empfehlungen zur "Inklusiven Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen" diskutiert. Demmer warf den Kultusministern vor, beim Thema Inklusion bisher "nicht konsequent" zu agieren. "Es bleibt dabei: Jedes große Bildungsthema in Deutschland endet in Kleinstaaterei und föderalem Chaos – zum Schaden der Kinder und Jugendlichen, zu Lasten der Lehrkräfte. Die KMK vertagt den Abschied vom selektiven Schulsystem erneut", sagte die GEW-Schulexpertin.

Sie machte deutlich, dass die meisten Länder die Tragweite des Themas Inklusion bisher nicht erkannt hätten und viele Maßnahmen den Anforderungen der Behindertenrechtskonvention (BRK) nicht ausreichend entsprächen. "Inklusion meint nicht nur den Einbezug von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen, sondern das Recht auf diskriminierungsfreien Zugang zu inklusiver Bildung in der allgemeinen Schule für alle, kurz: den generellen Abschied von der Selektion", unterstrich Demmer. Sie schlug den Ländern vor, endlich die teure Doppelstruktur von allgemeinem, gegliedertem Schulsystem und Sonderschulwesen zu beenden: "Wir brauchen die individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen in einem inklusiven wohnortnahen Regelschulsystem, in der 'einen Schule für alle'. Alle Ressourcen, die in ein inklusives Schulwesen fließen, bringen einen viel reicheren Ertrag als im gegliederten, selektiven System."

"In drei Bereiche müssen wir investieren: In einen Mentalitätswandel in der Bundesrepublik in Richtung Inklusion, die Ressourcen für die individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen an den Schulen", appellierte die GEW-Sprecherin an die Kultusminister.

Pressemitteilung v. 25.11.2011
Ulf Rödde
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
www.gew.de

Fachgespräch zur Empfehlung der Kultusministerkonferenz „Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen“: KMK-Meldung downloaden

4. Kleine Worte – große Wirkung – Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern

von Reinhold Miller

jf – Vieles von dem, was der Berufsalltag von Lehrkräften verlangt, ist leichter gesagt als getan. Dazu gehört auch das Themenfeld der Kommunikation. Gerade hinsichtlich der Beziehung zu Schülerinnen und Schülern soll sie wertschätzend und von Anerkennung geprägt sein. Neben dem Wissen über Kommunikation bedarf es auch kommunikativer Handlungskompetenz. Schließlich stehen Lehrkräfte in der Verantwortung, für eine gedeihliche Atmosphäre zu sorgen, auf deren Basis das schulische Miteinander steht. Hinzu kommt Sensibilität darüber, dass Kinderohren anders hören als Erwachsene. So droht manches noch zarte Pflänzchen bei rauem Wind einzuknicken. Um diesen Sachverhalt zu veranschaulichen verweisen die Schulgeschichten von Reinhold Miller im vierten Teil auf Situationen schulischer Kommunikation. … weiter

©Foto: www.JenaFoto24.de / www.pixelio.de

Bisher von Reinhold Miller in AUSWEGE veröffentlichte Aufsätze:

Schulgeschichten I. Die Welt in den Köpfen der Kinder – Individuelle Konstruktionen der Wirklichkeit

Schulgeschichten II. Auf sich und andere achten

Schulgeschichten III. Wandlungen – Sich selbst und die Umstände verändern

Weitere Artikel zum Thema:

Gewaltfreie Kommunikation – einfühlsame Kommunikation (Joscha Falck)

Verstehen und verstanden werden. Kommunikation und Interaktion in der Schule – Ein Film von Reinhold Miller über ein Trainingsseminar zur Professionalisierung der Kommunikation in der pädagogischen Praxis