08. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , , ,

Der Narzissmus als sozialpsychologische Signatur des konsumistischen Zeitalters – Teil 3 von 7

von Götz Eisenberg

… Erleben wir nicht seit Jahren eine kollektive Infantilisierung und die Geburt eines Wesens, das man als Erwachsenen-Kind bezeichnen könnte? Der Axolotl als neuer Sozialcharakter und Lebensform?

Opas tragen dieselben albernen Kappen und Sonnenbrillen wie ihre Enkel, allenthalben und überall wird an in Rucksäcken mitgeführten Flaschen gesuckelt und genuckelt. Es existiert eine allgemeine Regression zu Wiege und Rassel. Zwischen dem Säugling, für den eine Lebensversicherung abgeschlossen wird, und dem Greis, der sie einlöst, bestehen nur noch graduelle Unterschiede.

Die Konsumgesellschaft bringt einen gefräßigen, ungeduldigen, auf seinen Spaß bedachten ewigen Säugling hervor, der sich genüsslich die Flasche geben lässt … weiter mit dem dritten Teil

Den zweiten Teil downloaden

Den ersten Teil downloaden

 

Auswahl weiterer Aufsätze von Götz Eisenberg im Magazin AUSWEGE:

Wut und Hass. Anmerkungen zu den „Konsumkrawallen“ in England

Der Glanz im Kameraauge. U-Bahn-Attacke als neues „Modell des Fehlverhaltens“

Vom Juckreiz unterdrückter Gefühle. Anmerkungen zur Tat des Anders Behring Breivik

Schulen der Rohheit

und die Rezension seines Buches

… damit mich kein Mensch mehr vergisst! Warum Amok und Gewalt kein Zufall sind von Joscha Falck

©Foto: Rike / www.pixelio.de

07. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Marktplatz · Tags:

gsf – Am 3.6.2010 streikten rund 2000 Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (SH) wg. Arbeitszeitverlängerungen und Stellenstreichungen. Jetzt werden sie durch das Bildungsministerium in Schleswig-Holstein zur Rechenschaft gezogen: Die meisten Lehrkräfte erhielten bzw. erhalten einen Verweis, Schulleiter müssen 500 Euro Strafe zahlen.

Wer sich weiter informieren will:

Streikende Schulleiterinnen und Schulleiter: Überzogene Geldstrafen sollen für Untertanengeist sorgen (GEW SH)

Abschluss der Disziplinarverfahren wegen Streikteilnahme am 3. Juni 2011 – Was soll ich tun? (GEW SH)

Disziplinarverweise für mehr als 1800 Lehrer (Kieler Nachrichten KN-online)

Streikrecht – Björn Thoroe DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Landtag:

Link: http://www.youtube.com/watch?v=CdMh66t9Suw

GEW: „Auch Beamtinnen und Beamte dürfen streiken“ (Ulf Roedde – GEW-Hauptvorstand)

Mehr als 1800 Lehrer wegen Streik abgestraft (Spiegel online)

Brief des Ministeriums für Bildung und Kultur in Kiel an die Schulleiter: Beamten-Streik ist rechtswidrig (Link "Brief …" zum Download auf der Seite anklicken)

 

07. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Standpunkte

Die taz veröffentlichte eine kleine Reportage über die derzeitige Lage am Ausbildungsmarkt und das Verhalten diverser Azubis. Die Situation präsentiert sich leider so, wie in der taz dargestellt. Tausende von HauptschullehrerInnen und vermutlich auch viele Realschullehrkräfte erleben bundesweit täglich ähnliche Situationen – nicht  nur in den Großstädten. Wir dokumentieren hier den Artikel von Barbara Dribbusch, weil er präzise einen Teil der heutigen Realität abbildet. Die Red.

Unmotivierte Lehrlinge

Eigentlich müsste dieser Ausbildungsplatz attraktiv sein: Einzelhandelskaufmann in einem Elektroladen, mit Fernsehern, Radios, CD-Spielern. Doch diese Lehrstelle, die Geschäftsführer André Schumacher vom Miarka Profi-Service in Berlin anbietet, blieb in diesem Jahr unbesetzt. "Es fehlen geeignete Bewerber", sagt Schumacher. Und das in einer Viermillionenstadt. Den ganzen Artikel lesen
 

Mitteilung: Stiftung Deutsche Depressionshilfe – Prof. Dr. Ulrich Heger

Leipzig, 2. November 2011 – Über zahlreiche Titelstories, Leitartikel, Buchpublikationen und Fernsehsendungen hat sich der Begriff Burnout zu einem der Modeworte des Jahres emporgeschwungen. Selbsternannte „Burnout-Kliniken“ springen auf den Zug auf und hoffen auf eine Klientel von Managern mit Privatversicherung. Unternehmen führen betriebsinterne gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Stressreduktion ein, um dem „Burnout“ und auch damit verbundenen Produktivitätsverlusten vorzubeugen.

Auch wenn zu begrüßen ist, dass hierdurch die große Bedeutung psychischer Erkrankungen deutlicher und die diesbezügliche Sensibilität erhöht wird, so wird der inflationäre Gebrauch des schwammigen Begriffs Burnout von vielen Betroffenen und Experten aus mehreren Gründen als verwirrungstiftend, irreführend und längerfristig stigmaverstärkend eingeschätzt. … weiter

Quelle: PM v. 2.11.2011 – SDD / idw

06. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Marktplatz, Materialsammlungen · Tags: ,

Die Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V. stellte im Oktober 2011 neue kostenlose Unterrichtsmaterialien vor:

- Unterrichtsthema: Ernährungskrisen

- CSR und Soziale Marktwirtschaft – Arbeitsblatt für die Sekundarstufe II

- Neuauflage der Schulmaterialien „Sozialpolitik“ 2011/2012

- Unterrichtsthema: Auslandsaufenthalt

- Unterrichtsthema: der Beruf des Investmentfondskaufmanns

- Arbeitsblatt: Haben und Soll – Zinsen

- Arbeitsblatt: Der lange Weg des Bundeshaushalts

Zur Übersichtsseite der Materialien: http://www.jugend-und-bildung.de/webcom/show_jubsl.php/_c-239/i.html

Hier geht es zur Hauptseite von Jugend und Bildung e.V. Wenn sich der Beitrag nicht auffinden lässt, können Sie den Titel des Materials in der Suchfunktion (rechts oben unterhalb des Kopfbildes) eingeben.

Wir weisen daraufhin, dass wir aufgrund dieser Veröffentlichung keine Gewähr für die Qualität und den Inhalt der Materialien übernehmen können. Bitte prüft selbst, ob die angebotenen Materialien inhaltlich und auch pädagogisch vertretbar sind. Wir treffen nur eine  grobe Vorauswahl.

03. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , , ,

Warum Hessen die Inklusion über Beratungs- und Förderzentren abwickeln will

von Johannes Batton

Mit der Bestandsgarantie für die Förderschulen als Angebotsschulen hat sich das Hessische Kultusministerium (HKM) für die Beibehaltung des Parallelsystems von Förderschulen und inklusiver Beschulung entschieden. Es hat damit die kostenintensivste Variante sonderpädagogischer Förderung gewählt.

Von weiteren Plänen des HKM und weniger leicht zu durchschauenden Spar-Mechanismen zu Lasten von Kindern, Eltern und Lehrkräften in Regelschulen und Beratungs- und Förderzentren handelt dieser Artikel. … weiter

►Neu: Anzeigenkampagne von Johannes Batton und Volkhard Wiese "Inklusion braucht Qualität" (25.2.2012)

 

Bisher zum Thema Inklusion erschienene Aufsätze und Berichte. Auswahl:

Hessen spart sich die Inklusion von Johannes Batton

Inklusion und Konfusion – Was auf Hessens Schulen zukommt von Johannes Batton

Nachlese zum Artikel „Inklusion und Konfusion – Was auf Hessens Schulen zukommt“ von Johannes Batton

Förderung muss gestaltet, nicht verwaltet werden von Claus Heymann

Integration an der Realschule – die beste Zeit in unserem Pädagogenleben von Altrud Gönnert und Vicco Meyer

„… als hätte uns vorher eine Farbe gefehlt”. Benjamin im integrativen Kindergarten von Jacqueline Erk

Und es geht doch! Rezension des Buches „Auf dem Weg zur Schule für alle“ von Detlef Träbert

Inklusive Bildung nach wie vor in vielen Bundesländern die Ausnahme Mitteilung der Bertelsmann Stiftung

 

02. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Daten und Fakten

Mitteilung: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin

Vor allem eine verstärkte Kohlenmonoxid-Belastung sowie erhöhte Ozon-Werte schädigen die Gesundheit von Kindern. Das ist das Ergebnis einer jetzt im renommierten „Journal of Health Economics“ veröffentlichten Studie auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). „Eine verstärkte Belastung durch Kohlenmonoxid führt zu einem geringeren Geburtsgewicht von Babys“, sagt die Berliner Familien- und Bildungsökonomin C. Katharina Spieß, eine der Autorinnen. „Kleinkinder, die erhöhten Ozonwerten ausgesetzt sind, leiden häufiger unter Bronchitis oder Atemwegserkrankungen“. … weiter

02. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , ,

Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe berichtete:

Beim 2. Forum „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ am 21. Oktober 2011 wurden Strategien diskutiert und entwickelt, wie das Thema „Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport“ in verschiedenen Qualifizierungsmodulen integriert werden kann. Den ganzen Artikel lesen

Quelle: Fachkräfteportal v. 26.10.2011

02. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , , ,

Der Narzissmus als sozialpsychologische Signatur des konsumistischen Zeitalters – Teil 2 von 7

von Götz Eisenberg

Im zweiten Teil der "Narzissmus-Saga" untersucht der Autor unser Leben im Konsumismus: Rücksichtslosigkeit, maximale Nutzenorientierung, Spaß haben, etwas aus sich machen und Schönheitsidealen nacheifern. Wir merken gar nicht, dass wir uns immer mehr als Produkte wahrnehmen.

Götz Eisenberg hat eine schonungslose Collage von Beispielen aus unserem Alltag geformt.

Den zweiten Teil lesen

Den ersten Teil downloaden

 

31. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Paragraphenreiter · Tags: ,

Bildungsgewerkschaft zum Einsatz so genannter "Schultrojaner"

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält den Einsatz so genannter "Schultrojaner" zur Erkennung von Plagiaten auf Computern an Schulen für mitbestimmungsrechtlich fragwürdig. "Wir sind vom dem geplanten Einsatz eines Schultrojaners überrascht – "Trojaner" haben an Schulen nichts zu suchen. Damit würden die Lehrkräfte gezielt einer Ausforschung im Interesse Dritter ausgesetzt, erklärte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne. "Bevor überhaupt nur an den Einsatz derartiger Software gedacht wird, müssen die zuständigen Personal- und Betriebsräte sowie die Mitarbeitervertretungen der öffentlichen und privaten Schulen beteiligt und in die Entscheidung einbezogen werden."

Dass der Trojanereinsatz jetzt zufällig bekannt wird, lege den Verdacht nahe, dass die erforderliche Mitbestimmung umgangen werden soll. Die Schulträger seien verpflichtet ihre Beschäftigten vor rechtlichen Risiken zu schützen. Das gelte umso mehr, als es sich oftmals um Fälle handele, in denen es selbst für Urheberrechtsprofis schwer sei, die Rechtslage eindeutig zu bestimmen.

Pressemitteilung v. 31.10.2011
Ulf Rödde
GEW-Hauptvorstand
www.gew.de

Wer eine weitere Sellungnahme lesen will: siehe die Mitteilung der Piratenpartei zu diesem Thema

Mitteilung: Piratenpartei Deutschland

Mit dem Schuljahr 2011/2012 wird eine vertragliche Regelung wirksam, nach der die Länder den Schulbuchverlagen die Möglichkeit einräumen müssen, auf Schulrechnern Software zu installieren, die nach Plagiaten sucht. Weiter werden die Länder verpflichtet, disziplinarisch gegen Urheberrechtsverstöße von Lehrern vorzugehen. Die Piratenpartei kritisiert diesen Vertrauensbruch zwischen Land und Lehrerschaft und fordert eine Umstellung auf Lehrmaterialien unter freien Lizenzen.„Es ist ein Skandal, wenn sich die Länder hier von Verlagen vorschreiben lassen, wie sie mit ihren Bediensteten umgehen sollen“, kritisiert Sebastian Nerz, Bundesvorsitzender der Piratenpartei. „Das ist ein offener Vertrauensbruch mit den Lehrerinnen und Lehrern. Schulleiter und Landesregierungen sind keine Hilfspolizisten der Verlegerlobby.“

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31. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Lesezeichen

Wer ist SOFI?

Das Mitteilungsmagazin des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI) e.V. an der dortigen Georg-August-Universität.

Inhalt des neuen Heftes:

Einleitung:
Bildungswege von Hauptschüler/innen im Fokus: Übergangsforschung am SOFI

Aus den Projekten:
Erhöht dualer Schulalltag die Chancen abschlussgefährdeter  Hauptschüler/innen auf Schulabschluss und Ausbildung?
Ergebnisse aus dem Projekt „Werkstatt-Schule“
Wie und warum Benachteiligtenförderung gelingt

Veröffentlichungen:
Neue Buchveröffentlichung: Das kapitalmarktorientierte Unternehmen
Veröffentlichungen von SOFI-MitarbeiterInnen von Juli bis Oktober 2011

SOFI-Kolloquium: Programm Wintersemester 2011/2012

Personalia

Kostenloser Download der Ausgabe 13

Quelle: idw / www.sofi.uni-goettingen.de

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