21. September 2013 · Kommentare deaktiviert für Morgen die Vermögensteuer wählen: Die Positionen der Parteien · Kategorien: Peripherie · Tags: ,

Die Initiative „Vermögensteuer jetzt!“ schrieb anlässlich der Bundestagswahl:

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

morgen ist Bundestagswahl. Wir möchten euch dringend bitten: Geht zur Wahl und sorgt mit eurer Stimme für mehr Steuergerechtigkeit.

Aus diesem Grunde möchten wir euch die Positionen der Parteien zur Vermögensteuer übersichtlich zur Kenntnis geben, damit ihr sie bei eurer Entscheidung berücksichtigen könnt. Die Beschreibung basiert auf einer Zusammenfassung des Bündnis Umfairteilen.

Nähere Informationen findet ihr auch in dieser Übersicht des Bündnis Umfairteilen: http://umfairteilen.de/fileadmin/download/material/Downloadmaterial/fakten_konzepte.pdf

Viele Grüße
Euer Team Vermögensteuer Jetzt!

CDU/CSU

Sie lehnen die Wiedereinführung der Vermögensteuer oder eine Vermögensabgabe ab.

SPD

Die SPD fordert die Wiedereinführung einer reformierten Vermögensteuer, wendet sich aber bisher gegen eine einmalige Vermögensabgabe. SPD und Grüne haben zudem in einer gemeinsamen Länder-Arbeitsgruppe ein Konzept für eine Vermögensteuer vorgelegt, demzufolge Vermögen ab 2 Mio. Euro pro Person mit 1 Prozent besteuert werden soll. Die Länder könnten damit rund 11,5 Mrd. Euro einnehmen. Ob Betriebsvermögen ebenfalls besteuert werden soll, ist in der SPD umstritten.

FDP

Sie lehnt die Wiedereinführung der Vermögensteuer oder eine Vermögensabgabe ab.

DIE LINKE

Die LINKE will Vermögen oberhalb von 1 Million Euro mit 5 Prozent besteuern („Millionärssteuer“) und fordert darüber hinaus eine europaweit koordinierte Vermögensabgabe zur Bewältigung der Folgen der Finanzkrise. Für betriebsnotwendiges Sachvermögen von Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmern und Personenunternehmen soll ein erhöhter Freibetrag von fünf Millionen Euro gelten. Die Regelung soll die Handlungsfähigkeit von (kleinen und mittleren) Unternehmen sichern und verhindern, dass Privatvermögen in Betriebsvermögen verschoben und so der Millionärsteuer entzogen werden kann. Für ein privates Geld- bzw. Immobilienvermögen von zwei Millionen Euro müssten zum Beispiel 50.000 Euro Steuern im Jahr bezahlt werden. Jährliche Mehreinnahmen: 80 Milliarden Euro.

Bündnis 90 / Die Grünen

Die Grünen fordern eine Vermögensabgabe auf Vermögen oberhalb von 1 Million Euro, die im Verlauf von 10 Jahren insgesamt 100 Milliarden Euro einbringen soll. Für Kinder und private Altersvorsorge soll es zusätzliche Freibeträge geben.
Betriebsvermögen soll ab einer Größenordnung von 5 Millionen Euro abgabepflichtig sein. Die Abgabe auf Betriebsvermögen soll auf maximal 35 Prozent eines Jahresertrags gedeckelt werden. Nach Auslaufen der Vermögensabgabe soll möglicherweise wieder eineVermögensteuer erhoben werden.

Piraten

Keine Festlegung.

AfD

Sie lehnt die Wiedereinführung der Vermögensteuer oder eine Vermögensabgabe ab.

 

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