WahlMittteilung:Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Politiker und Umfrageinstitute richten ihr Augenmerk auf den Wähler, sobald der Wahlkampf in die heiße Phase geht. Er ist das unbekannte Wesen, das seine Gunst willkürlich einem Kandidaten oder einer Partei schenkt. Welche Persönlichkeit hinter dieser – nur scheinbaren – Willkürlichkeit steckt, erforscht der Bamberger Politikwissenschaftler Harald Schoen. … weiter

3 Kommentare

  1. FRANZ ANGER

    positivistische herrschaftsberatung gottlob gibt es in der marktwirtschaftsdemokratie namens deutschland positivistische poltikwissenschaftler wie harald schoen, die emsig zu ignorieren vermögen, wie und wozu das politische herrschaftspersonal hierzulande demokratisch gewählt wird.

    stattdessen betätigen sich die damen & herren positivisten lobenswerterweise als herrschaftsberaterinnen respektive herrschaftsberater, indem sie zum beispiel mittels persönlichkeitspsychologie erforschen, wovon die verschiedenen persönlichkeitstypen ihre wahlentscheidung abhängig machen. dem marktwirtschaftlichen herrschaftspersonal sind die politologisch versierten "eindimensionalen menschen" *) gleich in zweierlei weise dienlich. einerseits beraten sie die politische herrschaftselite dabei, welche reklamemittel jene anwenden müssen, um die unterschiedlichen persönlichkeitstypen zur richtigen stimmabgabe zu veranlassen. andererseits sorgen auch die staatsfrommen politologen dafür, dass die wahlbürger beherrscht sind von jener ideologie, wonach der wählende staatsbürger der souverän der marktwirtschaftsdemokratie sei, obgleich jener durch die stimmabgabe sich entmächigt und zugleich die staatspolitiker zum herrschen ermächtigt.

    *) herbert marcuse: der eindimensionale mensch, studien zur ideologie der fortgeschrittenen industriegesellschaft

  2. Boris Schneider

    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das Wahlverhalten von diesen Faktoren beeinflusst wird: 1. Vorliebe 2. Arbeit der Partei 3. Parteimitglieder Ich hoffe, dass jeder seinen eigenen Kopf wählt und sich von der Werbung nicht allzu sehr beeinflussen lässt.

  3. FRANZ ANGER

    lieber herr kollege boris schneider! "dass jeder seinen eigenen kopf wählt und sich von der werbung nicht allzu sehr beeinflussen lässt", ändert nichts daran, dass mit dem demokratische wählen allerlei menschenunfreundliche tücken verknüpft sind.