Wem gehören unsere Kinder? Dem Staat, den Eltern oder sich selbst?

santa-hat_by_Nemo_pixabay.com_CC0Unser Titippp für die Weihnachtstage –  für die, die Muße und Zeit haben und sie sich nehmen wollen: 

Thema Frühbetreuung: Jesper Juul live im Gespräch mit Christian Füller von der taz
– Aufzeichnung der Veranstaltung „Erleben Sie Jesper Juul live“, 13.11.2012 in Berlin – Beltz-Verlag – knapp 120 Minuten

»Für jedes Kind einen Krippenplatz«?… heißt das, dass auch jedes Kind in die Krippe gehen sollte? Der Familientherapeut und Bestsellerautor Jesper Juul ruft zum Nachdenken über das Thema Frühbetreuung auf.

Hier ist der Originallink, wenn das Filmfenster nicht angezeigt wird:

https://www.youtube.com/watch?v=I21CR53Tpaw


©Grafik by Nemo, CC0

Elternerfahrungen mit der Umsetzung der Inklusion in Bayern

Über eine Umfrage des Netzwerkes Inklusion in Bayern

von Christine Primbs und Anja Rosengart

Im vergangenen Schuljahr befragte das Netzwerk Inklusion Bayern Eltern aus allen Regionen Bayerns zur Umsetzung der Änderung des BayEUG, das unter anderem in Artikel 2 besagt, dass „inklusiver Unterricht Aufgabe aller Schulen“ sei sowie in Artikel 30b klarstellt, dass „die inklusive Schule ein Ziel der Schulentwicklung aller Schulen“ ist.

Befragt wurden Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen, Autismus oder geistige Entwicklung. Diese Kinder gehen in der Regel einzelintegriert in die 1.-8. Klasse ihrer Sprengelschule. Die befragten Schüler sind in der Regel teilweise oder ganz von der Notengebung befreit, bei einzelnen steht es zur Diskussion. Die Klassen haben meist keine Zweitlehrkraft, höchstens stundenweise. … weiter

gsf – Die Erfahrungen von Christine Primbs und Anja Rosengart, beide im Vorstand des Vereins "Inklusion Bayern", dürften nicht nur bayerische Lehrkräfte und Eltern interessieren. Probleme mit der Praxis der Inklusion ziehen sich durch Deutschland wie ein roter Faden.

Die beiden Autorinnen werden uns nach diesem 1. Teil auch an ihren weiteren Erfahrungen – sie sind jeweils Mütter dreier Schulkinder – hier im Magazin teilhaben lassen.


logo-text-file   Hier eine Auswahl weiterer Texte zum Thema Inklusion:

 ► Inklusion im Nebel von Hans Wocken

„Inklusive Missverständnisse“? Eine Replik von Hans Wocken

Schöne neue Inklusionswelt.  Hessens guter Standard: Es war einmal von Johannes Batton

Inklusion ist eine Haltung von Otto Herz

Schwache Schüler richtig fördern. Ein Kommentar zum deutschen Schulsystem von Julia Jäkel

Kurzfilm der GEW: Gemeinsam für Inklusion

Eine andere Schule ist möglich. Ein pädagogischer Reisebericht von der Reformschule Kassel und der Offenen Schule Waldau von Michael Bratenstein und Harald Morawietz

„Wenn ich das schaffe, habe ich sehr viel erreicht“. Ein Gespräch mit Barbara Rohmer über inklusiven Unterricht in zwei Teilen

 

Der Friedensappell von Eugen Drewermann

hg – Am 13.12.2015 sprach der Theologe Eugen Drewermann auf der Friedensdemo vor dem Bundespräsidialamt (Schloss Bellevue) in Berlin.

Die Redaktion ist nicht mit allen Unterstützergruppen der Aktion "Friedenswinter 2014/15" einverstanden, aber der Redebeitrag von Eugen Drewermann war beeindruckend. Er appellierte mit großer Sprachkraft für den Frieden – gegen den Krieg!

Originallink, wenn das Filmfenster nicht eingeblendet wird:
https://www.youtube.com/watch?v=yn1hQhWEReE

5,5 Prozent mehr Gehalt und tarifliche Eingruppierung angestellter Lehrkräfte

telegramm+++ Länder-Tariftelegramm +++ Länder-Tariftelegramm +++

Forderungen für die Länder-Tarifrunde 2015 beschlossen

Die GEW hat heute in Berlin gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes die Forderungen für die anstehenden Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vorgestellt. Sie fordern eine Gehaltssteigerung um 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich für alle Tarifbeschäftigten.

Die Tariferhöhung soll in allen Bundesländern zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden. Für die GEW ist von entscheidender Bedeutung, dass der Einstieg in die tarifliche Eingruppierung der 200.000 angestellten Lehrkräfte gelingt. „Der tarifpolitische Skandal, dass es für die größte Beschäftigtengruppe im öffentlichen Dienst der Länder keinen Tarifvertrag gibt, der ihre Eingruppierung regelt, muss endlich beendet werden“, betonte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe während der Pressekonferenz der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes.

Die Tarifverhandlungen beginnen am 16. Februar 2015.

Berlin, den 18. Dezember 2014
Andreas Gehrke
GEW-Hauptvorstand

Platonischer Ausländer-Hass und die Grenzen der Aufklärung

Bemerkungen zum grassierenden Rassismus

von Götz Eisenberg

Randnotizen.gif4,7 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden sind Ausländerinnen und Ausländer. Den Anteil der Muslime an der Bevölkerung Dresdens beträgt 0,4 Prozent. Warum sind dort die anti-islamischen, ausländerfeindlichen und rechtsextremen Demonstrationen am stärksten? … weiter


logo-text-file  Götz Eisenberg schreibt regelmäßig im Magazin Auswege.

 ► Hier geht es zu seinen anderen Aufsätzen und Rezensionen

Weggesperrt – Problem gelöst?

jailhouse_by_Nemo_pixabay.com_CC0Prof. Dr. Niels Habermann und Dipl-Psych. René Cuadra zur therapeutischen Behandlungssituation in den baden-württembergischen Haftanstalten

Mitteilung: SRH Hochschule Heidelberg

Spannung und Abstoßung zugleich: Gefängnisse üben nicht nur in Krimis, sondern auch im Alltag eine zwiespältige Faszination aus. Immer wieder kocht das Thema in den Medien hoch – „Gitterkäfige nach Massenschlägerei in der JVA Adelsheim“ oder „Hungerstreik in Bruchsal“ sind beispielhafte Schlagzeilen. Wie sind eigentlich in Deutschland die Therapiemöglichkeiten für Straftäter? … weiter

©Grafik by Nemo, CC0

Jugendliche zeigen häufig Symptome von Depersonalisation

Mitteilung: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Viele Kinder und Jugendliche leiden unter einer eingeschränkten psychischen Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung, die die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz unter 3.809 Schülern im Alter von 12 bis 18 Jahren in Rheinland-Pfalz durchgeführt hat.

Rund 32 Prozent der Schüler wiesen ein erhebliches Ausmaß an psychischer Belastung auf. 12 Prozent der befragten Schüler waren durch Symptome von Depersonalisation belastet. Sie berichteten über unangenehme Erfahrungen, sich von sich selbst und der Umwelt abgetrennt zu empfinden oder sich selbst und die Umwelt als unwirklich zu erleben. ..,. weiter

Unzeitgemäße Anmerkungen zum Umgang mit Menschen – nicht nur im Gefängnis

faces_by_geralt_pixabay.com_CC0Götz Eisenberg schreibt in seinem neuen Aufsatz

Unzeitgemäße Anmerkungen zum Umgang mit Menschen – nicht nur im Gefängnis

… Wenn meine Grundannahme richtig ist, dass Kriminalität (überwiegend) die Folge negativer Beziehungserfahrungen ist, würde sich daraus ein ganz anderes Konzept des Umgangs mit den Gefangenen ergeben. Nämlich eines, das auf Kontinuität und Verlässlichkeit setzt. Ich könnte mich mit dieser Annahme sogar auf Resultate der Hirnforschung berufen, die nachgewiesen hat, das Lernen in emotional besetzten Kontexten und mit emotionaler Begleitung leichter und besser in Gang kommt. Es braucht also persönliche Übertragung zwischen lebendigen Menschen, damit nachhaltiges Lernen in Gang kommt. Fehlt sie, ist Unterricht nur eine Dressur und seine Inhalte bleiben den Schülern äußerlich. …

Der Text ist eine Aufforderung an Menschen in Beratungsprozessen – in Gefängnissen und Bildungseinrichtungen gleichermaßen -,   sich aufeinander einzulassen, In-Beziehung-zu-treten, Bindungen aufzubauen, Empathie und Akzeptanz zu entwickeln. Eisenberg sagt: „Die stärkste Motivationsdroge für den Menschen ist der andere Mensch.“

Lesen ist angesagt! Weiterlesen

Der neue Opera-Browser

gsf – Von vielen Linux-Nutzern wird er seit über einem Jahr sehnlichst erwartet – der norwegische Browser Opera. Es gibt ihn jetzt in der Version 26.0.x in einer stabilen Fassung für Linux. Windows-Nutzer konnten den kompletten Neuentwicklungsprozess schon seit Juli 2013 , Version 15, verfolgen.* Wer unter Linux auf Opera in den letzten Monaten nicht verzichten wollte, musste noch mit der Version 12.16 Vorlieb nehmen.

Der neue Opera baut auf dem Modul „Webkit“ auf (wie der Bowser Chromium, derzeit aktuell in der Version 39) und hat keinen integrierten Mail-Klienten mehr an Bord. Diesen gibt es als eigenständiges Programm, zurzeit jedoch nur für Windows. Die Linux-Gemeinde – auf dem Privatmarkt noch zu klein, um bevorzugt behandelt zu werden – muss wohl noch ein paar Monate warten, bis auch sie wieder einen Opera-Mail-Klienten ihr eigen nennen kann. Das Opera-Entwicklerteam hat aber bereits vor längerer Zeit signalisiert, dass man die Linux-User nicht im Regen stehen lassen will. Man wird sehen, was kommt.

Ein erster Schnelltest des Opera-Browsers unter Linux [LinuxMint 17/Ubuntu14.04] mit der Oberfläche KDE ergab Folgendes:

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Mitbestimmung, Tarifvertrag, Autonomie und Unterricht

Eine Unterrichtseinheit zum Thema Gewerkschaften und Mitbestimmung“

von Hasso Rosenthal

Gegen den Trend, gewerkschaftspolitische Themen weniger im Unterricht zu behandeln, habe ich in Absprache mit Vertretern der IG-Metall und des DGB vor Ort (im Bereich der GEW Rheiderland) eine Unterrichtseinheit für das Wirtschaftsthema "Gewerkschaften und Mitbestimmung im Unterricht" geschrieben. Die niedersächsischen Bezüge lassen sich bruchlos auch auf andere Bundesländer übertragen. … weiter

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