von Götz Eisenberg

Wer mit wachen Sinnen durch die Welt geht, spürt, dass sich um uns herum etwas zusammenbraut. Wenn die Krisen des Finanzkapitalismus sich weiter zuspitzen, die Verelendung voranschreitet und die Unübersichtlichkeit eskaliert, droht die Gefahr einer Faschisierung von Teilen der Bevölkerung – und zwar in ganz Europa. Pegida hat uns in Deutschland einen Vorgeschmack geliefert.

red_flagUmso dringlicher ist es, dass die Linke eine Alternative formuliert und praktiziert, die die Menschen fasziniert und hinter dem Ofen hervorlockt.

„Das, was wirklich zählt – ist das etwa nicht das
Glück? 
Wofür macht man denn die Revolution, wenn
nicht, um glücklich zu sein?“
liftarn-Owl-on-book
Pier Paolo Pasolini

 →  … den ganzen Text lesen

 


logo-text-file  → Hier geht es zum letzten Aufsatz von Götz Eisenberg: 

 Von Grillen und Ameisen. Sozialpsychologische Aspekte des Griechenland-Bashings und der Sparpolitik

1 Kommentar

  1. Ich möchte mich auch für diesen Aufsatz des Autors herzlich bedanken, denn ich beobachte schon seit langer Zeit dieselben Defizite und stimme Götz Eisenberg daher auch diesmal wieder zu 100% zu! – Insbesondere hat mich folgende Passage sehr erfreut:

    „Dass die Ökonomie unser Dasein beherrscht und bestimmt, ist für das kritische Denken kein weltanschauliches Bekenntnis, sondern die Diagnose eines aufzuhebenden Zustands.
    Der Primat des Ökonomischen soll gebrochen werden, die Ökonomie in den Dienst der Bedürfnisbefriedigung solidarischer Menschen treten, statt diese zu ihren stummen Vollzugsorganen und Anhängseln herabzuwürdigen. Wer den real existierenden Primat der Ökonomie im Kapitalismus kritisiert, ist immer in Gefahr, sich dem kritisierten Zustand partiell zu assimilieren und dem Ökonomischen zu viel Gewicht beizumessen. Das Problem ist, dass aus den aufgezeigten objektiven Widersprüchen kein subjektives Widersprechen mehr resultiert.
    Das hat auch mit jener Unterernährung der sozialistischen Phantasie zu tun, vor der Bloch die Linke gewarnt hat. Mit purer ökonomischer Aufklärung lockt man niemand hinter dem Ofen hervor. Man macht nicht die Revolution, weil die Akkumulation des Kapitals ins Stocken gerät und der Kapitalismus Krisen produziert, sondern weil man wie ein Mensch leben und glücklich sein will.“

    Höchste Zeit, das dies alles wieder zur Sprache kommt und nicht nur von wenigen, sondern einer ausreichend stimmgewichtigen Vielzahl von Menschen endlich einmal verstanden und dann auch richtig aufgearbeitet wird! – Ich beobachte übrigens schon seit längerem, daß kritisch denkende Menschen nicht etwa nur im linken Lager, sondern inzwischen vielfach auch in der Gesellschaftsmitte zu finden und auch immer noch zu erreichen sind, wenn man sie nur richtig anspricht, denn das zunehmende Entsetzen über die inzwischen herrschenden rücksichtslosen Gepflogenheiten der Märkte ist längst auch dort vorhanden.