Lueders_Wer_den_Wind_saetEine Rezension von Jürgen Scherer
über das Buch von Michael Lüders „Wer den Wind sät. Was westliche Politik im Orient anrichtet“

Dies ist der Untertitel eines Buches, das Mitte März im C.H. BECK Verlag erschienen ist. Auf gerade mal 175 Seiten entlarvt der in Berlin lebende Nahostexperte Michael Lüders die verlogene und desaströse Politik des Westens, allen voran der USA, in Bezug auf die Länder des Nahen Ostens. Mit klarem analytischem Blick beschreibt er das kontinuierliche imperialistische Vorgehen der USA in dieser Region. … weiter

2 Kommentare

  1. Franz Anger

    Warnruf

    Der gute Deutsche namens Michael Lüders kritisiert die US-Politik im Orient, ohne zu wissen, was Imperialismus ist, sodass er es vermag, Deutschland vor einer „Nibelungentreue“ zu den USA zu warnen. Wüsste er etwas über die Beschaffenheit des warenproduzierenden Marktwirtschaftsystems, müsste er die ökonomischen Triebkräfte der Außenpolitik analysieren, die das deutsche Marktwirtschaftsimperium als „Juniorpartner“ im NATO-Bündnis mit dem US-Marktwirtschaftsimperium betreibt, um den freien Zugang zu Rohstoffquellen und Warenmärkten in aller Welt zu sichern, wie es in den Verteidigungspolitischen Richtlinien der deutschen Interventionsarmee heißt.

  2. Hasso Rosenthal

    Zu dem Kommentar von F. Anger über M. Lüders:

    Ach, wenn das Gestische, das so urpreußisch Besserwisserische endlich einmal aussterben würde.
    Natürlich sind die Grundannahmen von M. Lüders richtig. Auch wenn es dem Metapherngedächtnis von F. Anger nichts Erhellendes mitzuteilen vermag.
    Trotzdem brauchen wir praktische Konsequenzen aus der Erkenntnis, dass die Freihandelsstaaten die Länder der sog. 3. Welt immer noch rücksichtslos ausbeuten. Und mit einer horizontal ausgerichteten Armutsbekämpfung („die Bekämpfung der Armut ist Friedenspolitik“) humaner und zukunftssicherer das Leben der nachfolgenden Generationen sichern hilft.
    Gruß, Hasso