27. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Zur Legitimation einer neuen Bundesregierung (LeKoeff 2017) · Kategorien: Peripherie · Tags: , ,

Bundestagswahl in Ganzdeutschland am 24. September 2017

von Richard Albrecht

Nach den vorläufigen amtlichen Daten gab es bei der Bundestagswahl 2017 61,7 Mio. Wahlberechtigte (= N: 100 %). Diese gaben 46.52 Mio. gültige Zweistimmen (= 74,4 %). [1]

Betrachtet man die dort weiter veröffentlichten Daten für gültige Zweit- oder Parteistimmen sowie die als einzig mögliche Koalition für eine neu zu wählende Bundesregierung der vier politschen Parteien CSU (2,87 Mio. Stimmen), CDU (2,45 Mio.), FDP (5 Mio.) und Bündnisgrünen (4,16 Mio.) – zusammen 24,48 Mio. Zweitstimmen -, dann lässt sich der LeKoeff als Legitimationskoeffizient releativ einfach bestimmen [2]:
Der Faktor der sogenannten Jamaica-Koalition auf Bundesebene beträgt knapp 40 % aller Wahlberechtigten (genauer: 39,69 %). Das bedeutet: Etwa jeder vierte Wahlberechtigte würde von dieser Regierung vertreten.


Anmerkungen:

[1] https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2017/ergebnisse/bund-99.html

[2] „Der Legitimationskoeffizient (LeKoeff) ist rechnerischer Ausdruck oder Maß zur Veranschaulichung der gesellschaftlichen Beziehungen von Wählern und Gewählten nach freien, gleichen und geheimen (Parlaments-) Wahlen. Der LeKoeff besteht aus zwei für jede Wahl zentralen Parametern: einmal allgemein den Wahlberechtigten (= N) und zum anderen speziell jenen Wählenden (= n), deren Stimmen auf die nach der Wahl geformten Regierungen und die sie tragenden politischen Parteien entfallen. Der LeKoeff zeigt im Rückbezug auf die Gesamtheit der Wahlberechtigten als wesentlicher gesellschaftlicher Indikator auch die jeweilige Regierungsmehrheit an.“ (Richard Albrecht Der Legitimationskoeffizent. Plädoyer für eine erweiterte Politische Soziologie der Wahl; soziologie heute, 4 [2011] 19: 28-30)

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