Archiv für den Themenbereich 'Daten und Fakten'

Hirnveränderungen bei Magersucht: Kernspin zeigt reduzierte Dichte grauer Zellen

Bericht: idw/Ruhr-Universität Bochum

Frauen mit Magersucht (Anorexia Nervosa) weisen eine deutlich reduzierte Dichte grauer Zellen in bestimmten Bereichen des Gehirns auf, die mit der Verarbeitung von Körperbildern zu tun haben. Dieses Ergebnis brachten Untersuchungen betroffener und gesunder Frauen im Kernspintomografen, die Forscher der Ruhr-Universität Bochum um PD Dr. Boris Suchan durchgeführt haben. Die Auffälligkeiten im Gehirn könnten die gestörte Wahrnehmung des eigenen Körpers bei Frauen mit Essstörungen erklären: Patientinnen nehmen sich selbst als dick wahr, obwohl sie objektiv untergewichtig sind – ein aufrechterhaltender Faktor für die Essstörung. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe des Journals "Behavioural Brain Research". …weiter

Kinder mit Migrationshintergrund besuchen noch zu selten eine Kita

Bertelsmann Stiftung veröffentlicht Teilhabequoten in den westlichen Bundesländern
Bericht: idw/Bertelsmann Stiftung

Kleinkinder mit Migrationshintergrund besuchen in Westdeutschland noch zu selten eine Kindertageseinrichtung oder eine vergleichbare Bildungs- und Betreuungseinrichtung. Zwar liegt die Teilhabequote von drei- bis sechsjährigen Kindern bei insgesamt 84 Prozent – zwischen den alten Bundesländern gibt es aber erhebliche Unterschiede. So liegen zwischen dem Spitzenreiter Baden-Württemberg (94 Prozent) und Schlusslicht Schleswig-Holstein (60 Prozent) immerhin 34 Prozent-Punkte. Das zeigen Ergebnisse des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung. …weiter

Immunsystem und Psyche

Auf der Seite des DCMS (Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie) haben wir folgenden interessanten Bericht gefunden:

Mikronährstofftherapie zur Stärkung des Immunsystems und Steigerung des psychischen Wohlbefindens

In den letzten Jahren gibt es zunehmend wissenschaftliche Erkenntnisse, die bestätigen, dass die Funktionsfähigkeit des Immunsystems in erheblichem Umfang von psychischen Faktoren beeinflusst wird. Zu diesem Thema erscheinen in regelmäßigen Abständen Artikel in verschiedenen Zeitschriften und Magazinen. Dieses Thema ist also nicht nur für Fachleute von Interesse.

Anfang Dezember 2009 wurde publiziert, dass amerikanische Wissenschaftler einen Mechanismus entdeckt haben, wie sich Stress auf das Immunsystem auswirkt. Bei einer hohen Aktivität des sympathischen Nervensystems verringert sich die Anzahl regulatorischer T-Zellen, mit denen der Körper ein Überschießen der Immunreaktionen verhindert. Ganzen Text lesen

Schüler leiden unter Schlägen und Schikane

Zum Vergrößern bitte anklicken - DAK-Mobbing-GrafikDAK-Studie zu Mobbing und Gewalt: 55 Prozent aller Kinder und Jugendlichen sind Täter oder Opfer / Betroffene öfters krank

Schüler in Deutschland leiden nicht nur unter Prüfungsangst und Leistungsdruck. Viele Kinder und Jugendliche werden von Klassenkameraden so schikaniert, dass darunter ihre Gesundheit deutlich leidet. Nach einer neuen DAK-Studie gehören Mobbing und Gewalt zum Schulalltag. 55 Prozent aller Schüler waren innerhalb der letzten drei Monate selbst Opfer oder Täter. … ganze Meldung lesen

Quelle DAK-Studie:
http://www.presse.dak.de/ps.nsf/9dc783d34f20e733c12568f2004fabb8/fc264408c1091372c12575cf003a10b9?OpenDocument

Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2009: Stärkster Anstieg seit 14 Jahren

Bericht: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

679 € brutto im Monat verdienten die Auszubildenden 2009 durchschnittlich in Westdeutschland. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhten sich im Durchschnitt um 3,3 % und damit deutlich mehr als im vorangegangenen Jahr mit 2,0 % (siehe Schaubild 1). In Ostdeutschland stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2009 um 4,9 % auf durchschnittlich 595 € im Monat – und somit wesentlich stärker als im Jahr zuvor (2,9 %). …

Download der ganzen Meldung inkl. Grafiken und Schaubilder

Pressemitteilung 01/ 2010 v. 05.01.2010
Quelle: http://www.bibb.de/de/53122.htm

Ein Gesichtsausdruck sagt mehr als tausend Worte

Wissenschaftler vom Tübinger Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik haben gezeigt, dass wir einen Gesichtsausdruck live oder in einem Film viel besser erkennen können als auf einem Foto
Bericht: idw / Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik

"Auch in der digitalisierten Welt findet ein Großteil unserer Kommunikation im direkten Austausch mit unserem Gegenüber statt. Damit uns der andere versteht, setzen wir nicht nur unsere Stimme, sondern zusätzlich ein vielfältiges Repertoire an Gestik und Mimik ein. Auch wenn letzteres meist mehr oder weniger unbewusst geschieht, ist es essentiell, damit sich unser Gesprächspartner in uns hinein versetzen kann. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen haben jetzt gezeigt, dass wir einen Gesichtsausdruck live oder in einem Film viel besser erkennen als auf einem Foto." … weiter

Diagnose Alkoholmissbrauch: Immer mehr junge Krankenhauspatienten

statistik.gifBericht: Statistisches Bundesamt

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Jahr 2008 rund 25700 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt. Dies stellt einen deutlichen Anstieg von 11% gegenüber dem Vorjahr dar. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist die Zahl sogar um 170% gestiegen, damals wurden rund 9 500 junge Patientinnen und Patienten mit der Diagnose „akute Alkoholintoxikation“ stationär behandelt. … weiter

Angststörung: Therapie löscht belastende Erinnerungen

Das aerzteblatt.de berichtete:

New York City – Die Konfrontation mit dem Angstauslöser in einer angenehmen Umgebung ist eine gängige Verhaltenstherapie bei Angststörungen. Um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen, könnte eine zeitlich gezielt platzierte Schock-Erinnerung nützlich sein, berichten Pschyologen in Nature (2009; doi: 10.1038/nature08637).

Wer als Kind an einem kalten Winterabend beim Betreten des Kellerraums auf der Suche nach dem Lichtschalter eine fette Spinne ertastet, die im ersten Lichtstrahl über den Unterarm huscht und sich dabei möglicherweise noch im Hemdsärmel verirrt, der erlebt einen Schreck, der eine lebenslange Phobie auslösen kann. … ganzen Bericht lesen