Archiv für den Themenbereich 'Essenzen'

Anpassung, Gewalt, Ohnmacht – Toleranz als Weg? Teil 1

gewalt.gifZum Begriff der Toleranz und des Respekts
von Brigitte Pick

Die ehem. Schulleiterin der Berliner Rütli-Schule hat wieder zur spitzen Feder gegriffen: In München wird ein eingreifender Passant, der junge SchülerInnen schützen will, zu Tode geprügelt. Amokläufe suchen uns in regelmäßigen Abständen heim. In der Gesellschaft herrschen Ellenbogen vor und das Prinzip der Gewinnmaximierung. Selbst Schulen beteiligen sich am Wettbewerb und konkurrieren um ihr Klientel. Die Jugendgerichte produzieren endloses Potential für Anti-Gewalt-Seminare. Die Autorin fragt, ob wir mehr Zivilcourage brauchen. Hilft mehr Toleranz und Respekt, um aus dem "Spiel" von Konkurrenz und Gewalt herauszukommen? Helfen Anti-Gewalttrainings? Sie begleitet Momo, einen Berlin-Neuköllner Jugendlichen zum Anti-Gewalt-Training und schildert am Ende ihres Essays Beobachtungen und Erfahrungen. In einigen Wochen wird Brigitte Picks bewegende Schilderung mit dem 2. Teil fortgesetzt. …weiter

Alle bisher erschienenen Aufsätze von Brigitte Pick

Über die Verheißung im Scanner

LernenLerntheorien im Überblick – Teil II: Lernen aus der Perspektive der Hirnforschung
von Joscha Falck

Lernen ist ein gesellschaftlicher Trend geworden. Alle Welt lernt immer, lebenslang und seit neustem auch gehirngerecht. Das Magazin Auswege möchte diese Bewegung aufgreifen und einige ihrer Inhalte kritisch reflektieren. Die Debatte um die Ergebnisse der Hirnforschung hat mittlerweile große Wellen geschlagen. Sie erreicht neben der Medizin nun auch die Pädagogik, die Didaktik und die Philosophie. Vor diesem Hintergrund soll im zweiten Teil der "Lernen-Serie" das Neurophysiologische Lernmodell vorgestellt werden.. … weiter

Download: Lerntheorien im Überblick – Teil I: Kritische Lerntheorie

Mit Gewalt zur Anerkennung des Ich

Anmerkungen zu „Jugendgewalt“ und „School Shooting“

von Uwe Findeisen

"Jugendgewalt wird in der Öffentlichkeit immer dann zum Thema, wenn sie spektakulär ausfällt, wenn Schüler z.B. zur Waffe greifen und gegen Mitschüler oder Lehrer vorgehen: Erfurt, Emsdetten, Winnenden, St. Augustin – und jetzt Ansbach. Dann wird Betroffenheit über die „unfassbare“ Tat inszeniert." Angesichts des Ansbacher Amoklaufes hat Uwe Findeisen einen profunden und umfassenden Aufsatz zum Thema Jugendgewalt geschrieben. Er untersucht sozialpsychologische, innerpsychische und gesellschaftliche Hintergründe, geht auf Killerspiele genauso ein wie auf Leistungsdruck und das Versagen der Schule. … weiter

Obwohl alle Auswege-Artikel sowohl für den Ausdruck auf dem heimischen Drucker als auch für das Lesen am Bildschirm optimiert sind, empfehlen wir, den Text aufgrund der Länge ausdrucken zu lassen.

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Umgang mit schwierigen Kindern III: Rache ist süß, Pädagogik ist sauer

schwierige_Kinder_3Die Rolle der Wahrnehmung bei der Bewältigung von Disziplinstörungen
von Günther Schmidt-Falck

Der dritte Teil der Aufsatzreihe beschäftigt sich mit den persönlichen und strukturellen Verstrickungen von Lehrkräften und SchülerInnen und den daraus resultierenden Schwierigkeiten im Umgang miteinander. Eine Möglichkeit für den konstruktiven Umgang mit diesem Konfliktpotential liegt in der Entwicklung von Kongruenz der Lehrkräfte. … weiter

Wie bitte wird man eine erfolgreiche (Ware) Arbeitskraft? Teil I

Gedanken zur Integration und Desintegration der JugendIichen
von Uwe Findeisen

In Schulen und Beratungseinrichtungen für Jugendliche wird zunehmend häufiger über die Entsolidarisierung, die Entwurzelung, die Interessenlosigkeit und die Entsozialisierung der heutigen Jugend gejammert. Wo kommen diese Phänomene her? Wie sollen wir damit umgehen?

Der Kinder- und Jugendlichentherapeut Uwe Findeisen untersucht in einer Aufsatzreihe die Hintergründe zum Thema „Integration und Desintegration von Jugendlichen“. Im ersten Teil beschreibt der Autor zunächst die Bedeutung der Arbeit für die Identität des Menschen und untersucht dann die Aspekte „Faulheit“ und die Rolle der Bildung. Dieser erste Teil endet mit der Feststellung, dass die Menschen auch dann nicht zum Erfolg gelangen können, wenn sie alles richtig machen: Ausbildung, Weiterbildung und Beruf als Berufung. Die Krise und die weltweite Zahl der Arbeitslosen verdeutlichen das eindringlich. … weiter

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Aussiedlerkinder zwischen Tradition und deutscher Kultur

globeProbleme russischsprachiger Jugendlicher in Deutschland
von Iryna Savchenko

Die ukrainische Autorin Iryna Savchenko lebt seit 2001 in Deutschland und ist daher mit den Herausforderungen an ein neues Leben in einem fremden Land bestens vertraut. Seit ihrer Einwanderung versucht sie, sich dem Begriff „Integration“ zu nähern, zumal es ihr sehr wichtig war, einen Platz in der deutschen Gesellschaft zu finden. Sie sieht Integration nicht als Einbahnstraße und schon gar nicht als völlige Anpassung an das neue Umfeld. Wichtig ist ihr vielmehr, dass aus den Werten und der Kultur beider Gesellschaften ein – wie sie es nennt „neues Ganzes“ entstehen kann. Ein großes Anliegen der Diplombiologin und Pädagogin ist es, russischsprachigen Kindern und Jugendlichen das Sich-Eingliedern in die neue Heimat zu erleichtern. … weiter

Von der Liebe zur Heimat, den Socken und dem ersten Sex

Lyrikprojektvon Monika Dlugosch

Das Lyrikprojekt der Schrenzerschule in Butzbach bietet Platz für Widersprüche, Schwellenangst und für die zarte Berührung zwischen Eltern und ihren Kindern, bevor sie in die Welt hinausziehen. Gemeinsam mit Deutschlehrerin Kim Voigt-Hilberger, dem Dichter Jörn Pfennig und Musiklehrer Otto Hankel arbeiteten die Jungen und Mädchen der Schrenzerschule in Butzbach an Gedichten, Liedern und kleinen Theaterstücken, in die sie eigene Gedanken und Gefühle fassten. Zeitkritisch und intelligent zeigte sich das Resultat. Monika Dlugosch hat den Jugendlichen zugehört und befunden, dass von einer Generation Doof nicht die Rede sein kann. Die Jugendlichen haben eine Menge zu erzählen. … weiter

Unaufmerksamkeit und Fehler: Ehemalige Frühchen haben es schwer

Studie zu Problemen Frühgeborener im Schul- und Vorschulalter RUB-Expertin rät zu individueller Frühförderung
Bericht: Ruhr-Uni Bochum

Kinder, die zu früh geboren werden, haben noch im Alter von sechs Jahren Aufmerksamkeitsprobleme und kognitive Defizite. Das hat Dr. Nina Gawehn in ihrer Dissertation am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Axel Schölmerich) herausgefunden. … weiter