Archiv für den Themenbereich 'Standpunkte'

Wir brauchen eine Schule für Lebenskunst!

KommentarNicht nur wegen Winnenden
von Rolf B. Staudt

Was mich als Lehrer ärgert: Das Dilemma ist bekannt, aber es wird beharrlich nichts verändert! Es ist nicht wie Honig, es ist wie Wagenschmiere! Vielleicht wird es noch ein paar Tage dauern, bis die letzten direkt Geschädigten beerdigt und aus den Krankenhäusern entlassen sind, dann wird wieder Friedhofsruhe einkehren im Land. Zumindest in der öffentlichen Diskussion. Unter der Decke wird das schwarze Pech, die Wagenschmiere weiterwirken. Es wird weiter brodeln, zu weiteren Eruptionen kommen, mehr oder weniger gewalttätigen. … weiter

Alle bisher erschienenen Aufsätze von Rolf Staudt

Liebling Grundschullehrerin

Logo GEWBildungsgewerkschaft GEW zur aktuellen Allensbach Berufsprestige-Skala
Bericht: GEW Hauptvorstand

"Das Gerede vom 'Feindbild Lehrer' trifft für Grundschullehrerinnen und -lehrer nicht zu. Im Gegenteil: Sie genießen zu Recht ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. Man könnte fast vom 'Liebling Grundschullehrerin' sprechen", sagte Marianne Demmer, Schulexpertin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), heute mit Blick auf das Ergebnis der aktuellen Allensbach-Berufsprestige-Skala. …weiter

Die Schule ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems

KommentarZum Amoklauf von Winnenden
von Freerk Huisken

Wenn der Philologenverband anlässlich des Amoklaufs von Winnenden eine „Gefahrenzulage für Lehrkräfte“ fordert, hat er in gewisser Hinsicht den Nagel auf den Kopf getroffen. Offensichtlich gibt es auch hierzulande – die us-amerikanischen Schulen mit ihren Überwachungssystemen stehen ohnehin dafür – immer wieder Schüler, die die Schule als eine Art Frontabschnitt erfahren, an dem Lehrkräfte sie so drangsalieren, dass sie glatt an Gegenwehr oder Rache denken. Pure Einbildung oder verfehlte subjektive Deutung eines recht harmonischen Schullebens durch einen Schüler, der die Welt nur noch durch die Brille von Counterstrike-Szenarien sieht, ist das nicht. Man muss gar nicht viel geistigen Aufwand betreiben, um an der Schule Seiten festzuhalten, die Schüler derart „frustrieren“, dass sie immer mal wieder den „ungerechten“, autoritären oder rücksichtslosen Lehrern mindestens im Geiste Rache androhen. …weiter

Lernförderung

"Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Lernförderung bei jeder Art von Lernauffälligkeit ist ein spezifischer Blick auf das ganze Kind. Es sollte in seiner Gesamtheit seiner sozialen Bedingungen, seines einmaligen Charakters, seiner körperlichen Voraussetzungen und seiner persönlichen Geschichte betrachtet werden und nicht nur als Träger eines Problems, welches "weg gemacht" werden muss."

Frauke Teschler,
Lerntherapeutin über Lernprobleme in ihrem Buch "Fit fürs lernen. Lernfähigkeiten entwickeln". Das Zitat steht auf S. 25.

Unangemessene, peinliche Reaktion des Philologenverbandes auf den Amoklauf von Winnenden

Bildungsgewerkschaft zur "Gefahrenzulage für Lehrkräfte"
Bericht: Hauptvorstand GEW

Als "unangemessene, peinliche Reaktion" des Philologenverbandes auf den Amoklauf von Winnenden hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dessen Forderung nach einer "Gefahrenzulage für Lehrkräfte" gewertet. …weiter

Erwachsene reden

KommentarEin Kommentar von Joscha Falck

Nach den tragischen Ereignissen von Winnenden stellen sich erneut all die Fragen, die schon nach den Amokläufen von Erfurt und Emsdetten auf der Tagesordnung von Politik, Kriminalpsychologie und Pädagogik standen. Es sind große Fragen, die – wie in einen See geworfene Steinchen – Kreise ziehen und Schlamm aufwirbeln, anstatt Antworten zu geben. … weiter

Willst du echt Lehrer werden?

MikrophonErgebnisse einer AUSWEGE-Umfrage bei angehenden Lehrkräften
von Joscha Falck

Die Zeiten sind lausig – Finanzkrise, Bildungsmisere, laute Rufe nach mehr "Grenzen-Setzen" in der Erziehung, Amokläufe und Mobbing an Schulen, Handys als mögliche Feed-Back-Geber im Unterricht und dergleichen Schwachsinniges, oft aber auch Schockierendes und Belastendes mehr. Warum wird jemand in diesen widrigen Zeiten LehrerIn? Wir wollten es wissen und haben einfach einige Lehramt-Studis befragt. Die Umfrage ist nicht repräsentativ – aber was ist schon repräsentativ? Umfrage-Institute und deren Arbeit interessieren uns sowieso wenig. Wir wollten die KollegInnen selber zu Wort kommen lassen. Hier sind ihre Aussagen. … weiter

Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang von typischen Arbeitsbelastungen und Erkrankungen im Lehrerberuf. Eine Rezension.

ReplikEine Replik auf Hans Grillenbergers Aufsatz in AUSWEGE: Hauptschule 2009: Auch eine Art, sein Leben zu fristen
von Till Günther

Hans Grillenberger veröffentlichte bereits im Januar diesen Aufsatz in AUSWEGE. Seine These lautete: Die sich zunehmend verschlechternden Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte steigern die Ängste der LehrerInnen, vor Ihren eigenen Ansprüchen – guten Unterricht zu halten – zu versagen. …weiter