Logo Gegenrede.gifGegenRede 28 von Freerk Huisken

"Blut-Klamotten" oder "Blut-Textilien" werden sie genannt, die Shirts, Jeans, Blusen etc. der Textilfabriken aus Bangladesh und umliegenden Ländern. Und zwar nicht etwa von linken Miesmachern unserer Wirtschaftsordnung, von Kapitalismuskritikern und kommunistischen Globalisierungsgegnern, sondern von seriösen Tageszeitungen wie z.B. der SZ, in der man über diese Textilproduktion Folgendes erfährt … weiter

bleistift

 

Alle GegenReden von Freerk Huisken

unterrichtstipp Dieser Text lässt sich auch gut mit dem Auswege-Unterrichtsmaterial »Puma-Vorstand über Sozialstandards: „Unsere Preise würden deutlich steigen“« (taz-Text inkl. ausgewählten Unterrichts- und Bearbeitungshinweisen) kombinieren.

Gemeinsame Presseerklärung des Unterstützungskreises Europäische Bürgerinitiative „Wasser ist Menschenrecht“

Die Europäische Bürgerinitiative für das Menschenrecht auf Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung hat am 2.5.2013 die letzte Hürde genommen. Luxemburg, Finnland und Litauen haben als sechstes bis achtes Land das Mindestquorum erreicht. Zuvor hatten Deutschland, Österreich, Belgien, Slowenien und die Slowakei bereits das Quorum erlangt. Die formalen Anforderungen für eine Anhörung durch die EU-Kommission – mindestens 1 Million Unterschriften europaweit und mindestens 7 Länder mit Mindestquorum (Anzahl der MdEP pro Land x 750) – sind erfüllt. … weiter

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Bis zum 31. Oktober 2013 können noch Unterschriften geleistet werden: http://right2water.eu/de

Quelle: PM v. 3.5.2013 – Europäische Bürgerinitiative/ver.di

►Erster Beitrag dieser Aktion der Europ. Bürgerinitiative in AUSWEGE

dgb.jpgDer DGB im Klartext 16/2013 zu Steuerhinterziehungen und Selbstanzeigen. AUSWEGE empfiehlt, den Text ausdrucken zu lassen und in den Kollegien zu verteilen:

Die einen werden wegen verpasster Termine im Jobcenter als „Sozialschmarotzer“ diffamiert, reiche Steuerflüchtlinge dagegen mit Straffreiheit bei Selbstanzeige belohnt. Diese Beihilfe zur Steuerhinterziehung durch den Gesetzgeber muss ein Ende haben.

Bayern-Präsident Hoeneß bewegt wieder die Gemüter. Die Kanzlerin ließ verlauten, sie sei enttäuscht. Politiker aller Parteien äußerten sich nicht zu Spielertransfers, sondern zum Steuerfall: Er könne kein Vorbild sein, „Oberschichtenkriminalität“ wird beklagt, auch die Warnung vor dem „Promi-Malus“ und der Diffamierung Vermögender fehlt nicht. Wenn dann Hoeneß´ soziales Engagement betont wird, ist der Weg zum „Kavaliersdelikt Steuerbetrug“ nicht weit. Selbst der Hinweis, dass die Opposition das Thema Steuerflucht für den Wahlkampf nutzt, verdeckt, dass es um Steuergerechtigkeit geht. Auch wenn Reiche Millionen spenden und Stiftungen gründen, bleiben sie bei aller Selbstgerechtigkeit in der Pflicht, ihren finanziellen Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten. Denn es ermöglicht ihnen das Reichwerden durch funktionsfähige Institutionen und Infrastrukturen. … Den ganzen "Klartext" lesen

Download des ganzen "Klartext" 16 als pdf-Datei (eine DIN A4-Seite, sehr gut geeignet zum Ausdrucken und zum Kopieren und zum Weiterverteilen oder zum Offline-Lesen)

poverty-96293_640_by_geralt_public-domain_CC0Mitteilung: Hans-Böckler-Stiftung

Seit den Hartz-Reformen hat die Armut bei Menschen mit und ohne Job in Deutschland stark zugenommen. Dabei stieg der Anteil der "Working Poor" zuletzt erneut an, während die Armutsquote unter Arbeitslosen auf hohem Niveau leicht rückläufig war. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Auswertung aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. … weiter

©Foto: poverty by geralt, Public Domain CC0

dgb.jpgMitteilung: DGB

Am heutigen Dienstag erinnert die IG BCE in einer Gedenkveranstaltung an die Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten am 2. Mai 1933. Michael Sommer, DGB-Vorsitzender, gedachte in seiner Rede in Hannover den vielen ermordeten und verfolgten Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern und an ihr Erbe an die heutige Gewerkschaften.

„Mit Schaudern blicken wir auf die Verfolgung und Ermordung tausender Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Und wir gedenken ihrer in Dankbarkeit für ihren Wagemut, ihre Risikobereitschaft, ihren Widerstand. Wir gedenken mit Grauen ihrer Opfer und blicken mit Achtung und Zustimmung auf ihr Vermächtnis: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus, nie wieder Zersplitterung. … weiter

unterrichtstipp

Wer mehr über die Zerschlagung der Gewerkschaften von 1933 erfahren bzw. im Unterricht einsetzen will (Bilder, Texte, Hintergrund):

http://www.zerschlagung-gewerkschaften1933.de/

 

Logo Gegenrede.gifDer NPD-Verbotsantrag

GegenRede 27 von Freerk Huisken

Die aktuelle Debatte über den "Gang nach Karlsruhe"zeichnet sich durch eine Merkwürdigkeit aus. Es geht in ihr weniger um Gründe für das NPD-Verbot, es geht vielmehr um die Risiken des NPD-Verbotsantrags. Wie das? Wo sich doch alle Parteien in einem Punkt einig sind und aus dieser Einigkeit auch öffentlich kein Hehl machen: Die NPD sei eine verfassungsfeindliche Partei, die nicht in diese Republik gehöre. Punktum! Worin sieht die Regierung dann die Risiken bei dem von den Bundesländern beschlossenen Verbotsantrag? Worauf bezieht sich die Skepsis der Bundesregierung? Hat sie eine andere Auffassung von der Verfassung und von Verfassungstreue als die Richter am Bundesverfassungsgericht? Misstraut sie der Urteilskompetenz dieser höchster Hüter der Verfassung? Verdächtigt sie diese Verfassungswächter gar, dass sie "auf dem rechten Auge blind" sind? … weiter

oder

ereaderklDownload einer optimierten pdf-Datei für eReader oder leichte Lesbarkeit am Monitor
(Optimiert für Reader mit 6 Zoll, Funktion Querformat, ohne pdf-Reflow, größere Schrift, kleinere Seitenbreite, ohne Bilder und Texteinschübe.)

 

Mitteilung: Uni Leipzig

Seit 2002 untersucht die Arbeitsgruppe um Prof. Elmar Brähler und PD Dr. Oliver Decker an der Universität Leipzig die rechtsextreme Einstellung in Deutschland. Im Rahmen dieser sozialpsychologischen "Mitte-Studien" werden im Zwei-Jahres-Rhythmus repräsentative Erhebungen durchgeführt. Die aktuelle Publikation präsentiert Ergebnisse aus den letzten zehn Jahren. … weiter

Quelle: PM vom 25.3.2013, Uni Leipzig

►Direktdownload von Zahlen/Fakten/Tabellen:

Die Tabellen eignen sich gut zum Einsatz im Unterricht. Ein Nachdruck ist erlaubt unter Angabe von:
„Quelle: Psychosozial-Verlag / Decker, Kiess, Brähler“

 

gsf – … das schrieb Thomas Gebauer in seinem Eingangskommentar "Mehr soziales Eigentum" im Rundschreiben 1/2013 von medico international:

… Die Ökonomisierung von Mensch und Gesellschaft ist nahezu abgeschlossen, die ökologischen Grenzen erreicht. Allein der Raubbau an den natürlichen Ressourcen sowie die kulturelle Erosion versprechen noch Rendite. Zu letztem zählten die Kapitalisierung von Gesundheitseinrichtungen, der häuslichen Pflege, genossenschaftlicher Wohnformen, der Wasserversorgung, mithin die Enteignung des durch Umverteilung gebildeten „sozialen Eigentums“. Wer heute Umverteilen fordert, verlangt mehr als Fairness. Er fordert zugleich ein Eigentumsmodell jenseits von Privateigentum als institutionelle Grundlage dafür, dass Menschen nicht in Armut und Krankheit verrecken müssen.

Zahlreiche neoliberale Politiker und Mitbürger wollen uns seit vielen Jahren weismachen,  dass jeder seines Glückes Schmied sei. Die Entsolidarisierung der Gesellschaft wird vorangetrieben: In Deutschland gäbe es zu viel Sozialneid, Hartz-IV würde missbraucht werden und die "Nichtsnutze" lebten in weiten Teilen ihre Faulheit in der sozialen Hängematte aus. Nichtsdestotrotz sollten sie wenigstens lieb, tolerant und dankbar sein, so wird gesagt. Fördern und – vor allem – Fordern heißt die Devise des neoliberalen Denkens!

Die Realität sieht anders aus: Weltweit gigantische Ausmaße der Umverteilung von unten nach oben – in Griechenland, in Spanien, aktuell gerade auch in Zypern; milliardenschwerer Steuerbetrug von Reichen; eine sich weiter verschärfende Arbeitslosigkeit in Europa, aber auch die zunehmende Armut in Deutschland. Wir sollten uns nicht einlullen lassen, sondern genau hinsehen und uns auf den Weg des Protestes machen.

Es kann sein, dass wir angesichts einer zunehmend stärker spürbaren Klimaveränderung, Privatisierungswellen (z.B. die drohende Wasserprivatisierung durch die EU), einer irrsinnigen Umweltgefährdung durch neue AKWs in China, durch Krisenherde und Bürgerkriege wie derzeit in Mali und Syrien, einem unvorstellbaren Elend in der Massentierhaltung, einer gigantischen Ausbeutung in Entwicklungsländern u.a.mehr gelähmt und entmutigt sind.
Der Weg heraus wird uns aber nur gelingen, wenn wir gerade jetzt verstärkt hinsehen, die Eigentumsfrage wieder und wieder stellen und Aktionen auf allen Ebenen planen. In dem Sinn ist dem Kommentar von Thomas Gebauer nichts hinzuzufügen: unbedingt lesen und das ganze medico-Heft weiterverteilen.

Weitere lesenwerte Themen im neuen Heft:

  • Krank gespart (Gesundheitssystem in Griechenland)
  • Kein Ende in Sicht (Bürgerkrieg in Syrien)
  • Unterlassene Hilfeleistung – Interview mit Jean Ziegler
  • Die Stadt der Blockierten (Migranten aus Mauretanien)
  • und Beschreibungen diverser medico-Projekte

Die Texte können aus der pdf-Datei herausgezogen werden und sind gut geeignet zum Einsatz im Unterricht – als Informationsquelle bzw. als Diskussionsgrundlage.

Das ganze medico-Heft 1/2013 downloaden (pdf-Datei, 939 kb)

►Siehe dazu auch den Aufsatz von Brigitte Pick "Wie hältst du es mit dem Kapitalismus?" im Magazin AUSWEGE

►Außerdem empfehlen wir die Webseite: umFAIRteilen-Reichtum besteuern und den Aktionstag am 13. April
 

statistik.gifMitteilung: Statistisches Bundesamt

WIESBADEN –Im Jahr 2012 war Deutschland wie schon in den sechs vorangegangenen Jahren per Saldo ein Stromexportland. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Angaben der vier großen Übertragungsnetzbetreiber mitteilt, wurden 43,8 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2012 über die europäischen Stromnetze nach Deutschland eingeführt. Im gleichen Zeitraum führte Deutschland 66,6 TWh aus, woraus sich ein Überschuss von 22,8 TWh ergab.

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Mitteilung: Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW)
 
Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Ärzteorganisation IPPNW appelliert an Nordkorea, Südkorea und die USA, weitere Provokationen und gefährliche Machtdarbietungen zu unterlassen und ruft zu diplomatischen Verhandlungen auf. „Unabhängig von den Gründen für die gegenwärtige Eskalation der Spannungen können die jüngsten Präsentationen atomarer Macht durch Nordkorea und die USA im Namen ihrer südkoreanischen Verbündeten nur zwei Ergebnisse zur Folge haben: entweder treten beide Seiten einen Schritt zurück vom Abgrund oder die Abschreckung versagt und Millionen von Menschen erleiden das Schicksal von Hiroshima und Nagasaki“, heißt es in dem Offenen Brief an die Präsidenten Kim, Lee und Obama.

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von Brigitte Pick

Der Kapitalismus gerät mehr und mehr in Verruf. Der Journalist und Wertekonservative Frank Schirrmacher empört sich in seinem Buch „Ego“ über die menschenverachtende Wirtschaftsform mit ihren Exzessen, und so ist die Kritik im Herzen des Kapitalismus angekommen, wie Jakob Augstein schreibt. …

So beginnt Brigitte Picks Aufsatz über den Zustand des Kapitalismus. Den Anlass dazu lieferte der Tod von Hugo Chávez, der bisherige sozialistische Präsident Venezuelas. Sein Wirken samt (Aus-)Wirkungen beschreibt sie am Ende ihres Aufsatzes. Die Autorin untersucht zunächst das Wirtschaftsmodell "Kapitalismus", lässt die marxistische Staatstheorie zu Wort kommen, untersucht das System der Staatsschulden und die Rolle der Finanzjongleure, das Unwesen der Kreditgeber und den Wachstumszwang. Anschließend beschreibt sie die Mechanismen der Todes- und Pharmaindustrie im Land. Den ganzen Aufsatz lesen

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Alle im Magazin AUSWEGE erschienen Artikel von Brigitte Pick zeigen

Weitere Aufsätze (Auswahl) zu den Themen Kapitalismus, Finanzmarktkapitalismus:

Gemeinsam in den Untergang. Warum der Kapitalismus sich nur zusammen mit der institutionellen Linken aus der Geschichte verabschieden kann! v. Juan P. Sanchez Brakebusch

Die Ware im Kapitalismus – oder kann man von Marx heute überhaupt noch etwas lernen? v. Uwe Findeisen

Ende und Verfall des öffentlichen Lebens v. Brigitte Pick

The Story of Stuff. Der Stoff, aus dem der Kapitalismus ist. Film

Vom kollektiven Wahnsinn des Finanzsystems und des Kapitalismus oder was Sie schon immer über das Elend dieses Wirtschaftssystems wissen wollten

 

01. März 2013 · Kommentieren · Kategorien: Peripherie · Tags:

Die WSI-Arbeitskampfbilanz

Mitteilung: Hans-Böckler-Stiftung

Große Warnstreikwellen in Metallindustrie und öffentlichem Dienst sowie ein neuer Höchststand an Arbeitskämpfen im Dienstleistungsbereich haben das Arbeitskampfgeschehen im Jahr 2012 geprägt. Das zeigt die Jahresbilanz zur Streikentwicklung in 2012, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung heute vorlegt. Die Zahl der an Streiks und Warnstreiks beteiligten Beschäftigten hat sich gegenüber 2011 mehr als versechsfacht – sie stieg von rund 180.000 auf etwa 1,2 Millionen. Ursache dafür waren umfangreiche Warnstreiks in der Metallindustrie sowie im öffentlichen Dienst. Nicht zuletzt dadurch lag das Arbeitskampfvolumen 2012 mit schätzungsweise 630.000 Ausfalltagen mehr als doppelt so hoch wie 2011. … weiter

Einzeldownload Grafiken:

Arbeitskampfbilanz Ausfalltage Diagramm

Arbeitskampfbilanz Ausfalltage Diagramm international

Arbeitskampfbilanz Ausfalltage Tabelle

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