15. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , , ,

Der Narzissmus als sozialpsychologische Signatur des konsumistischen Zeitalters – Teil 4 von 7

von Götz Eisenberg

Mit Menschen wie meinem Vater wäre der Konsumismus nicht möglich gewesen. Er entstammte dem durch den Roman Ernst Glaesers berühmt gewordenen „Jahrgang 1902“. Er wuchs in einem protestantischen Pfarrhaus im wilhelminischen Deutschland auf. Sein Vater repäsentierte als Pastor diese Gesellschaft und den Kaiser. Die Arbeiter hingen, um ihn zu provozieren, am 1. Mai eine rote Fahne in die Linde vor dem Pfarrhaus, die er durch den Küster entfernen ließ.

Da ein Mensch seine Prägung in Kindheit und Jugend erfährt und sich in seinen Erziehungspraktiken in der Regel von den damals verinnerlichten Prinzipien leiten lässt, fiel der lange Schatten des Wilhelminismus auch noch auf meine und meiner Geschwister Kindheit. … weiter mit dem vierten Teil

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Auswahl weiterer Aufsätze von Götz Eisenberg im Magazin AUSWEGE:

Wut und Hass. Anmerkungen zu den „Konsumkrawallen“ in England

Der Glanz im Kameraauge. U-Bahn-Attacke als neues „Modell des Fehlverhaltens“

Vom Juckreiz unterdrückter Gefühle. Anmerkungen zur Tat des Anders Behring Breivik

Schulen der Rohheit

und die Rezension seines Buches

… damit mich kein Mensch mehr vergisst! Warum Amok und Gewalt kein Zufall sind von Joscha Falck

©Foto: Rike / www.pixelio.de

 

14. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , ,

GegenRede 18 von Freerk Huisken

„Brauner Terror“, heißt es, liegt dann vor, wenn deutsche Rechtsextremisten aus dem Untergrund heraus über mehr als ein Jahrzehnt lang in ihrem fanatischen Ausländerhass türkische Dönerbuden- oder Kioskbesitzer gezielt töten und wieder abtauchen, ohne in Bekennerschreiben extra darauf hinzuweisen, dass für sie jeder in Deutschland lebende Türke oder Grieche einer zu viel ist. … weiter

 

Alle bisher erschienenen GegenReden von Freerk Huisken ansehen

 

08. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , , ,

Der Narzissmus als sozialpsychologische Signatur des konsumistischen Zeitalters – Teil 3 von 7

von Götz Eisenberg

… Erleben wir nicht seit Jahren eine kollektive Infantilisierung und die Geburt eines Wesens, das man als Erwachsenen-Kind bezeichnen könnte? Der Axolotl als neuer Sozialcharakter und Lebensform?

Opas tragen dieselben albernen Kappen und Sonnenbrillen wie ihre Enkel, allenthalben und überall wird an in Rucksäcken mitgeführten Flaschen gesuckelt und genuckelt. Es existiert eine allgemeine Regression zu Wiege und Rassel. Zwischen dem Säugling, für den eine Lebensversicherung abgeschlossen wird, und dem Greis, der sie einlöst, bestehen nur noch graduelle Unterschiede.

Die Konsumgesellschaft bringt einen gefräßigen, ungeduldigen, auf seinen Spaß bedachten ewigen Säugling hervor, der sich genüsslich die Flasche geben lässt … weiter mit dem dritten Teil

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Auswahl weiterer Aufsätze von Götz Eisenberg im Magazin AUSWEGE:

Wut und Hass. Anmerkungen zu den „Konsumkrawallen“ in England

Der Glanz im Kameraauge. U-Bahn-Attacke als neues „Modell des Fehlverhaltens“

Vom Juckreiz unterdrückter Gefühle. Anmerkungen zur Tat des Anders Behring Breivik

Schulen der Rohheit

und die Rezension seines Buches

… damit mich kein Mensch mehr vergisst! Warum Amok und Gewalt kein Zufall sind von Joscha Falck

©Foto: Rike / www.pixelio.de

03. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , , ,

Warum Hessen die Inklusion über Beratungs- und Förderzentren abwickeln will

von Johannes Batton

Mit der Bestandsgarantie für die Förderschulen als Angebotsschulen hat sich das Hessische Kultusministerium (HKM) für die Beibehaltung des Parallelsystems von Förderschulen und inklusiver Beschulung entschieden. Es hat damit die kostenintensivste Variante sonderpädagogischer Förderung gewählt.

Von weiteren Plänen des HKM und weniger leicht zu durchschauenden Spar-Mechanismen zu Lasten von Kindern, Eltern und Lehrkräften in Regelschulen und Beratungs- und Förderzentren handelt dieser Artikel. … weiter

►Neu: Anzeigenkampagne von Johannes Batton und Volkhard Wiese "Inklusion braucht Qualität" (25.2.2012)

 

Bisher zum Thema Inklusion erschienene Aufsätze und Berichte. Auswahl:

Hessen spart sich die Inklusion von Johannes Batton

Inklusion und Konfusion – Was auf Hessens Schulen zukommt von Johannes Batton

Nachlese zum Artikel „Inklusion und Konfusion – Was auf Hessens Schulen zukommt“ von Johannes Batton

Förderung muss gestaltet, nicht verwaltet werden von Claus Heymann

Integration an der Realschule – die beste Zeit in unserem Pädagogenleben von Altrud Gönnert und Vicco Meyer

„… als hätte uns vorher eine Farbe gefehlt”. Benjamin im integrativen Kindergarten von Jacqueline Erk

Und es geht doch! Rezension des Buches „Auf dem Weg zur Schule für alle“ von Detlef Träbert

Inklusive Bildung nach wie vor in vielen Bundesländern die Ausnahme Mitteilung der Bertelsmann Stiftung

 

02. November 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , , ,

Der Narzissmus als sozialpsychologische Signatur des konsumistischen Zeitalters – Teil 2 von 7

von Götz Eisenberg

Im zweiten Teil der "Narzissmus-Saga" untersucht der Autor unser Leben im Konsumismus: Rücksichtslosigkeit, maximale Nutzenorientierung, Spaß haben, etwas aus sich machen und Schönheitsidealen nacheifern. Wir merken gar nicht, dass wir uns immer mehr als Produkte wahrnehmen.

Götz Eisenberg hat eine schonungslose Collage von Beispielen aus unserem Alltag geformt.

Den zweiten Teil lesen

Den ersten Teil downloaden

 

25. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , ,

Der Narzissmus als sozialpsychologische Signatur des konsumistischen Zeitalters – Teil 1 von 7

von Götz Eisenberg

In der Stadt sehe ich einen großen, milchkaffeebraunen jungen Mann:

Dreiviertellange Cargo-shorts, ärmelloses weißes Shirt, rasierte Glatze, Sonnenbrille, Muskelpakete, Tätowierungen. Er trägt einen Stöpsel im Ohr und telefoniert lautstark über ein unsichtbares Handy. Er berichtet einem Kumpel vom Verlauf der letzten Nacht und schildert die körperlichen Vorzüge der Frau, die er „abgeschleppt“ hat. Da geht er an einem Geschäft vorbei, in dessen Schaufenster sich ein großer Spiegel befindet. Er tritt näher heran und betrachtet sich eingehend. Er dreht und wendet sich vor den Augen der Passanten und nimmt Bodybuilder-Posen ein.

Teil I lesen

 

Alle bisher von Götz Eisenberg in AUSWEGE veröffentlichten Aufsätze.

 

AUSWEGE sprach mit Ruth Brenner. Sie ist seit 15 Jahren Leiterin einer Lernwerkstatt in Fürth und erzählt von der Freiheit des Lernens, von Eigenverantwortung und von der Teamarbeit ihrer Schüler.

Eine Lernwerkstatt ist grundsätzlich als offene Unterrichtsform konzipiert. Nicht das Ergebnis ist entscheidend, sondern der Prozess. Die SchülerInnen können eigenverantwortlich Materialien und Aufgaben auswählen und damit ihre Schwerpunkte selbst setzen.

Ruth Brenner stellt zusätzlich verschiedene Lernmaterialen vor und beschreibt, wie man als Neuling am besten eine Lernwerkstatt aufbauen kann. Im Anhang der Datei befinden sich fünf Aufgabenblätter als Anschauungsmaterial.  Das Gespräch ermöglicht einen  vertieften Einblick in die Arbeit und den Aufbau von Lernwerkstätten.

Das Gespräch lesen

 

Weitere bisher erschienene Aufsätze zum Thema Lernen (Auswahl):

 

 

 

von Brigitte Pick

Die Idee des sozialdemokratisch geprägten Wohlfahrtsstaates bröckelt und bildet gleichzeitig den Humus für die verunsicherte Mittelschicht, die die Furcht vor dem sozialen Abstieg umtreibt. Nur wer etwas hat, kann sich sorgen, dass er es verliert. So wird den Schwachen der Gesellschaft die Solidarität aufgekündigt, sie gelten fürderhin als Schmarotzer.

Den 2. Teil lesen: Ende und Verfall des öffentlichen Lebens 2

Den 1. Teil lesen: Ende und Verfall des öffentlichen Lebens 1

 

 

©Foto: Christian Lüpke / www.pixelio.de

Ausgewählte Aufsätze zum Thema von Brigitte Pick im Magazin AUSWEGE

 

15. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , , ,

Diagnostik und Veränderung des Klassenklimas mittels einer zwei-dimensionalen soziometrischen Rating-Methode

von Eva Schwarz und Vladimir Hrabal

Das Institut für Demoskopie hat im Frühjahr 2011 eine Studie über die „Herausforderungen und Realität an den Schulen aus Sicht von Eltern und Lehrern“ veröffentlicht. Laut dieser Umfrage sieht die Mehrheit der Lehrer unter anderem große Klassen, soziale Konflikte und Gewalt in den Klassen als große Herausforderungen für ihren Beruf. Dass viele der Lehrer Konflikte und Probleme nur unzureichend bändigen können, zeigt ein weiteres Ergebnis dieser Studie: 48 % aller Lehrer glauben, sie haben wenig bis gar keinen Einfluss auf ihre Schüler.

Die Ergebnisse machen deutlich, in was für einer schwierigen Lage sich heute viele Lehrer befinden. Viele der Ursachen für diese missliche Situation liegen weder in Lehrer- noch in Schülerhänden, doch wie kommen wir wieder zu einem produktiveren und respektvolleren Miteinander im Unterricht? … weiter

Wir möchten die LeserInnen darauf aufmerksam machen, dass es sich beim Klassen-Kompass um ein kommerzielles Produkt handelt (198 Euro)! Wer Interesse am Klassen-Kompass hat, wird schnell im Internet fündig, z.B. ohne Gewähr hier: Testzentrale

13. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Peripherie · Tags: , , ,

von Brigitte Pick

Am 31.Oktober jährt sich zum 50. Mal die Anwerbevereinbarung mit der Türkei. Die Mauer wurde am 13.August 1961 gebaut und führte gerade in Berlin zu einem kräftigen Mangel an Arbeitskräften. Immerhin hatten etwa 50.000 Ostberliner im Westen gearbeitet, die von heute auf Morgen fehlten. Damals warb die Adenauer Regierung im boomenden Westdeutschland um ungelernte Kräfte, die sich medizinisch prüfen lassen mussten. Nur Gesunde und Unverheiratete waren gewünscht. Das Verfahren und die Bilder von damals erinnern an einen Sklavenmarkt. … weiter

 

Bisher in AUSWEGE erschienene Aufsätze von Brigitte Pick

 

09. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: KulturWege · Tags: , ,

 Wurzelwerke

©Joscha Falck, 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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03. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , , , ,

Rezension von Thomas Fuchs' gleichnamigen Buch

von Hans Grillenberger

All die Forschungsergebnisse und Erkenntnisse der Gehirnforschung faszinieren zunächst, weil sie uns zeigen, wie sehr wir doch nach biologischen Abläufen funktionieren. Gleichzeitig schaffen sie aber auch ein gewisses Unbehagen. Kann es sein, dass wir als Menschen mit all unseren Gefühlen, Wünschen, ja als Subjekte einfach auf Abläufe in unserem Gehirn reduziert werden können? Das Buch von Thomas Fuchs gibt Antworten darauf. … weiter

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