17. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Schwuler Selbsthass als Quelle von Gewalt – Anmerkungen zum Massaker von Orlando · Kategorien: Peripherie, Standpunkte · Tags: , , , , , , , , , ,

von Götz Eisenberg

pride-by_nacydowd_pixabay_CC0Als sich die Nachricht vom Massaker in Orlando verbreitete, schnappten sofort die üblichen Reflexe ein: Hinter dieser Bluttat konnte nur der IS stecken, da waren sich alle einig. Die eilfertigen Motivforscher waren nicht weit von jener Satire entfernt, in der eine Reporterin auf die Frage nach der Ursache eines gerade eingetreten Unglücks sagt: „Al Qaida. Alles andere wäre zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation.“

Wenig später ruderten die Ermittler zurück und ließen verlautbaren, dass Omar M. diese Fährte durch einen Telefonanruf, in dem er sich zum IS bekannte, zwar selbst gelegt hatte, wohl aber nicht im direkten Auftrag des IS gehandelt habe und auch nicht Mitglied eines terroristischen Netzwerks sei. Was aber könnte dann das Motiv einer derartigen Tat sein? … weiter

©Foto: nancydowd, pixabay, Lizenz: CC0


logo-text-fileDie letzten Aufsätze von Götz Eisenberg im Magazin AUSWEGE:

Zum Verhältnis von Angst und Demokratie

 „Brauchbare Illegalität“ – Über das Verschwinden der Moral aus der Wissenschaft

von Götz Eisenberg

„Aus dem Sumpf des Unbewussten blubbert
wie stinkende schweflige Lava der über viele Jahre
im Zaum gehaltene Antisemitismus wieder hoch. …
Meine Prophezeiung vor Jahrzehnten,
dass die dritte Generation
das Nazitum zurückbringen wird.“
(Imre Kertész)

Die Landtagswahlen vom 13. März 2016 haben uns vor Augen geführt, wie groß das rechtsextreme und antidemokratische Wählerpotenzial in Deutschland ist.

Von anderer Seite und aus anderen Motiven gehen die sogenannten Terroristen gegen die westliche Lebensform vor. In Gefahr gerät die Demokratie aber auch durch die panischen Gegenreaktionen des Staates, der in Namen der Terrorbekämpfung bereit ist, wesentliche Bestandteile des demokratischen Rechtsstaates auf dem Altar der Sicherheit zu opfern. … weiter


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Weitere Texte von Götz Eisenberg zum Thema:

Selfies mit Blutflecken

Durch die Seele ein Riss

Mundschutz und Gummihandschuhe – Tagebuch mit Flüchtlingen

21. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „Brauchbare Illegalität“ – Über das Verschwinden der Moral aus der Wissenschaft · Kategorien: KulturWege · Tags: , , , ,

head-607479_by_geralt_pixabay_CC0von Götz Eisenberg

Die Sendung Kulturzeit des Senders 3sat befragte am 3. November 2015 den Bielefelder Organisationssoziologen Stefan Kühl zu den Korruptionsskandalen der letzten Zeit. Seine Antworten haben Götz Eisenberg zu einem Kommentar veranlasst. … weiter

©Grafik: geralt, pixabay.com, Lizenz: CC0


logo-text-file Weitere Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

20. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Selfies mit Blutflecken · Kategorien: KulturWege · Tags: , , , ,

738539_original_R_by_einstellungstest-polizei-zoll.de_pixelio.devon Götz Eisenberg

Die taz vom 16. November 2015 erschien mit einem Titelbild, das eine hübsche junge Französin zeigt, die an einem der Anschlagsorte vom Freitagabend ihre Trauer zum Ausdruck bringt. Unterm rechten Arm trägt sie einen in Papier eingeschlagenen Blumenstrauß, den sie dort niederlegen möchte. In der rechten Hand hält sie ihr Smartphone.

Bin ich der einzige, den dieser Umstand stutzig macht und befremdet? Sind diese Geräte bereits so sehr im Körperschema der jungen Leute verankert, dass sie selbst in so einem Moment nicht auf sie verzichten können? Sie nehmen den Widerspruch nicht einmal mehr wahr, der zwischen ihrem Gemütszustand und ihrer Vernetzung besteht. Oder besteht da möglicherweise gar kein Widerspruch? … weiter

©Foto: einstellungstest-polizei-zoll.de / pixelio.de


logo-text-file Weitere Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

06. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Durch die Seele ein Riss · Kategorien: KulturWege · Tags: , , , , , , ,

asphalt-PublicDomainPictures_pixabay_CC0Über die Folgen von Krieg, Flucht und Traumatisierung

von Götz Eisenberg

Haifa 1989. Es ist die Zeit der Ersten Intifada. Seit 1987 lehnen sich meist junge Palästinenser gegen die israelische Herrschaft auf. Vor der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 lebten rund 62.500 Araber in Haifa. Die meisten palästinensischen Araber wurden durch massive Angriffe und Bombardements von Seiten Israels vertrieben, andere flohen vor der Permanenz der Gewalt. Es verblieben lediglich 15.000 Araber in Haifa, unter ihnen Mahmud* und seine Familie.

Götz Eisenberg ist ihm im Gefängnis begegnet, hat ihm zugehört und sein Leben aufgeschrieben. … weiter

*Name und Orte wurden verändert!
©Foto: PublicDomainPictures, pixabay.com, Lizenz:  CC0


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Weitere Texte zu Flucht, Traumatisierung und Verfolgung:

 

25. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Mundschutz und Gummihandschuhe – Tagebuch mit Flüchtlingen · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , ,

refugees_by_Nizips_OpenClipart„Eines der wesentlichen Merkmale
einer guten Gesellschaft sollte sein,
Randexistenzen zu tolerieren.“
Susan Sontag

Mundschutz und Gummihandschuhe – Tagebuch mit Flüchtlingen

In welchen Begriffen reden wir über Flüchtlinge? Welche Bilder und Metaphern verwenden die Medien? Was sagt das über uns selber aus? Welche politisch-gesellschaftlichen Umstände begünstigen Integrationsbemühungen, welche behindern sie eher? Was droht uns, wenn Integration misslingt?

In einer Art Tagebuch von unterwegs geht Götz Eisenberg diesen Fragen nach.

» Den Aufsatz lesen

©Grafik: by Nizips, OpenClipart, PD

 

von Götz Eisenberg

Wer mit wachen Sinnen durch die Welt geht, spürt, dass sich um uns herum etwas zusammenbraut. Wenn die Krisen des Finanzkapitalismus sich weiter zuspitzen, die Verelendung voranschreitet und die Unübersichtlichkeit eskaliert, droht die Gefahr einer Faschisierung von Teilen der Bevölkerung – und zwar in ganz Europa. Pegida hat uns in Deutschland einen Vorgeschmack geliefert.

red_flagUmso dringlicher ist es, dass die Linke eine Alternative formuliert und praktiziert, die die Menschen fasziniert und hinter dem Ofen hervorlockt.

„Das, was wirklich zählt – ist das etwa nicht das
Glück? 
Wofür macht man denn die Revolution, wenn
nicht, um glücklich zu sein?“
liftarn-Owl-on-book
Pier Paolo Pasolini

 →  … den ganzen Text lesen

 


logo-text-file  → Hier geht es zum letzten Aufsatz von Götz Eisenberg: 

 Von Grillen und Ameisen. Sozialpsychologische Aspekte des Griechenland-Bashings und der Sparpolitik

18. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Von Grillen und Ameisen · Kategorien: KulturWege, Peripherie · Tags: , , , ,

water-291506_by_mjthomas_pixabay_CC0Sozialpsychologische Aspekte des Griechenland-Bashings und der Sparpolitik

von Götz Eisenberg

Wer hart arbeiten und sich ständig am Riemen reißen muss, droht zu einem Menschen des Ressentiments zu werden. Die Gewalt, die nötig war, um Menschen in Arbeitswesen zu verwandeln, wird in der Wut spürbar, mit welcher der arbeitende Mensch auf diejenigen reagiert, die es real oder vermeintlich besser haben. Es geht im Folgenden um die sozialpsychologischen Aspekte der Auseinandersetzung der Europäischen Union mit ihrem Außenseiter Griechenland und der dortigen Regierung. Was spielt sich unterhalb der Ebene der offiziellen Texte ab? Von welchen unbewussten psychischen Energien und emotionalen Kräften werden die Debatten angetrieben? … weiter


©Foto: mjthomas, pixabay.com, CC0

01. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Alles mitreißen in den Untergang · Kategorien: Essenzen · Tags: , , ,
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©Foto: Janusz Klosowski/www.pixelio.de

„Von dem Vulkan,
der in mir brütet und kocht,
hat kein Mensch eine Ahnung.“
Aus den Memoiren des Amokläufers
Ernst August Wagner

Die nach dem 11. September 2001 entstandene schizoide Großwetterlage begünstigt kollektive und individuelle Amokläufe. Wir leben seither in einem Klima von Gewalt und Krieg. Nach dem mutwillig herbeigeführten Absturz eines Airbus befindet sich Deutschland im Ausnahmezustand.

Seit am Dienstag ein Airbus der Fluglinie Germanwings auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen abgestürzt ist, kennt Deutschland kein anderes Thema mehr.

Götz Eisenberg unternimmt den Versuch einer Annäherung an die Ereignisse. den Aufsatz lesen


logo-text-file  Weitere Texte von Götz Eisenberg:

 Ohne Angst verschieden sein können

Platonischer Ausländer-Hass und die Grenzen der Aufklärung

„Überfremdung“ – Zur Sozialpsychologie eines Gefühls

Rezension:

Zwischen Amok und Alzheimer: Zur Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus. Rezension zu Götz Eisenbergs neuem Buch von Brigitte Pick

 

 

19. Februar 2015 · Kommentare deaktiviert für „Überfremdung“ – Zur Sozialpsychologie eines Gefühls · Kategorien: Standpunkte · Tags: , , , , , ,
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(c)Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de

Ein Erklärungsversuch von Götz Eisenberg

Pegida ist letztlich ein Ost-Phänomen geblieben. Der Funke ist, trotz eifriger Bemühungen, nicht auf den Westen übergesprungen. Dort protestiert eine Mehrheit von Pegida-Gegnern gegen eine Minderheit von xenophob verstockten Verteidigern des Abendlandes. Wie lässt sich dieses Ost-West-Gefälle erklären? … weiter

Hinweis: Der Text wurde vom Autor stark erweitert!
Die aktuelle Fassung stammt v. 19.2.2015

 


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 Platonischer Ausländer-Hass und die Grenzen der Aufklärung

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