Mitteilung: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Sexualität ist politisch – auch und gerade in der Einwanderungsgesellschaft. Spätestens die Ereignisse der Kölner Silvesternacht 2015/16 lösten Debatten über die innere Sicherheit und die Integration von Geflüchteten aus. Fest steht, dass sich mit den zugewanderten Menschen auch Wertvorstellungen und Verhaltensstandards in Deutschland verändern. Es gilt, Geschlecht(er), Geschlechterverhältnisse und Sexualität auszuhandeln.

Wie das geschehen kann, ist die große Frage. Antworten schlagen neben Uwe Sielert, Professor für Sozialpädagogik von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), 33 Forscherinnen und Forscher sowie in der Praxis arbeitende Fachpersonen aus ganz Deutschland vor. … weiter

Quelle: www.uni-kiel.de  | www.idw-online.de

Tagung zur Primärprävention in Halle

Bericht: Papilio

Integration darf nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern muss bereits in der Kita beginnen. Zu diesem Ergebnis sind mehr als 100 Teilnehmer auf dem zweitägigen Fachsymposium „Prävention braucht Integration“ gekommen, das das Sozialunternehmen Papilio mit Unterstützung der BARMER und dem Sozialministerium von Sachsen-Anhalt Mitte März in Halle durchgeführt hat.

Kernanliegen der Fachtagung war die Vermittlung sozial-emotionaler Kompetenzen und die Einbindung von Kindern mit Flucht- oder Migrationshintergrund in Kindergärten. … weiter

Quelle: www.papilio.de

Neues Buch befasst sich mit Herausforderungen beim Sprachenlernen

Rezension: Uni Leipzig 

(c)Foto: Franziska Koppe

Zahlreiche Geflüchtete beherrschen bei ihrer Ankunft in Deutschland die englische Sprache deutlich schlechter als das in ihrer Eigenwahrnehmung der Fall ist. Dennoch ist Englisch für sie anfangs neben der Muttersprache das wichtigste Kommunikationsmittel.

Mit Beginn des Deutschunterrichts reduziert sich der Anteil des Englischen und der Muttersprache. Allerdings vergehen im Durchschnitt knapp sechs Monate zwischen ihrer Ankunft in Deutschland und dem Beginn des Integrationskurses. – Mit diesen und anderen Aspekten rund um die Thematik Sprache und Migration haben sich Studierende und Forscher der Universität Leipzig beschäftigt und ihre Studien dazu gerade in dem Sammelband „Flucht, Exil, Migration – sprachliche Herausforderungen“ veröffentlicht. … weiter

Quelle: www.uni-leipzig.de

 

 

 

„Syrienkrieg: 740.000 Kinder auf der Flucht brauchen Ihre Stimme für mehr Bildung!“

World Vision Deutschland e.V. hat eine Petition gestartet:

Seit März 2011 tobt der Bürgerkrieg in Syrien. Über 2,5 Millionen syrische Kinder, davon fast 740.000 im Schulalter, sind seither auf der Flucht vor Gewalt. Was sie am dringendsten brauchen, sind Freunde und Bildung, Normalität und Schutz. Sie wollen zusammen lernen, malen und spielen wie alle anderen Kinder auch.

Doch ohne Bildungsangebote lehrt das Leben diese Kinder nur Gewalt und Entwurzelung. In ihren Herzen und Köpfen herrscht der Krieg dann weiter. So geht die Kindheit schnell verloren – falls es unter solchen Umständen jemals eine gibt. Und aus Kindern ohne Kindheit werden Erwachsene ohne Hoffnung.

Es ist noch nicht zu spät. Gemeinsam können wir uns dafür einsetzen, dass 740.000 syrische Kinder im Schulalter Bildung und soziale Angebote bekommen – und zwar an den Orten, wo sie Zuflucht gefunden haben, wie etwa Flüchtlingslagern.

Unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition, um diesen Kindern ein letztes Stück ihrer Kindheit zu bewahren!
(Quelle: https://www.worldvision.de/jede-kindheit-zaehlt?op_ra=worldvision&utm_source=hyper#petition)

 → weitere Informationen und zum Unterschreiben der Petition

11. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für RWI: Kein pauschaler Anstieg der Kriminalität durch Flüchtlingszuzug · Kategorien: Paragraphenreiter · Tags: , , , ,

Mitteilung: RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Der starke Flüchtlingszustrom nach Deutschland zwischen den Jahren 2010 und 2015 hat keinen pauschalen Anstieg der Kriminalität zur Folge. Der Zuzug von Asylbewerbern in einen Kreis erhöht die Kriminalitätsrate mit Ausnahme migrationsspezifischer Vergehen nicht. Auch die einheimische Bevölkerung wird nicht häufiger kriminell. Anerkannte Flüchtlinge lassen das durchschnittliche Kriminalitätsniveau zwar ansteigen, dies aber vor allem durch gewaltfreie Delikte wie Diebstahl und Betrug.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle RWI-Studie, die Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik und des Ausländerzentralregisters aus den Jahren 2010 bis 2015 auswertet und erstmals für diesen Zeitraum den ursächlichen Einfluss von Asylbewerbern und anerkannten Flüchtlingen auf verschiedene Deliktarten in Deutschland untersucht. … weiter

Quelle: www.rwi-essen.de | www.idw-online.de

09. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für Wie geflüchtete Jugendliche ihre Ankunft in Deutschland wahrnehmen · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , , ,

Mitteilung: Deutsches Jugendinstitut (DJI)

Seit dem Jahr 2015 wird anhaltend über Geflüchtete und ihre Integration in Deutschland diskutiert. Dabei geraten die betroffenen Menschen selbst häufig aus dem Blickfeld. Viele davon sind Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene, die teils mit ihren und teils ohne ihre Familien nach Deutschland gekommen sind.

Um empirisches Wissen zu ihren Lebenslagen und Perspektiven zu gewinnen, hat das Deutsche Jugendinstitut eine Längsschnittstudie durchgeführt. … weiter

Quelle: www.dji.de

31. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Ohne Familiennachzug keine Integration · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , ,

Mitteilung: Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Sollte während der Koalitionsverhandlungen an den Ergebnissen der Sondierungsgespräche festgehalten werden, wird nach Einschätzung von Claas Schneiderheinze, Migrationsexperte am IfW Kiel, die soziale und wirtschaftliche Integration von Flüchtlingen maßgeblich erschwert.

Die weitere Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte und eine zukünftige Beschränkung auf 1.000 Menschen pro Monat vermitteln den Flüchtlingen, dass sie nicht willkommen sind. „Inhalt und Signalwirkung dieser Beschlüsse sind für die Integration von Flüchtlingen verheerend und stehen in keinem Verhältnis zur Anzahl potenzieller Nachzügler“, erläutert Schneiderheinze, der im Rahmen des MEDAM-Projekts (http://www.medam-migration.eu/) zu Asyl- und Migrationsfragen forscht. … weiter

Quelle: www.ifw-kiel.de | idw-online.de

26. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Ein Asylbewerber darf keinem psychologischen Test zur Bestimmung seiner sexuellen Orientierung unterzogen werden · Kategorien: Paragraphenreiter · Tags: , , ,

Die Durchführung eines solchen Tests stellt einen unverhältnismäßigen Eingriff in das Privatleben des Asylbewerbers dar

Mitteilung: Gerichtshof der Europäischen Union

Im April 2015 stellte ein nigerianischer Staatsangehöriger bei den ungarischen Behörden einen Asylantrag, den er damit begründete, dass er befürchte, in seinem Herkunftsland wegen seiner Homosexualität verfolgt zu werden. Obwohl die ungarischen Behörden in seinen Angaben keine Widersprüche feststellten, wiesen sie seinen Antrag mit der Begründung ab, dass das von ihnen in Auftrag gegebene psychologische Gutachten zur Exploration der Persönlichkeit des Asylbewerbers die von diesem angegebene sexuelle Orientierung nicht bestätigt habe. … weiter

Quelle: https://curia.europa.eu

04. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für Adventsgedanken eines Flüchtlings · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , ,

Adventsgedanken eines Flüchtlings

Advent, Advent,

ich bin hier fremd.

Daheim herrscht Krieg, Gewalt, Willkür,

deshalb klopf ich an die Tür.

Advent, Advent,

ich bin hier fremd.

 

Advent, Advent,

wir sind getrennt.

Hab‘ Frau und Kinder nicht bei mir,

ich fühle mich so einsam hier.

Advent, Advent,

wir sind getrennt.

 

Advent, Advent,

niemand mich kennt.

Ich seh‘ anders aus als ihr,

viele haben Angst vor mir.

Advent, Advent,

niemand mich kennt.

 

Advent, Advent,

ein Wohnheim brennt

erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier…

Wir sind nicht willkommen hier.

Advent, Advent,

ein Wohnheim brennt.

 

Advent, Advent,

ich bin hier fremd.

Ich bin ein Mensch, genau wie ihr,

will nur in Frieden leben hier.

Advent, Advent,

ich bin hier fremd.


©Text: Monika Falck
Die kostenlose Verwendung des Textes in Schulen ist mit der Autorinnenangabe gestattet
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©Foto: Monika Falck, Lizenz: CC By-NC-ND 3.0


30. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Wie gelingt Integration? Asylsuchende über ihre Teilhabeperspektiven · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , ,

Mitteilung: Robert Bosch Stiftung

Die meisten Flüchtlinge wollen rasch arbeiten; zugleich besteht großes Interesse, sich zu qualifizieren und weiterzubilden. Das zeigt eine gemeinsame Interviewstudie des Forschungsbereichs beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) und der Robert Bosch Stiftung.

Welcher Weg zu gesellschaftlicher Teilhabe führt, ist dabei individuell verschieden. Deshalb sind flexible Strukturen und passgenaue Maßnahmen für Flüchtlinge nötig. Die Studie zeigt darüber hinaus: Persönliche Begegnungen und zwischenmenschliche Kontakte sind von zentraler Bedeutung für Integration und Teilhabe. … weiter

Quelle: www.bosch-stiftung.de


Direktdownload der Studie


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