08. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Viele Unternehmen nicht fit für die Arbeit 4.0 · Kategorien: Arbeit und Moneten · Tags: , , , , , ,

Hoher Arbeitsdruck, zu wenig Personal und Defizite beim Gesundheitsschutz in rund 70 Prozent aller Betriebe

Studie: Hans-Böckler-Stiftung

Für die Herausforderungen der Digitalisierung und des demografischen Wandels sind viele Unternehmen in Deutschland schlecht gerüstet. In jeweils rund 70 Prozent der größeren Betriebe werden großer Arbeitsdruck, damit verbundene psychische Belastungen und Defizite bei der Weiterqualifizierung als Probleme wahrgenommen, die Gesundheit und Zukunftsperspektiven der Beschäftigten gefährden können. Es hapert vor allem an einer ausreichenden Personalstärke, bei flexiblen Arbeitszeitmodellen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen, und im Gesundheitsschutz. 76 Prozent der Betriebe führen die gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsabschätzungen nicht wie vorgesehen durch.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung. Basis ist eine Umfrage unter mehr als 2000 Betriebsräten. … weiter

Quelle: www.boeckler.de

08. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Puzzle für ein erfüllendes Lehrerleben · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , , , , , ,

Eine Besprechung des Buches „Was Lehrerinnen und Lehrer stark macht“ (Helmut Heyse)

von Detlef Träbert

Selten hatte ich ein Buch in Händen, dessen Coverabbildung derart präzise das Programm seines Inhalts repräsentiert wie „Was Lehrerinnen und Lehrer stark macht“ von Helmut Heyse *).

Drei Puzzleteile, die je mit einem Wort beschriftet sind, hängen über Eck aneinander. In der Mitte steht „Gesundheit“, links „Leistungsfähigkeit“ und rechts „Arbeitszufriedenheit“. Gesundheit ist also das Bindeglied zwischen den beiden anderen, die einander an einer Ecke berühren. Man kann sie als Voraussetzung für Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit verstehen, aber auch als ihr Resultat: So zu arbeiten, dass man zufrieden sein kann, stärkt die Gesundheit genauso wie die Fähigkeit zu guten Leistungen. … weiter

25. März 2017 · Kommentare deaktiviert für Unfaire Löhne gefährden die Gesundheit · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags: , , ,

Mitteilung: briq – Institute on Behavior and Inequality

Ungerechte Bezahlung ist schlecht fürs Herz. Das ist das Ergebnis einer interdisziplinären Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Management Science erschienen ist.

Die Bonner Ökonomen Armin Falk und Fabian Kosse vom Institute on Behavior & Inequality (briq) hatten gemeinsam mit einem Team von Medizinsoziologen ein Verhaltensexperiment durchgeführt und die Ergebnisse mit Befragungsdaten verglichen. Demnach wirken sich als unfair empfundene Löhne unmittelbar auf die Herzaktivität aus und führen auch langfristig zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes. … weiter

Quelle: www.briq-institute.org/idw-online.de

18. Dezember 2013 · Kommentare deaktiviert für Depressionen bei Männern oft unerkannt · Kategorien: mens sana in corpore sano, Standpunkte · Tags: , ,

Mitteilung: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Männer erkranken genauso häufig an Depressionen wie Frauen, jedoch äußern sich bei ihnen andere Symptome. Eine aktuelle Studie widerlegt damit das vorherrschende Bild, dass Frauen anfälliger für die psychische Erkrankung seien. Nicht nur Traurigkeit oder vermehrtes Weinen zeichnen die Depression beim Mann aus. Viel mehr berichten Männer auch über Aggressionen und gesteigerte Risikobereitschaft. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) erhofft sich von der Studie einen Anstoß zum Überdenken traditioneller Diagnosekriterien und einen offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen bei Männern. … weiter

Quelle: PM v. 14.11.2013, dgpm.de/idw-online.de

28. April 2013 · Kommentare deaktiviert für Männergesundheitsbericht 2013 – im Fokus: Psychische Gesundheit · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags: , ,

Mitteilung: Stiftung Männergesundheit

Die Stiftung Männergesundheit stellt heute mit freundlicher Unterstützung der DKV Deutsche Krankenversicherung AG den „Männergesundheitsbericht 2013 – im Fokus: Psychische Gesundheit“ vor. Der Bericht schließt eine Lücke in der medizinischen Versorgungsforschung und zeigt Defizite in der Diagnostik und Versorgung psychischer Erkrankungen bei Männern auf. Darüber hinaus wird deutlich, dass seelische Leiden bei Männern stigmatisiert und tabuisiert werden. Eine gesellschaftspolitische und medizinische Auseinandersetzung mit dem Thema ist überfällig. … weiter

Online-Bestellung Männergesundheitsbericht:
http://www.maennergesundheitsbericht.de/bestellung.html

22. März 2013 · Kommentare deaktiviert für Küchen-Kompetenz für Grundschüler · Kategorien: Hauswirtschaft, Werkzeuge für den Unterricht · Tags: , , , ,

Mehr als 580.000 Kinder in Deutschland machen den Ernährungsführerschein

Mitteilung: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Berlin (humannews) – Mehr als 580.000 Kinder in Deutschland haben einen Führerschein – den Ernährungsführerschein. Dahinter verbirgt sich ein innovatives Unterrichtskonzept zur Ernährungsbildung.

Der Ernährungsführerschein von IN FORM (Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung) ist ein Unterrichtsprojekt für die Grundschule, das den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten vermittelt. In sechs bis sieben Doppelstunden lernen die Drittklässler, vollwertige Gerichte zuzubereiten. Sie erhalten, nach einer schriftlichen und praktischen Prüfung, ihren persönlichen Ernährungsführerschein als Bestätigung für die gewonnene Küchenkompetenz. Über 580.000 Kinder sind seit dem Start in 2007 stolze Besitzer des Ernährungsführerscheins. … weiter

08. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Weniger gebildete Mütter haben häufiger ungesunde Kinder · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , ,

Hauptschulabschluss geht mit einem doppelt so hohen Risiko einer Frühgeburt einher wie Abitur. Jugendliche leben umso gesünder, je höher die Bildung ihrer Mutter ist

Mitteilung: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin

Jugendliche rauchen häufiger, treiben seltener Sport, sind öfter übergewichtig und schätzen ihre eigene Gesundheit schlechter ein, je niedriger der Bildungsabschluss ihrer Mutter ist. Eine gesundheitliche Ungleichheit zeigt sich bereits bei Neugeborenen: Mütter mit höherer Bildung bringen seltener Frühgeburten und Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht zur Welt. Das sind die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). … weiter

18. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Quo vadis Deutschland? Ein Rück- und Ausblick – Teil 1 · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , , , , , ,

eye-by_George_Hodan_www.publicdomainpictures.net_PDDie Auswege-Autorin Brigitte Pick schaut zurück und zieht Bilanz:

gsf – Die Zeit der Volksparteien ist vorbei – Lebensverhältnisse driften auseinander – soziale Ungleichheiten nehmen zu – der soziale Abstieg ist vorprogrammiert und die Entsolidarisierung voll am Laufen.

Im Wirtschaftssystem herrscht die Liberalisierung des Handels und des Marktes. Die Arbeit wurde "von ihrem Schutz" befreit, "die Banken von ihrer Aufsicht, die Welt von ihren Grenzen, der Mensch von seiner Privatsphäre."

Das klingt alles sehr düster, fast bedrohlich – doch wir sollten vor den Realitäten nicht die Augen verschließen.

► Download des ersten Teils

©Foto: George Hodan CC0, www.publicdomainpictures.net

bleistift

Weitere Aufsätze von Brigitte Pick

27. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Warum Milch das Krebsrisiko steigert · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags: , , , , ,

gsf – Auf den Seiten der Tierschutzorganisation PETA haben wir ein interessantes Faktenblatt zum Thema Veganismus, Vegetarismus, Konsum von tierischem Eiweiß und die möglichen gesundheitlichen Folgen gefunden (Stand August 2012), 

Da es in vielen Schulen noch üblich ist, in den Pausen Milch zu verkaufen, sollte es sogar unsere Pflicht sein, alternative Zusatzinformationen zu verbreiten. Das PETA-Material kann sehr gut  im Unterricht als Diskussionsgrundlage eingesetzt werden.

Milchprodukte wie Käse oder Butter wurden jahrelang bedenkenlos konsumiert, doch nun haben viele Menschen mit den Folgen zu kämpfen. Krebsleiden sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland und werden insbesondere durch eine ungesunde Ernährung herbeigeführt. … Den ganzen Artikel lesen

Quelle:
www.peta.de

 

16. September 2011 · Kommentare deaktiviert für Mehr Gleichheit ist für alle besser · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie, Peripherie · Tags: , , , ,

Über Fettleibigkeit, Gehaltsunterschiede und eine neue Wirtschaftsdemokratie sprach Michael Miebach mit Richard Wilkinson

gsf – Richard Wilkinson (*1943) ist ein britischer Gesundheitswissenschaftler und em. Professor an der Universität Nottingham . Bekannt wurde er durch das mit Kate Pickett im Jahr 2009 veröffentlichte Buch "Gleichheit ist Glück: Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind". Die beiden AutorInnen untersuchten den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Glück, Bildung, Gesundheit, Stress und der Zunahme von sozialen Problemen:

Wir haben 23 wohlhabende Industrieländer miteinander verglichen, dazu noch die 50 amerikanischen Bundesstaaten untereinander. Die Statistiken sprechen eine klare Sprache: Vergleicht man die reichsten 20 Prozent mit den ärmsten 20 Prozent einer Bevölkerung, fallen die gesundheitlichen und sozialen Probleme umso stärker aus, je größer die Einkommensunterschiede sind. (aus dem Interview)

Das Buch trifft ins Herz der Neoliberalen mit ihren Kürzungsorgien im Sozialstaat und Bildungswesen. Für gewerkschaftlich orientierte Kreise gehört dieses Buch zur Standardlektüre. Wilkinson und Pickett liefern Argumente für gesellschaftliche Veränderungen in Richtung sozialer Gerechtigkeit und wiederlegen die Mär von der angeblich notwendigen leistungsbezogenen Ungleichheit der Menschen.

Michael Miebach hat für das Magazin "perspektive 21 – Brandenburgische Hefte für Wissenschaft und Politik“ (http://www.perspektive21.de) mit Richard Wilkinson gesprochen. Wir danken der Redaktion von perspektive 21 für die Nachdrucklerlaubnis.

Im Interview werden die wichtigsten Thesen von Wilkinson/Pickett angesprochen.

zum Interview

 

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