Eine Rezension des neuen Buches „Inklusion in der Fortbildungspraxis“ der Fachstelle Kinderwelten

von Christiane Hofbauer

Inklusives Arbeiten ist inzwischen für Kitas und Schulen ein nicht mehr wegzudenkender Anspruch. Unter den dazu entwickelten Ansätzen ist in der Frühpädagogik sicherlich der Anti-Bias-Ansatz der Amerikanerin Louise Derman-Sparks, der unter dem Namen „Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung“ von der Fachstelle Kinderwelten für die Situation in Deutschland adaptiert wurde, einer der bekanntesten.

Nun hat die Fachstelle Kinderwelten eine 6-bändige Reihe zu diesem Ansatz herausgegeben. Während die ersten fünf Bände vorwiegend Erfahrungsberichte aus der Praxis enthalten, die pädagogische Fachkräfte bzw. (Band 5) Leitungen dabei unterstützen sollen, Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in Einrichtungen zu verankern, richtet sich der 6. Band mit einem völlig anderen Aufbau an Fortbildner*innen. … weiter

Eine Rezension von Detlef Träbert

Wenn Schule gut sein soll, müssen die gut sein, die sie machen. Das ist besonders wichtig in Zeiten wie diesen, wo Politik und Gesellschaft ihre Erwartungen an Schule immer wieder betonen, aber nicht genügend Ressourcen für ihre Weiterentwicklung und die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung stellen.

Deswegen hat das bewährte schulpsychologische Autoren-Duo Helmut Heyse und Bernhard Sieland mit „Kollegien stark machen – Schulen erfolgreich entwickeln“ jetzt eine praktische Handreichung zur Stärkung der schulinternen Energieressourcen vorgelegt. Es geht also weder um bildungspolitische Forderungen noch um individuelles Coaching, sondern darum, die intern selbst beeinflussbaren Arbeitsbedingungen  sowie die psychosozialen Kompetenzen von Lehrkräften zu verbessern. … weiter

„Zivilisationskrankheiten“ und ihre Ursachen

von Johannes Schillo

Wie das Auswege-Magazin am 2. September 2018 meldete, ist es jetzt amtlich: Das Bayerische Landessozialgericht (Urteil vom 27.4.2018, L 3 U 233/15 1) hat festgestellt, dass psychische Erkrankungen aufgrund von Stress keine Berufskrankheiten sind. Denn – so die Begründung des Gerichts – im Falle von Erkrankungen, die möglicherweise auf Stress zurückzuführen seien, fehle es an den erforderlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Insbesondere im Zusammenhang mit Burn-out und Depressionen werde eine Vielzahl von möglichen Ursachen diskutiert. Gilt also auch hier die Maxime, dass ein gesunder Lebensstil (nicht rauchen, wenig trinken, viel bewegen…), d.h. die individuelle Entscheidung im Umgang mit den unvermeidlichen Risikofaktoren der modernen Zivilisation die Krankheit verhindert? Dazu ein Kommentar von Johannes Schillo. … weiter

1 https://www.magazin-auswege.de/2018/09/stress-verursacht-keine-berufskrankheit/. Daraus die zitierten Passagen des Gerichtsurteils.


©Foto: Titel des neuen Buches von Suitbert Cechura, auf das sich Johannes Schillo in seinem Kommentar bezieht. Die Buchdaten befinden sich in der pdf-Datei im üblichen Auswege-Infokasten für Bücher. 

Rezension des neuen gleichnamigen Buches von Mirriam Prieß

von Günther Schmidt-Falck

Immer mehr Menschen in unseren Breiten haben das Gefühl, sich im Leben am falschen Platz oder auf der falschen Spur zu befinden. Immer mehr leiden unter Burnout, Energie- und Antriebslosigkeit und massiver werdenden körperlichen Problemen. Sie fühlen sich in ihrer Haut nicht zuhause, „spüren“ sich nicht und haben ihre Identität verloren.

Das sind Folgen einer fehlenden Beziehung zu sich selbst bei gleichzeitiger zu starker Anpassung an die Außenwelt. Kurz gesagt: Viele Menschen befinden sich im Hamsterrad ihres Lebens, entfremdet von eigenen Bedürfnissen, einsam und ohne stabiles Selbstwertgefühl. Genau an dieser Stelle setzt Mirriam Prieß‘ Buch an. … weiter

 

Martin Beers neues Buch „Lebenslang Morgenkreis“ ist erschienen

Eine Rezension von Detlef Träbert

Erst seit 1903 dürfen Frauen in Deutschland studieren. Und erst seit den 50er Jahren darf eine Lehrerin verheiratet sein. Doch schon Ende der 60er Jahre gab es in Deutschland mehr weibliche als männliche Lehrkräfte. Heute (Stand 2014/15) haben sie an den Grundschulen einen Anteil von 89 Prozent. Da fühlt Mann sich im Kollegium durchaus einsam, wenn er niemanden hat, mit dem er über Fußball diskutieren kann. Das ist die Ausgangslage für Martin Beer und sein Buch „Lebenslang Morgenkreis“. … weiter

So heißt das aktuelle “Was geht?”-Heft aus der gleichnamigen Reihe – herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung

Eine Rezension von Günther Schmidt-Falck

“Die Was geht?- Reihe möchte junge Menschen mit einem altersgerechten Format, einer ansprechenden grafischen Gestaltung und einer persönlichen, emotionalen und lebensweltlichen Ansprache für Themen der politischen Bildung sensibilisieren.” So wird die Reihe auf der Seite des Heftes 1/2018 beschrieben. (http://www.bpb.de/shop/lernen/was-geht/262858/1-zuhause-2-zuhause-3-zuhause-das-heft-ueber-identitaeten-sprachen-und-grenzen)

Im Heft mit dem Titel “1 Zuhause 2 Zuhause 3 Zuhause” geht es um Identitäten und um Zuhause-Sein, um Heimat, Nationalgefühl, Ausländer, Migration, Grenzen, Staatsbürgerschaft und auch um die Frage “Wer ist eigentlich Deutsch?”. Weiterlesen »

Eine Rezension von Detlef Träbert

„Clever lernen“ – das ist eine knackige Zwei-Wort-Überschrift für ein Sachbuch, lautmalerisch kombiniert und ohne jeden weiteren Untertitel. Davon spricht man leicht und in diesem Fall auch gerne, denn „Clever lernen“ ist einfach klasse – ein Lernratgeber für Kids, wie er besser kaum sein könnte. … weiter

Eine Rezension von Detlef Träbert

„Der Weg des geringsten Widerstandes führt immer bergab.“ Das ist einer der zahlreichen knackigen Sätze aus einem bemerkenswert knackigen Buch mit dem Stabreim-Titel „Schonen schadet“, Untertitel: „Wie wir heute unsere Kinder verziehen“. Autor ist Andreas Müller, Leiter des Instituts Beatenberg, einer reformpädagogischen Schule in der Schweiz. … weiter

 

Eine Rezension von Christiane Hofbauer

Während der Einsatz digitaler Medien in Schulen unumstritten ist, sind im frühkindlichen Bereich viele Eltern wie PädagogInnen skeptisch und fragen sich, ob und in welcher Form eine Nutzung digitaler Medien in diesem jungen Alter überhaupt sinnvoll ist.

Monika Ullmann und Marion Lepold geben darauf und auf viele andere Fragen in ihrem Buch „Digitale Medien in der Kita“ Antworten. … weiter

Politainment in der Trump-Ära

von Johannes Schillo

Ein aktueller Bestseller vom ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und Erfolgsautor James Patterson verspricht tiefen Einblick ins Räderwerk der Politik – schließlich hat der eine mal die Kommandomacht in Händen gehabt und der andere weiß, wonach das Publikum verlangt.

Medienpädagogisch wird derlei „Politikvermittlung“ schon seit längerem diskutiert: Ist und bleibt die populäre Kultur nun Manipulation oder kann sie vielleicht doch dabei helfen, politikfernen Menschen das Zeitgeschehen nahezubringen oder sonstwie aufbauend zu wirken? … weiter 


 

 

weitere Aufsätze und Rezensionen von Johannes Schillo im Magazin Auswege