13. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Chill Mal, Frau Freitag · Kategorien: Lesezeichen · Tags: ,

Eine Rezension zum gleichnamigen Buch

von Criticus Anonymus

Den Satiriker beschrieb Tucholsky einst als einen gekränkten Idealist, der gegen all das Schlechte in der Welt anrenne. Mit der Waffe des (gedruckten) Wortes kämpft er charaktervoll für das Gute. So auch Frau Freitag, die in dem hier vorgestellten Buch aus dem Leben einer unerschrockenen Lehrerin berichtet. … weiter

Satirische Texte im Magazin Auswege von

Gabriele Frydrych

Frank v. Sicard

und Detlef Träbert

 

11. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen · Kategorien: Lesezeichen · Tags: ,

Handbuch der Bildungsinitiative QUEERFORMAT ist erschienen:

Die Bildungsinitiative QUEERFORMAT und das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg haben eine Handreichung für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen veröffentlicht.

Die Handreichung „Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ ist das umfangreichste didaktische Material für pädagogische Fachkräfte, das die Bildungsinitiative QUEERFORMAT im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ (ISVBeschluss des Berliner Abgeordnetenhauses vom April 2009) erstellt hat. Beauftragt wurde die Handreichung vom Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB).

Die 145-seitige Handreichung sensibilisiert für die Relevanz des Themas in der Kinder- und Jugendhilfe, schafft einen Überblick über aktuelle Problemlagen, vermittelt Hintergrundwissen auf anschauliche Art und Weise und bietet Praxismaterialien zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit. Erstmals liegt im deutschsprachigen Raum eine derart umfassende Handreichung für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe vor.

Eine Leseprobe der Handreichung findet sich auf der Website von QUEERFORMAT im Menupunkt Kinder- und Jugendhilfe unter Publikationen und Materialien. Bestellt werden kann die Handreichung gegen einen Unkostenbeitrag von 5 Euro zzgl. Versandkosten ebenfalls auf der Website unter folgendem Link:
http://www.queerformat.de/kinder-und-jugend-hilfe/publikationen-und-materialien/

"Außerdem gibt es noch eine Ergänzungslieferung zum Praxishandbuch JuleiCa-Ausbildung in Berlin. In diesem Fortbildungsmodul geht es darum, das Thema sexuelle Vielfalt in die Arbeit mit Jugendlichen zu integrieren und aktiv gegen Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Identität vorzugehen. Der Begriff „sexuelle Vielfalt“ steht für die Vielfalt von Lebensformen, sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Geschlechterinszenierungen, er bezieht sich also nicht auf Sexualität oder Sexualpraktiken, sondern auf Identität und Lebensform."

Ist auch für Lehrkräfte sehr interessant – mit Adressen, Buchlisten, einem Fallbeispiel  u.a.mehr. downloaden der Ergänzungslieferung

11. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Journal für Psychologie – Ausgabe 2/2012 ist erschienen · Kategorien: Lesezeichen

Thema:

Gesellschaftliches Denken und Handeln. Entwicklungspsychologische Perspektiven

Herausgegeben von Carlos Kölbl und Günter Mey

Die einzelnen Aufsätze:

Wie entwickelt sich das Gesellschaftsverständnis?
von Carlos Kölbl 

Kinder und Gesellschaft neu denken. Kritisch-psychologische Perspektiven auf Gesellschaftsverständnis und Vergesellschaftung von Kindern heute
von Anna Bandt 

Wie verstehen Kinder und Jugendliche das Recht? Sechs Phasen der Entwicklung rechtlichen Denkens
von Stefan Weyers 

Zur Entstehung von Rechtsextremismus im Jugendalter – oder: Lässt sich richtiges politisches Denken lernen?
von Andrea Kleeberg-Niepage 

»Mir ging und geht es um eine Anwendung psychologischen Wissens, um die Handlungsrelevanz psychologischer Forschung im Sinne von Campbells ›reform experiments‹.«
von Carlos Kölbl, Günter Mey 

Mobbinghandlungen bei KundInnen einer Mobbingberatungsstelle in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht
von Christa Kolodej, Alexandra Klug, Wolfgang Kallus 

Jeder Aufsatz kann auf der Seite des JfP kostenlos downgeloaded werden. ►Zum Journal für Psychologie

10. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Erfahrungen mit und in einer Ganztagesklasse 3/4 · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

von Lilo Sauer

Grundsätzlich ist für mich die Ganztagesklasse (GTK) auf jeden Fall die richtige Art zu unterrichten.  Kinder, vor allem in der Grundschule, brauchen Raum, Zeit und Erwachsene, die sich mit ihnen auseinandersetzen. Dafür ist in einem Halbtagesbetrieb zu wenig Gelegenheit.

Dass der Rahmen, den das Kultusministerium dafür gibt, zu wenig durchdacht und zu sehr auf Kostenersparnis ausgerichtet ist, ändert daran nichts. Das wesentliche Problem, das die Führung einer GTK vor allem in der Grundschule erschwert, ist meiner Meinung nach so zu beschreiben:  … weiter

©Foto: Gerd Altmann / Open Clip Ert Library / www.pixelio.de

10. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Schule im Aufbruch – Breites Bündnis für neue Lernkultur · Kategorien: Marktplatz · Tags: ,

Mitteilung: Schule im Aufbruch

Zahlreiche namhafte Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Bildung, Unternehmen und Politik, Kirchen, Gewerkschaften und Kultur, Pädagogen und Schüler unterstützen die Initiative „Schule im Aufbruch“. Die 250 Unterzeichner des gleichnamigen Aufrufs laden ein zu einem breiten, lokal orientierten bürgerschaftlichen Engagement, um unsere Schulen zu verändern: hin zu einer anderen Lern- und Beziehungskultur in Schulen, zu einer Kultur der Potenzialentfaltung jedes Einzelnen in der Gemeinschaft.

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09. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Vielen Dank für die mutige Rede zu Rostock-Lichtenhagen, Herr Bundespräsident! · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , ,

Offener Brief an den Bundespräsidenten:
Sie haben allen deutschen Nationalisten, pardon: guten deutschen Patrioten aus dem Herzen gesprochen.

GegenRede 23 von Freerk Huisken

Das ist ein Wort: „Unsere Heimat kommt nicht in braune Hände!“ Nicht schon wieder, meinen Sie. Einmal reicht ja auch. Deswegen müssen wir, wie Sie klar darstellen, gemeinsam dafür sorgen, dass „Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, (die es) überall in Deutschland gibt“, bei uns keine Chance haben. Wenn „Ängste vor dem Fremden weiter existieren“, dann muss man was gegen die Fremden tun und dann müssen wir „uns über das Maß und die Bedingungen der Zuwanderung verständigen“! … weiter

 

Alle bisher erschienenen GegenReden von Freerk Huisken ansehen

09. August 2012 · Kommentare deaktiviert für “Ich kann unter diesen Bedingungen die Schule nicht leiten” · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

Das sagte Andrea Schöffel am 7. August 2012 in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung online. Andrea Schöffel ist (derzeit noch) Rektorin an einer bayerischen Grundschule. Im Interview heißt es weiter:

"Seit Jahren verschlechtern sich die Bedingungen an den bayerischen Grundschulen, sagt die Rektorin. Jetzt hat sie gekündigt, weil ihr nicht genügend Lehrer zugeteilt wurden." … Das ganze Interview in der Süddeutschen lesen

 

Bewegende Vorgänge! Auch wenn Bayern weit weg zu sein scheint von den Nabeln dieser Republik, wollen wir unsere LeserInnen über Andrea Schöffels Kündigung informieren. In anderen Bundesländern geht es im Prinzip nämlich durchaus vergleichbar zu. Es wird Zeit, dass wir anfangen, uns zu wehren. Andrea Schöffels Weg ist sicher keine übertragbare Form des Widerstands, aber sie hat ein Zeichen gesetzt und laut und deutlich NEIN gesagt.

 

Auswege-Autor Heinz Kreiselmeyer, langjähriger Fachlicher Leiter der Schulämter in der Stadt und im Landkreis Ansbach, äußerte sich nach dem Lesen des Interviews in der SZ spontan dazu:

Es ist zum Verzweifeln! Warum gelingt es nicht seit Jahrzehnten

a) die Klassenbildung des nächsten Schuljahres spätestens mit dem Ende des vorausgegangenen Schuljahres abzuschließen?
Gegebenenfalls ist eben ein Eingriff in den Prüfungsturnus vorzunehmen.

b) die Personalplanung professionell zu gestalten?
Seit den 80-igern laboriert man in höchst unprofessioneller Weise an EDV-Systemen, die bis zum heutigen Tag nicht kompatibel sind.
Viele Insider schütteln nur noch den Kopf. Wo ist das EDV-system, das für alle Verwaltungsebenen steht?

c) Schule so zu organisieren, dass Schulprogramme auch kontinuierlich weitergeführt werden können?

und und und ……

… und schrieb dann an Andrea Schöffel einen Brief:

Sehr geehrte Frau Schöffel,

bewundernswert Ihr Mut, konsequent durch Ihren Rücktritt zu bekunden, wie desaströs es um unsere Schule bestellt ist.

Ich hoffe, dass Sie eine weitere berufliche Perspektive haben. Was ich von Ihnen im SZ-Interview las, kann ich nur bestätigen.

Während meiner gesamten Dienstzeit, 38 Jahre im bayerischen Schuldienst, habe ich es nicht anders erlebt. Und dies in sehr unterschiedlichen Funktionen: als Lehrer, als Seminarleiter, als Seminarbeauftragter an der Regierung von Mittelfranken (1980 – 1990), als Fachlicher Leiter der Schulämter im Landkreis und in der Stadt Ansbach. Als Fachlicher Leiter war ich von 1990 – 2006 tätig. Seit 2006 bin ich im vorzeitigen Ruhestand.

Die von Ihnen geschilderte Problematik ereilte uns Jahr für Jahr: Die Stunden fehlten. Die Lehrer fehlten. Diskontinuität allerorten: Schulprogramme mussten von Jahr zu Jahr geändert werden, da die personelle Kontinuität fehlte. Viele Projekte wurden nach kurzer Zeit zu Projektruinen. Idealismus wurde überstrapaziert. Schließlich schämte ich mich, "meine" Schulleiter Jahr für Jahr zu ermutigen Ihre Schule weiterzuentwickeln, da ich nicht garantieren konnte, dass viel versprechende Innovationen weitergeführt werden können. Ein Trauerspiel! Ihre zentrale Aussage, wonach Sie Ihre Schule nicht mehr so leiten können, dass es Kindern, Lehrern und Ihnen dabei gut geht, sollten sich möglichst viele Menschen, die mit Schule zu tun haben, stellen.

Wer wie Sie diese Entscheidung trifft, achtet sich selber und stärkt sich letztendlich und andere und bewahrt sich vor lebenslanger Nivellierung und Entpersönlichung. Respekt!

Möge Ihre Entscheidung vielen, vielen Menschen in unserem Land Anlass sein, gründlich nachzudenken.
Möge Ihre Entscheidung den Menschen Mut machen, auf die Missstände an unseren Schulen öffentlich hinzuweisen.
Möge Ihre Entscheidung den verantwortlichen Schulpolitikern erkennen lassen, wie unverantwortlich sie mit unserem höchsten Gut, unseren Kindern, umgehen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, großes Standvermögen und eine mutige und hoffnungsvolle Zuversicht.

Herzliche Grüße
Heinz Kreiselmeyer

P.S.: Ganz herzliche Grüße auch an Ihre engagierten Lehrkräfte und insbesondere an Ihre Verwaltungsangestellte. Ihnen , den VAs,  spielt man ja ganz übel mit.

Wer sich mit dem bayerischen Bildungsdesaster vertiefter beschäftigen will, kann dies auf den Seiten der GEW Ansbach tun.Brandbrief der Schulräte

04. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Initiative käfigfreie Mensa · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags: ,

Die Albert Schweitzer Stiftung berichtete:

75% aller Mensen käfigfrei

Ein schöner Zwischenerfolg für unsere Initiative »Käfigfreie Mensa«: Mehr als 75% aller deutschen Studentenwerke verwenden inzwischen keine Käfigeier mehr (auch nicht in flüssiger Form oder als Eipulver). Eine Liste der käfigfreien Studierendenwerke finden Sie hier. Besonders freuen wir uns darüber, dass die konstruktive Zusammenarbeit mit den Studierendenwerken oft nicht beim Thema Käfigeier aufhört. Häufig können wir auch dazu beitragen, das fleischfreie und vegane Angebot auszubauen. … Den ganzen Artikel lesen

03. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Cyberbullying: Jedes zweite Opfer leidet unter der Verbreitung peinlicher Fotos und Videos · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , , ,

Forscher der Universität Bielefeld haben Schülerinnen und Schüler zu Übergriffen via Internet und Handy befragt

Mitteilung: Universität Bielefeld

Peinliche Privatfotos und Videos, die im Internet kursieren: Forscherinnen und Forscher der Universität Bielefeld haben herausgefunden, dass jugendliche Opfer von Cyberbullying oder Cybermobbing besonders darunter leiden, wenn Mitschülerinnen und Mitschüler solches Bildmaterial verbreiten, um sie lächerlich zu machen.

Laut einer am 19. Juli veröffentlichten Online-Studie wird dieses Verhalten von etwa der Hälfte der Opfer als stark oder sehr stark belastend empfunden. … weiter

Quelle: PM v. 19.7.2012 – Uni Bielefeld/idw

Direktdownload der Studie

03. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Beruflicher Aufstieg macht nicht glücklich · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , ,

Mitteilung: Institut zur Zukunft der Arbeit

Beförderungen am Arbeitsplatz schaden auf Dauer der psychischen Verfassung, ohne positive Auswirkungen auf körperliche Gesundheit und Lebenszufriedenheit zu entfalten. Das ist das Ergebnis einer Studie australischer Wissenschaftler, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat. Trotz dauerhaften Einkommenssteigerungen und höherem sozialen Status überwiegen langfristig die negativen Effekte von vermehrtem Stress und längeren Arbeitszeiten.

Die Forscher nutzten einen umfangreichen Datensatz mit detaillierten Befragungsdaten zu Arbeitsplatzaspekten, Gesundheit und Lebenszufriedenheit. So konnten sie rund 2.000 Beförderungen von Vollzeitbeschäftigten im Alter von 18 bis 64 Jahren analysieren und die Entwicklung der Betroffenen über einen Zeitraum von zehn Jahren verfolgen.

Unmittelbar nach einer Beförderung gaben die Befragten im Durchschnitt an, mehr Verantwortung zu tragen, einen sichereren Arbeitsplatz zu haben und fairer bezahlt zu werden. Zugleich berichteten sie von längeren Arbeitszeiten und gestiegenem Stress. Spätestens nach drei Jahren war die Karriere-Euphorie verflogen: Trotz mehr Geld und höherem Status gingen Jobzufriedenheit, subjektive Arbeitsplatzsicherheit und das Gefühl, angemessen bezahlt zu werden, wieder auf das Niveau vor der Beförderung zurück. Körperliche Gesundheit und allgemeine Lebenszufriedenheit blieben auf lange Sicht weitgehend unverändert. Die psychische Gesundheit litt jedoch dauerhaft unter der gestiegenen beruflichen Belastung, die verbreitet zu Nervosität und Unruhezuständen führte.

Die englischsprachige Studie ist von der IZA-Homepage abrufbar:

David Johnston, Wang-Sheng Lee:
Extra Status and Extra Stress: Are Promotions Good for Us?
IZA Discussion Paper No. 6675
http://ftp.iza.org/dp6675.pdf

Pressemitteilung v. 25.7.2012
Mark Fallak
Institut zur Zukunft der Arbeit
Quelle: www.idw-online.de