Immer weniger Betriebe bilden aus

Anstieg unbesetzter Ausbildungsstellen eine der Hauptursachen

Mitteilung: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Die Zahl der ausbildenden Betriebe ist im Zeitraum von 2007 bis 2013 um 52.000 gesunken. Das bedeutet, dass sich rund jeder zehnte Ausbildungsbetrieb seitdem aus der Ausbildung zurückgezogen hat. Die Ausbildungsbetriebsquote sank im gleichen Zeitraum von mehr als 24 % auf unter 21 %. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist der deutliche Anstieg unbesetzter Ausbildungsstellen. Ergebnisse einer Sonderauswertung des Qualifizierungspanels des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigen, dass der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen – bezogen auf das gesamte Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen – von 19,6 % im Jahr 2012 auf 27,2 % im Jahr 2014 zugenommen hat. Damit blieb im Ausbildungsjahr 2013/2014 gut jede vierte angebotene Ausbildungsstelle vakant. Beim BIBB-Qualifizierungspanel handelt es sich um eine repräsentative Befragung von rund 3.500 Betrieben. Weiterlesen

Die Attraktion von Dominanz

Konstanzer Psychologen haben einen Zusammenhang zwischen bestimmten Charaktereigenschaften und dem Wunsch nach einem dominanten Partner gefunden

Mitteilung: Universität Konstanz

Welche Eigenschaften haben Menschen, die sich zu einem dominanten Partner hingezogen fühlen? Dieser Frage gingen Psychologen an der Universität Konstanz nach.

In einer Online-Untersuchung kamen Dr. Gilda Giebel und ihre Kollegen zum Ergebnis, dass Menschen, die ein hohes Erregungslevel brauchen und aufregende soziale Aktivitäten suchen, starke Tendenzen hin zu einem dominanten Partner zeigen. Das gleiche gilt für Frauen, die Ängstlichkeit als Charaktereigenschaft aufweisen. Mit einer Ausnahme. Die Ergebnisse wurden in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Personal Relationships veröffentlicht. … weiter

Quelle: Uni Konstanz/idw-online.de

Mehr männliche Lehrer helfen Jungen nicht

Das Geschlecht der Lehrkraft hat keinen Einfluss auf den Bildungserfolg von Schülern

Mitteilung: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH

Jungen schneiden schlechter in der Schule ab als Mädchen. Schuld daran ist aber nicht der hohe Anteil weiblicher Lehrkräfte, wie oft vermutet wird. Bildungsforscher Marcel Helbig vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt in einer Überblicksstudie, dass das Geschlecht der Lehrkraft keinen nachweisbaren Einfluss auf den Bildungserfolg von Schülern hat. Der WZB-Forscher wertete 42 Studien mit Daten zu 2,4 Millionen Schülerinnen und Schülern aus 41 Ländern aus. … weiter

Bildungspolitische (Sofort-)Maßnahmen für Flüchtlinge und Asylsuchende

GEW-Logo_2015_55Bildung kann nicht warten

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat am 8.10.2015 ein Paket bildungspolitischer (Sofort-)Maßnahmen für Flüchtlinge und Asylsuchende vorgestellt. Die Vermittlung der deutschen Sprache als Schlüssel zur Integration steht im Mittelpunkt der Vorschläge.

Die GEW sieht den Bund in der Pflicht, den größten Teil der Kosten für die Programme zu stemmen. „Bildung kann nicht warten. Das Menschenrecht auf Bildung gilt für alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen – ohne Ausnahme und ungeachtet ihres Aufenthaltsstatus’. Alle Flüchtlinge und Asylsuchenden müssen von Anfang an Zugang zu Bildung bekommen“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe während einer Pressekonferenz ihrer Organisation. … weiter

GEW-Datenblatt Bildung Flüchtlinge und Asylsuchende v. 8.10.2015

GEW-Handlungsempfehlungen Bildung Flüchtlinge und Asylsuchende v. 8.10.2015

Die hilflose Flüchtlingshilfe und –politik

21_giulio piscitelli_jugendfotos.de_CC_BY-NCvon Brigitte Pick

Eigentlich ist zur Flüchtlingsdebatte alles gesagt, aber nicht von allen. Oft gehen die eigentlichen barbarischen Ursachen in der allgemeinen Menschelei unter, und ich möchte deshalb einige Aspekte zusammenfassen.

Die Massenmedien vermitteln mit den ewig gleichen Bildern oft gesichtsloser Massen von Fremden das vermeintliche Bild, das Abendland werde tatsächlich von einer bedrohlichen „Flüchtlingswelle“ davongespült. … Trotz des eindrucksvollen Bürgerengagements bleibt das Land hilflos. Es lindert Not, löst aber keine Probleme. … weiter

©Foto: giulio piscitelli / www.jugendfotos.de, CC BY-NC


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Elternlose Flüchtlingskinder: Vom Kindergeld nicht ausgeschlossen

Die Zahlung von Kindergeld an ausländische Kinder, die ohne Eltern schon lange in Deutschland leben und deshalb über einen entsprechenden Aufenthaltstitel verfügen, kann nicht von einer Erwerbstätigkeit abhängig gemacht werden. Das Gesetz verlangt zwar, dass der Ausländer, der Kindergeld beansprucht, in Deutschland erwerbstätig ist. Wenn das Kind aber wegen seines geringen Alters nicht erwerbstätig sein darf, kann es nicht vom Kindergeldbezug ausgeschlossen werden.

Bundessozialgericht, Urteil vom 5. Mai 2015 – B 10 KG 1/14 R

Quelle: einblick.dgb.de 17/2015

Menschenrechte als Eckpfeiler der Flüchtlingspolitik

stacheldraht_David_Kurth_jugendfotos.de_CC-by-ndAmnesty und PRO ASYL fordern nachhaltige Lösungen auf europäischer und nationaler Ebene

Mitteilung: Pro Asyl

Amnesty International und PRO ASYL warnen vor weiteren Abschottungsmaßnahmen an den Außengrenzen und innerhalb der EU sowie vor Verschärfungen im Asylrecht. Stattdessen müssen jetzt auf dem positiven zivilgesellschaftlichen Engagement aufgebaut und nachhaltige Lösungen beschlossen werden, sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene.

„Jede Form der Abschottung schafft erst recht Probleme und verschiebt diese nur in andere Regionen. Wenn die EU mit anderen Staaten in der Flüchtlingsfrage kooperiert, dann muss das Wohl der Schutzsuchenden und die Einhaltung ihrer Menschenrechte oberste Priorität haben“, so Selmin Çalışkan, Generalsekretärin von Amnesty in Deutschland. PRO ASYL-Geschäftsführer Günter Burkhardt kritisierte den Versuch, die Türkei zum Türsteher Europas zu machen. … weiter

Quelle: www.proasyl.de
©Foto: Stacheldraht by David Kurth, jugendfotos.de, Lizenz: CC-BY-ND

Was Lehrer bei Kindern mit Diabetes beachten sollten

Mitteilung: Deutsche Diabetes-Hilfe

Kommen Kinder mit Diabetes in die Schule, müssen sie lernen, eigenverantwortlich mit ihrer Stoffwechselerkrankung umzugehen. Denn inwieweit Lehrer beispielsweise beim Blutzuckermessen oder Insulinspritzen helfen sollten, ist bundesweit uneinheitlich geregelt. Die Rechtslage hängt von den einschlägigen Schulgesetzen, den beamtenrechtlichen Regelungen der Bundesländer und den Erlassen der Kultusministerien ab. … weiter

Elterlicher Druck trägt wenig dazu bei, Jugendliche zum Sport zu bewegen

Der Berufsverband Kinder- und Jugendärzte e.V. berichtete am 6.10.2015:

Wenn Eltern versuchen, Jugendliche durch Zwang oder Schuldgefühle zum Sport zu bringen, ist dies wenig effektiv. Denn amerikanischen Forscher der Universität von Georgia zufolge, kann dies genauso wie Versuche, über die Kleidung oder Frisur ihres Heranwachsenden zu bestimmen, das Gegenteil bewirken.

Die Studie, die in Zeitschrift „Medicine & Science in Sports & Exercise“ erschien, kam zu dem Schluss, dass Schüler, die glauben, nicht die Kontrolle über ihre Entscheidungen in Bezug auf Sport und Bewegung zu besitzen, und die sich von Erwachsenen unter Druck gesetzt fühlen, nicht zu mehr Aktivität neigen. Schüler der Mittelstufe, die aber eigenständig über ihre sportlichen Aktivitäten bestimmen, beteiligen sich eher an Sportarten ihrer Wahl. Den ganzen Bericht lesen

Hausaufgaben: Nicht die Zeit ist entscheidend, sondern die Motivation

Tübinger Bildungsforscher identifizieren fünf Hausaufgabentypen und zeigen Strategien zur Förderung schwächerer Lerner auf

Miteilung: Eberhard Karls Universität Tübingen

Viele Lehrkräfte, die mit dem Lernerfolg ihrer Schüler unzufrieden sind, haben ihren Schülern schon einmal diese Frage gestellt: Wie viel Zeit habt Ihr für die Hausaufgaben aufgewendet? Tübinger Bildungsforscher konnten nun zeigen, dass man damit nicht unbedingt den Kern des Problems trifft. Ob Schülerinnen und Schüler bei ihren Hausaufgaben erfolgreich lernen, hängt vielmehr damit zusammen, mit wie viel Sorgfalt und Anstrengung sie bei der Sache sind. … weiter

Quelle: Uni-Tübingen/idw-online.de

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