Inklusion als Feigenblatt

Kritik des Konzepts „Förderschule mit dem Profil Inklusion“

von Hans Wocken

nature-762517_by_grafik_design_pixabay_CC0In Bayern wurden im Schuljahr 2014/15 insgesamt 26 Förderschulen (Sonderschulen) mit einer Urkunde „Schule mit dem Profil Inklusion“ ausgezeichnet.

Ein verwunderlicher Vorgang: Sonderschulen erhalten eine Urkunde für Inklusion? Förderschulen, die als „aussondernde Schulen“ beleumundet sind, werden als „inklusiv“ beurkundet und erhalten vom Kultusministerium „Dank und Anerkennung“ für ihr inklusives Engagement? Kann das wirklich wahr sein?

Die Historie mutet an wie ein realsatirisches Possenspiel und verlangt eine detaillierte Aufklärung. … weiter

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Der Islam ist keine Bedrohung für unsere Gesellschaft

Kommunikations- und Sozialwissenschaftler der Universität Jena legen Studienergebnisse zur Einstellung der Deutschen zum Islam vor

Mitteilung: Friedrich-Schiller-Universität Jena

Der Schock sitzt tief: Islamistische Terroristen haben in Paris mehrere Veranstaltungen und Vergnügungsorte angegriffen und weit mehr als einhundert Menschen getötet. Schon kurze Zeit nach den Anschlägen wurden erste Stimmen laut, die aktuelle Flüchtlingspolitik zu überdenken und die Einwanderung der vorwiegend muslimischen Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens nach Europa zu stoppen.

Aber auch bereits vor den Anschlägen von Paris gingen vor allem in Ostdeutschland regelmäßig Anhänger der Pegida auf die Straße, um gegen die vermeintliche Unterwanderung unserer Gesellschaft durch den Islam zu demonstrieren. Leben die Menschen in Deutschland also in Angst vor dem Islam? … weiter

Quelle: Uni Jena/idw-online.de

Schüler haben nur rudimentäre Kenntnisse der wichtigsten Nutzpflanzen

Roggen und Gerste werden von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe nur selten erkannt – Biologiedidaktiker fordern neue Unterrichtsmaterialien und Methoden

Mitteilung: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

wheat-175960_by_Broin_pixabay_CC0Schülerinnen, vor allem aber Schüler kennen sich mit Nutzpflanzen und ihrer Verwendung kaum noch aus. In einer Studie, die Biologiedidaktiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) durchgeführt haben, gelang es zwar 92 Prozent der Schülerinnen und Schüler, Maiskörner korrekt zu identifizieren. Die Maispflanze selbst wurde jedoch anhand ihres Wuchses nur noch von 60 Prozent der Teilnehmer erkannt, Roggen und Gerste gar nur von 30 beziehungsweise 20 Prozent…. weiter

Quelle: Uni Mainz / idw-online.de
©Foto: wheat by Broin, pixabay.com, CC0

Münchner Schulabsolventen-Studie untersucht Berufs- und Lebenswege von Haupt- und Förderschülern – viele haben gesundheitliche und psychische Probleme

Mitteilung: Deutsches Jugendinstitut

Vier Jahre nach der Pflichtschulzeit glückt fast 80 Prozent aller Münchner Hauptschulabsolventen der Einstieg in Ausbildung und Beruf. Zu diesem Ergebnis kommt die Münchner Schulabsolventenstudie, die das Deutsche Jugendinstitut im Auftrag der Landeshauptstadt München als Längsschnittstudie durchgeführt hat.

Trotz einer guten Situation auf dem Münchener Ausbildungs-und Arbeitsmarkt scheitert jedoch gut ein Fünftel an dieser Hürde. Häufig führen gesundheitliche und psychische Belastungen dazu, dass diese Jugendlichen Ausbildungen abbrechen, als Ungelernte arbeiten, erwerbslos sind oder erfolglos an berufsvorbereitenden Programmen teilnehmen. … weiter

Quelle: dji.de

Gender_Gap und Inter*Stern: Der linguistic turn ist angekommen

gender_Gap_IntersternAuswege mischt sich in die Gender-Schreibweisen-Debatte ein. Hatten wir bisher im Magazin hartnäckig und auch mit einem fränkischen „bassd scho“ an der uralten „SchreibweisIn“ mit dem großen „I“ festgehalten, werden wir nun seriös und mischen uns mit dem Auswege-Autorx Georg Schuster ernsthaft in die Gender-Debatte ein:

Gender_Gap und Inter*Stern:  Der linguistic turn ist angekommen

von G.S.*

Bei meinem letzten Sommerurlaub in Deutschland musste ich – nicht zum ersten Mal – feststellen, dass ich eine kleine Weiterentwicklung der (sub-)kulturellen Sitten und Gebräuche halbwegs verpasst hatte, weil sie vom Internet oder auf anderen Kanälen nicht deutlich genug an meinen Auslandsstandort übermittelt wurde.

Allerdings hatte ich mich schon bei meiner Befassung mit der „Münkler-Watch“ an der Humboldt-Universität [www.magazin-auswege.de/2015/07/die-muenkler-watch/] über Formulierungen der folgenden Art gewundert:

– „Der Begriff ‚Symbolische Gewalt‘ ist ein Konzept, das von der französischen Soziolog_in Pierre Bourdieu entwickelt wurde. Bourdieu war eine Bildungsaufsteiger_in […]“ (Münkler-Watch 3.7.15)

– Der „Streit der Reformator_innen Thomas Müntzer und Martin Luther im 16. Jahrhundert […]“ (ebd. 8.7.15)

– „Eine Literaturliste, in der gesellschaftlich als Frauen gelesene Personen kaum vorkommen, dürfte jungen Akademikerinnen sehr deutlich die unterschwellige Botschaft ‚Du gehörst hier nicht her‘ [übermitteln …] Unterstrichen wird dies […] durch sexistische Altherrenwitze, zu denen die männlich gelesenen Kommilitonen mindestens grinsen.“ (ebd. 3.7.15)

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* Pseudonym, Name der Redaktion bekannt

Rätselhafter Anstieg: Immer mehr Kinder erkranken an Diabetes mellitus Typ 1

Mitteilung: Universitätsklinikum Leipzig AöR

Leipzig. 360 zuckerkranke Kinder – vom Säugling bis zum jungen Erwachsenen – werden gegenwärtig in der Kinderklinik am Universitätsklinikum Leipzig betreut.

„Als ich 1998 nach Leipzig kam, waren es 160. Daran ist schon zu sehen, dass es immer mehr Kinder gibt, die an einer Störung des Zuckerhaushaltes leiden“, sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Wieland Kiess mit Blick auf den Welt-Diabetes-Tag am 14. November. … weiter

Quelle: Uniklinik Leipzig/idw-online.de

Von A bis Z – Schreibtrainer Alphabetisierung

Schreibtrainer_AlphabetisierungDeutsch als Zweitsprache für Erwachsene

Kurzrezension von Heike Wagner

Zielgruppe: MigrantInnen, die nicht lesen und schreiben können und das lateinische Alphabet lernen sollen

Der Schreibtrainer ist ein Arbeitsheft zum Reinschreiben, das modular eingesetzt werden kann. Alle Buchstaben des deutschen Alphabets und die Zahlen können damit geübt werden.

Für jeden Buchstaben gibt es drei Seiten, die immer gleich aufgebaut sind. In Hohlbuchstaben zeigen Abfolgepfeile die Schreibweise des Buchstabens. Diese kann in kleineren Hohlbuchstaben geübt werden und bei gepunkteten Buchstaben gesichert werden.

Unterschiedliche Schwungübungen ergänzen die Übungen und trainieren die Teilelemente von Buchstaben. Der Schreibtrainer eignet sich als Ergänzungsmaterial für Lernende ohne Vorkenntnisse. Er enthält keine Abbildungen und ist in Schwarz-Weiß gedruckt. Der Verlag bietet zusätzliche Blätter mit unterschiedlichen Blankoschreiblinien kostenlos zum Download an.


Von A bis Z – Schreibtrainer Alphabetisierung
Deutsch als Zweitsprache für Erwachsene
von Alexis Feldmeier
ISBN: 978-3126760430
Klettverlag, 1. Auflage 4/2011
96 S.
5,99€


Von A bis Z – A1 – kostenloser Download von „Kopiervorlagen Schreiblinien“, „Vorlagen Buchstaben basteln“ (etwa in der Mitte der Seite) und anderen kostenloser Deutschmaterialien

Latein lernen leicht gemacht

Bamberger Latinistik-Professor stellt neue Lehrwerk-Konzeption vor

Mitteilung: Otto-Friedrich-Universität Bamberg

2016 und 2017 werden in allen deutschen Bundesländern die Lehrpläne aktualisiert. Vielfach müssen daher Schulbücher komplett anders konzipiert werden. Der Oldenbourg Schulbuchverlag hat sich als Reaktion auf die Lehrplanänderung unter anderem für die Erstellung eines neuen lateinischen Unterrichtswerks entschieden und den Bamberger Professor Dr. Markus Schauer als einen von zwei Gesamtherausgebern engagiert.

„Adeamus!“ heißt das Lehrwerk, für das der Inhaber des Lehrstuhls für Klassische Philologie mit Schwerpunkt Latinistik an der Universität Bamberg ein neuartiges didaktisches Konzept entwickelt hat, für dessen Umsetzung er auch verantwortlich ist. Es wird im Februar 2016 erscheinen und soll Schülerinnen und Schülern die lateinische Sprache näherbringen – mit Hilfe historisch exakter Darstellungen der römischen Welt und dem neuen Konzept der systematischen Vorentlastung.

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Quelle: uni Bamberg / idw-online.de

 

„Brauchbare Illegalität“ – Über das Verschwinden der Moral aus der Wissenschaft

head-607479_by_geralt_pixabay_CC0von Götz Eisenberg

Die Sendung Kulturzeit des Senders 3sat befragte am 3. November 2015 den Bielefelder Organisationssoziologen Stefan Kühl zu den Korruptionsskandalen der letzten Zeit. Seine Antworten haben Götz Eisenberg zu einem Kommentar veranlasst. … weiter

©Grafik: geralt, pixabay.com, Lizenz: CC0


logo-text-file Weitere Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

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