03. Juni 2009 · Kommentare deaktiviert für Lebensziele · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , ,

"Ursprünglich dachten wir modernen Menschen einmal, das ökonomische Wettbewerbsystem würde uns so reich und stark werden lassen, so viele Güter produzieren, dass wir vom täglichen Existenzkampf entlastet würden. Wir träumten davon, so viel Zeit zu sparen und über so viele Güter zu verfügen, dass wir ein selbstbestimmtes Leben mit selbst gewählten Zielen, echten Lebenszielen, führen könnten. Wir träumten von einer ökonomisch entlasteten, befriedeten Existenz, wie Herbert Marcuse das nannte. Was für ein Irrtum!"
Hartmut Rosa,
Soziologe und Politikwissenschaftler in seinem Aufsatz: Rosa, H. (2009): Ich bin pleite! In: Publik-Forum Extra o.J., H. 1, S. 11f

30. April 2009 · Kommentare deaktiviert für Die Schülerbeurteilung · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , ,

SmileEin Stück für sechs Personen
v. Frank v. Sicard

Frank v. Sicard hat eine weitere Satire geschrieben: Die Schülerbeurteilung. Der Schüler Martin Brunner will auf ein Privatgymnasium wechseln. Sechs KollegInnen bringen "Großes" zustande. Sie müssen eine Beurteilung schreiben und wachsen in der Formulierung von Martins Eigenschaften schier über sich hinaus. …weiter

24. Januar 2009 · Kommentare deaktiviert für Der Bodyguard · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , ,

BodyguardButterblume 28 in Aktion – ein Stück für zwei Personen
von Frank v. Sicard

Lehrer betritt den Raum durch die Seitentür abgeschirmt vom Bodyguard. Der Bodyguard macht vorsichtig die Tür auf, dann reißt er sie ganz auf, schaut mit entsicherter Pistole erst hinter die Tür, dann auf die Zuschauer. Er wird plötzlich locker entspannt. …weiter

01. Januar 2009 · Kommentare deaktiviert für Erwartungen an eine ideale Familie · Kategorien: Kultur- und Lebenswege

"Viele Menschen werden zu professionellen Helfern, weil sie hoffen, die eigene seelische Bedürftigkeit dadurch zu heilen, dass sie anderen das geben, wa sie selbst als Kinder gebraucht hätten. Sie geben viel, in der Hoffnung ein wenig zurück zu bekommen. Die Erwartungen, die sie dabei haben, sind Erwartungen an eine ideale Familie, damit das innere, vernachlässigte Kind sich beruhigen kann. Ein Arbeitgeber soll nicht nur Lohn geben, sondern wie ein 'guter Vater' oder eine 'ideale Mutter' auch emotional ernähren."

Beate Hofmeister,
Dipl. Psych und Direktorin des Instituts für Personzentrierte Psychotherapie Heidelberg (IPP) in: Burnout? Vorbeugen ist besser als ausbrennen! Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 4/08, S. 195 f

22. Dezember 2008 · Kommentare deaktiviert für Auf der Waage · Kategorien: Kultur- und Lebenswege

Lachenoder wie sich Evaluatoren ein Bild machen
von Frank v. Sicard

Drei Schul-Evaluatoren sind angekündigt. Rektor Lehr ist besorgt. Es geht um den Erhalt seiner Schule, und auch die Aussage vom Kollegen Kirst, dass der Herr die Hand über die Schule halte und das ewige Leben schenken werde, beruhigt ihn nicht. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Autor Frank v. Sicard untersucht in seiner Satire treffsicher den wichtigtuerischen Popanz und das Schreckgespenst des staatlichen Evaluations(un)wesens. Wir wünschen ein amüsantes Lesevergnügen. … weiter

27. November 2008 · Kommentare deaktiviert für Die Strafe · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: ,

satire.gifEin Stück für drei Personen
von Frank v. Sicard

Der Schüler Manfred Pfaffenhofer wird zum Direktor gerufen. Er hat seinen Klassenlehrer aus dem Fenster geworfen. Im Gespräch mit dem Rektor entspinnt sich eine vor Übertreibungen strotzende Groteske, die aber durchaus realistische Züge trägt. Der Autor Frank v. Sicard ist selbst Lehrer und seit Jahren als Kabarettist unterwegs. Das Stück "Die Strafe" ist eines von mehreren Stücken, die vom Autor in den AUSWEGEN veröffentlicht werden. … weiter

04. November 2008 · Kommentare deaktiviert für Profitgier · Kategorien: Kultur- und Lebenswege

"Die Profitgier ist die älteste Religion, hat die besten Pfaffen und die schönsten Kirchen."

B. Traven,
aus seinem Roman "Totenschiff" (Originalausgabe 1926!) – passend zur derzeitigen Situation des Finanzmarktkapitalismus.

30. September 2008 · Kommentare deaktiviert für Hauptschüler treffen Graffitikünstler II · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , ,

2005bretthiphopHans Grillenberger im Gespräch mit dem GraffitiKünstler Carlos Lorente

Im zweiten Teil des Interviews geht es um den Background: Was sind eigentlich Graffitis? Wie grenzt sich Graffiti zur anderen (alternativen) Malerei ab? Welchen Stellenwert hat die Graffiti-Malerei in der etablierten Kunst- und Kulturszene? Wie reagieren Jugendliche darauf? Wir meinen, dass beide Interviewteile nicht nur ein interessanter Lesestoff für Erziehungs- und Bildungsschaffende sind, sondern auch jederzeit als Quelle im Kunstunterricht eingesetzt werden können. Nur zu. Wir freuen uns darüber, wenn die Texte eine weite Verbreitung finden. … weiter

14. August 2008 · Kommentare deaktiviert für Probier’s mal mit … ! · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , ,

portrait_smallFritz Reheis für ein neues Grundrecht auf Eigenzeit
von Joscha Falck

Dies und viele andere Sprichwörter aus unserem Sprachgebrauch beschreiben das Thema, welches Fritz Reheis Zeit seines Lebens untersuchte. Hetze in der Schule, „reingestopfte“ Bildung und vor allem aber das Nichtbeachten von Eigenzeiten der Schüler und Lehrer sind dabei Themen seines neuen Buches „Bildung contra Turboschule“.
Der Auswege-Autor hat in dem Portrait Kernaussagen von Dr. Fritz Reheis zum Thema "Entschleunigung", zu seinem neuen Grundrecht auf Eigenzeit und zu einer menschenwürdigen und solidarischen Gestaltung von Schule, Unterricht und Gesellschaft zusammengetragen. Im Gespräch kommt Fritz Reheis selbst zu Wort. … weiter

10. Juli 2008 · Kommentare deaktiviert für Hauptschüler treffen Graffitikünstler I · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , ,

kidcrow_crowboy_2006Hans Grillenberger sprach mit dem GraffitiKünstler Carlos Lorente

Schüler der Hauptschule Dietenhofen ließen sich vom Ansbacher Graffiti-Sprayer Carlos Lorente in die Techniken des Graffiti Malens einführen. In einem zweitägigen Workshop gestalteten sie verschiedene Wände im Schulbereich. Bei dieser Gelegenheit unterhielt sich AUSWEGE mit Carlos L. über seine künstlerische Arbeit. Wir veröffentlichen das Interview in zwei Teilen.
Im ersten Teil geht es um Carlos' eigenen Zugang zur Graffiti-Malerei, über Ghettokids und ihre Ausdrucksformen und über das, was Graffiti-Kunst eigentlich ist. … weiter