01. Januar 2009 · Kommentare deaktiviert für Erwartungen an eine ideale Familie · Kategorien: Lebens- und Kulturwege

"Viele Menschen werden zu professionellen Helfern, weil sie hoffen, die eigene seelische Bedürftigkeit dadurch zu heilen, dass sie anderen das geben, wa sie selbst als Kinder gebraucht hätten. Sie geben viel, in der Hoffnung ein wenig zurück zu bekommen. Die Erwartungen, die sie dabei haben, sind Erwartungen an eine ideale Familie, damit das innere, vernachlässigte Kind sich beruhigen kann. Ein Arbeitgeber soll nicht nur Lohn geben, sondern wie ein 'guter Vater' oder eine 'ideale Mutter' auch emotional ernähren."

Beate Hofmeister,
Dipl. Psych und Direktorin des Instituts für Personzentrierte Psychotherapie Heidelberg (IPP) in: Burnout? Vorbeugen ist besser als ausbrennen! Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 4/08, S. 195 f

22. Dezember 2008 · Kommentare deaktiviert für Auf der Waage · Kategorien: Lebens- und Kulturwege

Lachenoder wie sich Evaluatoren ein Bild machen
von Frank v. Sicard

Drei Schul-Evaluatoren sind angekündigt. Rektor Lehr ist besorgt. Es geht um den Erhalt seiner Schule, und auch die Aussage vom Kollegen Kirst, dass der Herr die Hand über die Schule halte und das ewige Leben schenken werde, beruhigt ihn nicht. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Autor Frank v. Sicard untersucht in seiner Satire treffsicher den wichtigtuerischen Popanz und das Schreckgespenst des staatlichen Evaluations(un)wesens. Wir wünschen ein amüsantes Lesevergnügen. … weiter

27. November 2008 · Kommentare deaktiviert für Die Strafe · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: ,

satire.gifEin Stück für drei Personen
von Frank v. Sicard

Der Schüler Manfred Pfaffenhofer wird zum Direktor gerufen. Er hat seinen Klassenlehrer aus dem Fenster geworfen. Im Gespräch mit dem Rektor entspinnt sich eine vor Übertreibungen strotzende Groteske, die aber durchaus realistische Züge trägt. Der Autor Frank v. Sicard ist selbst Lehrer und seit Jahren als Kabarettist unterwegs. Das Stück "Die Strafe" ist eines von mehreren Stücken, die vom Autor in den AUSWEGEN veröffentlicht werden. … weiter

04. November 2008 · Kommentare deaktiviert für Profitgier · Kategorien: Lebens- und Kulturwege

"Die Profitgier ist die älteste Religion, hat die besten Pfaffen und die schönsten Kirchen."

B. Traven,
aus seinem Roman "Totenschiff" (Originalausgabe 1926!) – passend zur derzeitigen Situation des Finanzmarktkapitalismus.

30. September 2008 · Kommentare deaktiviert für Hauptschüler treffen Graffitikünstler II · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , ,

2005bretthiphopHans Grillenberger im Gespräch mit dem GraffitiKünstler Carlos Lorente

Im zweiten Teil des Interviews geht es um den Background: Was sind eigentlich Graffitis? Wie grenzt sich Graffiti zur anderen (alternativen) Malerei ab? Welchen Stellenwert hat die Graffiti-Malerei in der etablierten Kunst- und Kulturszene? Wie reagieren Jugendliche darauf? Wir meinen, dass beide Interviewteile nicht nur ein interessanter Lesestoff für Erziehungs- und Bildungsschaffende sind, sondern auch jederzeit als Quelle im Kunstunterricht eingesetzt werden können. Nur zu. Wir freuen uns darüber, wenn die Texte eine weite Verbreitung finden. … weiter

14. August 2008 · Kommentare deaktiviert für Probier’s mal mit … ! · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , ,

portrait_smallFritz Reheis für ein neues Grundrecht auf Eigenzeit
von Joscha Falck

Dies und viele andere Sprichwörter aus unserem Sprachgebrauch beschreiben das Thema, welches Fritz Reheis Zeit seines Lebens untersuchte. Hetze in der Schule, „reingestopfte“ Bildung und vor allem aber das Nichtbeachten von Eigenzeiten der Schüler und Lehrer sind dabei Themen seines neuen Buches „Bildung contra Turboschule“.
Der Auswege-Autor hat in dem Portrait Kernaussagen von Dr. Fritz Reheis zum Thema "Entschleunigung", zu seinem neuen Grundrecht auf Eigenzeit und zu einer menschenwürdigen und solidarischen Gestaltung von Schule, Unterricht und Gesellschaft zusammengetragen. Im Gespräch kommt Fritz Reheis selbst zu Wort. … weiter

10. Juli 2008 · Kommentare deaktiviert für Hauptschüler treffen Graffitikünstler I · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , ,

kidcrow_crowboy_2006Hans Grillenberger sprach mit dem GraffitiKünstler Carlos Lorente

Schüler der Hauptschule Dietenhofen ließen sich vom Ansbacher Graffiti-Sprayer Carlos Lorente in die Techniken des Graffiti Malens einführen. In einem zweitägigen Workshop gestalteten sie verschiedene Wände im Schulbereich. Bei dieser Gelegenheit unterhielt sich AUSWEGE mit Carlos L. über seine künstlerische Arbeit. Wir veröffentlichen das Interview in zwei Teilen.
Im ersten Teil geht es um Carlos' eigenen Zugang zur Graffiti-Malerei, über Ghettokids und ihre Ausdrucksformen und über das, was Graffiti-Kunst eigentlich ist. … weiter

28. Juni 2008 · Kommentare deaktiviert für Fußballhelden · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , ,

Nachdem es in der Geschichte mit einem Platz Deutschlands an der Sonne nicht so recht hat klappen wollen, wenigstens einige “aufbauende” Worte für die unzähligen deutschen Fußballfans anlässlich der “deutschen” Teilnahme am Endspiel der Fußball-EM 2008:

“Das Nationale soll helfen, sich in einer Gesellschaft zuhause fühlen zu können, in der die soziale Verwurzelung immer schwieriger wird und sich Menschen von der anonymen Kälte ökonomischer Prozesse und fehlender sozialer Solidarität bedroht fühlen. … Die Identifikation von Vielen mit denselben Führerfiguren in Gestalt von Sportstars stiftet zugleich deren Identifikation untereinander. Verbunden mit ihren Fußballhelden können sich die Fans untereinander als emotional eng verbunden erleben, auch wenn sie sich sonst im Alltag fremd, gleichgültig oder gar feindlich gegenüberstehen.”

Gerhard Vinnai,
Dr., war bis 2005 Professor für Sozialpsychologie an der Uni Bremen. Das Zitat stammt aus seinem ganz ausgezeichneten Aufsatz “Eigentore – Zur ideologischen Funktion des Fußballsports” (psychosozial 110 – IV/2007).

11. Juni 2008 · Kommentare deaktiviert für Über den Einbürgerungstest · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , ,

"Integration entsteht nicht durch bloßes Auswendiglernen von einem angeblichen Deutschtum. Integration entsteht vielmehr durch gemeinsame Sprache, durch gleichberechtigten Zugang zu Bildung und durch ein offenes Zusammenleben."

Franziska Drohsel
ist Bundesvorsitzende der Jusos. Sie äußerte sich am 11.6.2008 in einer Presseerklärung zu dem vom Bundesinnenministerium vorgelegten Einbürgerungstest.

09. Juni 2008 · Kommentare deaktiviert für Nestbeschmutzer · Kategorien: Lebens- und Kulturwege

Erwin Pelzig auf dem Weg der ewigen Wahrheiten. Er hat voll erkannt, dass man in der "Heimat" nur erwünscht ist, wenn man so ist wie sie. Grund genug, ihn mit seinem Zitat in den KulturWegen zu verewigen. Allein schon wegen dieses Zitats sollte das Buch auf dem nächsten Wunschzettel stehen:

"Heimat ist dort, wo ich herkomm, wo mich jeder kennt. Wo ich über die Straße geh, und jeder sagt: Hau ab!"

Erwin Pelzig
alias Frank-Markus Barwasser in seinem Buch: Barwasser, M. (2007): Erwin Pelzig. Was wär' ich ohne mich? 2. Auflage. Piper Verlag München, S.105