30. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Wie Sprache Verschwörungstheorien wahr erscheinen lässt · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags:

Mitteilung: Universität Trier

Die Mondlandung fand in einem Filmstudio statt. Elvis Presley lebt. Die Terroranschläge am 11. September 2001 wurden inszeniert. Verschwörungstheorien begleiten die Menschheit seit der Antike. Mit den digitalen Medien sind sie sichtbarer geworden und sie sind fester Bestandteil öffentlicher und politischer Diskurse.

An der Universität Trier gehen Dr. David Römer und Dr. Sören Stumpf diesem Phänomen aus einer neuen wissenschaftlichen Perspektive auf den Grund. Die beiden Germanisten untersuchen die sprachliche Konstruktion von Verschwörungstheorien. … weiter

Quelle: www.uni-trier.de | www.idw-online.de

27. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Antisemitismus pädagogisch aufgreifen: „Im Echofall geht es mehr als nur um eine Line“ · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags:

Ein Kommentar von Dr. Ayla Güler Saied, Universität zu Köln

Anlässlich der Abschaffung des Echopreises nach Beschluss des Vorstands des Bundesverbandes Musikindustrie kommentiert Rapforscherin und Pädagogin Dr. Ayla Güler Saied die Debatte.

„Die Kontroverse, die durch die Verleihung des Echo an Kollegah und Farid Bang ausgelöst worden ist, ist in den letzten Wochen medial hinreichend diskutiert worden. Ich möchte aus gesellschafts- und bildungspolitischer Perspektive eine Kontextualisierung des Gangsta Rap vornehmen. … weiter

Quelle: www.uni-koeln.de | www.idw-online.de

22. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Archäologie – Wie sich die letzte Religion der Steinzeit verbreitete · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , ,

Mitteilung: Ludwig-Maximilians-Universität München

Schon vor 5000 Jahren setzten sich neue Glaubensvorstellungen überregional durch. Das sogenannte Glockenbecherphänomen breitete sich in Europa auch unabhängig von menschlicher Mobilität aus, zeigt eine internationale Studie.

Am Übergang von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit, ab etwa 2600 vor Christus, verbreitete sich in Europa eine neue Glaubensvorstellung, deren Anhänger neben neuen Bestattungsritualen auch eine bestimmte Keramikform im Grab brauchten: den Glockenbecher. Diese Glockenbecher hatten die bauchige Form einer Glocke und waren aufwändig verziert. Wie sich diese neue Glaubensvorstellung – von Archäologen vorsichtig als „Glockenbecherphänomen“ bezeichnet – am Ende der Steinzeit über Europa ausbreitete, zeichnet nun ein Team von Genetikern und Archäologen in einer aktuellen Veröffentlichung im Fachmagazin Nature nach. … weiter

Quelle: www.uni-muenchen.de

20. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „Generation Ego“ hat es nicht leicht · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: ,

… so ist ein Bericht auf der Seite von Kinder- und Jugendärzte im Netz überschrieben: 

„Generation Ego“ hat es nicht leicht
Ein Jugendkulturforscher bezeichnet die heutige Jugend als „Generation Ego“, die sich von den Gemeinschaften abwendet und Individualwerte höher stellt als Gemeinschaftswerte. Doch diese „Generation Ego“ ist eine traurige Generation, denn sie steht unter großem Druck. Den ganzen Artikel lesen

13. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Unterschiede beginnen in der Kindheit · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , ,

Projekte aus der Bildungsforschung untersuchen Ursachen und Folgen sozialer Ungleichheit

Mitteilung: Universität Bamberg

Die einen schlagen sich mit drei Minijobs irgendwie durchs Leben, während andere sich mit einer gut bezahlten Stelle ein teures Feriendomizil leisten können.

Mit den komplexen Gründen für Ungleichheiten in modernen Gesellschaften und ihren Folgen beschäftigen sich nun zwei Forscherteams der Universität Bamberg im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms „Dynamics of Inequality Across the Life Course“ (Dynamiken von Ungleichheit im Lebensverlauf). … weiter

Ausführlicher Artikel zum Thema mit weiteren Informationen: www.uni-bamberg.de/news/artikel/projekte-bildungsforschung


Quelle: www.uni-bamberg.de

11. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Erste deutsche Migrantenwahlstudie: Wie Einwanderer und ihre Kinder wählen · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , ,

Gemeinsame Forschungsarbeit von Universität zu Köln und Universität Duisburg-Essen vergleicht Russlanddeutsche und Deutschtürken

Mitteilung: Universität zu Köln

Politikwissenschaftler der Universität zu Köln und der Universität Duisburg-Essen (UDE) gingen in einer Studie erstmals der Frage nach, für welche Partei sich die Einwanderer und ihre Kinder aus der Türkei oder der ehemaligen Sowjetunion mit einem deutschen Pass bei einer Bundestagswahl entscheiden. Die „Immigrant German Election Study“ wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Es handelt sich um die erste Wahlstudie, die aufgrund hochwertiger Daten aus der Bundestagswahl 2017 präzise Aussagen zum Wahlverhalten von Deutschen mit Migrationshintergrund macht. Dazu wurden jeweils knapp 500 zufällig ausgewählte Deutsche befragt, die selbst oder deren Eltern aus der Sowjetunion oder ihren Nachfolgestaaten (im Folgenden Russlanddeutsche) oder der Türkei (im Folgenden Deutschtürken) eingewandert sind. … weiter

Quelle:  www.uni-koeln.de | www.idw-online.de

 

29. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Erwecke das Kind in dir! · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , , , ,

von Gabriele Frydrych                       

Jede dritte Ehe wird geschieden, aber Verlobungen, Junggesellenabschiede und Hochzeiten auf Schlössern sind beliebt wie nie zuvor. Auch meine Nichte Lena will sich verloben. Aber nicht einfach nur so. Sie lädt zu einer Motto-Party „Wilder Westen“. Die Nichte schickt mir netterweise einen Link mit, wo ich die nötigen Utensilien erwerben kann: Henrystutzen und Silberbüchse, Lasso und Stiefel, Bohnenkessel und Lederweste, Tomahawk, Marterpfahl zum Umschnallen, Pferdekostüm für zwei Personen und tief dekolletierte Saloon-Kleider aus atmungsfreundlichem Polyester.

Ich habe mich noch nie gern verkleidet. Das letzte Mal (als Schülerin!) auf einer Faschingsparty in der 7. Klasse, wo alle als Winnetou kamen. Die Adlerfeder habe ich vor Jahren entsorgt, sonst könnte ich die noch mal zum Einsatz bringen. Irgendwie ist ein Trend an mir vorbeigegangen. Man verkleidet sich jetzt das ganze Jahr über, nicht nur im Kölner Karneval. … weiter

20. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Worüber reden wir, wenn wir über Kunst reden? (Teil 2) · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , ,

Fortsetzung mit Teil 2: 


Vom Wirken der unsichtbaren Hand

von Stefan Oehm

„Ein tausendmal gelesenes Buch – das sind tausend verschiedene Bücher.“
Andrej Tarkowskij: Von der Verantwortung des Künstlers, 1967

„Erst durch die Handlung des Betrachters entsteht ein Werk.“
Franz Erhard Walther

1. Einleitung

Auch wenn viel darüber gestritten wird, ob nun das eine oder andere Werk aus welchem künstlerischen Bereich auch immer nun wahre Kunst ist oder doch eher ziemlicher Kappes – man bekommt trotz aller unterschiedlicher Meinungen erstens den Eindruck vermittelt, dass alle Teilnehmer des Diskurses, vom Stammtisch bis zur Alma Mater, wissen, worüber sie reden, wenn sie über Kunst reden. Und zweitens, dass alle, wenn sie über Kunst reden, über das gleiche reden.

Mich beschleicht allerdings in beiden Fällen das ungute Gefühl, dass dem nicht so ist und auch noch nie so war. Ziel dieses Essays ist der Versuch, eben diesem Eindruck Ausdruck zu verleihen.

weiter mit Teil 2


Bisher ist erschienen:

Direktdownload Teil 1 als pdf-Datei

Anmerkungen zu einer Sendung über das Bienensterben

von Götz Eisenberg

Am Montagabend ging es in der Sendung Hart aber fair um die prekäre Lage der Bienen und den Einsatz von giftigen Spritzmitteln in der Landwirtschaft, in dem Fachleute eine Hauptursache für das Bienensterben sehen. Herr Plasberg, der Moderator der Sendung, entschuldigte sich mehrfach dafür, dass man sich in einer politischen Talkshow mit einem derartigen Thema befasse und bat die Zuschauer, trotzdem dranzubleiben und nicht wegzuzappen. Als gebe es etwas Politischeres als das Thema Bienensterben! Vermeintliche Naturkatastrophen sind schon lange keine unpolitischen Ereignisse mehr. Heutige Wirbelstürme und Überschwemmungen sind so natürlich wie ein Börsencrash. Die Schicksalshaftigkeit solcher Ereignisse ist bloßer Schein, in Wirklichkeit sind sie gesellschaftlich produziert und von Menschen gemacht. … weiter


 

Alle Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

09. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Neandertaler dachten wie wir · Kategorien: G-So-Ek, Kultur- und Lebenswege · Tags: ,

Bereits vor mehr als 64.000 Jahren schufen Neandertaler auf der Iberischen Halbinsel Höhlenmalereien

Mitteilung: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Vor wenigstens 70.000 Jahren hat Homo sapiens durchbohrte Muschelschalen und Farbpigmente benutzt. Vor etwa 40.000 Jahren hat er in Europa mobile Kleinkunst, Schmuck und Höhlenkunst geschaffen. Neandertaler schienen zu solchem Verhalten dagegen nicht in der Lage.

Mithilfe der Uran-Thorium Datierung konnte ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Dirk Hoffmann vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig aber nun nachweisen, dass Neandertaler schon vor über 115.000 Jahren symbolische Objekte hergestellt und mehr als 20.000 Jahre vor der Ankunft moderner Menschen in Europa Höhlenkunst geschaffen haben. Die geistigen Fähigkeiten der Neandertaler müssen unseren eigenen demnach ebenbürtig gewesen sein. … weiter