16. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für 10 Jahre Riester-Rente: Flop mit riskanten Nebenwirkungen · Kategorien: mens sana in corpore sano

Mitteilung: DGB

Zehn Jahre nach Einführung der Riester-Rente hat der Deutsche Gewerkschaftsbund Bilanz gezogen. „Die Riester-Rente ist kein Zukunftsmodell, sondern ein Flop mit riskanten Nebenwirkungen. Sie führt sowohl zu Reallohnverlusten für die Beschäftigten als auch zu sinkenden Alterseinkommen, sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied.

„Das Versprechen, die Riester-Rente könne die Rentenkürzungen ausgleichen, hat sich für die Meisten als hohle Phrase herausgestellt. Die Riester-Rente darf nicht auch noch zur Voraussetzung für die geplante Zuschussrente oder ähnliche Konstrukte gemacht werden. Solange die Koalition die Privatvorsorge zur Bedingung für staatliche Hilfen macht, wird sie das Ziel, Altersarmut zu vermeiden, weit verfehlen. Die Riester-Reform ist ein Bruch mit der solidarischen Alterssicherung und ein Grund für die drohende Altersarmut.

Die Rentenkürzungen, die insgesamt bis zu 30 Prozent betragen, kann niemand durch Privatvorsorge ausgleichen. Vor allem die fast sieben Millionen Beschäftigten im Niedriglohnsektor haben kaum eine Chance, sich vor Altersarmut zu retten. Ungefähr ein Fünftel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat keine zusätzliche Vorsorge, und die meisten können nicht genügend sparen, um die gewaltigen Leistungskürzungen aufzufangen.

Wir fordern die Bundesregierung auf, die nötigen Konsequenzen zu ziehen und das Leistungsniveau der Rentenversicherung zu stärken. Es ist sozialpolitisch völlig verrückt, die Renten immer weiter zu kürzen, nur um dann den Rentenbeitrag senken zu können. Das hilft den Arbeitgebern und der privaten Versicherungswirtschaft, geht aber voll zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Milliardenüberschüsse dürfen nicht verpulvert werden, sondern müssen für mehr Sicherheit im Alter eingesetzt werden. Mit einem stabilen Rentenbeitrag von 19,9 Prozent können den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weitere Leistungskürzungen erspart und Altersarmut verhindert werden."

Pressemitteilung 231  v. 30.12.2011
www.dgb.de

Mitteilung: Stiftung Deutsche Depressionshilfe – Prof. Dr. Ulrich Heger

Leipzig, 2. November 2011 – Über zahlreiche Titelstories, Leitartikel, Buchpublikationen und Fernsehsendungen hat sich der Begriff Burnout zu einem der Modeworte des Jahres emporgeschwungen. Selbsternannte „Burnout-Kliniken“ springen auf den Zug auf und hoffen auf eine Klientel von Managern mit Privatversicherung. Unternehmen führen betriebsinterne gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Stressreduktion ein, um dem „Burnout“ und auch damit verbundenen Produktivitätsverlusten vorzubeugen.

Auch wenn zu begrüßen ist, dass hierdurch die große Bedeutung psychischer Erkrankungen deutlicher und die diesbezügliche Sensibilität erhöht wird, so wird der inflationäre Gebrauch des schwammigen Begriffs Burnout von vielen Betroffenen und Experten aus mehreren Gründen als verwirrungstiftend, irreführend und längerfristig stigmaverstärkend eingeschätzt. … weiter

Quelle: PM v. 2.11.2011 – SDD / idw

26. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert für USA: Ritalin auch für 4-Jährige · Kategorien: mens sana in corpore sano

aerzteblatt.de meldete:

Chicago – Die American Academy of Pediatrics (AAP) hat ihre Leitlinien zur Diagnose und Therapie der Aufmerksam­keitsdefizit-/Hyper­aktivitätsstörung (ADHS) überarbeitet. Nach Ansicht der US-Pädiater kann die Diagnose bereits im Alter von 4 Jahren gestellt werden. Den ganzen Bericht lesen

Quelle: Bericht v. 26.10.2011 – www.aerzteblatt.de

09. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert für “Bundestrojaner”: Gezielter Angriff auf das Grundgesetz · Kategorien: mens sana in corpore sano

Innenminister Friedrich und BKA-Chef Ziercke untragbar!

Mitteilung: Piratenpartei

Der Chaos Computer Club (CCC) hat eine Analyse des "Bundestrojaners" veröffentlicht. In dieser Analyse wird deutlich, dass der Bundestrojaner unter anderem zusätzliche Schadprogramme nachladen und installieren kann sowie massive Sicherheitslücken enthält. Für die Überwachung werden auch Server in den USA genutzt. Außerdem geht seine Funktionalität weit über die Grenzen hinaus, die das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) seinerzeit vorgegeben hat.

»Das Bundeskriminalamt (BKA) bewegt sich damit klar außerhalb verfassungsrechtlicher Grenzen«, macht Sebastian Nerz, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschlands, deutlich. »Statt den Kernbereich privater Lebensgestaltung zu schützen, wurden offensichtlich durch den Trojaner zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, mit denen weitere, auch unbefugte Personen, Zugriff auf diese Bereiche bekommen können. Der Staat sollte seine Bürger schützen und sie nicht durch Inkompetenz oder gar vorsätzlich weiteren Sicherheitsrisiken aussetzen.«

»Fest steht, dass es Kriminellen mit einfachen Mitteln möglich ist, neue Inhalte einzufügen. Computer können damit von Dritten übernommen und für illegale Zwecke genutzt werden. Wir stellen die Verwertbarkeit der gewonnenen Daten in Frage«, fügt Bernd Schlömer, Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschlands, hinzu. »Die Piratenpartei erwartet, dass alle Verantwortlichen beim BKA sowie beim Bundesministerium des Inneren öffentlich Stellung nehmen. Im Falle eines nachweislich fahrlässigen Verhaltens sollten personelle Konsequenzen folgen. Dieses schließt explizit auch die Amtsleitung des BKA, Herrn Präsidenten Jörg Ziercke, sowie den verantwortlichen Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich mit ein.«

»Auch der Kontrollausschuss des Bundestages sollte nunmehr der Öffentlichkeit erklären können, inwieweit er über diese Vorgänge informiert war«, ergänzt Schlömer. »Nur ein öffentlich tagender parlamentarischer Untersuchungsausschuss ist aus unserer Sicht in der Lage, diesen Vorfall restlos aufzuklären. Da der Bundestag bisher in seiner präventiven Funktion wenig Wirkung gezeigt hat, raten wir zudem dazu, externe Experten aktiv in die Arbeit eines Untersuchungsausschusses einzubinden.«

»Der Einsatz des Bundestrojaners muss sofort gestoppt werden. Das BKA-Gesetz und die fachbezogene Arbeits- und Organisationstruktur des BKA in diesem Aufgabenfeld sind genau zu überprüfen«, fordert Nerz weiter. »In jedem Fall ist eine dauerhafte und unabhängige Überwachung des BKAs notwendig.«

Pressemitteilung v. 8.10.2011
Piratenpartei Deutschland

03. September 2011 · Kommentare deaktiviert für Studienergebnisse über die Langzeitwirkung der Neuro-Musiktherapie bei Tinnitus · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags:

Mitteilung: Deutsches Zentrum für Musiktherapieforschung (Viktor Dulger Institut) DZM e.V.

Heidelberg, 17. August 2011 – Studienergebnisse des Viktor Dulger Forschungsinstituts am Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung belegen einen dauerhaften Therapieerfolg bei 75% der behandelten Patienten mit chronischem Tinnitus.

Tinnitus – das Hören eines Pfeifens, Zischens, Rauschens oder Brummens ohne äußere Lärmquelle – hat mittlerweile das Ausmaß einer Volkskrankheit angenommen. Mehr als 4% aller Deutschen leiden darunter und ca. 1,5 Millionen Menschen in Deutschland gelten als behandlungsbedürftig, so die Angaben laut offizieller Prävalenzuntersuchungen (vgl. Streppel et al. 2006). Die Zahl der Menschen, die unbemerkt von der Öffentlichkeit an chronischen Ohrgeräuschen leiden, wird noch um ein Vielfaches höher eingeschätzt. … weiter

Quelle: DZM e.V. / idw – 17.8.2011
 

26. Juni 2011 · Kommentare deaktiviert für Sexuelle Identität im Grundgesetz schützen · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags: ,

Mitteilung: DGB Bundesvorstand

Sexuelle Identität darf kein Grund für Diskriminierung sein. Das forderte Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Freitag in Berlin anlässlich des bevorstehenden Christopher Street Day und machte sich dafür stark, den Art. 3 des Grundgesetzes entsprechend zu ändern.

„Noch immer erfahren viele homosexuelle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Diskriminierung am Arbeitsplatz – sei es in Form von Mobbing, Versetzung oder gar Kündigung. Noch immer verschweigen deshalb viele Menschen ihre sexuelle Identität im Beruf. Dabei sollte die Akzeptanz von sexueller Vielfalt in der Arbeitswelt doch normal sein.

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23. Juni 2011 · Kommentare deaktiviert für Sicherheit von Schwimmhilfen · Kategorien: mens sana in corpore sano

Vorsicht vor Ertrinken

Mitteilung: Stiftung Warentest

Der Schwimmsitz von Seruna hat erhebliche Sicherheitsmängel und hätte gar nicht in den Handel gelangen dürfen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest. Die Aufsichtsbehörde hat den Verkauf inzwischen gestoppt. Von den 20 Schwimmhilfen im Test war nur eine rundherum gut oder sehr gut, die Schwimmflügel von Bema für 8 Euro. Viele waren entweder nicht sicher, mit Schadstoffen belastet oder nicht richtig gekennzeichnet. Die Ergebnisse veröffentlicht die Stiftung Warentest in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test.

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18. Juni 2011 · Kommentare deaktiviert für Alternative zu Antibiotika entwickelt · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags:

Kein eigentliches Auswege-Thema, aber für Lehrkräfte und ErzieherInnen dennoch wichtig, da uns die Resistenzen vieler Keime gefährlich werden können:

Mitteilung: Fraunhofer-Gesellschaft

Antibiotika gehören zu den großen Errungenschaften der Medizin. Doch immer häufiger fällt die einstige Allzweckwaffe im Kampf gegen Infektionskrankheiten aus: Bakterien entwickeln zunehmend Resistenzen gegen Antibiotika. Forscher haben jetzt ein Therapieäquivalent gefunden, das Penicillin und Co. künftig ersetzen könnte. weiter

Quelle: PM v. 1.6.2011 – Fraunhofer-Gesellschaft / idw

17. Mai 2011 · Kommentare deaktiviert für Schweizer lehnen Verbot des Sterbetourismus ab · Kategorien: mens sana in corpore sano

aerzteblatt.de meldete:

Zürich – Die Bürger im größten Schweizer Kanton Zürich haben einem Sterbehilfeverbot eine klare Absage erteilt. Nach einer Volksabstimmung am Sonntag bleiben sowohl die Beihilfe zum Suizid als auch der sogenannte Sterbehilfetourismus erlaubt, wie der Kanton Zürich am Montag mitteilte. Die Schweiz erlaubt Sterbehilfe, sofern die Helfer keine eigennützigen Motive verfolgen. Den ganzen Artikel lesen

02. Mai 2011 · Kommentare deaktiviert für Richtlinie zu traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln in Kraft · Kategorien: mens sana in corpore sano

aerzteblatt.de meldete:

Brüssel – Seit 1. Mai sind nur noch registrierte oder zugelassene traditionelle pflanzliche Arzneimittel auf dem EU-Markt erhältlich, die als gesundheitlich unbedenklich gelten. Als solche Produkte stuft die EU Phytopharmaka ein, die seit mindestens 30 Jahren verwendet werden, davon mindestens 15 Jahre in der EU. Den ganzen Artikel lesen