13. September 2016 · Kommentare deaktiviert für Anetta Kahane in der taz: “Der Damm ist gebrochen” · Kategorien: Peripherie · Tags:

Unter dieser Überschrift erschien am 12.9.2016 in der Tageszeitung “taz” ein Interview mit Anetta Kahane, der Leiterin der Amadeu Antonio Stiftung. Sie äußert sich u.a. über die Wahlerfolge der AfD und die deutsche Identität, über die Bedeutung der Zivilgesellschaft, über eine mögliche Erblast der DDR-Geschichte und die Bedeutung und Problematik der offenen, modernen Gesellschaft.

Eine Leseempfehlung!

zum Interview

10. September 2016 · Kommentare deaktiviert für Korrektur: Neue “Mitte”-Studie der Universität Leipzig: Gesellschaft ist zunehmend polarisiert, Bereitschaft zu Gewalt steigt · Kategorien: Daten und Fakten, Peripherie · Tags: , , , ,

Eine Korrektur der Fassung vom 15.6.2016

Mitteilung: Universität Leipzig

Die politische Einstellung der deutschen Bevölkerung ist polarisiert. Während eine deutliche Mehrheit der Gesellschaft rechtsextremes Denken und auch Gewalt zum Teil strikt ablehnt und Vertrauen in demokratische Institutionen hat, sind Menschen mit rechtsextremer Einstellung immer mehr bereit, zur Durchsetzung ihrer Interessen Gewalt anzuwenden.

Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie “Die enthemmte Mitte”, die PD Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig in Kooperation mit der Heinrich Böll-, der Otto Brenner- und der Rosa Luxemburg-Stiftung durchgeführt und am 15.06.2016 in Berlin vorgestellt haben. … weiter

Download der Studie

Quelle: www.uni-leipzig.de

17. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für Warum gründen Beschäftigte einen Betriebsrat? Welche Faktoren entscheiden über den Erfolg? · Kategorien: Peripherie · Tags:

Mitteilung: Hans-Böckler-Stiftung

Wenn Beschäftigte einen Betriebsrat gründen, können dafür akute Krisen oder langjährige Missstände ausschlaggebend sein. Die Erfolgschancen steigen, wenn es engagierte Beschäftigte, eine geschlossene Belegschaft und Unterstützung durch Gewerkschaften gibt, zeigt ein aktuelles Forschungsprojekt. … weiter

Quelle: www.boeckler.de

17. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für Migration, Demografie, Arbeit – neue Herausforderungen für Politik und Gesellschaft · Kategorien: Lesezeichen, Peripherie · Tags: ,

Das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) hat die “Mitteilungen aus dem SOFI, Juli 2016, 10. Jahrgang, Ausgabe 24” herausgegeben:

Der Zustrom einer großen Zahl Geflüchteter aus Kriegs-, Bürgerkriegs- und Armutsregionen im Nahen Osten und in Afrika hat nicht nur die politischen Debatten in Deutschland und Europa binnen weniger Monate massiv verändert. Das Nebeneinander von zivilgesellschaftlicher Hilfsbereitschaft unerwarteten Ausmaßes und offen ausgelebter Fremdenfeindlichkeit bis hin zu massiver Gewalt sind zwei zentrale Aspekte dieser Entwicklung.

Zugleich sieht sich (nicht nur) die deutsche Gesellschaft mit einer ganzen Reihe von Problemen konfrontiert, die deutlich werden, wenn man das vielfach beschworene Ziel der „Integration“ in die (Arbeits-)Gesellschaft auf seine praktischen Implikationen hin befragt. Beiträge, die zum Teil eigene Forschungsergebnisse, zum Teil stärker konzeptionell orientierte Überlegungen zu diesen Fragen liefern, bilden den Schwerpunkt dieser Ausgabe der Mitteilungen aus dem SOFI.
Quelle: Aus dem Editorial der Mitteilung v. Juli 2016 – www.sofi.uni-goettingen.de

Die Mitteilungen vom Juli 2016 haben folgenden Schwerpunkt:

„Migration, Demografie, Arbeit“
– Zur beruflichen Integration von Asyl und Schutzsuchenden
– Die neue Migration nach Deutschland – sozioökonomisch betrachtet
– Flüchtlinge – eine Antwort auf den demografischen Wandel?
– Refugees welcome – auch auf dem Arbeitsmarkt?
– Lebensläufe erwachsener Migrant/innen in Deutschland: Bildungsteilhabe und Erwerbsverläufe
– Kommunale Ansätze für die Teilhabe von Flüchtlingen
– Lokale Demokratie in Zeiten demografischer Konflikte
– Demografische Provokationen. Neue Anforderungen an den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Download der Mitteilungen vom Juli 2016 als pdf-Datei

17. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Schwuler Selbsthass als Quelle von Gewalt – Anmerkungen zum Massaker von Orlando · Kategorien: Peripherie, Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , , , , ,

von Götz Eisenberg

pride-by_nacydowd_pixabay_CC0Als sich die Nachricht vom Massaker in Orlando verbreitete, schnappten sofort die üblichen Reflexe ein: Hinter dieser Bluttat konnte nur der IS stecken, da waren sich alle einig. Die eilfertigen Motivforscher waren nicht weit von jener Satire entfernt, in der eine Reporterin auf die Frage nach der Ursache eines gerade eingetreten Unglücks sagt: „Al Qaida. Alles andere wäre zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation.“

Wenig später ruderten die Ermittler zurück und ließen verlautbaren, dass Omar M. diese Fährte durch einen Telefonanruf, in dem er sich zum IS bekannte, zwar selbst gelegt hatte, wohl aber nicht im direkten Auftrag des IS gehandelt habe und auch nicht Mitglied eines terroristischen Netzwerks sei. Was aber könnte dann das Motiv einer derartigen Tat sein? … weiter

©Foto: nancydowd, pixabay, Lizenz: CC0 Weiterlesen »

14. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Wie einer Stadt der Mundschutz auf die Nase gebunden wurde · Kategorien: Kultur- und Lebenswege, Peripherie · Tags: , ,

Die freie Presse enthüllt: SARS in Singapur

Der Autor Georg Schuster* beschreibt den Umgang mit der DDR im Unterricht einer deutschen Hauptschule in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre:

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre war ich erstmals Beisitzer einer mündlichen Prüfung zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss im Fach Sozialkunde. Thema waren u.a. die beiden deutschen Staaten, von denen einer – und das galt schon als Prüfungsleistung – mit drei Buchstaben abgekürzt, der andere aber mit allen Namensbestandteilen genannt werden sollte. Auf die Frage, was der DDR alles vorzuwerfen sei, lautete eine im vorbereitenden Katalog aufgelistete Antwort: „Dass die Schüler dort die Bundesrepublik Deutschland kritisieren müssen“; der Begriff „beschimpfen“ wurde ebenfalls akzeptiert. …

Warum dieses Offensichtliche nicht weiter auffällt, liegt an dem Zweck, mit dem solche „Systemvergleiche“ angestellt wurden und werden. Der Vergleich soll da nicht einfach Unterschiede und Identitäten ermitteln, sondern für bestimmte staatliche Systeme anhand dieser Tatbestände eine Belobigung oder Verurteilung vornehmen, welche ihren Bezugspunkt in einem Dafür- bzw. Dagegensein haben, das nicht weiter begründet werden muss.

Im zweiten Teil des Aufsatzes geht Georg Schuster* auf zwei Artikel in der Süddeutschen Zeitung zur SARS-Pandemie in Singapur 2003 ein und untersucht neben dem Systemvergeich BRD-DDR den mit Singapur:

Im Rückblick wurde Singapurs effizienter Umgang mit der „Seuche“ in Fachkreisen einvernehmlich hervorgehoben – ohne dass dies nach meiner Kenntnis die „Süddeutsche“ oder ähnliche Berichterstatter zu einer kleinen Selbstkritik veranlasst hätte. Auch entbehrt es nicht der Ironie, wie mitleidig bis abschätzig diese ‚Premiumpresse‘ gemeinhin auf die ‚Leitmedien‘ Singapurer Art herabsieht, die sie als regierungsnah, unkritisch und meinungsarm einschätzt.

Bleibt natürlich die Frage zu beantworten, woraus sich solche Vorbehalte gegen den Stadtstaat begründen und warum auch er dem notorischen Systemvergleich unterzogen wird, obwohl er zu keinem Zeitpunkt im Verdacht stand, ein Parteigänger des Ostblocks zu sein.

Und hier zur ganzen Analyse der “notorischen Systemvergleiche”:

Den Aufsatz lesen

 

 

 

 

*Pseudonym. Der Name des Autos ist der Redaktiion bekannt

11. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Sündenbock Gewerkschaft? · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , ,

von Hasso Rosenthal

lautstark_miomi_21-05-2007Seit Beginn der 90er Jahre schießen in den USA Rechtsanwaltskanzleien aus dem Boden, die sich darauf spezialisieren, Gewerkschafter in den Betrieben mies zu machen. Dazu gehören Diffamierungen, Verleumdungen usw. . Diese Kanzleien sollen inzwischen 200 Mrd. Umsatz machen (Wikipedia-Stichwort Union-Busting).

Das scheint sich in Deutschland auch breit zumachen. Hier im Norden sind Firmen wie Enercon oder die Meyer-Werft damit unrühmlich bekannt geworden. Dabei wissen sie, dass sie in der Regel die angestrengten Prozesse nicht gewinnen können. Es geht darum, das Betriebsverfassungsgesetz, Betriebsräte, Vertrauensleutekörper, Gewerkschafter und Gewerkschaften so schlecht zu reden, dass die Kolleginnen und Kollegen sich aus der Mitbestimmung zurückziehen.

Claas Tatje schrieb in der Zeit vom 7. April 2016 (S. 21) einen Aufsatz mit dem Titel: „Unheimlich mächtig“. (Über die angebliche Allmacht des Betriebsrats bei VW)

Hasso Rosenthal verfasste daraufhin einen Gegentext in Form eines Leserbriefes, den wir hier im Magazin Auswege veröffentlichen:

Artikel lesen


©Foto: “Pia-Theresa Lücker” / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de

 

19. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Christoph Butterwegge gibt SPD Mitschuld am Aufstieg der AfD · Kategorien: Peripherie · Tags: , ,

Mikrophon.gifMartin Zagatta sprach im Deutschlandfunk mit Christoph Butterwegge (Sendetermin 14.5.2016). Christoph Butterwegge ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln und Armutsforscher.

Eine seiner zentralen Aussagen im Deutschlandfunk: “Die AfD ist ein verspätetes Kind der Agenda 2010 … Diese Politik der SPD habe wesentlich zum Aufstieg der AfD beigetragen.”  Das ganze Interview lesen

 

 

18. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Makroskop – ein neues Online-Magazin · Kategorien: Lesezeichen, Marktplatz, Peripherie

gsf – Ab Juli kommt ein neues Online-Magazin auf den Markt: Makroskop. Herausgeber sind Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt. Im Untertitel gibt das Magazin seine Zielsetzung an: Kritische Analysen zu Politik und Wirtschaft.

Die Nullnummer erscheint am 27.5. Es werden 14 Artikel veröffentlicht. Im Verlauf eines Probemonats werden mehr als 30 Artikel zum Kennenlernen erscheinen. Das Normalabo soll dann ab Juli 90 Euro kosten. Wer will kann das Magazin als Förderer unterstützen. Einzelne Artikel sollen kostenlos online abrufbar sein. Wer vertiefte Hintergrundinfos kriegen will, muss abonnieren.

Makroskop beschreibt seine inhaltliche Ausrichtung so:

Wir werden Fakten präsentieren, über die wirtschaftlich und politisch relevanten Zusammenhänge aufklären und die Hintergründe ausleuchten. Es geht in erster Linie nicht darum, von rechts oder von links Stellung zu politischen Ereignissen zu beziehen, sondern darum, unseren Lesern die Mittel an die Hand zu geben, um selbst beurteilen zu können, welche Politik mit ihren Wertvorstellungen am besten zu vereinbaren ist.

Hier ein Youtube-Film der Herausgeber von der Startseite makroskop.eu:

Der Originallink, falls das Filmfenster nicht angezeigt werden sollte:
http://www.youtube.com/watch?v=0vO6fmctcko

Wir hoffen auf eine gelungene erste Ausgabe und wünschen viel Erfolg!


weitere Informationen auf der Makroskop-Seite

30. April 2016 · Kommentare deaktiviert für Tschernobyl 30 Jahre nach dem Unfall: Das Leben geht weiter – ohne den Menschen · Kategorien: Peripherie · Tags: ,

nuclear-power-plant-by_forestgreen_openclipart_CC0Mitteilung: Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung

100.000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen und Tausende leiden bis heute an den Folgen der Strahlung. Zurück blieb die Natur, die ebenfalls stark litt. Wildtierpopulationen wurden massiv dezimiert.

Doch heute, 30 Jahre und viele Tiergenerationen nach der radioaktiven Verseuchung melden Forscher wieder normale Populationsgrößen. Die Todeszone ist für Naturforschende eine Referenzfläche für das Leben ohne menschlichen Einfluss. Und das scheint zu florieren – trotz andauernder Strahlung. Studien zeigen warum: Die Tiere konnten sich offenbar an die Strahlung anpassen. Michael Brombacher von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt war dort und beschreibt im NeFo-Interview seine Beobachtungen. … weiter

Quelle: Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung/idw-online.de
©Grafik: nuclear-power-plant by forestgreen, openclipart, CC0