28. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Quo vadis Deutschland? Ein Rück- und Ausblick – Teil 2 · Kategorien: Peripherie, Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , , , , ,

eye-by_George_Hodan_www.publicdomainpictures.net_PDDie Auswege-Autorin Brigitte Pick schaut zurück, zieht Bilanz und wagt einen Ausblick:

gsf – Die Armut steigt, der Staat entzieht sich seiner Verantwortung, das soziale Gewissen der Grünen wird zunehmend farbloser (Sie sind im System angekommen). Brigitte Pick schreibt weiter über die Energiewende, über Prostitution, über steigende Mieten und die Sanierung von Altbauten.

Zum Schluss wagt die Autorin einen Ausblick: "Die Politik- und Finanzelite zeigt sich weiter unbeeindruckt solange das Land ruhig bleibt." Fangen wir also an, unruhig zu werden.

► Download des zweiten Teils

► Download des ersten Teils

oder

ereaderkl

Download einer optimierten pdf-Datei (Teil 1 + 2)  für eReader oder leichte Lesbarkeit am Monitor
(Optimiert für Reader mit 6 Zoll, Funktion Querformat, ohne pdf-Reflow, größere Schrift, kleinere Seitenbreite, ohne Bilder und Texteinschübe.)

 

bleistift

 

Weitere Aufsätze von Brigitte Pick

©Foto: George Hodan CC0, www.publicdomainpictures.net

tip

 

Die Zeit online hat auf die Hattie-Studie hingewiesen:

Ich bin superwichtig!

Kleine Klassen bringen nichts, offener Unterricht auch nicht. Entscheidend ist: Der Lehrer, die Lehrerin. Das sagt John Hattie. Noch nie von ihm gehört? Das wird sich ändern.

Ein neuer Name geht um in der Pädagogik. Man liest ihn in Aufsätzen und hört ihn in Vorträgen. Einige der wichtigsten deutschen Schulforscher kommen ohne ihn nicht mehr aus. Und schon bald, das sei prophezeit, werden es alle sein. Vom »Hattie-Faktor« und vom »Hattie-Ranking« ist die Rede. Und man fragt: »Was steht bei Hattie dazu?« … Den ganzen Artikel lesen

tip

Weitere Infos mit und über John Hattie und über seine Studienergebnisse:

Interview von Regine Berger mit John Hattie im Rahmen eines Workshops von VisiblelearningPlus in London am 16.04.2013. Zu den einzelnen Fragen gibt es jeweils ein Filmchen mit John Hattie, dessen Link auf der Seite angeklickt werden kann. Die Antworten werden übersetzt.

Kurzfassung der Ergebnisse der Hattie-Studie auf Lernmix

Die Hattie-Studie im Download als pdf-Datei

Stellungnahme der “Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e. V.” zur Hattie-Studie

John Hattie: Was macht guten Unterricht aus?

25. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Was hat das Waffenrecht mit Amokläufen zu tun? · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , ,

Logo Gegenrede.gifEin Schulmassaker in Newtown und schon tobt in den USA eine Debatte über das Recht der Amerikaner auf private Bewaffnung

GegenRede 26 von Freerk Huisken

Nach jedem Amoklauf, ob in den USA, in Germany oder sonst wo, beginnt nach der anfänglichen Empörung schnell die übliche Ursachendebatte. Zur Auswahl stehen immer dieselben Angebote: Der Täter muss geisteskrank gewesen sein, er hat sich von Gewaltvideos und brutalen Ego-Shootern manipulieren lassen, kam viel zu leicht an Schusswaffen heran oder ist in einem Elternhaus aufgewachsen, das ihm statt Liebe nur Hiebe verabreichte. … weite

16. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Sexualkunde 2.0 – ein dringend benötigtes Update für weiterführende Schulen · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , ,

gsf – Tina Lorenz, die kulturpolitische Sprecherin der Piratenpartei in Bayern, äußert sich in ihrem Essay über Sexualkunde, über die Rolle der Pornografie und einen zeitgemäßen Sexualkundeunterricht. Sie setzt sich mit Behauptungen von wertkonservativen Bildungspolitikern genauso auseinander wie mit Meinungen der Elterngeneration, die sich so gerne über die verrohende Jugend und über das Kreisen von Pornobildchen auf Schulhöfen beschwert. Ihre Forderung lautet: Wir brauchen ein Update!

von Tina Lorenz

Es gibt weltweit kaum einen Lerninhalt in Schulen, der mehr Kontroversen hervorruft als der Sexualkundeunterricht. Während beispielsweise in Peru vor allem Schamgrenzen überwunden werden müssen und Enthaltsamkeit gelehrt wird, weil Verhütungsmittel für Jugendliche nicht bezahlbar sind, macht man sich in Amerika mehr über die wachsende Unzucht Jugendlicher als Konsequenz eines allzu aufgeklärten Sexualkundeunterrichts Sorgen. „Wenn Sexualkunde auch nur halb so enthusiastisch gelehrt wird wie ansonsten bei uns Mathe oder die Wissenschaften“, spötteln dazu Sexualwissenschaftler_innen, „dann müssen wir uns um den Moralabbau der Jugendlichen keine Sorgen machen.“ … weiter

23. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Lieber Klaus Wenzel, herzlichen Dank für deine deutliche Stellungnahme … · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

gsf – Kurz vor Beginn der Weihnachtsferien hat Klaus Wenzel, Vorsitzender des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV e.V.), eine Stellungnahme verfasst. Das Thema lautete:

Bayerns Schulsystem ist ungerecht und ausgrenzend – das befördert politische Radikalismen

Die GEW Ansbach hat diese Pressemitteilung und die schroffe, ja fast panikartige Entgegnung des Bay. Kultusministeriums bereits auf ihrer Webseite veröffentlicht. Auch wenn es sich um "bayerische Vorgänge" handelt, empfehlen wir unseren "bundesweiten" LeserInnen die Lektüre von Klaus Wenzels Stellungnahme und der "Antwort" des Ministeriums. Die Thematik ist von bundesweiter Bedeutung. Hier ist der Link zur Seite der GEW Ansbach, auf der Klaus Wenzels Erklärung nachzulesen ist und die Antwort des Bayerischen Kultusministeriums aufgerufen werden kann:

http://www.gew-ansbach.de/2012/12/du-musst-draussen-bleiben/

Logo Infobrief

 

Hans Grillenberger von der Redaktion AUSWEGE hat Klaus Wenzel nun einen offenen Brief zu dem ganzen Vorgang  geschrieben:

 

Lieber Klaus Wenzel,

herzlichen Dank für deine deutliche öffentliche Stellungnahme zum Thema "Selektion im Schulsystem und Radikalisierung der Gesellschaft".

Zunächst war zu erwarten, dass von Ministeriumsseite dein aufgezeigter Zusammenhang ganz entrüstest  als unsinnig und Entgleisung zurückgewiesen wird. Was allerdings "die Frösch zum Weiher naushaut", ist die GEMEINSAM formulierte Empörung von RS-Lehrerverband, Philologen, kath. Erziehern etc. (Der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (BRLV), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Anm. d. Red.)

Ich teile voll und ganz deine Meinung und möchte dich ermutigen, im entfachten Streit nicht still zu halten..

Ich kenne nicht die Quoten an Neonazis in Bayern und sonstwo, auf die das Kultusministerium hinweist und die bayerischen Verhältnisse als Gott-sei-Dank-harmlos lobt. Darum geht es aber nicht. Ehe sich Einstellungen, Weltbilder politisch strukturieren, beginnt ja schon sehr weit vorher eine gefährliche Spaltung der Gesellschaft mit ihren Rassismen. Wir sollten uns alle mal unter Schülern aus den verschiedenen Schultypen umhören, welches Ausmaß an Neid, Belächeln, Minderwertigkeitsgefühlen, Arroganz aufgrund der Selektierung anzutreffen ist.

Ob Haupt-/Mittelschüler die aufgestiegenen Freunde in RS und Gym als "was Besseres" oder als "Besserwisser" beneiden und oft abschreiben, die Schüler am Gymnasium Haupt/-Mittelschüler als die armen Zurückgebliebenen belächeln oder nur bemitleiden oder Realschüler sich als Gott-sei-Dank-von-der-Hauptschule-Davongekommene sehen, hier beginnen Weltbilder sich zu formen, in denen Achtung, Wertschätzung und Solidarität verloren gehen. Eltern mit all ihren Ängsten, ihrem Statusdenken und Versagensängsten verstärken diese von den Strukturen des Systems produzierte Entfremdung der Menschen voneinander.

Diese Erfahrung der Kinder und Jugendlichen, dass sie sich fremd werden, schafft genau das Klima, vor dem du warnst. Wenn sich dann Einstellungen politisch strukturieren entweder als Rechtsradikalismus oder als sogenannter Liberalismus ("Eure Armut kotzt uns an"), ist vorher schon so viel Mitmenschlichkeit verhärtet und erstickt. Ich fürchte, diesen schleichenden Spaltungsprozess der Gesellschaft können Spaenle u.a. nicht wahrnehmen. Sie haben sich in ihrer Wagenburg mit politischen Ideologien ebenso eingebunkert wie diejenigen, die offen ihre Gewaltphantasien zur Schau tragen.

Ich wünsche dir viel Gelassenheit und Herzenskraft im Umgang mit all den Menschen, die von den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen entkoppelt sind.

Schöne Feiertage

Hans Grillenberger
Stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Ansbach der GEW
Redakteur beim Online-Magazin "AUSWEGE – Perspektiven für den Erziehungsalltag"

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Auch Heinz Kreiselmeyer schickte uns seine Stellungnahme zu …

 

Warum diese Aufregung? Da geht endlich einmal der BLLV-Präsident mutig voran, um den Dingen auf den Grund zu gehen und schon sieht er sich von Seiten des Kultusministeriums und anderer Lehrerverbände massiven Attacken ausgesetzt. Wie erbärmlich!

… und folgenden Leserbrief schrieb er an die Süddeutsche Zeitung:

Es könnte bald zu spät sein
Das Kultusministerium spricht von einer „einzigartigen politischen Entgleisung“. Worin aber liegt diese „einzigartige Entgleisung“? Ist diese nicht dem Kultusministerium und den Lehrerorganisationen zuzuordnen, die sich außerstande sehen, sich auf diesen notwendigen Diskurs endlich einzulassen? Es wird höchste Zeit, dass wir angesichts der zunehmenden Radikalisierung in unserer Gesellschaft diese Diskussion ernsthaft führen. Es könnte sonst bald zu spät sein.

23. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Sitzenbleiben? · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags:

Dass es das Sitzenbleiben noch immer gibt, ist unglaublich und fast schon skandalös. Wenn ein Schüler in einem Fach nicht ausreichende Leistung zeigt, muss er alle anderen Fächer ein ganzes Jahr wiederholen, in denen er eventuell gute oder sogar sehr gute Leistungen erzielt hat.

Prof. Dr. Thomas Götz in einem Interview mit dem Titel “Gemeinsam lernen – individuell fördern” auf der Website der Uni Konstanz. Siehe dazu den Beitrag in diesem Magazin: Gemeinsam lernen – individuell fördern

14. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für GEW zu IGLU und TIMSS: Positive Entwicklung von 2006 nicht fortgesetzt, Lesekompetenz sinkt wieder · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , ,

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

gew_logo_drot_kl.gifFrankfurt a.M./Berlin – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wirft den Kultusministern vor, die Ergebnisse der neuen Grundschulstudien schön zu reden und Alarmsignale zu ignorieren. “Bereits seit einigen Jahren gibt es deutliche Anzeichen, dass die Grundschulen durch die Vielzahl schlecht vorbereiteter ‚Reformmaßnahmen’ in ihrer positiven Entwicklung gestört worden sind. Jetzt zeigt sich, dass der positive Trend von 2006 nicht fortgesetzt und in der Lesekompetenz nicht einmal gehalten werden kann”, sagte Marianne Demmer, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Schule und stellvertretende Vorsitzende, am Dienstag in einer ersten Reaktion auf die Grundschulstudien IGLU und TIMSS. Weiterlesen »

13. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Pflichtfach „Wirtschaft in der Schule“! · Kategorien: Standpunkte und Kommentare, Unterricht und Erziehung · Tags:

Resolution der bdvb-Fachtagung Bildungsfaktor “Wirtschaft”

Mitteilung: Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V.

Um die ökonomische Allgemeinbildung in der deutschen Bevölkerung ist es bekanntlich schlecht bestellt. Referenten und Teilnehmer der bdvb-Fachtagung Bildungsfaktor „Wirtschaft“ am 09. November 2012 in Düsseldorf halten ein hohes Maß an wirtschaftlicher Allgemeinbildung für wichtiger denn je. Sie stellen die Forderung Pflichtfach „Wirtschaft in der Schule“ in den Mittelpunkt einer vom Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb) entwickelten Resolution.

►Resolution “Wirtschaft in der Schule” downloaden

03. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Tierschutz statt Angel-AG: PETA kritisiert Angebot an Tecklenburger Hauptschule · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: ,

Mitteilung: PETA e.V.

Tecklenburg / Gerlingen, 3. Dezember 2012 – Die an der Tecklenburger Hauptschule angebotene Angel-Arbeitsgemeinschaft stößt auf herbe Kritik der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. Erst vor kurzem wurde sogar ein Angel-Weltmeister eingeladen, der die Schüler für den tierquälerischen Sport begeistern sollte. Da Fische, genauso wie Menschen, Schmerzen und Ängste empfinden, fordert PETA das Ende der AG. Stattdessen sollte Kindern und Jugendlichen der Tierschutz nähergebracht werden, um die Empathie Tieren gegenüber zu stärken.

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21. November 2012 · Kommentare deaktiviert für GEW: „Sinkende Schülerzahlen für qualitative Verbesserungen nutzen“ · Kategorien: Standpunkte und Kommentare

Bildungsgewerkschaft zu den Einschulungszahlen des Statistischen Bundesamtes

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M./Wiesbaden – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt an, die in den nächsten Jahren sinkenden Schülerzahlen für qualitative Verbesserungen in den Schulen und die Weiterentwicklung zu einem inklusiven System zu nutzen. „Die sogenannte demografische Rendite muss im Schulsystem bleiben. Mit diesem Geld können viele Reformen beispielsweise die Inklusion finanziert werden, die dringend notwendig sind, um die Qualität des Angebotes der Schulen zu verbessern“, sagte Marianne Demmer, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Schule, am Mittwoch in Frankfurt a.M. mit Blick auf die aktuellen Einschulungszahlen, die das Statistische Bundesamt heute veröffentlicht hat.

„Alle Kinder und Jugendlichen brauchen mehr individuelle Unterstützung. Deshalb benötigen die Lehrkräfte mehr Zeit für die Schülerinnen und Schüler“, betonte Demmer. „Auf der politischen Tagesordnung steht die Weiterentwicklung des vielgliedrigen, selektiven Schulsystems zu der 'einen Schule für alle Kinder'. Wir brauchen Ganztagsschulen, die für die Schülerinnen und Schüler Lern- und Lebensraum sind. Dafür müssen sich Schulen noch stärker öffnen und mit den Institutionen in einer Gemeinde eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.“ Die GEW-Schulexpertin warnte davor, jetzt Lehrerstellen mit der Begründung sinkender Schülerzahlen zu streichen: „Damit gefährdet Politik die notwendigen Reformen und setzt die Zukunft der jungen Generation aufs Spiel.“

Pressemitteilung v. 21.11.2012
GEW-Hauptvorstand
Ulf Rödde
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt am Main
www.gew.de