09. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Deutsche Schulen unten offen. Wer hätte das gedacht? · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , , ,

Neue Bertelsmannstudie zur Durchlässigkeit

GegenRede 25 von Freerk Huisken

Eine Studie der Bertelsmannstiftung bringt es an den Tag: Die Durchlässigkeit des deutschen Schulwesens, gepriesen als Königsweg zu mehr individueller Chancengleichheit, funktioniert weniger von unten nach oben, als vielmehr umgekehrt mehr von oben nach unten. Neu ist das Ergebnis wahrlich nicht, neu sind allein die statistisch ermittelten Unterschiede zwischen den Bundesländern.

Sie lassen einen Schluss zu: Je rigider nach der 4. Klasse zwischen Kandidaten fürs Gymnasium und dem Rest der Schulen sortiert wird, desto geringer ist die Zahl der Schüler, denen nach ihrem „Aufstieg“ die fehlende „Gymnasialreife“ bescheinigt wird und die dann den Weg zurück in die Realschule anzutreten haben. … weiter

 

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17. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Was die neue Ländervergleichsstudie der KMK angeblich zeigt: · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

„Richtig ist, dass alle Bundesländer große Schwierigkeiten mit bestimmten Schülergruppen haben…“

… verkündet der Bildungssenator der Stadt Hamburg, deren Schulen sich im nationalen Vergleichstest der Viertklässler in Lesen und Rechnen mit Bremen und Berlin am Ende des Ranking befinden.

GegenRede 24 von Freerk Huisken

Ungerührt stellt der Senator damit die Verhältnisse gründlich auf den Kopf: Die Bundesländer haben nicht Schwierigkeiten mit Schülern, die aus „bildungsfernen Schichten“ oder Migrantenfamilien kommen, sie machen diesen Schülern große Schwierigkeiten. Und zwar nicht aus Bösartigkeit, sondern in Verfolgung jener Ziele, für die das hiesige Schulwesen zuständig ist: … weiter

 

Weitere GegenReden von Freerk Huisken

15. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Damit inklusive Bildung nicht zur inklusiven Vernachlässigung wird · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , ,

Gerhard Zupp, Bundesvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V., äußert sich im  didacta-bildungsklick.tv zur Inklusion. Sie könne nur gelingen, wenn bestehende Ressourcen nicht nur beibehalten, sondern erheblich ausgeweitet werden.

Direktlink: http://www.youtube.com/watch?v=x9q_IjzH4Ic

 

 

Weitere Aufsätze, Artikel und Meldungen zum Thema Inklusion

05. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Bundesländervergleich zur Grundschule: In der Bildungsforschung neue Akzente setzen! · Kategorien: Daten und Fakten, Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

Bildungsgewerkschaft GEW zum Grundschul-Bundesländervergleich: keine neuen Erkenntnisse

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat deutlich gemacht, dass die derzeitigen Schwerpunkte in der empirischen Bildungsforschung für die Verbesserung des Lernens in der Schule nicht hilfreich seien. Sie förderten keine neuen Erkenntnisse zu Tage. „Es ist höchste Zeit, dass in der Bildungsforschung neue Akzente gesetzt werden: Der Umbau des selektiven zu einem inklusiven Schulsystem, effektive Lehrerfortbildung und die Bedingungen für gelingende individuelle Lernunterstützung müssen von der Forschung begleitet werden“, sagte Marianne Demmer, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Schule und stellvertretende Vorsitzende, am Freitag in Frankfurt a.M. mit Blick auf den Grundschul-Bundesländervergleich. „Welchen Sinn hat es, wenn die Vergleiche immer wieder zeigen, dass dieselben Bundesländer an der Spitze stehen und dieselben Länder am Ende? Aber auch gut zehn Jahre nach dem PISA-Schock niemand sagen kann, warum das so ist! Völlig unerforscht ist auch, welche Maßnahmen ergriffen werden müssten, um die Qualität der Lernprozesse zu verbessern.“ Ein Vergleich auf der Systemebene sei nur dann sinnvoll, wenn wirtschaftlich und soziokulturell ähnliche Räume untersucht werden, betonte Demmer: „Sonst werden Äpfel mit Birnen verglichen.“

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04. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Gewalt gegen Lehrkräfte in Kolumbien beenden! · Kategorien: Standpunkte und Kommentare

Bildungsgewerkschaft GEW zum „Weltlehrertag“ am 5. Oktober: Bundesregierung muss ihren Einfluss geltend machen

Mitteilung: GEW Bundesvorstand

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat gefordert, die Gewalt gegen Lehrkräfte in Kolumbien sofort zu beenden. „Lehrerinnen und Lehrer werden in vielen Staaten bedroht und verfolgt. Besonders dramatisch ist die Situation in Kolumbien. Allein im vergangenen Jahr sind in dem lateinamerikanischen Land 17 Lehrerinnen und Lehrer ermordet worden. Die Bundesregierung muss ihren Einfluss stärker nutzen und den Druck erhöhen, damit die kolumbianische Regierung Schulen und Lehrkräfte besser vor Gewalt schützt“, verlangte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne … weiter

Quelle: PM v. 4.10.12 -GEW Bundesvorstand –  www.gew.de

02. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Fehlstart in die Inklusion – Menschenrecht in Hessen unter Haushaltsvorbehalt · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

von Johannes Batton

Aller Kritik zum Trotz ist ein Jahr nach der Neuregelung der sonderpädagogischen Förderung im Hessischen Schulgesetz (HSchG) nun auch die lange umkämpfte neue sonderpädagogische Verordnung (VOSB) in Kraft getreten. Doch schlimmer noch als die Verordnung, welche die bisher für den Gemeinsamen Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder geltenden Standards dramatisch absenkt, ist die Realität.

Die Erfahrungen mit der Vorbereitung dieses Schuljahres zeigen deutlich, dass es dem Hessischen Kultusministerium (HKM) nicht um eine sachgerechte Umsetzung des Inklusionsgebots der UN geht, sondern um Mangelverwaltung. Die Empfehlung Hessischer Förderausschüsse sind in den meisten Fällen nicht das Papier Wert, auf dem sie stehen. In dem Bemühen, den eklatanten Mangel an Personal zu verschleiern, Widersprüche zu vertuschen und Mitglieder von Förderausschüssen zu reglementieren, greifen einzelne Schulämter zu mehr als fragwürdigen Methoden. … weiter

©Foto: GEW Hessen

 

"Fehlstart in die Inklusion" ist der vierte Aufsatz zum Thema "Inklusion" von Johannes Batton im Magazin AUSWEGE.

Hier sind die bisherigen drei:

Sonderpädagogik aus leerer Hand. Warum Hessen die Inklusion über Beratungs- und Förderzentren abwickeln will

Hessen spart sich die Inklusion. Kritik des Entwurfs der Verordnung über Unterricht, Erziehung und sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen (VOSB) vom Juli 2011

►Inklusion und Konfusion – Was auf Hessens Schulen zukommt

 

 

 

22. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Alphabetisierung als Arbeitsamtsmaßnahme – ein Erlebnisbericht · Kategorien: Deutsch, Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , , , ,

von Martin Schönemann

Nach dem Referendariat bekam ich keine Stelle im staatlichen Schuldienst, jedenfalls nicht sofort und an meinem Wohnort. Ich war gerade Vater geworden und irgendwie musste schnell eine berufliche Beschäftigung her.

Es dauerte nicht lange, dass auf meine zahl- und wahllosen Bewerbungen eine Antwort kam. Es ging um eine Stelle als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache. … weiter

©Foto: S. Hofschlaeger / www.pixelio.de

 

Weitere Aufsätze von Martin Schönemann

19. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Bundesinnenministerium: Berufsverbote gab es nie! · Kategorien: Daten und Fakten, Paragraphenreiter, Standpunkte und Kommentare

Reaktion auf Petition von Berufsverbotsbetroffenen: Bundes-Innenministerium erklärt, Berufsverbote habe es in der BRD nie gegeben.

Für die Initiativgruppe 40 Jahre Radikalenerlass – Klaus Lipps und Michael Csaszkóczy

(Baden-Baden/Heidelberg, 19.9.2012) – Erstaunlich schnell hat das Bundesinnenministerium auf eine Petition reagiert, die Betroffene des sog. Radikalenerlasses am 14.06.2012 – 40 Jahre nach dessen Verabschiedung – beim Petitionsausschuss des Bundestages eingereicht hatten und in der sie ihre Rehabilitierung und die Einsicht in ihre  Verfassungsschutzakten verlangen.

Das Innenministerium weist in seiner Antwort, die sich natürlich nur auf Bundesbedienstete bezieht, diese Forderungen brüsk zurück: Die „Entfernung aus dem Beamtenverhältnis“ stelle „kein Berufsverbot dar“, sondern sei „eine Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des öffentlichen Dienstes“. Auch eine Bespitzelung kritischer politischer Opposition durch den Verfassungsschutz habe es in der Bundesrepublik nie gegeben.

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18. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Lieber Gott, lass mich gute Noten kriegen! · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

Rezension von Ulrike Luise Kellers Buch „Gerechte Noten gibt es nicht“

von Detlef Träbert

Seit 1971 ist in der deutschen Erziehungswissenschaft klar, „dass die Zensuren keine Vergleichsfunktionen bei schulexternen Adressaten erfüllen können und dass damit unser gesamtes schulisches Berechtigungswesen auf einer Fiktion beruht“ (Karl-Heinz Ingenkamp, „Die Fragwürdigkeit der Zensurengebung“). Seit über vier Jahrzehnten ist es in der Wissenschaft unbestritten, dass Schulnoten nicht objektiv sein können, als Messinstrument für Lernleistung nichts taugen, keine Aussagen über die Lernentwicklung von Schüler/innen machen und sich pädagogisch-psychologisch schädlich auf die Lernenden auswirken können. Die Schulpolitik hat daraus allerdings bis heute keine Konsequenzen gezogen, trotz etlicher weiterer wissenschaftlicher Studien zu dieser Thematik.

Dass sich das möglichst bald ändert, hofft Ulrike Luise Keller, selber Lehrerin mit rund 20 Jahren Erfahrung im staatlichen wie im Waldorf-Schulwesen und promovierte Erziehungswissenschaftlerin. … weiter

 

Weitere Aufsätze von Detlef Träbert

13. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Petition 26078 „Moratorium und Runder Tisch zu Beschneidungen von einwilligungsunfähigen Jungen“ · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: ,

Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender Deutsche Kinderhilfe e.V., bittet um Mithilfe:

Sehr geehrte, liebe Mitstreiter,

der Bundestag hat aufgrund intensiver Lobbyarbeit heute unsere gemeinsame Petition beim Online-Petitionssystem des Deutschen Bundestages zur Unterzeichnung zugelassen und freigeschaltet. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 11. Oktober 2012.

Die Bundestagspetition können Sie unter dem vereinfachten Link http://die-petition.de (direkt: http://die-petition.de/mitzeichnen/) zeichnen.

In der Petition sehen wir angesichts des nahezu einstimmigen Bundestagsbeschlusses und der Aussagen von Spitzenpolitikern wie Horst Seehofer („Gesetz ohne wenn und aber“) die einzige Chance, die Politiker davon abzubringen, in übereiltem Handeln und ohne Berücksichtigung des Kindeswohls einen gesetzlichen Schnellschuss zu begehen.

Der nächste Schritt ist das Erreichen von mindestens 50.000 Unterschriften bis zum 11. Oktober 2012, denn dann wird es eine öffentliche Anhörung im  Petitionsausschuss des Bundestages geben.

Der beispiellose Erfolg der Petition gegen Netzsperren im Jahr 2009 hat gezeigt, dass es eine realistische Chance gibt, den notwendigen Druck auf die Politik auszuüben.

Lassen Sie uns daher gemeinsam unsere Freunde, Bekannte, Verwandte und sozialen Netzwerke  zur Zeichnung der Petition für ein Moratorium und einen Runden Tisch zu Beschneidungen von einwilligungsunfähigen Jungen mobilisieren.

Mit freundlichen Grüßen

Deutsche Kinderhilfe e.V.

Georg Ehrmann

Vorstandsvorsitzender

 

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