28. März 2011 · Kommentare deaktiviert für Vom Beratungslehrer zum freien Schulberater · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , ,

Im Dialog mit Detlef Träbert

Auswege sprach mit Detlef Träbert, Schulberater und Bundesvorsitzender der Aktion Humane Schule, über den Schuldienst und das Beamtenverhältnis und warum er es quittiert hat, über systembedingte Lernschwierigkeiten, über die schulische Selektion, über Schulberatung, die Humanisierung der Schule, über die AHS und die GEW. … weiter

15. März 2011 · Kommentare deaktiviert für Nein zum Bundesfreiwilligendienst · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags:

Mitteilung: DGB-Jugend

Zur Debatte um die Einführung eines Bundesfreiwilligendienstes und der gestrigen  Anhörung im Bundestag zur erklärte René Rudolf, DGB-Bundesjugendsekretär: "Wir lehnen die Einführung eines Bundesfreiwilligendienstes entschieden ab. Für das freiwillige Engagement junger Menschen bestehen mit dem "Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), dem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und freiwilligen Auslandsdiensten genügend Möglichkeiten, sich freiwillig zu engagieren. Und viele junge Menschen übernehmen diese Aufgaben gerne."

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03. März 2011 · Kommentare deaktiviert für Förderung muss gestaltet, nicht verwaltet werden · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , ,

 

 

 

 

Die Diskussion über die Integration an der Regelschule geht weiter:

Kritik an der Praxis der bestehenden Form der integrativen Förderung – Ein Zwischenruf

von Claus Heymann

Als Sprachheillehrer bin ich seit mehreren Jahren im Gemeinsamen Unterricht (GU) eingesetzt. Die Arbeit als Leiter einer Sprachheilklasse reduziert sich nur noch auf Förderung in Kleingruppen oder auf Einzelförderung. Die im Unterricht eingebundene integrative Förderung innerhalb  einer Klasse nach sonderpädagogischen Prinzipien, wie zu Beginn meiner Tätigkeit 1991, kann nur noch rudimentär stattfinden, da die Schulaufsicht den Einsatz von Sprachheillehrkräften z.B. als Klassenlehrer/in untersagt. Die Tätigkeit des Sprachheillehrers als Leiter einer Sprachheilklasse besteht somit als Reisender in Sachen Förderung. … weiter

gsf – Wir führen mit diesem Aufsatz von Claus Heymann die Diskussion über die inklusive Schule fort. Der Autor beschreibt zwar seine Situation für hessische Schulen, sämtliche Aspekte betreffen aber die anderen Bundesländer genauso.

Im Zuge der Auflösung/Reduzierung der Förderschulen werden Förderschüler an die Regelschulen zurückgeführt bzw. an der Regelschule unterricht. Die Befürworter und Gegner dieses Paradigmenwechsels diskutieren bereits seit Jahren über Sinn und Unsinn, über Chancen und Anforderungen dieser bildungspolitischen/pädagogischen Maßnahme.

 

Bisher erschienene Aufsätze zum Thema Inklusion:

►Inklusion und Konfusion – Was auf Hessens Schulen zukommt

►Und es geht doch! Rezension des Buches „Auf dem Weg zur Schule für alle“

►Integration an der Realschule – die beste Zeit in unserem Pädagogenleben

►„… als hätte uns vorher eine Farbe gefehlt”. Benjamin im integrativen Kindergarten

►Alle Inklusionsartikel inkl. Meldungen und Kurzberichte

 

 

01. März 2011 · Kommentare deaktiviert für Anlässlich des Falls Guttenberg: Geistiges Eigentum oder der Unfug der Privatisierung von Erkenntnis · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

GegenRede 13

von Freerk Huisken

gsf – Am 1.3. trat v. zu Guttenberg von allen Ämtern und Funktionen zurück. Die CDU wird aufgeatmet haben. Sie ist ihn endlich los, den Schlagzeilenverursacher, der mit weniger als 70 Prozent Beliebtheit vermutlich auch weniger gut zu gebrauchen ist. Die Opposition jubelt, weil sie moralisch gesehen sich endlich im Recht fühlt. Die deutsche Wissenschaft (Wer ist das eigentlich?) ist mit dem Rücktritt in Deutschland und in der Welt angeblich voll rehabilitiert.

Eine "bedeutsame" Frage für das Volk hat die ZEIT gestellt: "Was wird aus Stephanie zu Guttenberg?" (http://www.zeit.de/news-032011/1/iptc-bdt-20110301-431-29006858xml – Zugriff am 1.3.2011). Die (klein)bürgerlich Welt ist also schwer in Aufregung.

Am Fall Guttenberg lassen sich trefflich einige Mechanismen dieser unserer Gesellschaft samt ihrem System begutachten: Die Rolle von Ikonen und Illustriertentitelbildern für das Volk, die Herrschaftsmechanismen der Parteipolitiken und der Medien, Einflussnahmen von Geld und Wirtschaft, die Psychopathologie der Eitelkeiten von Politikern und Wissenschaftlern u.a. mehr.

Das Magazin Auswege hat bereits einen Kommentar zum "vernebelten Volk" von Joscha Falck veröffentlicht. Freerk Huisken hat einen weiteren, bisher unterbelichteten Aspekt der ganzen Guttenberg-Affaire in "GegenRede 13" aufgegriffen: Der Unfug mit dem geistigen Eigentum. Er schreibt:

Um all das geht es beim Plagiieren. Und nichts davon wird zum Thema, wenn sich die Menschheit einerseits um Glaubwürdigkeit ihres strahlenden Kriegsministers und andererseits um die Seriosität ihres akademischen Konkurrenzbetriebs sorgt.

Gerade jetzt – nach zu Guttenbergs Rücktritt – sollten wir die Diskussion über die Rolle der Wissenschaft, über Herrschaftmechanismen und "Eigentumsfragen" verstärkt führen.

Hier geht es zur GegenRede 13: Anlässlich des Falls Guttenberg: Geistiges Eigentum oder der Unfug der Privatisierung von Erkenntnis

Alle bisher erschienenen GegenReden ansehen

25. Februar 2011 · Kommentare deaktiviert für Unsere Schüler/innen: Persönlich fördern statt leidvoll sortieren! · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , , ,

Ernst Wilhelm, Vorsitzender der GEW Oberfranken, fordert in einem engagierten Plädoyer:

“Lernen ist ein wesentliches Bedürfnis des Menschen. Schaut man hinter die Kulissen unserer Schulen, könnte man diese Aussage in Zweifel ziehen. Viele Schüler/innen wehren sich aktiv oder passiv gegen die verordneten Lerninhalte und Auslesemaßnahmen.”

Zur Untermauerung hat er 6 Thesen aufgestellt und sie in seinem Aufsatz näher begründet:

1) Kinder sind das höchste Gut einer Gesellschaft.

2) Schüler/innen mit unterschiedlichem Lerntempo brauchen keine unterschiedlichen Schularten, sondern unterschiedliche Aufgabenstellungen in einer gemeinsamen Schule.

3) Kleinere Klassen und individuelle Fördermaßnahmen ruinieren keineswegs die Staatskassen, statt dessen bereichern sie die Entwicklungschancen der folgenden Generation.

4) Die Notengebung ist ein schlechter Maßstab für Lernerfolge und macht zudem viele Schüler/innen zu Verlierer/innen.

5) Wer Schüler/innen in verschieden wertige Schularten trennt, spaltet die Gesellschaft.

6) Es gibt viele Beispiele für gute Schulen  –  auch in Deutschland.

Download von Ernst Wilhelms Aufsatz

Wir bitten um die bundesweite Weiterverbreitung dieses Aufsatzes.
Schickt die pdf-Datei an Bekannte, KollegInnen und Freunde, an Vereine, Verbände und Parteien.

►Weitere Aufsätze zum Thema Gemeinschaftsschule

►Weitere Aufsätze zum Thema “Kinderrechte – was Kinder von uns brauchen”

►Weitere Aufsätze zum Thema “Starke Kinder”

14. Februar 2011 · Kommentare deaktiviert für „Deutsche Eltern, packt die Tigermutter in den Tank!” · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

GegenRede 12

von Freerk Huisken

So oder ähnlich müsste es lauten, ginge es in der Erziehung nach Th. Sarrazin. Ihn hat das Buch von Amy Chua, „Battle Hyams of a Tiger Mother“ offensichtlich überzeugt. Verwundern darf das nicht, repräsentiert doch die Erziehung dieser amerikanischen (!) Mutter für ihn eine Fülle jener deutschen (!) Tugenden, wie sie ihm so am Herzen liegen und deren Ruinierung er der hiesigen Sozial- und Ausländerpolitik anlastet: Disziplin, Fleiß, Ordnungssinn, Opferbereitschaft usw.

Sein Traum: So ließen sich – nach us-amerikanischem Vorbild – sittlich hochstehende deutsche Hochbegabungen züchten, mit denen die unaufhaltsame Selbstauflösung Deutschlands gestoppt werden könnte. Der Untertitel des Buches der US-Mutter verspricht denn auch entsprechende Rezepte. Er lautet: „Wie ich meinen Kinder das Siegen  beibrachte!“ … weiter

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13. Februar 2011 · Kommentare deaktiviert für Wieder mal ein Suizid eines Schülers – alles im grünen Bereich, oder? · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

von Bernd Ufholz

Die Frage klingt schon zynisch. Braucht es erst ein dramatisches Ereignis – Amoklauf, Lehrermord, Selbstmord – damit über die Auswirkungen von Schule diskutiert wird? Offenbar schon.

Die Aufregung hält sich allerdings in gewissen Grenzen, wenn keine größere Zahl von Toten zu beklagen ist. Der Süddeutschen Zeitung vom 11. Februar 2011 ist es nur noch einen Artikel in den Landkreisnachrichten wert, dass sich ein Schüler aus einer 11. Klasse des Gymnasiums Puchheim im Landkreis Fürstenfeldbruck am 9. Februar das Leben nahm, nachdem er in Englisch eine schlechte Note entgegengenommen hatte. Auch sonst lief es notenmäßig gar nicht gut bei ihm, berichteten die Mitschüler. … weiter

©Foto: Gerd Altmann / www.pixelio.de

Die Redaktion bittet um Beachtung des ergänzenden Kommentars von Bernd Ufholz zu seinem Aufsatz weiter unten auf dieser Seite!

29. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für Humor ist einfach lebenswichtig! · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

Auswege-Redakteur Joscha Falck sprach mit der Schulsatirikerin Gabriele Frydrych

Mal heiter, mal zynisch schreibt sie in kurzen Geschichten über all das, was uns die Augen verdrehen lässt. Im Visier sind all jene Besserwisser, die ihr Wissen über Schule und ihre Akteure nicht zurückhalten können: Kollegen, Vorgesetzte, Journalisten und Politiker. „So mancher schulgeschädigte Leser wird über dieses bunte Treiben grinsen, denn er gönnt es der Lehrerschaft von Herzen, dass sie mal ordentlich vorgeführt wird".

Woher die Autorin dafür die Motivation nimmt, wie ihre Texte aufgenommen werden und ob sie im neuen Verlag besser aufgehoben ist, hat sie uns im Gespräch selbst verraten. Eine klare Leseempfehlung können wir aber schon jetzt aussprechen.

gsf – Das schreibt Joscha Falck über die Schulsatirikerin Gabriele Frydrych und über ihr Buch "Von Schülern, Eltern und anderen Besserwissern: Aberwitz im Schulalltag" samt ihrem Wechsel zum Piper Verlag. Im Anschluss an seine Kurzrezension hat er sie interviewt – über die Schule und ihre KollegInnen, über ihre Satire und den alltäglichen Wahnsinn.

Hier geht's lang: O-Ton Gaby Frydrych im Interview

Bisher in Auswege von Gaby Frydrych erschienene Texte

 

13. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für Weit weg vom Lehrersein III · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

Ein Gespräch mit der Lehramtsstudentin Christine Schlebach – Teil 3

Christine Schlebach ist eine von vielen Studentinnen und Studenten, die man erstmal nur beglückwünschen kann. Sie studiert nach neuester Studienordnung Lehramt an Grundschulen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre moderne Studienstruktur ermöglicht es ihr, aufgrund eines im europäischen Hochschulraum einheitlichen Bewertungssystem über ECTS-Punkte ganz einfach hier und da, in Brüssel und Mailand, Hamburg und Paris credit points zu sammeln. Sie studiert in Modulen – nahezu alles ist Pflicht. Da im Regelfall auch die Reihenfolge vorgeschrieben ist, bleibt kaum Auswahlmöglichkeit, ganz zu schweigen von indivuellen Studienschwerpunkten. Der bundesweite Bildungsstreik, der genau das zum Thema hatte, ist abgeflaut. An den Unis kehrt wieder die Ruhe der Normalität ein – allerdings mehr aus Anpassung als aus Zufriedenheit. Christine ist wie so viele ein Versuchskaninchen.

Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um studentisches Engagement, eigenes Denken und Auswege aus dem universitären Alltag.

weiter zum 3. Teil des Interviews

Zum 1. Teil des Interviews

Zum 2. Teil des Interviews

 

17. Dezember 2010 · Kommentare deaktiviert für Weit weg vom Lehrersein II · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , , ,

Ein Gespräch mit der Lehramtsstudentin Christine Schlebach – Teil 2

Christine Schlebach ist eine von vielen Studentinnen und Studenten, die man erstmal nur beglückwünschen kann. Sie studiert nach neuester Studienordnung Lehramt an Grundschulen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre moderne Studienstruktur ermöglicht es ihr, aufgrund eines im europäischen Hochschulraum einheitlichen Bewertungssystem über ECTS-Punkte ganz einfach hier und da, in Brüssel und Mailand, Hamburg und Paris credit points zu sammeln. Sie studiert in Modulen – nahezu alles ist Pflicht. Da im Regelfall auch die Reihenfolge vorgeschrieben ist, bleibt kaum Auswahlmöglichkeit, ganz zu schweigen von indivuellen Studienschwerpunkten. Der bundesweite Bildungsstreik, der genau das zum Thema hatte, ist abgeflaut. An den Unis kehrt wieder die Ruhe der Normalität ein – allerdings mehr aus Anpassung als aus Zufriedenheit. Christine ist wie so viele ein Versuchskaninchen.

Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um Hochschuldidaktik, Sozialisation, Bulimie-Lernen, um Zeit zum Denken und über das Finden des eigenen Weges.

Weiter zum 2. Teil des Interviews

Zum ersten Teil des Interviews