Wahlwerbung 2017: Zukunft ist für alle da

„Am 24. September wählt der Bürger kein politisches Konzept,
sondern er gibt seine Stimme einer Person […].
Kein Programm, sondern der Eindruck gewinnt.“ (FAZ 26.8.17)

von Georg Schuster*

Georg Schuster, seit vergangenem Jahr wieder in Deutschland, hat sich den Wahlkampf nun aus der Nähe angesehen. Er schrieb der Redaktion: „Die letzten vier Bundestagswahlen habe ich nur von fern erlebt. Umso mehr hat mich der derzeitige Wahlkampf interessiert.“ … Hier ist seine Analyse


  • Es handelt sich um ein Pseudonym. Der richtige Name des Autors ist der Redaktion bekannt.

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„Wer andern eine Falle stellt, tappt selbst hinein!“

Unter dem Titel „Das Elternwahlrecht im Zwielicht“ wurde am 30.8.2017 der Aufsatz von Hans Wocken im Magazin AUSWEGE veröffentlicht. Der Autor hat seinen Aufsatz nochmals überarbeitet und in einigen Teilen verändert. Am 5.9.2017 wurde die überarbeitete 2. Fassung mit dem Titel „Wer andern eine Falle stellt, tappt selbst hinein!“ publiziert:


Über die unfreiwillige Demaskierung des Elternwahlrechts durch die „Inklusionsfalle“ (Felten)

von Hans Wocken

Mit Elternwahlrecht ist hier das Recht der Eltern von Kindern mit Behinderungen gemeint, zwischen einer inklusiven Unterrichtung an einer allgemeinen Schule und einem Unterricht an einer separierenden Sonder- oder Förderschule frei zu wählen.

Das Elternwahlrecht wird im öffentlichen Inklusionsdiskurs äußerst kontrovers diskutiert, am Elternwahlrecht scheiden sich die Geister. Zu den prominenten Befürwortern des Elternwahlrechts zählen unter anderem: CDU, FDP, AfD, Katholische Bischöfe, Verband Sonderpädagogik (VdS), Realschullehrerverband, Philologenverband. Gegen das Elternwahlrecht beziehen offen oder unausgesprochen Position: SPD, GEW, Die Grünen, Die Linke. Die Lagerbildung in Sachen Elternwahlrecht ist unverkennbar. Das Elternwahlrecht ist ein hochvalider diagnostischer Test, der eine verlässliche Auskunft gibt über die Zugehörigkeit zu den widerstreitenden inklusionspolitischen Lagern: „Sage mir, wie Du es mit dem Elternwahlrecht hältst, und ich sage Dir, auf welcher Seite des inklusionspolitischen Spektrums Du stehst!“ … weiter


 

Weitere Aufsätze von Hans Wocken im Magazin Auswege

 

Stabile Fehlentwicklungen

Etikettierungsschwemme und Separationsstillstand weiterhin auf hohem Niveau

von Hans Wocken

1. Ein Inklusionsmärchen

Bayern hat durch die Ratifizierung der UN-BRK völkerrechtlich verbindlich versprochen, ein inklusives Bildungssystem aufzubauen. Der Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD) der Vereinten Nationen hat in seinem ersten Staatenbericht sich besorgt darüber geäußert, „dass der Großteil der Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen in dem Bildungssystem des Vertragsstaates segregierte Förderschulen besucht“ (CRPD 2015). Zugleich hat der Ausschuss Deutschland aufgefordert, „im Interesse der Inklusion das segregierte Schulwesen zurückzubauen“, und empfohlen, „dass Regelschulen mit sofortiger Wirkung Kinder mit Behinderungen aufnehmen“ (CRPD 2015). Ob der Umbau des segregierenden Schulsystems progressiv vorangeschritten ist, kann empirisch an zweierlei Kriterien gemessen werden … weiter


weitere Aufsätze von Hans Wocken im Magazin AUSWEGE:

Das Elternwahlrecht im Zwielicht

Das Elternwahlrecht im Zwielicht
Über die unfreiwillige Demaskierung eines Freiheitsrechts durch die „Inklusionsfalle“ (Felten)

von Hans Wocken

Unter diesem Titel wurde am 30.8.2017 der Aufsatz von Hans Wocken im Magazin AUSWEGE veröffentlicht. Der Autor hat seinen Aufsatz nochmals überarbeitet und in einigen Teilen verändert. Am 5.9.2017 wurde die überarbeitete 2. Fassung publiziert.

 zur überarbeiteten 2. Fassung des Aufsatzes

 

 

Die diskrete Macht der Eliten und die Rolle der Medien

Hintergründe zu Macht und Herrschaft, Eliten und Medien!


von Brigitte Pick

Es stellt sich die Frage, wie Eliten unter den Bedingungen einer individualisierten Mediengesellschaft Macht organisieren. Die Eliten verfügen nicht nur über ökonomische Ressourcen, sondern über kulturelles, symbolisches und kulturelles Kapital. … weiter

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Der „fluter“ 63 ist da! Thema: Propaganda

„Achtung! Die anderen Medien wollen Eure Gehirnzellen zerstören! Deshalb lest: fluter.“

So lautet die „Propaganda-Überschrift“ des aktuellen fluter-Heftes. Ja, so funktioniert Propaganda – der fluter macht es vor. In Wahrheit zerstören andere Medien natürlich die Gehirnzellen nicht, aber der aktuelle fluter ist auf jeden Fall einer des besten, der je publiziert wurde.

In kurzen, verständlichen Texten, präzisen Formulierungen, sehr informativen Interviews mit kompetenten GesprächspartnerInnen, mit Backgroundinfos zum Wesen der Propaganda und ihrer Methoden und hervorrragendem Bildmaterial/Plakatmaterial werden fake news, social bots, Bildfälschungen, Propaganda und „Führerorientierungen“ erklärt, aufgerollt und enthüllt.

Wenn die Lehrkraft nach der sehr erfreuenden und anregenden fluter-Lektüre aus dem Urlaub bzw. den Ferien in der Schule zurück ist, steht ein Teil der Unterrichtsvorbereitung für das neue Schuljahr in Sozial-/Gemeinschaftskunde, in Geschichte, in politischer Bildung, Informatik oder Deutsch schon fest: Der fluter 63 ist komplett ab etwa Jahrgangsstufe 9 der Haupt-/Mittelschule einsetzbar. Mindestens 5 Sterne für die Redaktion und das ganze Heft!


Statt einer Bewertung einzelner Aufsätze, kann hier das komplette Inhaltsverzeichnis gelesen werden 

Direktdownload von fluter 63 als pdf-Datei

fluter 63 am Bildschirm lesen (auf der Seite der Bundeszentrale für polit. Bildung – bpb)

zur fluter-Seite der bpb, um das Heft in der Druckversion kostenlos zu bestellen

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Exzellente Politikerklärer

Die politische Wissenschaft befasst sich regelmäßig mit der „Theorie der Internationalen Beziehungen“. Georg Schuster hat eine Ringvorlesung zum Reizthema Trump zum Anlass genommen, eine Besprechung diverser Vorlesungen zur Außen- und Sicherheitspolitik unter Trump zu verfassen.
Professoren, Dozenten und Gastredner eines universitären Exzellenzclusters in Frankfurt sahen sich herausgefordert, um bereits im Sommersemester 2017 Aktualität, Relevanz und Expertise, also auch weitere Förderungswürdigkeit unter Beweis zu stellen. Die Ringvorlesung endete am 20. Juli 2017.

Hier Georg Schusters* „Bericht“:  

Exzellente Politikerklärer
„Angriff auf die liberale Weltordnung“ – eine Ringvorlesung zur Außen- und Sicherheitspolitik unter Trump

von Georg Schuster

den Aufsatz lesen


* Pseudonym. Der Name des Autors ist der Redaktion bekannt.

 

Das Lernentwicklungsgespräch – ein Feedback zum Leistungsstand und zum Verhalten von SchülerInnen

Auswege im Gespräch mit der Grundschullehrerin Heike Wagner

Im Schuljahr 2014/15 gab es in Bayern zum ersten Mal die Gelegenheit, mit den SchülerInnen der 1. bis 3. Klasse ein Lernentwicklungsgespräch zu führen. Das LEG ersetzt dabei das Zwischenzeugnis. Ein Zwischenzeugnis wird nur auf besonderen Wunsch der Eltern, die nicht zum LEG kommen wollen, ausgestellt.

Heike Wagner ist langjährige Grundschullehrerin, vor allem in den Klassen 3 und 4. Mit ihr sprach Günther Schmidt-Falck.  Das Interview lesen

 

Wer‘s hinter sich hat, wird erstmal durchatmen

Eine Buchbesprechung von Susanne Giebelers Roman „Gymnasium“

von Günther Schmidt-Falck

Der schlichte Titel des Romans von Susanne Giebeler lässt keinen Zweifel an seinem Inhalt: In „Gymnasium“ geht es um den Alltag an deutschen Bildungsstätten. Am Beispiel des fiktiven „Goethe-Gymnasiums“ schildert die Autorin das Leben, Lernen und Leiden von SchülerInnen, Lehrkräften und Eltern. Sie beleuchtet detailliert und hintergründig die Innen- und Außenwelt der Institution und hat ein sehr berührendes, aber auch beklemmendes Panorama gymnasialer Schulwirklichkeit geschaffen. … weiter

Deutschland als Prothese

Wozu nationale Identität?

von Götz Eisenberg

Zeiten der Krise lassen den privaten Wahn und die Idiosynkrasien üppig ins Kraut schießen. Der forcierte gesellschaftliche Wandel lockert traditionelle Anpassungsgefüge und lässt lebensgeschichtlich erworbene Orientierungsmuster und Modi der Selbstwertregulation hinfällig werden.

Das wachsende Auseinanderklaffen der lebensgeschichtlichen Prägungen und aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen macht krank und verrückt: Menschen, die an tradierten Denk- und Verhaltensmustern festhalten, die von außen nicht mehr gestützt und bestätigt werden, geraten schnell in eine Position abseitiger Starrheit, die wahnhafte Züge annehmen kann. Der Wahnsinnspegel innerhalb der Bevölkerung steigt, bis eines Tages einer kommt und den Privatwahn zum Prinzip erhebt und politisch in Gang setzt.

Der Privatwahn verschwindet in der Verrücktheit des Ganzen. Dem einzelnen Halbirren wird, nach den Worten von Ernst Simmel, auf diese Weise erspart, ein ganzer zu werden. Die Menschen, jene kleinen überspannten Säugetiere, über die die Katastrophe des Denkens hereingebrochen ist, haben das unabweisbare Bedürfnis, sich in Raum und Zeit, Geschichte und Gesellschaft zu lokalisieren, eine Ortsbestimmung ihres Lebenszusammenhangs vorzunehmen. … weiter


 

Alle Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle Texte von Götz Eisenberg im GEWerkschaftsMAGAZIN


 

Leseempfehlung:
Götz Eisenberg hat im Juli 2017 in der Tageszeitung „Junge Welt“ einen zweiteiligen Artikel über Ängste und Neurosen geschrieben.

 Teil 1: Dunkelkammern des Ich

 Teil 2: Im Abseits

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