24. Oktober 2009 · Kommentare deaktiviert für Anpassung, Gewalt, Ohnmacht – Toleranz als Weg? Teil 1 · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , , , , , , ,

gewalt.gifZum Begriff der Toleranz und des Respekts
von Brigitte Pick

Die ehem. Schulleiterin der Berliner Rütli-Schule hat wieder zur spitzen Feder gegriffen: In München wird ein eingreifender Passant, der junge SchülerInnen schützen will, zu Tode geprügelt. Amokläufe suchen uns in regelmäßigen Abständen heim. In der Gesellschaft herrschen Ellenbogen vor und das Prinzip der Gewinnmaximierung. Selbst Schulen beteiligen sich am Wettbewerb und konkurrieren um ihr Klientel. Die Jugendgerichte produzieren endloses Potential für Anti-Gewalt-Seminare. Die Autorin fragt, ob wir mehr Zivilcourage brauchen. Hilft mehr Toleranz und Respekt, um aus dem "Spiel" von Konkurrenz und Gewalt herauszukommen? Helfen Anti-Gewalttrainings? Sie begleitet Momo, einen Berlin-Neuköllner Jugendlichen zum Anti-Gewalt-Training und schildert am Ende ihres Essays Beobachtungen und Erfahrungen. In einigen Wochen wird Brigitte Picks bewegende Schilderung mit dem 2. Teil fortgesetzt. …weiter

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23. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Mit Gewalt zur Anerkennung des Ich · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , , , , ,

Anmerkungen zu „Jugendgewalt“ und „School Shooting“

von Uwe Findeisen

"Jugendgewalt wird in der Öffentlichkeit immer dann zum Thema, wenn sie spektakulär ausfällt, wenn Schüler z.B. zur Waffe greifen und gegen Mitschüler oder Lehrer vorgehen: Erfurt, Emsdetten, Winnenden, St. Augustin – und jetzt Ansbach. Dann wird Betroffenheit über die „unfassbare“ Tat inszeniert." Angesichts des Ansbacher Amoklaufes hat Uwe Findeisen einen profunden und umfassenden Aufsatz zum Thema Jugendgewalt geschrieben. Er untersucht sozialpsychologische, innerpsychische und gesellschaftliche Hintergründe, geht auf Killerspiele genauso ein wie auf Leistungsdruck und das Versagen der Schule. … weiter

Obwohl alle Auswege-Artikel sowohl für den Ausdruck auf dem heimischen Drucker als auch für das Lesen am Bildschirm optimiert sind, empfehlen wir, den Text aufgrund der Länge ausdrucken zu lassen.

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25. März 2009 · Kommentare deaktiviert für Die Schule ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

KommentarZum Amoklauf von Winnenden
von Freerk Huisken

Wenn der Philologenverband anlässlich des Amoklaufs von Winnenden eine „Gefahrenzulage für Lehrkräfte“ fordert, hat er in gewisser Hinsicht den Nagel auf den Kopf getroffen. Offensichtlich gibt es auch hierzulande – die us-amerikanischen Schulen mit ihren Überwachungssystemen stehen ohnehin dafür – immer wieder Schüler, die die Schule als eine Art Frontabschnitt erfahren, an dem Lehrkräfte sie so drangsalieren, dass sie glatt an Gegenwehr oder Rache denken. Pure Einbildung oder verfehlte subjektive Deutung eines recht harmonischen Schullebens durch einen Schüler, der die Welt nur noch durch die Brille von Counterstrike-Szenarien sieht, ist das nicht. Man muss gar nicht viel geistigen Aufwand betreiben, um an der Schule Seiten festzuhalten, die Schüler derart „frustrieren“, dass sie immer mal wieder den „ungerechten“, autoritären oder rücksichtslosen Lehrern mindestens im Geiste Rache androhen. …weiter

12. März 2009 · Kommentare deaktiviert für Erwachsene reden · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , ,

KommentarEin Kommentar von Joscha Falck

Nach den tragischen Ereignissen von Winnenden stellen sich erneut all die Fragen, die schon nach den Amokläufen von Erfurt und Emsdetten auf der Tagesordnung von Politik, Kriminalpsychologie und Pädagogik standen. Es sind große Fragen, die – wie in einen See geworfene Steinchen – Kreise ziehen und Schlamm aufwirbeln, anstatt Antworten zu geben. … weiter

12. März 2009 · Kommentare deaktiviert für Deutliche Risikomerkmale bei allen Amokläufern · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , , , ,

Studie zu Amok und schweren Gewalttaten an deutschen Schulen
Bericht: Uni Darmstadt

Eine aktuelle Studie der Technischen Universität Darmstadt zu Amokläufen und schweren Gewalttaten an Schulen kommt zu dem Ergebnis, dass "in allen Fällen deutliche Risikomerkmale im Verhalten und in der Kommunikation der Täter im Vorfeld der Tat identifiziert werden konnten", so Dr. Jens Hoffmann, der Leiter der Studie. … weiter

25. Oktober 2008 · Kommentare deaktiviert für Gewalt als Strafe gibt es immer noch · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , , ,

Empirische Studie zum Umgang mit Sanktionen in Heimen und Wohngruppen
Bericht: Fachhochschule Dortmund

Harte Strafen bringen wenig. Mit Gesprächen, Wiedergutmachungs- und Arbeitsauflagen reagieren Pädagogen, wenn sich Jugendliche in Heimen und betreuten Wohngruppen daneben benehmen. Die Auswirkungen von Strafen sind unterschiedlich und können auch negative Reaktionen wie weitere Aggressionen auslösen. Irritierend und alarmierend: Über die Hälfte der pädagogischen Fachkräfte in Heimen und Wohngruppen ist der Ansicht, dass körperliche Gewalt als Strafe auch noch in der heutigen Heimerziehung vorkommt. … weiter

01. Oktober 2008 · Kommentare deaktiviert für Gewalt in Medien und jugendliche Gewaltbereitschaft · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , , , , ,

Bericht: Uni Tübingen

In einer neuen Studie von Erziehungswissenschaftlern und Psychologen wurde herausgefunden, dass der Missbrauch von gewaltverherrlichenden Medien in Kinderjahren zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren führen kann. … weiter

11. August 2008 · Kommentare deaktiviert für Verwahrlosungsindizien · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , ,

"Unsere durchökonomisierte Gesellschaft dreht sich mit hohem Tempo um ganz andere Ideale und entwickelt dabei eine verhängnisvolle Fliehkraft, die immer mehr Menschen aus ihrer Mitte schleudert. Wo heute Erziehungsdefizite zu bemängeln oder Gewalttendenzen zu beklagen sind, haben wir es nicht mit dem späten Erbe einer autoritätskritischen Bewegung zu tun, sondern mit Verwahrlosungsindizien einer Gesellschaft, die mit dem Verschwinden der Systemkonkurrenz auch ihren sozialen Ehrgeiz verloren zu haben scheint."

Hans-Peter Kastenhuber
im Artikel "Unsere Sündenböcke" über die Bedeutung und Folgewirkung der 68er Studentenbewegung, Nürnberger Nachrichten v. 9./10.8.2008. Der Kollege hat wieder mal voll ins "Schwarze" getroffen.

03. Mai 2008 · Kommentare deaktiviert für Wie arbeitet das Gehirn von auffälligen Kindern und Jugendlichen? · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , , , , ,

Bericht: TH Aachen

„Rentner in U-Bahn bedroht“ oder „Jugendliche drangsalieren Mitschüler“: Solche Schlagzeilen spiegeln in den letzten Jahren einen drastischen Anstieg der Zahl tatverdächtiger Kinder und Jugendlicher in Deutschland wider. „Die Ursachen für solches Fehlverhalten bei Heranwachsenden sind sehr komplex“, erläutert Dr. med. Timo Vloet, Oberarzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Aachen.

„Zu den Einflussfaktoren gehören unter anderem das soziale Umfeld, geringe elterliche Aufsicht und ein Erziehungsstil, der entweder übermäßig viele oder zu wenig Regeln für die Kinder aufstellt und diese dann nur inkonsequent durchsetzt.“ Hinzu kommen beispielsweise auch neurofunktionelle und neuroanatomische Auffälligkeiten. … weiter

12. Januar 2008 · Kommentare deaktiviert für Jugendliche schlagen öfter und härter zu · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , , , ,

Schulen sind aber kein Brennpunkt für Gewalttaten
von Günther Schmidt-Falck 12.1.2008

Am 16. November 2007 wurde in Berlin der Bericht “Entwicklung der Gewaltkriminalität junger Menschen” auf der Innenmninisterkonferenz vorgestellt. Neben zum Teil wenig aussagekräftigen Zahlen sind Tendenzen sichtbar geworden. Der Autor hat wichtige Zahlen aussortiert und aus Lehrersicht kurz kommentiert. … weiter