25. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Mundschutz und Gummihandschuhe – Tagebuch mit Flüchtlingen · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , ,

refugees_by_Nizips_OpenClipart„Eines der wesentlichen Merkmale
einer guten Gesellschaft sollte sein,
Randexistenzen zu tolerieren.“
Susan Sontag

Mundschutz und Gummihandschuhe – Tagebuch mit Flüchtlingen

In welchen Begriffen reden wir über Flüchtlinge? Welche Bilder und Metaphern verwenden die Medien? Was sagt das über uns selber aus? Welche politisch-gesellschaftlichen Umstände begünstigen Integrationsbemühungen, welche behindern sie eher? Was droht uns, wenn Integration misslingt?

In einer Art Tagebuch von unterwegs geht Götz Eisenberg diesen Fragen nach.

» Den Aufsatz lesen

©Grafik: by Nizips, OpenClipart, PD

 

19. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Mini-Wörterbuch für syrische Flüchtlinge · Kategorien: Flucht und Migration, Werkzeuge für den Unterricht · Tags: , , , , ,

Das Magazin hat eine neue Rubrik: Flucht und Migration. Sie gehört zur “Werkzeugkiste”.
Die Rubrik nimmt alles auf, was uns über den Weg läuft bei der Arbeit mit Flüchtlingen: Deutsch als Zweitsprache, sonstige Arbeitsblätter und Unterrichtshinweise, Texte uns. usf.
Wer Links kennt und Lernmaterial hat, bitte zumailen.


Wir beginnen mit einem Link zu einem “Mini-Wörterbuch für syrische Flüchtlinge”.

Heike Wagner hat das Wörterbuch auf der Seite “Willkommen in Deutschland. Ein offenes Portal für (ehrenamtliche) Deutschlehrende” aufgestöbert.

Das Mini-Wörterbuch (für die erste Kommunikation) kann für syrische und andere arabischsprachige Flüchtlinge ausgedruckt und verteilt werden. Es steht unter der Lizenz CC BY-SA (Version 3.0 – Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Unten auf der Downloadseite sind die Lizenzbedingungen auf Deutsch aufgelistet)

Da das Wörterbuch sehr klein ist (8 kleine Seiten), kann es problemlos in die Hemd- oder Hosentasche gesteckt werden.

Download des Mini-Wörterbuches als pdf-Datei (zum Downloaden auf das Bild klicken)

Das Wörterbuch ist ein sog. Buddy Book. Hier ist die Falz- oder Schneideanleitung

19. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Nach der Flucht: Sport gibt Kraft und kann verbinden · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , ,

Lehramtsstudenten trainieren mit Jugendlichen

Mitteilung: Stiftung Universität Hildesheim

Was kann Sport bewirken? Mikad hat es von einer Sprachlernklasse in die Regelklasse geschafft, für seine Freunde ist er ein Vorbild. Daria hat Freude am gemeinsamen Fußballspiel. Orjan fühlt sich durch den regelmäßigen Sport gestärkt. Firaz Mama wird vermisst, im Sport findet er Halt, um damit umzugehen. Wie findet er die Kraft?

Zwei Lehramtsstudenten der Uni Hildesheim begleiten Kinder und Jugendliche, die geflohen sind, beim Ankommen in Deutschland. Ihr Werkzeug: Sport, jede Woche. Viele weitere Studierende wollen durch gemeinsames Theaterspielen, Musizieren und Sprachenlernen Begegnungen fördern. Darüber informiert sich die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić. …weiter

18. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Umgang mit Flucht nach Deutschland – notwendige politische Maßnahmen aus sozialpsychologischer Sicht · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

Mikrophon.gifMitteilung: Deutsche Gesellschaft für Psychologie

Prof. Dr. Ulrich Wagner, Sozialpsychologe an der Universität Marburg, im Interview mit der Deutschen Gesellschaft für Psychologie … lesen

 

brief.pngOffener Brief vom 15.09.2015 mit dem Titel:
Umgang mit Flucht nach Deutschland – notwendige politische Maßnahmen aus sozialpsychologischer Sicht

An die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland
An die Fraktionen im Bundestag
An die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten
An die Fraktionen in den Landtagen

gez. von Prof. Dr. Ulrich Wagner, Philipps-Universität Marburg et. al.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrte Damen und Herren,

Umfragen zeigen, dass es gegenwärtig große Zustimmung dazu gibt, dass Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen werden und hier Schutz finden sollen. Die Unterstützung für Flüchtlinge aus der Bevölkerung ist beeindruckend. Es besteht allerdings die Gefahr, dass diese positive Haltung nicht stabil ist und dass zumindest Teile der Gesellschaft in Ablehnung, vielleicht sogar aktive Zurückweisung und Gewalt kippen. Dies hätte massive Auswirkungen auf die Flüchtlinge und den Zusammenhalt der Zivilgesellschaft in Deutschland und Europa. Aus sozialpsychologischer Perspektive sind einige Entwicklungen besorgniserregend, aber – bei entsprechendem Willen – auch vermeidbar. Wir sehen uns daher veranlasst, hierzu aus wissenschaftlicher Perspektive Stellung zu beziehen. … weiter

Den Brief lesen auf der Seite der Philipps Universität Marburg – inkl. aller Unterschriften – Stand: 16.2.2016

16. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Überleben auf der Flucht als Qualifikationsnachweis · Kategorien: Peripherie, Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

Logo Gegenrede.gifGegenRede 37 von Freerk Huisken

“Gelobt sei, was hart macht!”1

“Schauen Sie sich die Flüchtlingswege an: wie aufwendig und gefährlich die sind. Dies schafft nur, wer sein Leben in die Hand nehmen will. So jemand hat doch hervorragende Voraussetzungen, …. (Ein Junge aus Mali) hat mit seiner Flucht gezeigt, was für einen Willen er besitzt. Sobald er dann auch noch Deutsch kann, sind das gute Voraussetzungen.”

Der das in einem Interview von sich gegeben hat, ist nicht irgendjemand. Weder irgendein kleiner Handwerksmeister, den seine Verbitterung über “die deutsche Jugend” zu so mancher Faschisterei verleitet, noch ein aus der Spur gelaufener Pegida-Anhänger, der sein Ideal von deutschen Tugenden auch schon mal an Nichtdeutschen entdeckt. Es ist der Arbeitgeberpräsident höchstpersönlich, d.h. der Chef des Verbandes der deutschen Unternehmer, Ingo Kramer, der in einem SZ-Interview zur Flüchtlingsfrage aus seinem Arbeitgeberherzen keine Mördergrube gemacht hat. … weiter

1 Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer, in: SZ 04.09.2015


logo-text-file  → Hier geht es zu den bisherigen GegenReden von Freerk Huisken 

10. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlinge: Zugang zur Bildung für alle · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , ,

GEW-Logo_2015_55Bildungsgewerkschaft GEW zur Haushaltsdebatte im Bundestag – Recht auf Bildung kann nicht warten

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat mit Blick auf die Haushaltsberatungen im Bundesstag einen umfassenden Zugang zu Bildung und Soforthilfen zur Unterstützung der Fachkräfte und Bildungseinrichtungen angemahnt. „Das Menschenrecht auf Bildung gilt für alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen – ohne Ausnahme und ungeachtet ihres Aufenthaltsstatus‘.

 

Flüchtlinge müssen ab dem Zeitpunkt ihrer Ankunft in Deutschland Zugang zu Bildungsangeboten bekommen. Bildung ist die wichtigste Bedingung, um Integration zu ermöglichen“, betonte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Donnerstag in Frankfurt a.M. Viele Flüchtlinge würden dauerhaft in Deutschland eine neue Heimat finden. Mit Bildung müsse deshalb in den Erstaufnahmeeinrichtungen begonnen und ein schneller Zugang zu Kitas, Schulen, beruflicher Bildung, Weiterbildung und Hochschulen gesichert werden. Weiterlesen »

01. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Flucht und Migration: Afrique-Europe-Interact · Kategorien: G-So-Ek, Peripherie, Werkzeuge für den Unterricht · Tags: , ,

hg – Die Flucht- und Migrationswelle rollt. Zehntausende vegetieren in Aufnahmelagern oder an Straßenrändern und öffentlichen Plätzen vor sich hin. Lehrkräfte sind aufgefordert, mit ihren SchülerInnen zu diskutieren und sie zu informieren. Das Netzwerk "Afrique-Europe" kann uns dabei mit Hintergrundinformationen (Texte, Filme usw.) versorgen. Die Redaktion empfiehlt diesen Link. 

zum Netzwerk und der Webseite: afrique-europe-interact.net/

Weitere Infos: Was ist Afrique-Europe-Interact

Afrique-Europe-Interact ist ein kleines, transnational organisiertes Netzwerk, das Ende 2009 gegründet wurde. Beteiligt sind Basisaktivist_innen vor allem in Mali, Togo, Deutschland, Österreich und den Niederlanden – unter ihnen zahlreiche selbstorganisierte Flüchtlinge, Migrant_innen und Abgeschobene.

Programmatisch verfolgt Afrique-Europe-Interact insbesondere zwei Zielsetzungen: Einerseits unterstützen wir Flüchtlinge und Migrant_innen in ihren Kämpfen um Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte – ob in den Ländern des Maghreb, auf dem Mittelmeer oder innerhalb der Festung Europa. Andererseits sind wir an sozialen Auseinandersetzungen um gerechte bzw. selbstbestimmte Entwicklung beteiligt. Denn das Recht auf globale Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit ist nur die eine Seite der Medaille. Nicht minder wichtig ist das Recht zu bleiben, also die Möglichkeit, zu Hause bzw. im Herkunftsland ein Leben unter sicheren, würdigen und selbstbestimmten Bedingungen führen zu können.
(Quelle: http://afrique-europe-interact.net/38-0-Unser-Netzwerk.html)

24. August 2015 · Kommentare deaktiviert für Angriffe auf Flüchtlinge: Konsequentes Handeln zum Schutz und Unterstützung für Helfer notwendig · Kategorien: Peripherie · Tags: , , ,

dgb.jpgMitteilung: DGB

Flüchtlinge und ihre Unterkünfte werden immer häufiger Ziel von verbalen und tätlichen Angriffen. Der Geschäftsführende DGB-Bundesvorstand verurteilt diese menschenverachtenden Übergriffe.

Flüchtlinge suchen in Deutschland Schutz vor Gewalt, Verfolgung oder menschenunwürdigen Verhältnissen. Viele von ihnen sind traumatisiert und haben viel Leid und Not erfahren. Wir müssen verhindern, dass sie ähnliches Leid, Anfeindungen und Angriffe auch in Deutschland erleben müssen. Weiterlesen »

12. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Studie: Jugendliche aus Balkanstaaten wollen mehrheitlich auswandern · Kategorien: Peripherie · Tags: , , ,

Jugendforscher Hurrelmann: Pessimismus der jungen Generation Alarmsignal für die EU

Mitteilung: Hertie School of Governance

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel am 8. Juli 2015 in den westlichen Balkan reiste, traf sie auf eine überwiegend desillusionierte junge Generation:
Die 14- bis 29-Jährigen schätzen die Entwicklung der Politik in ihren Ländern überwiegend sehr skeptisch ein und halten ihre Chancen auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft für äußerst gering. Aus diesem Grund wollen viele von ihnen auswandern. In Albanien geben 67, im Kosovo 55, in Mazedonien 53 und in Bosnien-Herzegowina 49 Prozent an, ihr Land in Richtung Deutschland, Großbritannien, Schweiz oder USA verlassen zu wollen.

Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in acht südosteuropäischen Ländern, die von Klaus Hurrelmann, Professor für Bildungs- und Jugendforschung an der Hertie School of Governance in Berlin, geleitet wurde. Beteiligt waren außerdem Wissenschaftler führender Universitäten aus allen untersuchten Ländern. … weiter

Quelle: www.hertie-school.org/de/home / idw-online.de

27. Juni 2015 · Kommentare deaktiviert für Politiker fordern eine “Willkommenskultur” für Menschen, die sie massenhaft abschieben wollen. Wie das? · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , , , ,

Logo Gegenrede.gifGegenRede 36

von Freerk Huisken

578831_web_R_B_by_Katrin Schindler_pixelio.deDas ist auf den ersten Blick schon merkwürdig. Dieselben Politiker, die jetzt von ihren Bürgern die “Willkommenskultur” einfordern, tun an den Grenzen Europas und beim Ablehnen von Asylanträgen alles dafür, Flüchtlinge daran zu hindern, sich hier irgendwie niederzulassen.

Warum fordern sie dann keine “Abschiedskultur” mit Lunchpaket, Blaskapelle (“Muss i denn, muss i denn zum Ländle hinaus…”) und Winke-Winke vor dem Abschiebeflieger? Auf jeden Fall würde das besser zu einer Flüchtlingspolitik passen, die nichts unversucht lässt, den “Massenansturm” von Flüchtlingen bereits vor Europas Grenzen aufzuhalten und die illegalen Eindringlinge schleunigst wieder los zu werden. … weiter

©Foto: Katrin Schindler/www.pixelio.de


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