„Deutsche von Natur aus überlegen“

Ein denkwürdiges Zitat:

„15 Prozent der Sachsen sind überzeugt, dass Deutsche anderen Völkern von Natur aus überlegen sind.“

Zum genaueren Nachlesen: www.migazin.de/2017/11/29/prozent-auslaender-mehr-haelfte-sachsen/

Das Online Magazin „MIGAZIN“ hat in einem Artikel diese Daten von der Umfrage Sachsen-Monitor entnommen. MIGAZIN ist ein unabhängiges (und empfehlenswertes) Online-Magazin mit Themen rund um Integration und Migration in Deutschland.

 www.migazin.de

Deutschland als Prothese

Wozu nationale Identität?

von Götz Eisenberg

Zeiten der Krise lassen den privaten Wahn und die Idiosynkrasien üppig ins Kraut schießen. Der forcierte gesellschaftliche Wandel lockert traditionelle Anpassungsgefüge und lässt lebensgeschichtlich erworbene Orientierungsmuster und Modi der Selbstwertregulation hinfällig werden.

Das wachsende Auseinanderklaffen der lebensgeschichtlichen Prägungen und aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen macht krank und verrückt: Menschen, die an tradierten Denk- und Verhaltensmustern festhalten, die von außen nicht mehr gestützt und bestätigt werden, geraten schnell in eine Position abseitiger Starrheit, die wahnhafte Züge annehmen kann. Der Wahnsinnspegel innerhalb der Bevölkerung steigt, bis eines Tages einer kommt und den Privatwahn zum Prinzip erhebt und politisch in Gang setzt.

Der Privatwahn verschwindet in der Verrücktheit des Ganzen. Dem einzelnen Halbirren wird, nach den Worten von Ernst Simmel, auf diese Weise erspart, ein ganzer zu werden. Die Menschen, jene kleinen überspannten Säugetiere, über die die Katastrophe des Denkens hereingebrochen ist, haben das unabweisbare Bedürfnis, sich in Raum und Zeit, Geschichte und Gesellschaft zu lokalisieren, eine Ortsbestimmung ihres Lebenszusammenhangs vorzunehmen. … weiter


 

Alle Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege


 

Leseempfehlung:
Götz Eisenberg hat im Juli 2017 in der Tageszeitung „Junge Welt“ einen zweiteiligen Artikel über Ängste und Neurosen geschrieben.

 Teil 1: Dunkelkammern des Ich

 Teil 2: Im Abseits

Über die gar nicht merkwürdige Karriere der untertänigen Protestparole: „Wir sind das Volk!“

Logo Gegenrede.gifGegeRede 34

von Freerk Huisken

Es tobt ein Streit: Wer ist heute berechtigt, die mit viel nationaler Geschichte belastete Parole „Wir sind das Volk!“ zu rufen. Natürlich halten sich beide Parteien für äußerst berechtigt. Und natürlich werfen sie sich ebenso wechselseitig den Missbrauch dieser Protestlosung vor. Die Pegida-Demonstranten skandieren zu jeder Rede, in der ihre Beschwerden zusammengetragen werden, dass nur sie das Volk seien. Umgekehrt die Anti-Pegida-Demonstranten: Nicht die, sondern wir sind das – wahre deutsche – Volk! Wer hat recht? Beide haben sie recht. Und beide liegen sie daneben…. weiter


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Die bisherigen GegenReden von Freerk Huisken anzeigen

„Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein. Warum auch nicht?“

GegenRede 17:

Freerk Huisken im Gespräch mit einem Schüler

Das nachfolgende Gespräch hat im Jahre 2010 am Tag nach einem Vortrag von mir zur Fußball-WM mit einem Schüler stattgefunden, der sich mit der Frage an mich gewendet hatte, was denn daran falsch sei, wenn man sich zu seinem Deutschtum bekenne. Er betonte, dass er mit den Neofaschisten nichts am Hut hätte. Den Dialog habe ich mit seinem Einverständnis aufgenommen und nachträglich  „geglättet“. Das Gespräch steht exemplarisch für eine Fülle ähnlicher Debatten. … weiter

 

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Die unselige Sarrazindebatte (II)

Das Dummheits-Gen, der Plan von Sarrazin zur Rettung wertvoller deutscher Volkssubstanz und warum Politiker ihn nicht kritisieren können

GegenRede 11 von Freerk Huisken

gsf – Autor Freerk Huisken setzt die Sarrazin-Debatte fort. Diesmal geht es u.a. um die soziale Sterilisierung bei Thilo Sarrazin: Das Kinderkriegen muss bei den Migranten durch radikalen Abbau jener Transferzahlungen ausgetrieben werden. Es geht um das Undeutsche in den bei Sarrazin genetisch auf Dummheit festgelegten Unterschichtkindern und um das angebliche Erbgut Kinder kriegender Nicht-Integrationswilliger.

Freerk Huiskens Antwort ist unmissverständlich: Sarrazins „Thesen“ führen schnurstracks zu nationaler Politik und ihren Resultaten. Letztendlich erklärt Sarrazin die Opfer nationaler Sozial-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik zu Schädlingen des wahren Deutschtums.  „Dem Dauerarbeitslosen wird das Leben so schwer gemacht, dass er weder Gelegenheit noch Kraft oder Lust hat, Thilo Sarrazins Maßstäben vom guten Deutschen zu genügen.“

Viel Vergnügen beim GegenLesen. Los geht’s!

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Autonome Nationalisten

Bochumer und Düsseldorfer Forscher studieren die Szene

Rezension: idw / Ruhr-Universität Bochum

Mit den altbekannten Glatzköpfen haben die „Autonomen Nationalisten“ nicht mehr viel gemeinsam. Schwarz gekleidet mit Sonnenbrillen und Baseball-Caps werden sie bei der vermeintlichen Antikriegstagsdemonstration am 4. September in Dortmund Parolen skandieren wie „Gegen Krieg und Kapitalismus“ und „gegen Imperialismus“. Es sind jedoch weder Linke noch Pazifisten, sondern junge Neonazis, die sich nicht nur in ihrem Äußeren an der radikalen Linken orientieren, sondern auch mit der provokativen Selbstbezeichnung als „Autonome Nationalisten“ Bezug nehmen auf die linken Autonomen und deren militantes Selbstverständnis. … weiter

Quelle: PM idw/Ruhr-Uni-Bochujm v. 1.9.2010

WM 2010: Auf die Fans war Verlass!

ball_2.gifEine Art Glosse über die schwarz-rot-goldenen Fähnchen der Beherrschten

von Günther Schmidt-Falck

Randnotizen.gifEs ist vorbei. Deutschland hat gegen Uruquay die vierte Bronzemedaille geholt. Nach 1934, 1970 und 2006 erreichte die deutsche Nationalmannschaft auch bei dieser WM mit 3:2 den dritten Platz. Es kehrt wieder Ruhe ein in good old Germany. Das Schwarz-Rot-Gold-Geflattere an bundesdeutschen Blechkisten hat ein Ende. Flaggen aus Vorgärten, Zimmern und Dächern werden eingeholt. … weiter

Lena, Lena, Lena!

Logo Gegenrede.gifGegenRede 9: Der natürlich gänzlich unpolitische Sonntags-Nationalismus

 von Freerk Huisken

„Danke, Lena!“, „Unsere Lena hat gesiegt!“, „Lena, unsere Erlösung!“ Die Kanzlerin gratuliert, ARD und PRO Sieben ändern das Programm, die Einschaltquoten liegen weit über dem Fussballländerspiel, das zur gleichen Zeit läuft, und in Hannover fährt am nächsten Tag ein Autokorso mit der schwarz-rot-gold geschmückten Schülerin durch die Masse ausgerasteter Fans, die die Nacht durch gefeiert haben. Das Bundesverdienstkreuz soll sie erhalten und beim nächsten Eurovision Song Contest wieder antreten…..Spinnt das ganze Land? Einerseits schon, anderseits kein bisschen! … weiter

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