Wenn die Kindheit lange Schatten wirft – Missbrauch und Misshandlung verändern Immunprozesse

shadowMitteilung: Universität Ulm

Wenn Kinder misshandelt, missbraucht oder vernachlässigt werden, finden sich noch viele Jahre danach erhöhte Entzündungswerte im Blut. Die Folgen sind nicht nur ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen, sondern auch für bestimmte altersassoziierte körperliche Erkrankungen. Bislang war unklar, welche molekularen Mechanismen diesem chronischen Entzündungszustand zugrunde liegen.

Nun ist es Wissenschaftlern der Ulmer Universität und Uni-Klinik gelungen, veränderte Prozesse in den Immunzellen sowie oxidativen Stress als möglichen Mit-Verursacher zu enttarnen. … weiter

Quelle: uni-ulm.de/idw-online.de

Wie Cortisol furchteinflößende Erinnerungen aufrechterhält

Mitteilung: Ruhr-Universität Bochum Das Stresshormon Cortisol verstärkt Erinnerungen an furchteinflößende Erlebnisse. Es übt seinen Einfluss aber nicht nur aus, während die Erinnerung zum ersten Mal gebildet wird, sondern auch später, wenn Menschen an das Erlebnis zurückdenken und sich die Erinnerung erneut festigt. Das berichten Kognitionspsychologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der Zeitschrift „Neuropsychopharmacology“. Sie vermuten, dass die Ergebnisse Phänomene bei Angststörungen und Posttraumatischer Belastungsstörung erklären können. … weiter Quelle: RUB/idw-online.de  

Wissenschaftler untersuchen Rolle der Mediennutzung als mögliche Quelle von Stress und Belastung

finger-280201_640_by_bykst_pixabay.com_CC0Gewissensbisse statt Entspannung: Aktuelle Studie verweist auf paradoxes Verhältnis von Mediennutzung und Erholung

Mitteilung: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Wer kennt das nicht: Nach einem langen Arbeitstag locken Unterhaltungsmedien wie TV oder Computerspiele als willkommene Gelegenheit zur Entspannung und zum Abschalten.

Eine kürzlich im Journal of Communication veröffentlichte Studie von Kommunikationswissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Freien Universität Amsterdam zeigt jedoch mögliche Fallstricke dieser Erholungsstrategie auf: … weiter

Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz/idw-online.de
©Foto: finger by bykst, pixabay.com, Lizenz: CC0

Chronischer Stress stört Hormon-Stoffwechsel Depression, Übergewicht und Libidoverlust drohen

Mitteilung: Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Stress steigert die Leistungsfähigkeit und hilft dem Körper, Höchstleistungen zu erbringen. Schädlich wird Stress allerdings, wenn er zum Dauerzustand wird.

Erhöhte Aufmerksamkeit, ein angeregter Herz-Kreislauf aber auch Herzrasen und feuchte Hände sind Symptome von "normalem" Stress, die jeder kennt. Sie sind Folge einer erhöhten Aktivität der wichtigsten Stresshormonachse, der sogenannten HPA-Achse. Sie reicht vom Hypothalamus, einem Abschnitt des Zwischenhirns, über die Hirnanhangsdrüse bis zu den Nebennieren und schüttet die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus.

Folgt jedoch keine ausreichende Entspannung, kann es durch die dauernde Alarmbereitschaft des Körpers zu chronischem Stress kommen und damit zu einer Erschöpfung und Überlastung. … weiter

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), www.endokrinologie.net
 

Neue Studie zu Stressbelastungen bei Erzieherinnen

Mitteilung: Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

Eine umfangreiche Studie zu den Berufsbelastungen von Erzieherinnen hat Professor Johannes Jungbauer von der Katholischen Hochschule NRW Aachen durchgeführt und fast 850 Erzieherinnen zu den speziellen Belastungen ihres Berufes befragt.

Das Ergebnis der Untersuchung ist alarmierend, denn viele Erzieherinnen und Erzieher sind extrem Burnout-gefährdet. … weiter

Quelle: KatHONRW/idw-online.de

Weitere Informationen zur Studie (Download der gesamten Studie und Anhören eines Audiobeitrags möglich)

Die innere Explosion

Dieses Zitat von Anselm Eder zum Thema Burn-out haben wir im Netz gefunden, auf der Seite des Magazins Ursache & Wirkunghttps://www.ursachewirkung.at:

Burn-out ist eine Erkrankung, die in ihren Erscheinungsformen eine gewisse Ähnlichkeit mit der Depression hat, aber in ihren Entstehungsformen doch etwas ganz anderes ist. Wahrscheinlich spielt beim Burn-out die Arbeitsüberlastung eine besonders große Rolle.

Und das ist das Wichtige: Die Überlastung allein scheint es nicht zu sein, sondern […] die Koppelung von Überlastung und Entfremdung: das Gefühl, mit der eigenen Kompetenz gegen ein Anforderungsprofil antreten zu müssen, das man sich so nicht ausgesucht hat und auch niemals ausgesucht hätte.

LehrerInnen, die sich ihren SchülerInnen nicht ausreichend widmen dürfen, weil sie sich mit Verwaltungsarbeit herumschlagen müssen, Bankangestellte, die keine Zeit mehr für ihre Kunden haben, oder Pflegepersonal im Krankenhaus, das für die PatientInnen da ist und sich stattdessen mit Organisationsfragen quälen muss …

Den ganzen Aufsatz lesen

Quelle: Eder, Anselm (o.J.): Die innere Explosion In: Prof. Peter Riedl (Hrsg.): ursache.at
URL: http://www.ursache.at/gesundheit/psychologie/511-die-innere-explosion . Zugriffsdatum: 23. 11. 2013
Hinweis: Neue Link-Adresse: https://ursachewirkung.at/gesellschaft/1102-die-innere-explosion (Zugriffsdatum: 31.12.2017

Anselm Eder, *1947 in Wien, Universitätsprofessor am Institut für Soziologie mit Forschungsschwerpunkten in den Bereichen “Medizinische Soziologie”, ” Körpersprache als Beobachtungsfeld” und “Simulation sozialer Interaktionen”. Außerdem ist er Autor beim Magazin ursache&wirkung. Buddhistische Aspekte

 

„Dickes Fell“ im Job kann vor Burn-out schützen

Psychische Widerstandsfähigkeit im Berufsleben lässt sich trainieren

Mittteilung: Bertelsmann Stiftung

Menschen im Berufsleben können ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber psychischen Belastungen trainieren und sich vor Burn-out-Symptomen und psychosomatischen Beschwerden, wie etwa Rückenschmerzen, deutlich besser schützen. Fehlzeiten und die Gefahr einer Berufsunfähigkeit können so erheblich vermindert werden.

Dies ergibt sich aus der Studie einer Expertenkommission der Bertelsmann Stiftung zusammen mit "mourlane management consultants" unter wissenschaftlicher Begleitung des Fachbereiches Arbeits- und Organisationspsychologie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. … weiter

Quelle: PM v. 22.8.2013 – Bertelsmann Stiftung/idw

Forschung: BAuA veröffentlicht Stressreport Deutschland 2012

Multitasking, Zeitdruck, Monotonie und Störungen nehmen nach wie vor Spitzenplätze ein

Mitteilung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Dortmund – Psychische Belastung ist in der deutschen Arbeitswelt nach wie vor weit verbreitet. Häufig sind die Beschäftigten Multitasking, Zeitdruck, Monotonie und Störungen bei der Arbeit ausgesetzt. Dabei kennt die psychische Belastung weder Hierarchiegrenzen, noch macht sie vor gewerblichen Branchen halt. Faktoren wie das gute soziale Klima in deutschen Betrieben oder Handlungsspielräume für die Beschäftigten, um ihre Arbeit zu planen und einzuteilen, helfen aber die Belastung zu bewältigen. … weiter

Quelle: PM v. 29.1.2013 – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – www.baua.de

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