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	Kommentare auf Auswege	</title>
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	<description>Perspektiven für den Erziehungsalltag</description>
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		<title>
		Kommentar zu Alles bewältigt? Eine „Erinnerungskultur“, die Deutschland dient von Claudia Reuther		</title>
		<link>https://www.magazin-auswege.de/2019/11/eine-erinnerungskultur-die-deutschland-dient/#comment-1458</link>

		<dc:creator><![CDATA[Claudia Reuther]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Dec 2019 09:58:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-auswege.de/?p=41861#comment-1458</guid>

					<description><![CDATA[Am 27. November gab es im Auswege-Magazin einen Text zur deutschen „Erinnerungskultur“ (https://www.magazin-auswege.de/2019/11/eine-erinnerungskultur-die-deutschland-dient/), der deren Leistungen für ein neues deutsches Nationalbewusstsein herausstellte – Leistungen, die die Männer (und natürlich, oh Gott, hätte ich fast vergessen, Frauen) von der AfD einfach nicht kapieren (wollen). Eine Woche später war Merkel in Auschwitz und betonte dort nochmals, dass „Auschwitz Teil unserer nationalen Identität“ ist (FAZ, 7.12.19). Dabei fielen wieder die einschlägigen Stichworte: Als deutsche Kanzlerin empfindet die Frau „tiefe Scham“, NS war ein einziges „Verbrechen“, „eigentlich müsste man verstummen“, Auschwitz natürlich das „größte Menschheitsverbrechen“, ein „Zivilisationsbruch“, der sich – ganz wichtig für die deutsche Vergangenheitsbewältigung – „mit Menschenverstand nicht erfassen“ lässt...

Wer über diese Verrenkungen erstaunt, findet Aufklärung in dem genannten Auswege-Artikel. Auf der Website „Herrschaftszeiten“ von „Herr Keiner“ gibt es jetzt zu Merkels Auschwitz-Buch einen neuen Text: &lt;a href=&quot;http://www.herrkeiner.com/geschichten/warum-deutsche-politiker-von-den-politischen-gruenden-des-antisemitismus-nichts-wissen-wollen/&quot; rel=&quot;nofollow ugc&quot;&gt;Warum deutsche Politiker von den politischen Gründen des Antisemitismus nichts wissen wollen&lt;/a&gt;. Er betont einen wichtigen Punkt: Mit dieser Erinnerungskultur betreut Deutschland vor allem das Nationalgefühl zuhause bzw. im eigenen Volk, gegenüber dem Ausland tritt die Nation – auch wenn sie im Umgang mit Ihresgleichen dieselben Rituale pflegt – unter Einsatz ihrer politischen und wirtschaftlichen Macht an. Mit der Büßerrolle hat Deutschland jedenfalls nicht seinen Aufstieg in der Staatenkonkurrenz geschafft!

Claudia Reuther]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 27. November gab es im Auswege-Magazin einen Text zur deutschen „Erinnerungskultur“ (<a href="https://www.magazin-auswege.de/2019/11/eine-erinnerungskultur-die-deutschland-dient/" rel="ugc">https://www.magazin-auswege.de/2019/11/eine-erinnerungskultur-die-deutschland-dient/</a>), der deren Leistungen für ein neues deutsches Nationalbewusstsein herausstellte – Leistungen, die die Männer (und natürlich, oh Gott, hätte ich fast vergessen, Frauen) von der AfD einfach nicht kapieren (wollen). Eine Woche später war Merkel in Auschwitz und betonte dort nochmals, dass „Auschwitz Teil unserer nationalen Identität“ ist (FAZ, 7.12.19). Dabei fielen wieder die einschlägigen Stichworte: Als deutsche Kanzlerin empfindet die Frau „tiefe Scham“, NS war ein einziges „Verbrechen“, „eigentlich müsste man verstummen“, Auschwitz natürlich das „größte Menschheitsverbrechen“, ein „Zivilisationsbruch“, der sich – ganz wichtig für die deutsche Vergangenheitsbewältigung – „mit Menschenverstand nicht erfassen“ lässt&#8230;</p>
<p>Wer über diese Verrenkungen erstaunt, findet Aufklärung in dem genannten Auswege-Artikel. Auf der Website „Herrschaftszeiten“ von „Herr Keiner“ gibt es jetzt zu Merkels Auschwitz-Buch einen neuen Text: <a href="http://www.herrkeiner.com/geschichten/warum-deutsche-politiker-von-den-politischen-gruenden-des-antisemitismus-nichts-wissen-wollen/" rel="nofollow ugc">Warum deutsche Politiker von den politischen Gründen des Antisemitismus nichts wissen wollen</a>. Er betont einen wichtigen Punkt: Mit dieser Erinnerungskultur betreut Deutschland vor allem das Nationalgefühl zuhause bzw. im eigenen Volk, gegenüber dem Ausland tritt die Nation – auch wenn sie im Umgang mit Ihresgleichen dieselben Rituale pflegt – unter Einsatz ihrer politischen und wirtschaftlichen Macht an. Mit der Büßerrolle hat Deutschland jedenfalls nicht seinen Aufstieg in der Staatenkonkurrenz geschafft!</p>
<p>Claudia Reuther</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Windsbraut und Hackepeter &#8211; Wie gendern wir richtig? von Claudia Reuther		</title>
		<link>https://www.magazin-auswege.de/2019/11/wie-gendern-wir-richtig/#comment-1457</link>

		<dc:creator><![CDATA[Claudia Reuther]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2019 12:24:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;strong&gt; .....wie gendert man richtig?&lt;/strong&gt;

Die besondere Erwähnung und Herausstellung des Weiblichen neben dem Männlichen seit einiger Zeit in der Sprache (z.B. bei Berufen etc.), wo immer dies vorher unter das Männliche (z.B. Personalpronomen man) subsummiert gewesen ist, wird von der Autorin in einer Glosse ad Absurdum (vor)geführt. Das ist  witzig und richtig, aber erklärt wird damit nicht, wozu das dienen soll und welches feministische Anliegen damit bedient und befriedigt werden soll.

Die Feminist(inn)en erfahren eine Wertschätzung und Berücksichtigung (hier nur) in der Sprache, mit der sie doch eigentlich gar nichts anfangen können und die niemanden auch nur einen Cent kostet, also billig ist. Das ist eine für Politik und Kapital sehr kostengünstige Art der Wertschätzung der Frau. Frauen werden damit ruhiggestellt, dass ihrem Anliegen auf Gleichbehandlung nun Gehör verschafft wird. Und Feministinnen sind ja blöd oder bescheiden genug, dass sie sich mit der Berücksichtigung in der Sprache und einigen anderen kostenlosen weiblichen Vergnügen wie z.B. eigenen Frauencafés begnügen, anstatt sich in der Arbeit mit ihren finanziell nicht viel besser gestellten männlichen Arbeitskollegen zu solidarisieren und mit ihnen gemeinsam gegen ihre wahren gemeinsamen Unterdrücker zu kämpfen, die eben in Politik und Unternehmen sitzen. Die sitzen nicht in der Sprache. Wenn feministische Frauen gegen ihre im Vergleich zu Männern niedrigeren Löhne kämpfen, dann kämpfen sie gegen Männer allgemein, anstatt gegen Unternehmer, die ihnen die niedrigere Bezahlung ja eingebrockt haben und diese mit Gerechtigkeitsgründen (Frauen haben mehr Fehltage wegen der kranken Kinder) rechtfertigen.

Auch andere absurde Wünsche wie z.B. solche nach separaten Mädchenschulen werden brav von allen Männern und Frauen öffentlich angehört und diskutiert. Warum eigentlich?

Frauen werden als Arbeitskräfte benötigt, mehr denn je vorher. Und alle m.und w. Bürger wissen auch, dass von einem einzigen Männerlohn mittlerweile kaum eine Familie ernährt werden kann. Das haben Politik und Unternehmer gemeinsam geschafft. Also muss man die Frauen in Arbeit und Politik wenigstens gleichberechtigt wertschätzen, und das Wertschätzen soll wenigstens sprachlich stattfinden.

Es ist aber ähnlich wie mit dem allgemeinen Menschenrecht auf Würde, das z.B. auch keinem Verhungernden in Afrika aus der Not hilft.

Zurück zum feministischen Sprachgebrauch:  Außer dass jede(r) nun bei jedem schriftlichen und mündlichen Satz höllisch aufpassen muss, bloß das Männliche und Weibliche unbedingt sprachlich gleichberechtigt nebeneinander stehen zu lassen, führt diese lächerliche Vorsicht oder permanente lästige Achtsamkeit in der Sprache garantiert nicht zu einer höheren Wertschätzung der Frau.

Anderes Beispiel: Eine gewaltfreie Sprache schafft auch nicht Gewalt ab, und selbst wenn es verpönt ist, einen Schwarzen Neger zu nennen, ist damit nicht der Rassismus aus der Welt geschafft, und es werden deshalb nicht weniger Schwarze in den USA erschossen oder ertrinken auf ihrer Flucht im Mittelmeer in Europa.

Und wenn unser deutsches feministisches Triumvirat in der Politik aus militärpolitisch aktiven Frauen besteht wie Merkel, AKK und von der Leyen, dann wird das Morden in anderen Ländern deshalb auch nicht charmanter und humaner als bei Männern. Und wenn Frauen nun an einigen Konzernspitzen stehen dürfen, feuern sie nicht weniger Untergebene und diese auch nicht liebevoller als ihre männlichen Spitzenkollegen.

Viele Grüße

&lt;a href=&quot;https://www.magazin-auswege.de/tag/claudia-reuther/&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Claudia Reuther&lt;/a&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> &#8230;..wie gendert man richtig?</strong></p>
<p>Die besondere Erwähnung und Herausstellung des Weiblichen neben dem Männlichen seit einiger Zeit in der Sprache (z.B. bei Berufen etc.), wo immer dies vorher unter das Männliche (z.B. Personalpronomen man) subsummiert gewesen ist, wird von der Autorin in einer Glosse ad Absurdum (vor)geführt. Das ist  witzig und richtig, aber erklärt wird damit nicht, wozu das dienen soll und welches feministische Anliegen damit bedient und befriedigt werden soll.</p>
<p>Die Feminist(inn)en erfahren eine Wertschätzung und Berücksichtigung (hier nur) in der Sprache, mit der sie doch eigentlich gar nichts anfangen können und die niemanden auch nur einen Cent kostet, also billig ist. Das ist eine für Politik und Kapital sehr kostengünstige Art der Wertschätzung der Frau. Frauen werden damit ruhiggestellt, dass ihrem Anliegen auf Gleichbehandlung nun Gehör verschafft wird. Und Feministinnen sind ja blöd oder bescheiden genug, dass sie sich mit der Berücksichtigung in der Sprache und einigen anderen kostenlosen weiblichen Vergnügen wie z.B. eigenen Frauencafés begnügen, anstatt sich in der Arbeit mit ihren finanziell nicht viel besser gestellten männlichen Arbeitskollegen zu solidarisieren und mit ihnen gemeinsam gegen ihre wahren gemeinsamen Unterdrücker zu kämpfen, die eben in Politik und Unternehmen sitzen. Die sitzen nicht in der Sprache. Wenn feministische Frauen gegen ihre im Vergleich zu Männern niedrigeren Löhne kämpfen, dann kämpfen sie gegen Männer allgemein, anstatt gegen Unternehmer, die ihnen die niedrigere Bezahlung ja eingebrockt haben und diese mit Gerechtigkeitsgründen (Frauen haben mehr Fehltage wegen der kranken Kinder) rechtfertigen.</p>
<p>Auch andere absurde Wünsche wie z.B. solche nach separaten Mädchenschulen werden brav von allen Männern und Frauen öffentlich angehört und diskutiert. Warum eigentlich?</p>
<p>Frauen werden als Arbeitskräfte benötigt, mehr denn je vorher. Und alle m.und w. Bürger wissen auch, dass von einem einzigen Männerlohn mittlerweile kaum eine Familie ernährt werden kann. Das haben Politik und Unternehmer gemeinsam geschafft. Also muss man die Frauen in Arbeit und Politik wenigstens gleichberechtigt wertschätzen, und das Wertschätzen soll wenigstens sprachlich stattfinden.</p>
<p>Es ist aber ähnlich wie mit dem allgemeinen Menschenrecht auf Würde, das z.B. auch keinem Verhungernden in Afrika aus der Not hilft.</p>
<p>Zurück zum feministischen Sprachgebrauch:  Außer dass jede(r) nun bei jedem schriftlichen und mündlichen Satz höllisch aufpassen muss, bloß das Männliche und Weibliche unbedingt sprachlich gleichberechtigt nebeneinander stehen zu lassen, führt diese lächerliche Vorsicht oder permanente lästige Achtsamkeit in der Sprache garantiert nicht zu einer höheren Wertschätzung der Frau.</p>
<p>Anderes Beispiel: Eine gewaltfreie Sprache schafft auch nicht Gewalt ab, und selbst wenn es verpönt ist, einen Schwarzen Neger zu nennen, ist damit nicht der Rassismus aus der Welt geschafft, und es werden deshalb nicht weniger Schwarze in den USA erschossen oder ertrinken auf ihrer Flucht im Mittelmeer in Europa.</p>
<p>Und wenn unser deutsches feministisches Triumvirat in der Politik aus militärpolitisch aktiven Frauen besteht wie Merkel, AKK und von der Leyen, dann wird das Morden in anderen Ländern deshalb auch nicht charmanter und humaner als bei Männern. Und wenn Frauen nun an einigen Konzernspitzen stehen dürfen, feuern sie nicht weniger Untergebene und diese auch nicht liebevoller als ihre männlichen Spitzenkollegen.</p>
<p>Viele Grüße</p>
<p><a href="https://www.magazin-auswege.de/tag/claudia-reuther/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Claudia Reuther</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu &#8222;Stärker auf die Persönlichkeit von Tätern schauen&#8220; von Johannes Schillo		</title>
		<link>https://www.magazin-auswege.de/2019/10/staerker-auf-die-persoenlichkeit-von-taetern-schauen/#comment-1453</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes Schillo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Oct 2019 07:47:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu “Stärker auf die Persönlichkeit von Tätern schauen”

Der Attentäter in Halle hatte „rechtsextreme Vorbilder“, lieferte aber vor allem „ein Bild von gekränkter Männlichkeit“ – so die Presse gleich am Tag nach der Tat (Der Tagesspiegel, 10.10.19).  Das ist auch das Leitmotiv zahlloser Experten-Einlassungen zu dem Thema, wie sich überhaupt die Psychologisierung, d.h. der Aufweis pathologischer Momente in Werdegang und Konstitution von (männlichen) Rechtsterroristen bzw. -extremisten, großer Beliebtheit erfreut. Ein Beitrag im Auswege-Magazin hatte dies, in kritischer Absicht, zum Thema gemacht; einen Tag später erschien dort eine Information über den Leipziger Extremismusforscher Alexander Yendell, der kurioser Weise die konsequente Psychologisierung vermisst und mehr davon fordert.[1]

An Yendells Klage über die unzulässige Politisierung der Tat stimmt nur eins: Die politische Dimension des Falls – der „Scham und Schande“, so der Bundespräsident (DLF, 10.10.19), über „unser“ Land gebracht haben soll – wollte dieses Mal kein Politiker, kein Experte oder Journalist verschweigen. Aber gleich die ersten Stellungnahmen thematisierten den neuen Terrorakt im Blick auf seine Verbindung mit einem „pathologischen Element“ (FAZ, 10.10.19), und die Hintergrundberichterstattung des Blattes vom nächsten Tag („Mörder aus der Meme-Maschinerie“, 11.10.19) konzentrierte sich auf die Persönlichkeitsstruktur von Stephan B.: Hier habe jemand agiert als Teil „einer Subkultur bitterer und verbitterter junger Männer, die keine Frau abbekommen“ (so genannte „Incels“, von „involuntary celibacy“, unfreiwilliges Zölibat). Ähnlich eine Terrorismus-Expertin vom Tagesspiegel: „Auch bei anderen rechten Anschlägen, zeigte sich bei Tätern häufig das Bild eines permanent gekränkten Mannes, der sich von jedem, der ihm nicht gleicht – also nicht gleicher ethnischer Abstammung, nicht männlich, nicht heterosexuell ist –  bedroht fühlt. Und dieser Bedrohung versucht, durch Gewalt und Terror Herr zu werden. Durch den Anschlag wäre der Attentäter wohl im eigenen Verständnis kein ‚Loser‘ mehr gewesen, sondern in der rechten Szene zu einem Helden stilisiert worden.“ (10.10.19)

Das „zweite Element“, das die Täterpsyche auszeichnen soll, ist laut FAZ (11.10.19) sowie zahlreichen anderen Hintergrundberichten die „Vorliebe für Computerspiele“. „Natürlich greift es zu kurz“, resümiert die FAZ, solchen Terrorismus mit einem unerfüllten Liebesleben und zu viel Aufenthalt im Internet erklären zu wollen. Aber ohne diese beiden Elemente kommt man diesem modernen Extremismus bzw. Terrorismus angeblich nicht bei. So auch der Spiegel einen Tag später (Nr. 42/19), der von einem neuen Tätertypus spricht, „gegen den die Sicherheitsbehörden bislang machtlos wirken“ (ebd., 13). Diese Täter kommen quasi „aus dem Nichts“ (ebd., 15). Untersuchenswert sei ihre „Persönlichkeitsstruktur“, ihre „netzgeborene“ Mordlust, das Muster ihrer Radikalisierungsprozesse; Stephan B.s Mutter habe von einer schweren Krankheit des Sohns, von Drogenkonsum und Einzelgängertum berichtet etc. (ebd., 16). Bild (12.10.19) hatte mit B.s Vater gesprochen und erfahren, der Sohn sei ein „Eigenbrötler“ gewesen: „Er war weder mit sich noch mit der Welt im Reinen.“ Überhaupt gebe es, wie der Spiegel von einer andere Expertin erfahren hat, „‚keine signifikanten Unterschiede‘ zwischen rechtem, linkem oder muslimischem Antisemitismus“ in Deutschland, der „Vernichtungswille“ sei bei allen derselbe (Nr. 42/19, 21).

Das ist schon eine journalistische Meisterleistung des deutschen Nachrichtenmagazins: Das rechte Weltbild des Täters und seiner Vorläufer liegt für jeden klar auf der Hand, Innenminster Seehofer entdeckt den Rechtsextremismus als „die größte Bedrohung in unserem Land“ (ebd., 16), die Kriminalstatistik weist ca. 90 % der antisemitischen Vorkommnisse dem rechten Lager zu – und dann wird ganz ungerührt die Expertise verbreitet, dass es sich hier um ein allgemeinmenschliches Phänomen handeln soll. Das muss man sich einmal vorstellen: Eine linke Politikerin wie Wagenknecht, die den Staat Israel bzw. die amtierende Regierung kritisiert, oder ein syrischer Halbstarker, der Juden beschimpft, werden mit dem Ausrottungsprogramm der Nazis oder mit Stephan B., der möglichst viele „Anti-Weiße“ (ebd., 14) umbringen wollte, gleichgesetzt. Mit Antisemitismus, so soll man das sehen, ist gewissermaßen die abendländische Conditio Humana imprägniert, er „blüht“, wie es beim Spiegel an anderer Stelle heißt (ebd., 21), „seit Ende des 4. Jahrhunderts“. 

Es gibt demzufolge in den meisten Menschen – vielleicht in uns allen, wie eine Expertin bei Maybritt Illner am 10.12.19 verkündete und sich selber in den Vorwurf einschloss – rassistische Anteile bzw. eine Anfälligkeit, sich mit Antisemitismus zu infizieren. Auch die Abhilfe, die (neben der Aufrüstung der Sicherheitsbehörden) empfohlen wird, zielt auf die Persönlichkeitsstruktur: Zivilcourage heißt das Zauberwort! Es stehen eben nicht Aufklärung oder Rassismuskritik im Vordergrund, wenn von präventiven Maßnahmen die Rede ist, sondern die Ermutigung oder Bestärkung von Menschen, couragiert, also mit einem gewissen persönlichen Risiko, in brenzligen Situationen auf- und gegen Zeitgenossen, die Deutschland „Schande“ bereiten, anzutreten.

Der Blick aufs Persönliche ist also definitiv der Tenor der öffentlichen Kommentierung. Dass dabei im Fall von Halle auch das Politische betont wird, liegt an der speziellen „Schande“ des Judenhasses, die natürlich jedermann und vor allem das Ausland an ein vergangenes politisches Regime in deutschen Landen denken (und einen guten Deutschen in „Scham“ versinken) lässt. Und es liegt daran, dass sich mit dem politischen Charakter der Tat ein parteipolitischer Konkurrent, die AfD, belasten und weiter ausgrenzen lässt. Dass mindestens Teile dieser Partei, so der Bundesinnenminister (ARD, 11.1019), Mitschuld für die Tat in Halle tragen, passt natürlich gut ins Konzept der etablierten Parteien, die sich gerade bei den Wahlen in den neuen Bundesländern darum bemühen, den rechten Störenfried zu diskreditieren.

Angesichts dieser Lage muss man dem Statement des Leipziger Wissenschaftlers ausgesprochene Weltfremdheit bescheinigen. Sein Votum für mehr Psychologisierung drückt ansonsten nur den Wunsch aus, im Sinne seines begonnenen Forschungsprojekts weiterzumachen. Einige Argumente dagegen hatte der Auswege-Beitrag vom 11.10.19 (am Beispiel einer speziellen Theorie) vorstellen wollen. Für seine eigenen Position bringt Yendell keine Argumente – außer dem Verweis auf Kollegen, die die Sache genau so sehen, und außer dem absurden Einfall, potentielle Täter würden durch Ursachenforschung und Expertenmeinungen, die aufs Politische fokussieren, in ihren Absichten bestärkt. Abgesehen davon, dass dieses Bedenken nichts mit der Ursachenklärung zu tun hat: Bestärkt werden Täter, die Aufsehen erregen wollen, dadurch, dass in der modernen Mediengesellschaft so etwas gelingt oder gelingen kann. Das zu unterbinden, wäre aber schon aus technischen Gründen der konkurrierenden oder sozialen Medien nur schwer möglich.

Oder denkt der Leipziger Forscher direkt an durchgreifende Zensurmaßnahmen? Maßnahmen, die es übrigens teilweise gibt – so bei Selbstmorden, Steinwürfen auf Autobahnen etc., wo keine Nachahmungstäter durch die Berichterstattung in den Medien hervorgerufen werden sollen. Doch wieso sollte die Information über den politischen Gehalt gerade die Nachahmungstat provozieren, wenn in Wirklichkeit doch eine psychische Störung vorliegt? Wenn z.B., was Yendell allen Ernstes als Indiz vorbringt, die betreffende Person mit 27 Jahren noch bei der Mutter wohnt? Mit solchen Statements kommt jedenfalls die Klärung dessen, was den Rechtstrend antreibt, nicht voran!

[1] &lt;em&gt;Siehe: https://www.magazin-auswege.de/2019/10/der-rassist-ein-autoritaerer-charakter/, 11.10.19. Der Beitrag fokussiert auf die sozialpsychologische Theorie vom „autoritären Charakter“, weist aber auch auf andere Varianten der Psychologisierung hin. Die Mitteilung der Universität Leipzig erschien am 12.10.19: https://www.magazin-auswege.de/2019/10/staerker-auf-die-persoenlichkeit-von-taetern-schauen/.&lt;/em&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu “Stärker auf die Persönlichkeit von Tätern schauen”</p>
<p>Der Attentäter in Halle hatte „rechtsextreme Vorbilder“, lieferte aber vor allem „ein Bild von gekränkter Männlichkeit“ – so die Presse gleich am Tag nach der Tat (Der Tagesspiegel, 10.10.19).  Das ist auch das Leitmotiv zahlloser Experten-Einlassungen zu dem Thema, wie sich überhaupt die Psychologisierung, d.h. der Aufweis pathologischer Momente in Werdegang und Konstitution von (männlichen) Rechtsterroristen bzw. -extremisten, großer Beliebtheit erfreut. Ein Beitrag im Auswege-Magazin hatte dies, in kritischer Absicht, zum Thema gemacht; einen Tag später erschien dort eine Information über den Leipziger Extremismusforscher Alexander Yendell, der kurioser Weise die konsequente Psychologisierung vermisst und mehr davon fordert.[1]</p>
<p>An Yendells Klage über die unzulässige Politisierung der Tat stimmt nur eins: Die politische Dimension des Falls – der „Scham und Schande“, so der Bundespräsident (DLF, 10.10.19), über „unser“ Land gebracht haben soll – wollte dieses Mal kein Politiker, kein Experte oder Journalist verschweigen. Aber gleich die ersten Stellungnahmen thematisierten den neuen Terrorakt im Blick auf seine Verbindung mit einem „pathologischen Element“ (FAZ, 10.10.19), und die Hintergrundberichterstattung des Blattes vom nächsten Tag („Mörder aus der Meme-Maschinerie“, 11.10.19) konzentrierte sich auf die Persönlichkeitsstruktur von Stephan B.: Hier habe jemand agiert als Teil „einer Subkultur bitterer und verbitterter junger Männer, die keine Frau abbekommen“ (so genannte „Incels“, von „involuntary celibacy“, unfreiwilliges Zölibat). Ähnlich eine Terrorismus-Expertin vom Tagesspiegel: „Auch bei anderen rechten Anschlägen, zeigte sich bei Tätern häufig das Bild eines permanent gekränkten Mannes, der sich von jedem, der ihm nicht gleicht – also nicht gleicher ethnischer Abstammung, nicht männlich, nicht heterosexuell ist –  bedroht fühlt. Und dieser Bedrohung versucht, durch Gewalt und Terror Herr zu werden. Durch den Anschlag wäre der Attentäter wohl im eigenen Verständnis kein ‚Loser‘ mehr gewesen, sondern in der rechten Szene zu einem Helden stilisiert worden.“ (10.10.19)</p>
<p>Das „zweite Element“, das die Täterpsyche auszeichnen soll, ist laut FAZ (11.10.19) sowie zahlreichen anderen Hintergrundberichten die „Vorliebe für Computerspiele“. „Natürlich greift es zu kurz“, resümiert die FAZ, solchen Terrorismus mit einem unerfüllten Liebesleben und zu viel Aufenthalt im Internet erklären zu wollen. Aber ohne diese beiden Elemente kommt man diesem modernen Extremismus bzw. Terrorismus angeblich nicht bei. So auch der Spiegel einen Tag später (Nr. 42/19), der von einem neuen Tätertypus spricht, „gegen den die Sicherheitsbehörden bislang machtlos wirken“ (ebd., 13). Diese Täter kommen quasi „aus dem Nichts“ (ebd., 15). Untersuchenswert sei ihre „Persönlichkeitsstruktur“, ihre „netzgeborene“ Mordlust, das Muster ihrer Radikalisierungsprozesse; Stephan B.s Mutter habe von einer schweren Krankheit des Sohns, von Drogenkonsum und Einzelgängertum berichtet etc. (ebd., 16). Bild (12.10.19) hatte mit B.s Vater gesprochen und erfahren, der Sohn sei ein „Eigenbrötler“ gewesen: „Er war weder mit sich noch mit der Welt im Reinen.“ Überhaupt gebe es, wie der Spiegel von einer andere Expertin erfahren hat, „‚keine signifikanten Unterschiede‘ zwischen rechtem, linkem oder muslimischem Antisemitismus“ in Deutschland, der „Vernichtungswille“ sei bei allen derselbe (Nr. 42/19, 21).</p>
<p>Das ist schon eine journalistische Meisterleistung des deutschen Nachrichtenmagazins: Das rechte Weltbild des Täters und seiner Vorläufer liegt für jeden klar auf der Hand, Innenminster Seehofer entdeckt den Rechtsextremismus als „die größte Bedrohung in unserem Land“ (ebd., 16), die Kriminalstatistik weist ca. 90 % der antisemitischen Vorkommnisse dem rechten Lager zu – und dann wird ganz ungerührt die Expertise verbreitet, dass es sich hier um ein allgemeinmenschliches Phänomen handeln soll. Das muss man sich einmal vorstellen: Eine linke Politikerin wie Wagenknecht, die den Staat Israel bzw. die amtierende Regierung kritisiert, oder ein syrischer Halbstarker, der Juden beschimpft, werden mit dem Ausrottungsprogramm der Nazis oder mit Stephan B., der möglichst viele „Anti-Weiße“ (ebd., 14) umbringen wollte, gleichgesetzt. Mit Antisemitismus, so soll man das sehen, ist gewissermaßen die abendländische Conditio Humana imprägniert, er „blüht“, wie es beim Spiegel an anderer Stelle heißt (ebd., 21), „seit Ende des 4. Jahrhunderts“. </p>
<p>Es gibt demzufolge in den meisten Menschen – vielleicht in uns allen, wie eine Expertin bei Maybritt Illner am 10.12.19 verkündete und sich selber in den Vorwurf einschloss – rassistische Anteile bzw. eine Anfälligkeit, sich mit Antisemitismus zu infizieren. Auch die Abhilfe, die (neben der Aufrüstung der Sicherheitsbehörden) empfohlen wird, zielt auf die Persönlichkeitsstruktur: Zivilcourage heißt das Zauberwort! Es stehen eben nicht Aufklärung oder Rassismuskritik im Vordergrund, wenn von präventiven Maßnahmen die Rede ist, sondern die Ermutigung oder Bestärkung von Menschen, couragiert, also mit einem gewissen persönlichen Risiko, in brenzligen Situationen auf- und gegen Zeitgenossen, die Deutschland „Schande“ bereiten, anzutreten.</p>
<p>Der Blick aufs Persönliche ist also definitiv der Tenor der öffentlichen Kommentierung. Dass dabei im Fall von Halle auch das Politische betont wird, liegt an der speziellen „Schande“ des Judenhasses, die natürlich jedermann und vor allem das Ausland an ein vergangenes politisches Regime in deutschen Landen denken (und einen guten Deutschen in „Scham“ versinken) lässt. Und es liegt daran, dass sich mit dem politischen Charakter der Tat ein parteipolitischer Konkurrent, die AfD, belasten und weiter ausgrenzen lässt. Dass mindestens Teile dieser Partei, so der Bundesinnenminister (ARD, 11.1019), Mitschuld für die Tat in Halle tragen, passt natürlich gut ins Konzept der etablierten Parteien, die sich gerade bei den Wahlen in den neuen Bundesländern darum bemühen, den rechten Störenfried zu diskreditieren.</p>
<p>Angesichts dieser Lage muss man dem Statement des Leipziger Wissenschaftlers ausgesprochene Weltfremdheit bescheinigen. Sein Votum für mehr Psychologisierung drückt ansonsten nur den Wunsch aus, im Sinne seines begonnenen Forschungsprojekts weiterzumachen. Einige Argumente dagegen hatte der Auswege-Beitrag vom 11.10.19 (am Beispiel einer speziellen Theorie) vorstellen wollen. Für seine eigenen Position bringt Yendell keine Argumente – außer dem Verweis auf Kollegen, die die Sache genau so sehen, und außer dem absurden Einfall, potentielle Täter würden durch Ursachenforschung und Expertenmeinungen, die aufs Politische fokussieren, in ihren Absichten bestärkt. Abgesehen davon, dass dieses Bedenken nichts mit der Ursachenklärung zu tun hat: Bestärkt werden Täter, die Aufsehen erregen wollen, dadurch, dass in der modernen Mediengesellschaft so etwas gelingt oder gelingen kann. Das zu unterbinden, wäre aber schon aus technischen Gründen der konkurrierenden oder sozialen Medien nur schwer möglich.</p>
<p>Oder denkt der Leipziger Forscher direkt an durchgreifende Zensurmaßnahmen? Maßnahmen, die es übrigens teilweise gibt – so bei Selbstmorden, Steinwürfen auf Autobahnen etc., wo keine Nachahmungstäter durch die Berichterstattung in den Medien hervorgerufen werden sollen. Doch wieso sollte die Information über den politischen Gehalt gerade die Nachahmungstat provozieren, wenn in Wirklichkeit doch eine psychische Störung vorliegt? Wenn z.B., was Yendell allen Ernstes als Indiz vorbringt, die betreffende Person mit 27 Jahren noch bei der Mutter wohnt? Mit solchen Statements kommt jedenfalls die Klärung dessen, was den Rechtstrend antreibt, nicht voran!</p>
<p>[1] <em>Siehe: <a href="https://www.magazin-auswege.de/2019/10/der-rassist-ein-autoritaerer-charakter/" rel="ugc">https://www.magazin-auswege.de/2019/10/der-rassist-ein-autoritaerer-charakter/</a>, 11.10.19. Der Beitrag fokussiert auf die sozialpsychologische Theorie vom „autoritären Charakter“, weist aber auch auf andere Varianten der Psychologisierung hin. Die Mitteilung der Universität Leipzig erschien am 12.10.19: <a href="https://www.magazin-auswege.de/2019/10/staerker-auf-die-persoenlichkeit-von-taetern-schauen/" rel="ugc">https://www.magazin-auswege.de/2019/10/staerker-auf-die-persoenlichkeit-von-taetern-schauen/</a>.</em></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Flugschrift an Greta von Klaus Hecker		</title>
		<link>https://www.magazin-auswege.de/2019/09/flugschrift-an-greta/#comment-1450</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2019 15:39:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-auswege.de/?p=40921#comment-1450</guid>

					<description><![CDATA[Hallo, 

ich teile die Stossrichtung eurer Initiative, das System Kapitalismus auf die Hörner zu nehmen.

Eure Ansprache an Greta fällt ein wenig dahinter zurück. Für das Nicht- oder Anders-Agieren der Politiker kann es viele Gründe geben, und die werden ja auch von den Bewegungen angeführt. Dass die das machen oder nicht machen, verweist nicht direkt und unmittelbar auf eine Fundamentalkritik, die Greta nun inkonsequent nicht durchführt.

Der Nachweis, dass der Kapitalismus mit seiner Gewinnrechnung notwendig und immer Natur und Klima ruiniert und ruinieren wird, wäre anzusteuern. Hier verbleibt das auf so einer Art Vertrauensebene den Politikern gegenüber.

Auch das Zutun der Bürger finde ich problematisch bestimmt. Krieg und Gewalt wären den Bürgern egal, solange sie nicht betroffen seien. Und direkt im nächsten Satz, deshalb hätten sie Kriege mitgemacht. Da passt was nicht. Das müsste heißen, die ziehen sogar in den Krieg und opfern ihr Leben. Also, dieser Komplex sollte neu durchdacht werden, ich kann das jetzt nicht genauer formulieren im wackeligen Zug.

&lt;strong&gt;Resümee:&lt;/strong&gt; Ich möchte hier nicht klugscheißen, im Gegenteil. Ich teile eure Initiative ausdrücklich und wollte nur auf Schwachstellen hinweisen. Seid doch systemkritischer, wo die Grundlagen - auch in euren Hinweisen - fehlen. Das bekommt ungewollt einen unguten moralischen Touch. Ich bin gerne dabei mit in die Richtung eurer Initiative zu denken - dazu meine E-Mail: ...@ ... 

&lt;em&gt;Anm. d. Redaktion: Die Adresse wurde wg. Spamschutz entfernt. Bitte an die Redaktion schreiben, wir leiten den Text dann an Klaus Hecker weiter. Danke!&lt;/em&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, </p>
<p>ich teile die Stossrichtung eurer Initiative, das System Kapitalismus auf die Hörner zu nehmen.</p>
<p>Eure Ansprache an Greta fällt ein wenig dahinter zurück. Für das Nicht- oder Anders-Agieren der Politiker kann es viele Gründe geben, und die werden ja auch von den Bewegungen angeführt. Dass die das machen oder nicht machen, verweist nicht direkt und unmittelbar auf eine Fundamentalkritik, die Greta nun inkonsequent nicht durchführt.</p>
<p>Der Nachweis, dass der Kapitalismus mit seiner Gewinnrechnung notwendig und immer Natur und Klima ruiniert und ruinieren wird, wäre anzusteuern. Hier verbleibt das auf so einer Art Vertrauensebene den Politikern gegenüber.</p>
<p>Auch das Zutun der Bürger finde ich problematisch bestimmt. Krieg und Gewalt wären den Bürgern egal, solange sie nicht betroffen seien. Und direkt im nächsten Satz, deshalb hätten sie Kriege mitgemacht. Da passt was nicht. Das müsste heißen, die ziehen sogar in den Krieg und opfern ihr Leben. Also, dieser Komplex sollte neu durchdacht werden, ich kann das jetzt nicht genauer formulieren im wackeligen Zug.</p>
<p><strong>Resümee:</strong> Ich möchte hier nicht klugscheißen, im Gegenteil. Ich teile eure Initiative ausdrücklich und wollte nur auf Schwachstellen hinweisen. Seid doch systemkritischer, wo die Grundlagen &#8211; auch in euren Hinweisen &#8211; fehlen. Das bekommt ungewollt einen unguten moralischen Touch. Ich bin gerne dabei mit in die Richtung eurer Initiative zu denken &#8211; dazu meine E-Mail: &#8230;@ &#8230; </p>
<p><em>Anm. d. Redaktion: Die Adresse wurde wg. Spamschutz entfernt. Bitte an die Redaktion schreiben, wir leiten den Text dann an Klaus Hecker weiter. Danke!</em></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Die psychologischen Faktoren des Aufstiegs der AfD von Klaus Neumann		</title>
		<link>https://www.magazin-auswege.de/2019/08/psychologische-faktoren-des-aufstiegs-der-afd/#comment-1449</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2019 14:16:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-auswege.de/?p=40756#comment-1449</guid>

					<description><![CDATA[Noch ergänzend:
Und warum soll die AfD keine demokratische Partei sein?
Schließlich kamen auch die früheren &quot;Rechten&quot; bzw. Nazis (damals noch in Form der NSDAP) nicht mit einem Putsch oder ähnlichem an die Macht, sondern mit Wahlen.
(Auch wenn deren Schlägertrupps vor allem während des Wahlkampfs etwas nachgeholfen und ein Klima der Einschüchterung geschaffen haben, was allerdings vielen Deutschen Recht war.)

Immerhin wurden diese von knapp der Hälfte der Deutschen gewählt und wurden damit zur stärksten Fraktion im damaligen Reichstag, während die anderen Parteien - mit Ausnahme der damaligen SPD und der KPD, die allerdings bereits weitgehend &quot;kaltgestellt&quot; wurde - etwas später dem sog. Ermächtigungsgesetz zugestimmt haben, das mit einem &quot;nationalen Notstand&quot; begründet wurde.
(Eine Möglichkeit, von der übrigens auch z.B. Trump und die Seinen zunehmend Gebrauch machen, während auch die hiesige Demokratie bereits für den Fall eines &quot;nationalen Notstands&quot; mit entsprechenden Gesetzen - den Notstandsgesetzen - vorgesorgt hat. Alles durchaus demokratisch.)

Grüße
Klaus Neumann
----------------------------------
Anm. d. Red.: Dieser Leserbrief hat zwar mit dem ursprünglichen Artikel nichts mehr zu tun, nachdem der Autor sich aber so abmüht, machen wir &#039;ne Ausnahme. Danach werden die Kommentare hier geschlossen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ergänzend:<br />
Und warum soll die AfD keine demokratische Partei sein?<br />
Schließlich kamen auch die früheren &#8222;Rechten&#8220; bzw. Nazis (damals noch in Form der NSDAP) nicht mit einem Putsch oder ähnlichem an die Macht, sondern mit Wahlen.<br />
(Auch wenn deren Schlägertrupps vor allem während des Wahlkampfs etwas nachgeholfen und ein Klima der Einschüchterung geschaffen haben, was allerdings vielen Deutschen Recht war.)</p>
<p>Immerhin wurden diese von knapp der Hälfte der Deutschen gewählt und wurden damit zur stärksten Fraktion im damaligen Reichstag, während die anderen Parteien &#8211; mit Ausnahme der damaligen SPD und der KPD, die allerdings bereits weitgehend &#8222;kaltgestellt&#8220; wurde &#8211; etwas später dem sog. Ermächtigungsgesetz zugestimmt haben, das mit einem &#8222;nationalen Notstand&#8220; begründet wurde.<br />
(Eine Möglichkeit, von der übrigens auch z.B. Trump und die Seinen zunehmend Gebrauch machen, während auch die hiesige Demokratie bereits für den Fall eines &#8222;nationalen Notstands&#8220; mit entsprechenden Gesetzen &#8211; den Notstandsgesetzen &#8211; vorgesorgt hat. Alles durchaus demokratisch.)</p>
<p>Grüße<br />
Klaus Neumann<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
Anm. d. Red.: Dieser Leserbrief hat zwar mit dem ursprünglichen Artikel nichts mehr zu tun, nachdem der Autor sich aber so abmüht, machen wir &#8217;ne Ausnahme. Danach werden die Kommentare hier geschlossen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Die psychologischen Faktoren des Aufstiegs der AfD von Klaus Neumann		</title>
		<link>https://www.magazin-auswege.de/2019/08/psychologische-faktoren-des-aufstiegs-der-afd/#comment-1447</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2019 00:40:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-auswege.de/?p=40756#comment-1447</guid>

					<description><![CDATA[Wie abgehoben müssen eigentlich sog. Wissenschaftler sein, wenn diese meinen, der AfD mit Psychologie entgegenwirken zu können. (Während sich ansonsten nichts ändert.) Oder meinen diese wirklich, dass z.B. eine Postwurfsendung der Regierung an alle Haushalte, in der diese verspricht, zukünftig für Versorgung und Sicherheit sowie Wertschätzung zu sorgen, die potenziellen Wähler der AfD umstimmen würde? (Einmal abgesehen davon, dass eine gesicherte allgemeine Versorgung im Kapitalismus gar nicht geht und selbst die sog. Mindestsicherung wie z.B. Hartz4 usw. laufend auf dem Prüfstand steht.)

AfD-Wähler sind in der Regel enttäuschte Nationalisten, die sich von der Regierung verraten fühlen. Wobei ausgerechnet vor allem die Flüchtlinge als Beweis dienen sollen, die angeblich staatlich bevorzugt würden.
Zudem verspricht übrigens die AfD weniger &quot;soziale Wohltaten&quot;, sondern vielmehr, sich als Deutscher in Deutschland wieder deutsch fühlen und das Deutschsein ausleben zu können. Was den meisten anscheinend genügt.

Die AfD will übrigens nicht alle Ausländer ausweisen und hat durchaus Verständnis für die Forderung der deutschen Wirtschaft nach billigen Arbeitskräften. Deshalb plädiert diese für ein Zuwanderungsgesetz (allerdings weniger Einbürgerung, um die “Reinheit des deutschen Volkskörpers” zu wahren), dass die Ausländer in diejenigen unterscheidet, “die uns nutzen und den anderen, die uns ausnutzen”. Was eine Forderung ist, die bereits seit Jahren z.B. auch von der CSU vertreten wird. (Ganz zu schweigen von der “Das Boot ist voll!”-Kampagne, die bereits früher von der SPD unter Kanzler Helmut Schmidt losgetreten wurde.)

Bei soviel inhaltlicher Übereinstimmung fragt sich, warum die AfD bislang noch ausgegrenzt und verteufelt wird.
Was bleibt ist die parteiliche Konkurrenz, da schließlich bei einem Wahlsieg der AfD einige der bisherigen Politiker ihre meist gut bezahlten Posten räumen müssten, die von AfDlern eingenommen würden.

Grüße
Klaus Neumann

PS: Wobei die AfD - wie alle bürgerlichen Parteien - selbstverständlich davon ausgeht, dass die Leute ihr privates Leben bzw. &quot;Schicksal&quot; mit dem Erfolg der Nation (d.h. Staat und Kapital bzw. &quot;der Wirtschaft&quot;) nicht nur in eins setzen, sondern die allermeisten diese Gleichung bereits in &quot;Fleisch und Blut&quot; verinnerlicht haben.
Dass das nicht stimmt, haben zuletzt etliche Franzosen erfahren, die Macron wählten, der versprochen hat, die Nation wieder groß zu machen und dachten, dass es ihnen deshalb auch wieder besser gehen würde.
Während Macron - kaum an der Macht - Lohnsenkungen und Steuererhöhungen sowie einen weiteren &quot;Sozialabbau&quot; ankündigte, um sein Programm zu verwirklichen. Wie denn sonst.
Was ihm allerdings bekanntlich die &quot;Gelbwesten-Bewegung&quot; (die sich die Größe der Nation anders vorgestellt und diese mit ihrem eigenen Wohlergehen verwechselt haben) einbrachte, die erst &#039;mal weitgehend niedergeschlagen werden musste.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie abgehoben müssen eigentlich sog. Wissenschaftler sein, wenn diese meinen, der AfD mit Psychologie entgegenwirken zu können. (Während sich ansonsten nichts ändert.) Oder meinen diese wirklich, dass z.B. eine Postwurfsendung der Regierung an alle Haushalte, in der diese verspricht, zukünftig für Versorgung und Sicherheit sowie Wertschätzung zu sorgen, die potenziellen Wähler der AfD umstimmen würde? (Einmal abgesehen davon, dass eine gesicherte allgemeine Versorgung im Kapitalismus gar nicht geht und selbst die sog. Mindestsicherung wie z.B. Hartz4 usw. laufend auf dem Prüfstand steht.)</p>
<p>AfD-Wähler sind in der Regel enttäuschte Nationalisten, die sich von der Regierung verraten fühlen. Wobei ausgerechnet vor allem die Flüchtlinge als Beweis dienen sollen, die angeblich staatlich bevorzugt würden.<br />
Zudem verspricht übrigens die AfD weniger &#8222;soziale Wohltaten&#8220;, sondern vielmehr, sich als Deutscher in Deutschland wieder deutsch fühlen und das Deutschsein ausleben zu können. Was den meisten anscheinend genügt.</p>
<p>Die AfD will übrigens nicht alle Ausländer ausweisen und hat durchaus Verständnis für die Forderung der deutschen Wirtschaft nach billigen Arbeitskräften. Deshalb plädiert diese für ein Zuwanderungsgesetz (allerdings weniger Einbürgerung, um die “Reinheit des deutschen Volkskörpers” zu wahren), dass die Ausländer in diejenigen unterscheidet, “die uns nutzen und den anderen, die uns ausnutzen”. Was eine Forderung ist, die bereits seit Jahren z.B. auch von der CSU vertreten wird. (Ganz zu schweigen von der “Das Boot ist voll!”-Kampagne, die bereits früher von der SPD unter Kanzler Helmut Schmidt losgetreten wurde.)</p>
<p>Bei soviel inhaltlicher Übereinstimmung fragt sich, warum die AfD bislang noch ausgegrenzt und verteufelt wird.<br />
Was bleibt ist die parteiliche Konkurrenz, da schließlich bei einem Wahlsieg der AfD einige der bisherigen Politiker ihre meist gut bezahlten Posten räumen müssten, die von AfDlern eingenommen würden.</p>
<p>Grüße<br />
Klaus Neumann</p>
<p>PS: Wobei die AfD &#8211; wie alle bürgerlichen Parteien &#8211; selbstverständlich davon ausgeht, dass die Leute ihr privates Leben bzw. &#8222;Schicksal&#8220; mit dem Erfolg der Nation (d.h. Staat und Kapital bzw. &#8222;der Wirtschaft&#8220;) nicht nur in eins setzen, sondern die allermeisten diese Gleichung bereits in &#8222;Fleisch und Blut&#8220; verinnerlicht haben.<br />
Dass das nicht stimmt, haben zuletzt etliche Franzosen erfahren, die Macron wählten, der versprochen hat, die Nation wieder groß zu machen und dachten, dass es ihnen deshalb auch wieder besser gehen würde.<br />
Während Macron &#8211; kaum an der Macht &#8211; Lohnsenkungen und Steuererhöhungen sowie einen weiteren &#8222;Sozialabbau&#8220; ankündigte, um sein Programm zu verwirklichen. Wie denn sonst.<br />
Was ihm allerdings bekanntlich die &#8222;Gelbwesten-Bewegung&#8220; (die sich die Größe der Nation anders vorgestellt und diese mit ihrem eigenen Wohlergehen verwechselt haben) einbrachte, die erst &#8218;mal weitgehend niedergeschlagen werden musste.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Die AfD ist stiften gegangen – Ein Jahr Desiderius-Erasmus! von Klaus Neumann		</title>
		<link>https://www.magazin-auswege.de/2019/09/die-afd-ist-stiften-gegangen-ein-jahr-desiderius-erasmus/#comment-1445</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Sep 2019 00:51:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-auswege.de/?p=40808#comment-1445</guid>

					<description><![CDATA[Die &quot;Rechten&quot; bzw. die AfD ist innerhalb der bestehenden kapitalistischen bzw. bürgerlichen Verhältnisse deshalb nicht aufzuhalten, da deren Programm im Wesentlichen ein verlängertes bürgerliches Denken ist, das sich in der Krise zunehmend radikalisiert - sozusagen eine radikalisierte CDU/CSU und auch anderer Parteien.
Letztlich ist die AfD eine (klein)bürgerliche Partei, die inzwischen allerdings zunehmend Unterstützung auch &quot;von oben&quot; und dem Kapital (z.B. in Form von verdeckten Spenden usw.) erhält.
Der einzige Grund, warum diese hierzulande derzeit noch keine Mehrheit hat, ist, dass die meisten deren nationale Krisendiagnose noch nicht teilen.
Da braucht es nur eine wirtschaftliche Rezession mit steigenden Arbeitslosenzahlen usw., damit denen die Wähler zulaufen.

Grüße
Klaus Neumann]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8222;Rechten&#8220; bzw. die AfD ist innerhalb der bestehenden kapitalistischen bzw. bürgerlichen Verhältnisse deshalb nicht aufzuhalten, da deren Programm im Wesentlichen ein verlängertes bürgerliches Denken ist, das sich in der Krise zunehmend radikalisiert &#8211; sozusagen eine radikalisierte CDU/CSU und auch anderer Parteien.<br />
Letztlich ist die AfD eine (klein)bürgerliche Partei, die inzwischen allerdings zunehmend Unterstützung auch &#8222;von oben&#8220; und dem Kapital (z.B. in Form von verdeckten Spenden usw.) erhält.<br />
Der einzige Grund, warum diese hierzulande derzeit noch keine Mehrheit hat, ist, dass die meisten deren nationale Krisendiagnose noch nicht teilen.<br />
Da braucht es nur eine wirtschaftliche Rezession mit steigenden Arbeitslosenzahlen usw., damit denen die Wähler zulaufen.</p>
<p>Grüße<br />
Klaus Neumann</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Der Staatsbürger als Erfüllungsgehilfe? von Klaus Neumann		</title>
		<link>https://www.magazin-auswege.de/2019/09/der-staatsbuerger-als-erfuellungsgehilfe/#comment-1443</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Sep 2019 05:43:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-auswege.de/?p=40790#comment-1443</guid>

					<description><![CDATA[Für einen (zumindest intellektuell) Außenstehenden trifft Herrn Heckers Standpunkt zu.
Völlig anders sieht es für &quot;Insider&quot; der kapitalistischen bzw. bürgerlichen Gesellschaft aus.
Da tatsächlich alles vom Wachstum des nationalen Kapitals abhängig gemacht worden ist, erscheint es für die Betroffenen innerhalb des Systems logisch, ihre eigenen Interessen von den Interessen von Staat und Kapital abhängig zu machen bzw. sich unterzuordnen.
Schließlich ist das &quot;Schicksal&quot; von sog. Verlierernationen auf dem Weltmarkt auch nicht gerade eine berauschende Alternative.
Während sich eine andere Welt vor allem heutzutage kaum noch jemand vorstellen kann.
Zwar fatal, aber wahr.

Grüße
Klaus Neumann

PS: Letztlich ist das nicht viel anders als z.B. mit domestizierten Haustieren wie z.B. Hunden.
Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit von ihrem Besitzer bzw. Herrn oder auch Herrin, ergreifen sie für diese meist Partei und verteidigen diese.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen (zumindest intellektuell) Außenstehenden trifft Herrn Heckers Standpunkt zu.<br />
Völlig anders sieht es für &#8222;Insider&#8220; der kapitalistischen bzw. bürgerlichen Gesellschaft aus.<br />
Da tatsächlich alles vom Wachstum des nationalen Kapitals abhängig gemacht worden ist, erscheint es für die Betroffenen innerhalb des Systems logisch, ihre eigenen Interessen von den Interessen von Staat und Kapital abhängig zu machen bzw. sich unterzuordnen.<br />
Schließlich ist das &#8222;Schicksal&#8220; von sog. Verlierernationen auf dem Weltmarkt auch nicht gerade eine berauschende Alternative.<br />
Während sich eine andere Welt vor allem heutzutage kaum noch jemand vorstellen kann.<br />
Zwar fatal, aber wahr.</p>
<p>Grüße<br />
Klaus Neumann</p>
<p>PS: Letztlich ist das nicht viel anders als z.B. mit domestizierten Haustieren wie z.B. Hunden.<br />
Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit von ihrem Besitzer bzw. Herrn oder auch Herrin, ergreifen sie für diese meist Partei und verteidigen diese.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Bolsonaro pfui &#8211; Merkel und die G7 hui von Claudia Reuther		</title>
		<link>https://www.magazin-auswege.de/2019/08/bolsonaro-pfui-merkel-und-die-g7-hui/#comment-1441</link>

		<dc:creator><![CDATA[Claudia Reuther]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2019 14:18:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-auswege.de/?p=40700#comment-1441</guid>

					<description><![CDATA[&lt;strong&gt; ... zu Bolsonaro pfui – Merkel und die G7 hui &lt;/strong&gt;

Hier auch noch zusätzlich ein paar Zahlen zu Soja- und Rindfleischexporten aus Brasilien in die EU. Und nicht zu vergessen ist auch das deutsch-brasilianische Energieabkommen zu Biokraftstoffen, für die ja auch vorher gerodet und/oder verbrannt werden muss (die hinterher auch gut brennen).
Auch Irland ist als Rindfleischexporteur neben Frankreich von der Konkurrenz aus Brasilien betroffen, aber natürlich treten beide an erster Stelle als hochmoralische Klimaschützer auf und drohen deshalb mit einer Aussetzung der Ratifizierung von Mercosur. Macron hat zudem wieder Gelegenheit, allen und besonders Deutschland zu zeigen, dass er ganz sicher der bessere Anführer der EU wäre.

Folgende Zitate aus dem Newsletter von www.german-foreign-policy.com vom 26.8. über die Regenwaldbrände mit den entsprechenden Zahlen:

&quot;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die deutsch-brasilianische Agrarkooperation&lt;/strong&gt;
Freilich kooperieren Deutschland und die EU schon lange mit Brasiliens Agrarindustrie, ohne sich durch deren brutales Vorgehen gegen Umwelt und indigene Bevölkerung abschrecken zu lassen. So importiert die EU seit vielen Jahren große Mengen an brasilianischem Rindfleisch. Im Jahr 2018 stieg das Volumen nach einem Einbruch, der durch einen Gammelfleischskandal verursacht worden war, wieder an und erreichte laut brasilianischen Statistiken 118.317 Tonnen.[4] 
Über 80 Prozent der deutschen Sojaeinfuhren kommen aus Südamerika, insbesondere aus Brasilien. Das Land ist insgesamt der größte Agrarlieferant der EU, deren Mitgliedstaaten im vergangenen Jahr 14,5 Milliarden Euro für Produkte der brasilianischen Agrarindustrie bezahlten.[5] 
Die Bundesregierung fördert die Agrarkooperation bereits seit Jahren. So kommt seit 2003 die deutsch-brasilianische Arbeitsinitiative Agribusiness und Innovation einmal pro Jahr im Rahmen der deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage zusammen. Forschungseinrichtungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft kooperieren mit brasilianischen Institutionen in der Agrarforschung, während im Rahmen des deutsch-brasilianischen Energieabkommens auch eine Arbeitsgruppe Biokraftstoffe tätig ist.[6]&quot;&lt;/em&gt;

&lt;em&gt;[4] Josef Koch: EU importiert wieder mehr Rindfleisch aus Brasilien. agrarheute.com 25.01.2019.
[5] Fleischkonsum befeuert die Brände am Amazonas. t-online.de 24.08.2019.
[6] Deutsch-brasilianische Zusammenarbeit. bmel.de 02.03.2015.&lt;/em&gt;

Quelle: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8023/

&lt;strong&gt;Hinweis:&lt;/strong&gt; Der Newsletter kann übrigens auch abonniert werden:
https://www.german-foreign-policy.com/info/newsletter/

Claudia Reuther]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> &#8230; zu Bolsonaro pfui – Merkel und die G7 hui </strong></p>
<p>Hier auch noch zusätzlich ein paar Zahlen zu Soja- und Rindfleischexporten aus Brasilien in die EU. Und nicht zu vergessen ist auch das deutsch-brasilianische Energieabkommen zu Biokraftstoffen, für die ja auch vorher gerodet und/oder verbrannt werden muss (die hinterher auch gut brennen).<br />
Auch Irland ist als Rindfleischexporteur neben Frankreich von der Konkurrenz aus Brasilien betroffen, aber natürlich treten beide an erster Stelle als hochmoralische Klimaschützer auf und drohen deshalb mit einer Aussetzung der Ratifizierung von Mercosur. Macron hat zudem wieder Gelegenheit, allen und besonders Deutschland zu zeigen, dass er ganz sicher der bessere Anführer der EU wäre.</p>
<p>Folgende Zitate aus dem Newsletter von <a href="http://www.german-foreign-policy.com" rel="nofollow ugc">http://www.german-foreign-policy.com</a> vom 26.8. über die Regenwaldbrände mit den entsprechenden Zahlen:</p>
<p>&#8222;<em><strong>Die deutsch-brasilianische Agrarkooperation</strong><br />
Freilich kooperieren Deutschland und die EU schon lange mit Brasiliens Agrarindustrie, ohne sich durch deren brutales Vorgehen gegen Umwelt und indigene Bevölkerung abschrecken zu lassen. So importiert die EU seit vielen Jahren große Mengen an brasilianischem Rindfleisch. Im Jahr 2018 stieg das Volumen nach einem Einbruch, der durch einen Gammelfleischskandal verursacht worden war, wieder an und erreichte laut brasilianischen Statistiken 118.317 Tonnen.[4]<br />
Über 80 Prozent der deutschen Sojaeinfuhren kommen aus Südamerika, insbesondere aus Brasilien. Das Land ist insgesamt der größte Agrarlieferant der EU, deren Mitgliedstaaten im vergangenen Jahr 14,5 Milliarden Euro für Produkte der brasilianischen Agrarindustrie bezahlten.[5]<br />
Die Bundesregierung fördert die Agrarkooperation bereits seit Jahren. So kommt seit 2003 die deutsch-brasilianische Arbeitsinitiative Agribusiness und Innovation einmal pro Jahr im Rahmen der deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage zusammen. Forschungseinrichtungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft kooperieren mit brasilianischen Institutionen in der Agrarforschung, während im Rahmen des deutsch-brasilianischen Energieabkommens auch eine Arbeitsgruppe Biokraftstoffe tätig ist.[6]&#8220;</em></p>
<p><em>[4] Josef Koch: EU importiert wieder mehr Rindfleisch aus Brasilien. agrarheute.com 25.01.2019.<br />
[5] Fleischkonsum befeuert die Brände am Amazonas. t-online.de 24.08.2019.<br />
[6] Deutsch-brasilianische Zusammenarbeit. bmel.de 02.03.2015.</em></p>
<p>Quelle: <a href="https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8023/" rel="nofollow ugc">https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8023/</a></p>
<p><strong>Hinweis:</strong> Der Newsletter kann übrigens auch abonniert werden:<br />
<a href="https://www.german-foreign-policy.com/info/newsletter/" rel="nofollow ugc">https://www.german-foreign-policy.com/info/newsletter/</a></p>
<p>Claudia Reuther</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Merkel hat den Zuschlag für Grönland bekommen &#8211; Trump wurde deutlich überboten von Rudolfo		</title>
		<link>https://www.magazin-auswege.de/2019/08/merkel-hat-den-zuschlag-fuer-groenland-bekommen/#comment-1440</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rudolfo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Aug 2019 03:46:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.magazin-auswege.de/?p=40655#comment-1440</guid>

					<description><![CDATA[&lt;strong&gt;America First - immer und überall!&lt;/strong&gt;
Trumps Aktion löst bei den meisten Zeitgenossen befremdliches Kopfschütteln aus, in welcher Vorstellungswelt lebt der denn... - und das ist leider auch schon die ganze Kritik. Steckt nicht mehr dahinter?
Meiner Meinung nach soll Trumps Kaufangebot demonstrieren, dass Amerika mit seiner Währung, dem Dollar, die ganze Welt beherrschen kann, alles ist käuflich. Und wer sich dem entzieht, der hat Amerika beleidigt und sich als Feind Amerikas entpuppt. 
Sehr direkt zeigt Trump die Absicht, keinen anderen politischen Willen und keine anderen Interessen gelten zu lassen, stattdessen sich z. B. ganze Landmassen zur eigenen Be- und Vernutzung einverleiben zu wollen und alles dem (kapitalistischen) Wohl Amerikas unterzuordnen. 
Ob das gelingt, dass sich die anderen Staaten Amerikas Ansprüchen beugen, ist eine andere (letztlich kriegsträchtige) Frage..., aber der Wille ist da.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>America First &#8211; immer und überall!</strong><br />
Trumps Aktion löst bei den meisten Zeitgenossen befremdliches Kopfschütteln aus, in welcher Vorstellungswelt lebt der denn&#8230; &#8211; und das ist leider auch schon die ganze Kritik. Steckt nicht mehr dahinter?<br />
Meiner Meinung nach soll Trumps Kaufangebot demonstrieren, dass Amerika mit seiner Währung, dem Dollar, die ganze Welt beherrschen kann, alles ist käuflich. Und wer sich dem entzieht, der hat Amerika beleidigt und sich als Feind Amerikas entpuppt.<br />
Sehr direkt zeigt Trump die Absicht, keinen anderen politischen Willen und keine anderen Interessen gelten zu lassen, stattdessen sich z. B. ganze Landmassen zur eigenen Be- und Vernutzung einverleiben zu wollen und alles dem (kapitalistischen) Wohl Amerikas unterzuordnen.<br />
Ob das gelingt, dass sich die anderen Staaten Amerikas Ansprüchen beugen, ist eine andere (letztlich kriegsträchtige) Frage&#8230;, aber der Wille ist da.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
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