Liebe Freunde der Neuen Gesellschaft für Psychologie, liebe Mitglieder,

zwei Programmpunkte sollten sich insbesondere junge Teilnehmer des diesjährigen NGfP-Kongresses vom 7. bis 10. März in Berlin vormerken: Es geht um die Nachwuchspanels am 8. und 9. März, die sich Daniel Jakubowski, Rasmus Overthun und Milena Wolski nach Rücksprache mit anderen jungen Psychologen ausgedacht haben. Das erste dreht sich vor allem um Perspektiven der Politischen Psychologie, das zweite bietet Raum zu freier Reflexion rund um den Kongress.

Die Erfahrungen und die Lebenswirklichkeit dieser Generation unterscheiden sich deutlich von der der älteren Teilnehmer, die zum Teil noch zu den 68ern gehören. Auch ihr Studium unterschied sich strukturell und inhaltlich von dem früherer Psychologiestudentinnen und -studenten. „Ich erkenne trotzdem eine politische Dimension in der Psychologie. Auch, wenn ich weder Marxist noch Kommunist bin, sehe ich kritisch auf die Gesellschaft, auf viele Leute, deren Handeln völlig von der politischen Dimension entkoppelt ist, auf Politiker, die wie Wirtschaftsbosse handeln und deren wichtigste Maxime die Effektivierung des Handels ist – egal um welchen Preis“, sagt Daniel Jakubowski, der an der International Psychoanalytic University (IPU) Berlin arbeitet.

Das Weltbild der jungen Psychologen ist vielleicht noch nicht ganz ausgereift, ist nicht von jahrzehntelangen politischen Debatten geprägt; sie sind Suchende, dabei durchaus kritisch. Das gilt auch für ihren Blick auf zurückliegende Kongresse. „Viele Vorträge auf NGfP-Kongressen sind sehr voraussetzungsreich. Oft fehlt eine Einführung, um erstmal zu den als altbekannt unterstellten theoretischen Grundlagen des Gesagten vorzudringen“, erklärt Jakubowski. So wie er hätten sich auch andere junge Teilnehmer gewünscht, man hätte mehr Zeit gehabt, Prämissen, ja selbst Begriffe zu hinterfragen. „Es gibt bisher zu wenig Raum, um über Grundlegendes und Begriffe zu sprechen. So ist oft nicht klar, welche Denker, Denkerinnen und Denkrichtungen Einfluss auf die einzelnen Vortragenden haben. Dadurch riskieren wir etwas zu kritisieren, ohne zu wissen, von wo aus wir kritisieren.“

Dem Austausch sowohl unter den Jungen als auch zum vertiefenden Gespräch mit den Älteren (die genau deshalb auch willkommen bei den Nachwuchspanels sind, solange sie nicht dominant werden) dienen die erwähnten Panels. Darüber hinaus wünschen sich die Moderatoren Gespräche darüber, wie man über den Kongress hinaus in Kontakt bleiben und im studentischen Rahmen etwas zu politisch-psychologischen Themen, die im Studienalltag zu kurz kommen, organisieren kann. „Dafür brauchen wir definitiv mehr Leute, die wir beim Kongress zu treffen hoffen.“

Schauen Sie doch mal vorbei! Sie werden erleben, dass zu dieser Generation eine ganze Reihe von Hoffnungsträgern gehören, die nicht alle einen Job als Politikberater anstreben, sondern ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als Intellektuelle durchaus gerecht werden wollen.

Achtung:
Wir haben in diesem Jahr zwei Kongressorte: Der Kongress findet Donnerstag und Freitag (7. und 8. März 2019) am Kongressstandort 1 statt: Franz-Mehring-Platz 1 in 10243 Berlin. (Nähe Berlin Ostbahnhof). Am Samstag (9. März) treffen wir uns am Kongressstandort 2: Tagungswerk in der Lindenstraße 85 in 10969 Berlin (Nähe des Jüdischen Museums).

Weitere Informationen zum Kongress und Programm Sie unter: 
https://www.ngfp.de/wp-content/uploads/2018/12/NGfP-2019-Programm.pdf

Anmeldung:
https://www.ngfp.de/veranstaltungen/krieg-nach-innen-krieg-nach-aussen/

Mit besten Grüßen

Klaus Jürgen Bruder, Christoph Bialluch und Bernd Leuterer
(Vorstand der NGfP)

 

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