Götz Eisenberg

Sündenböcke – Fragmente einer Sozialpsychologie des „Mobbing“

Seit dem Tod eines elfjährigen Mädchens in Berlin-Reinickendorf Ende Januar 2019 wird wieder einmal breit über das Thema „Mobbing“ diskutiert. Der selbsternannte Anti-Mobbing-Coach und Darsteller in einer Doku-Soap von RTL2 Carsten Stahl erklärte das Mädchen flugs zum Mobbing-Opfer und erhob schwere Vorwürfe gegen die Schule, die sie besucht hatte.

Stahl rief zu einer Mahnwache vor der Schule auf, an der circa 150 Menschen teilnahmen. Man warf der Schulleitung und dem Kollegium vor, die seit Jahren bestehende Mobbing-Problematik an der Schule nicht ernst genug zu nehmen und nichts dagegen zu tun. Die Eltern des Mädchens baten darum, ihren Tod nicht zu instrumentalisieren und ihnen mehr Zeit zur Klärung einzuräumen. … weiter


Foto: tillburmann auf Pixabay.com


Alle Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

 

Von Georg Schuster*

„Klimapolitik ist auch Wirtschafts-, Sicherheits-
und Außenpolitik.
Die Energiewende entscheidet
über Deutschlands Rolle in einer post-fossilen Welt.“

(Außenminister Maas)

Der erste Teil dieses Aufsatzes hatte die Fehleinschätzung der „Fridays for Future“ zum Thema, die darin besteht, den politisch Verantwortlichen ein moralisches Versagen 

vor ihrer ‚eigentlichen‘ Aufgabe der ‚Klima-Rettung‘ vorzuwerfen und sie zur Umkehr aufzufordern. Darin leisten sich die rebellischen Schüler den Widerspruch, als einerseits enttäuschte, andererseits aber noch hoffnungsvolle Anhänger der Theorien und Deutungen aufzutreten, wie sie im Schulunterricht und in der Öffentlichkeit über die Pflichten demokratischen Regierens zirkulieren.

Diese Kritik an der aktuellen Jugendbewegung schließt die Aufforderung ein, im Interesse des Protestanliegens anstelle der vermuteten Untätigkeit der deutschen und internationalen Energiepolitik, das zu betrachten, was sie tatsächlich tut und anrichtet. Das ist den öffentlichen Medien zwar durchaus zu entnehmen, unterliegt aber meist einer verfremdenden Interpretation. Zum richtigen Verständnis der Sache will dieser zweite Teil einen Beitrag leisten. … weiter

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*Es handelt sich um ein Pseudonym. Der richtige Name des Autors ist der Redaktion bekannt.
Foto: Jasmin Sessler auf Pixabay.com

 

Mitteilung: Deutsches Institut für Menschenrechte

Berlin. Das Deutsche Institut für Menschenrechte spricht sich gegen generelle Kopftuchverbote für Schülerinnen aus. “Pauschale Kopftuchverbote für Schülerinnen wären unverhältnismäßig und würden die religionsverfassungsrechtliche und menschenrechtliche Pflicht missachten, auch in der Schule religiöse Pluralität zu ermöglichen sowie religiöse Toleranz zu fördern”, erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte anlässlich der Veröffentlichung der Publikation “Die Religionsfreiheit von Kindern im schulischen Raum – Zur Diskussion über Kopftuchverbote für Schülerinnen”. Weiterlesen »

von den ‘Ruheständlern‘ Frank Bernhardt und Rudolf Gospodarek

Die Betriebsgruppe ‘Ruheständler_innen‘ der GEW LV Hamburg führte Ende letzten Jahres eine Veranstaltung mit ca. 200 Beteiligten zum 50. Jubiläum der „68er“ durch. Dazu ist in der aktuellen Hamburger Lehrerzeitschrift hlz 3-4/19 ein Bericht von Frank Bernhardt erschienen; er informiert kurz über den einleitenden Vortrag und die anschließende Podiumsdiskussion. Der Autor macht hier die inhaltlich verbesserte Endfassung der gewerkschaftlichen Leser_innenschaft zugänglich. … weiter

 

Neue BBSR-Studie zeigt, wie sich das Kleingartenwesen wandelt

Mitteilung: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Besonders in großen Städten und verdichteten Räumen werden Kleingärten immer beliebter. Eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beauftragte Studie zeigt, wie sich Kleingartenvereine gemeinsam mit Kommunen auf eine sich ändernde Nachfrage einstellen. … weiter


Quelle:
www.bbsr.bund.de
www.idw-online.de

Kleingartenanlage in Berlin – Foto: javallma auf pixabay.com (Lizenz)

Eine Satire von Gabriele Frydrych

„Was machen Rentner eigentlich den lieben langen Tag?“, fragt mich eine junge Kollegin um die Vierzig. Ich bin irritiert. Ich kenne keine „lieben langen Tage“. Ich habe ständig zu tun. Allein das Planen der vielen Kultur-, Arzt- und Reisetermine kostet eine Menge Zeit. Zumal ich alles mit dem Terminkalender des pensionierten Gatten abstimmen muss.
Jeden Tag arbeite ich mich durch all die Newsletter in meinem Mailordner. Das Last-Minute-Angebot eines polnischen Kurhotels klingt verlockend. … weiter


Grafik: louda2455 auf pixabay.com (Lizenz)


 

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Mitteilung: Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Psychologen des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ untersuchen, wie sich Gruppen durch Globalisierung benachteiligt fühlen – Vereine und Stammtische können sich an Interviews beteiligen – Studie von Mitja Back als Teil interdisziplinären Forschungsvorhabens zu Bedrohung, Zugehörigkeit und Demokratieakzeptanz, mit Religionssoziologen Detlef Pollack – Erste Ergebnisse aus europäischer Repräsentativumfrage 2020 zu erwarten … weiter


Quelle: 
www.idw-online.de
www.religion-und-politik.de

Im Magazin Internationale Politik und Gesellschaft erschien am 22.4.2019 von Marc Saxer ein sehr interessanter Aufsatz  über die Auflösung kollektiver Herausforderungen in der Gesellschaft durch individuelles Verhalten und “therapeutische Selbstoptimierung”.

Die therapeutische Gesellschaft 
Kollektive Probleme lassen sich nicht durch die Selbstoptimierung Einzelner lösen. Zeit für ein sozialdemokratisches Wir. Den ganzen Artikel lesen

Mitteilung: Friedrich-Ebert-Stiftung

Seit 2006 lässt die Friedrich-Ebert-Stiftung im Zweijahresrhythmus das Ausmaß rechtsextremer Einstellungen in Deutschland ermitteln. Aus der repräsentativen Befragung von 2018/19 ergibt sich das Bild einer Verfestigung und Normalisierung rechter Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Mitte-Studie zur Verbreitung von rechtsextremen, menschenfeindlichen und weiteren antidemokratischen Meinungen in der Gesellschaft vorgelegt. Dazu hat ein Forschungsteam des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld (IKG) eine wissenschaftliche Umfrage unter 1.890 repräsentativ ausgewählten Deutschen durchgeführt. Die Studienreihe gibt durch die Analyse der Verbreitung und Zusammenhänge von Meinungen Auskunft über die Stabilität und Instabilität der Demokratie. Weiterlesen »

von Gabriele Frydrych

Die Schulleiterin hat Tränen in den Augen, als sie dich verabschiedet. Vor Freude? Sie lobt und preist dich, weil du einer der wenigen bist, die bis zum offiziellen Rentenalter durchgehalten haben.

Bei der Erwähnung deiner Meriten vergisst sie allerdings deinen heldenhaften Einsatz für den Schulfußball, all deine Turniere, Siege und Pokale. Dafür bekommst du einen großen Kaktus, ein Buch in Großschrift und einen Gutschein für ein Bau- und Gartencenter. Zwei Schülerinnen sagen Gedichte auf: … weiter


Grafik: geralt auf pixabay.com (Lizenz)