Die Autorin Gaby Frydrych, die unter anderem auch in Auswege regelmäßig ihre Texte veröffentlicht, war an der diesjährigen polnisch-deutschen Sommerakademie beteiligt und hat einen Bericht über sie verfasst. Er erschien am 17.9.2019 auf der Onlineseite der Bundes-GEW:

Deutsch-Polnischer Austausch
Keine Angst vor „dziewięćdziesiąt dziewięć“!

von Gabriele Frydrych

Bei der polnisch-deutschen Sommerakademie 2019 von GEW und ZNP in Ustroń bereitete nicht nur das Sprachenlernen Kurzweil. Schöne Natur, reiche Kultur und spannende Diskussionen ließen die zwei Wochen wie im Flug vergehen. Den ganzen Text lesen

Die Erklärung der deutschen TeilnehmerInnen der Sommerakademie 2019 in Ustroń zum Streik der polnischen Lehrkräfte lässt sich bei der Gelegenheit auf gleich downloaden (pdf-Datei, der Link befindet sich rechts außen)

 

13. Juli 2019 · Kommentare deaktiviert für Baby Shower · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , ,

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Eine Satire von Gabriele Frydrych

Nina legt mir ein Attest auf den Lehrertisch. Sie strahlt: „Ich bin schwanger! Ich komme ab morgen nicht mehr zur Schule.“ Na toll, eine junge Mutter in der 10. Klasse. Dafür rede ich mir den Mund fusselig, wie wichtig ein guter Schulabschluss ist?

Hätte Nina das nicht ein paar Jahre verschieben können? „Du hast wohl im Biologieunterricht nicht aufgepasst“, kann ich mir als Klassenlehrerin nicht verkneifen. „Doch, aber das Präservativ ist gerissen“, verkündet Nina ungerührt. „Und all deine Pläne für die Zukunft?“ „Och, mal sehen…“ – Nina hätte es in die Oberstufe schaffen können. … weiter


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30. April 2019 · Kommentare deaktiviert für Im Kurhotel · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , , , , ,

Eine Satire von Gabriele Frydrych

„Was machen Rentner eigentlich den lieben langen Tag?“, fragt mich eine junge Kollegin um die Vierzig. Ich bin irritiert. Ich kenne keine „lieben langen Tage“. Ich habe ständig zu tun. Allein das Planen der vielen Kultur-, Arzt- und Reisetermine kostet eine Menge Zeit. Zumal ich alles mit dem Terminkalender des pensionierten Gatten abstimmen muss.
Jeden Tag arbeite ich mich durch all die Newsletter in meinem Mailordner. Das Last-Minute-Angebot eines polnischen Kurhotels klingt verlockend. … weiter


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22. April 2019 · Kommentare deaktiviert für „Jetzt kommt das Geld von alleine!“ · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , , , , ,

von Gabriele Frydrych

Die Schulleiterin hat Tränen in den Augen, als sie dich verabschiedet. Vor Freude? Sie lobt und preist dich, weil du einer der wenigen bist, die bis zum offiziellen Rentenalter durchgehalten haben.

Bei der Erwähnung deiner Meriten vergisst sie allerdings deinen heldenhaften Einsatz für den Schulfußball, all deine Turniere, Siege und Pokale. Dafür bekommst du einen großen Kaktus, ein Buch in Großschrift und einen Gutschein für ein Bau- und Gartencenter. Zwei Schülerinnen sagen Gedichte auf: … weiter


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29. März 2019 · Kommentare deaktiviert für Ich bin ein Kind – ich darf alles! · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , , ,

von Gabriele Frydrych

Rums, die Tür kracht zu. Zum siebten Mal. Sechs Erwachsene zucken zusammen. Vier andere schauen gequält, darunter die Gastgeber. Vier Erwachsene lächeln amüsiert, darunter die Kindseltern. Die Großfamilie hat sich zu einer Geburtstagsfeier getroffen. Paul ist das einzige kleine Kind in der Runde. Er ist zwei Jahre alt und laut seiner stolzen Eltern hochintelligent, temperamentvoll und kreativ.

Beim letzten großen Familientreffen konnte er leider nicht teilnehmen, weil er gerade einen Entwicklungsschub hatte. Paul hat schnell begriffen, dass eine krachende Tür Erwachsene nervt. Nun benutzt er jeden Augenblick elterlicher Unaufmerksamkeit, um sich zur Tür zu schleichen. … weiter


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06. Dezember 2018 · Kommentare deaktiviert für Fröhliche Weihnachtszeit · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , ,

Eine Satire von Gabriele Frydrych

Nikolaustag: Unser dicker Pensionär hat einen roten Bademantel übergeworfen und verteilt aus einem Jutebeutel Schokolade an die Schülerschaft. Dabei stößt er heisere „Ho-ho-ho-Rufe“ aus. Den obligatorischen Rauschebart hat er seit seiner Referendarzeit. Wie eine Furie stürzt sich unsere politisch korrekte Kollegin auf ihn: „Wie kannst du nur! Es ist Fastenzeit für die muslimischen Kinder. Und du verschenkst Schokolade! Das ist unglaublich!“ Nicht mal der Hinweis, dass der historische Nikolaus Wurzeln in der Türkei hat, besänftigt sie. Sie hat auch was dagegen, dass in der Eingangshalle ein Weihnachtsbaum aufgestellt wird. „Religiöse Diktatur! Viele Kinder feiern gar kein Weihnachten!“

So beginnt Gaby Frydrychs liebenswerte und heimelige Satire über die Weihnachtszeit. … weiterlesen

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“Gabriele Frydrych hat wieder zugeschlagen. Die Autorin führt uns mit Geist, Witz und Sarkasmus ein reizendes Panoptikum penetranter Pauker, garstiger Gören und enervierender Eltern vor. Fern der üblichen Schulklischees und sprachlich brillant.”

Mit dieser satirischen Eigenwerbung präsentiert Gaby Frydrych ihr neues Buch mit dem Titel: „Man soll den Tag nicht vor dem Elternabend loben“. Für 10 Euros kriegt man vom Piper-Verlag satte Satiren aus der pädagogischen Welt.

Normalerweise, und jetzt mal ernsthaft, kaufen sich LehrerInnen das Buch selber, um zu lesen, was Gaby Frdrych über sie denkt und von ihnen hält. Man kann es aber auch KollegInnen schenken oder der Schulleitung oder auch den eigenen Kindern, damit die eine Vorstellung kriegen, was eine Lehrerin über KollegInnen und die MitschülerInnen schreibt.

Und jetzt wird’s total ernst, versprochen: Das Buch  erscheint dummerweise am 11.1.2019. Deswegen empfiehlt die Auswege-Redaktion einen Gutschein zu verschenken. Na, wie isses, klasse Tipp, oder?

 

18. November 2018 · Kommentare deaktiviert für Kinderpanzer · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , , ,

Eine Satire von Gabriele Frydrych

Türenschlagen, Hupen, lautes Geschrei, stampfende Musik direkt unterm Fenster. Ich falle erschrocken aus dem Bett. Dabei hat nur die Schule wieder angefangen. Gegenüber befinden sich eine Grundschule, ein Kindergarten und ein Hort. So gut wie keins der armen Kinder kann laufen. Sie werden deshalb im „Elterntaxi“ transportiert. Mittlerweile ein fester Begriff bei Wikipedia. Genauso wie der Begriff „Generation Rücksitz“. Die Elterntaxis verstopfen morgens und nachmittags unsere kleine Straße. Sie versperren ungeniert die Ausfahrten und pflügen die Gehwege auf. Keiner kann vor oder zurück. Statt den Verstand oder den Rückwärtsgang zu benutzen, wird gehupt, bis auch der letzte Anwohner wach ist. Und bis endlich jemand nachgibt und aus dem Weg fährt. „Total loser“… 

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13. August 2018 · Kommentare deaktiviert für Ein toller Start! · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , ,

Für alle diejenigen, die schon wieder in die Schule müssen, aber auch für diejenigen, die dieses großartige Ereignis in den nächsten Wochen noch vor sich haben. Viel Vergnügen, die Redaktion!


Eine Satire von Gabriele Frydrych

Der Schulparkplatz ist endlich neu asphaltiert, Büsche blühen ringsum. Über dem Eingang zu unseren Bildungsleuchtturm hängt ein Spruchband: „Guten Start!“ Frau Walke, meine Elternvertreterin, drückt mir die Hand: „Schön, dass Sie wieder da sind! Mein Gustav hat Sie richtig vermisst.“

Der Schulleiter strahlt: „110 Prozent Lehrerausstattung! Und darunter nur zwei Quereinsteiger, ganz erfahrene und souveräne Leute. Wir sind gut aufgestellt!“ … weiter


 

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15. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Die große Leere · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , ,

Eine Satire von Gabriele Frydrych

Vorbei. Gespenstische Stille im Haus. Auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung schleppt sich mein Mann durch die Räume. Meist sitzt er allerdings im Fernsehsessel und starrt auf den leeren Bildschirm. Seine Augen haben jeden Glanz verloren. Seine Schultern hängen, seine Körpersprache ist traurig, müde und schlaff. Auf Fragen antwortet er mechanisch bis gequält. Wenn er überhaupt antwortet. Unter „tiefer Depression“ fasst das Internet diese Symptome zusammen. Die Psychologen im Bezirk sind allerdings ausgebucht. „Damit kommen jetzt nach der WM viele Patienten“, sagt die Arzthelferin. „Rufen Sie in drei Monaten wieder an, wenn die Symptome weiter anhalten. Meist geht diese Art von Depression aber von selber wieder weg. Spätestens dann, wenn die Bundesliga-Saison beginnt.“ … weiter


©Foto: Fotorech, pixabay.com, Lizenz: CC0

08. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Aus den Niederungen einer „Kulturnation“ · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , , , , , ,

von Gabriele Frydrych

Foto: I.Friedrich / pixelio.de

Heute oute ich mich. Meine Leser haben Ehrlichkeit verdient! Ich sehe Privatfernsehen. Und zwar nicht nur Spielfilme mit 30 Werbeblöcken, sondern richtig geistig-seelischen Müll.

Natürlich tue ich das aus rein wissenschaftlichem Interesse. Schließlich bin ich als Lehrerin für die Medienkompetenz und die ethische Haltung meiner Schüler verantwortlich. Und wenn man den Teufel austreiben will, muss man genau studieren, in welcher Gestalt er sein Unwesen treibt. … weiter