Testbericht über den Betzold-Schulplaner

von Günther Schmidt-Falck

Mir war der Betzold-Schulplaner bisher kein Begriff. Nach diesem Test gehört er für mich allerdings zur ersten Wahl. Ob das für alle LeserInnen gilt, lasse ich mal offen.

Der Betzold unterscheidet sich nämlich gehörig von den anderen Planern – im Aufbau und in der grafischen Gestaltung. Ich beginne in diesem Test mit Aufbau und Aussehen und prüfe anschließend, ob seine „Individualität“ auch in der Schule brauchbar ist. … weiter


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von Manfred Henle

„Thilo Sarrazins neues Buch führt vor Hitlers ‚Mein Kampf‘ die Bestsellerliste“, meldete die SZ am 26. März 2016. Dass „dieses Spitzenduo gruselig anmutet“, hob die SZ hervor, wollte aber beide Schriften nicht auf die gleiche Stufe stellen. Nun kann ein jeder Gemeinsamkeiten und Differenzen beider Texte überprüfen oder sich auch nur an „Mein Kampf“ versuchen, denn seit drei Jahren ist der lange Zeit verbotene Text „Mein Kampf“ in Deutschland zur Lektüre freigegeben. Als Anregung zu einer solchen Lektüre – in gewisser Weise eine „Rückkehr zum Original“ – hier einige Überlegungen.

… In Gestalt zweier großformatiger, schwergewichtiger und 1966 Seiten umfassenden Bände ist “Mein Kampf” in urheberrechtlich genehmigter Veröffentlichung nach Deutschland zurückgekehrt. In dieser Neuedition ist, auch typografisch, der Originaltext von “Mein Kampf” eingekreist, “umzingelt” – wie Herausgeber und Rezeptionsdiskurs es nennen – von 3700 editorisch-kommentierenden Hinweisen und Anmerkungen, die einen im Grunde durchgängigen Kommentar bilden.

So beginnt Manfred Henles Aufsatz “Mein Kampf – eine Lektüre”.  Die “Mein Kampf – Neuedition” wird herausgegeben vom Institut für Zeitgeschichte (IfZ). Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat übrigens an die Lehrerschaft und PädagogInnen die verbindliche Regelung erlassen, dass “Mein Kampf” im Unterricht ausschliesslich anhand dieser “Neuedition” erlaubt ist (vgl. dazu: https://www.km.bayern.de/lehrer/meldung/4932/handreichung-mein-kampf-in-der-historisch-politischen-bildung-erschienen.html)

Und jetzt geht es zu Manfred Henles “Überlegungen” … weiter

 

von Götz Eisenberg

Als ich mit meinem Freund Klaas nach dem Besuch einer Veranstaltung in Marburg zum Auto zurückgingen, kamen wir an einem Gymnasium vorbei. Der gesamte Eingangsbereich war mit Plakaten und bemalten Bettlaken vollgestellt und –gehängt.

Zunächst dachten wir an eine Form des Schülerprotestes gegen Klimawandel, Schulstress und Leistungsterror, aber bei genauerem Hinsehen begriffen wir, dass es sich um Aufmunterungs- und Durchhalteparolen für die Schüler handelte, die dieser Tage mit den Abiturprüfungen beginnen. „Toi,toi,toi, Anna-Lena“ , „Ganz viel Glück, Kevin !„, „Sina, gib Gas!“ , „Du schaffst es, Leon!“, „Hau rein, Lisa“, „Wir denken an Dich, Jessica“, hatten Eltern und Geschwister auf Tücher und Transparente gemalt. … weiter


 

 Alle Aufsätze von Götz Eisenberg im Magazin AUSWEGE


Bild: 3dman_eu   / pixabay.com / Lizenz

 

Eine Rezension von Johannes Schillo

„Eine Satire über die neurechten Bewegungen unserer Gegenwart – und über die Medien, die deren Treiben mit sensationsfreudigem Eifer begleiten“.

So heißt es im Klappentext des neuen Romans von Jörg-Uwe Albig „Zornfried“, der Ende Februar bei Klett-Cotta erschienen ist. Er bietet keine tiefschürfende Analyse des Neofaschismus, sondern ein heiteres Miniaturbild in ernster Angelegenheit – und vielleicht sogar Aufklärung darüber, wie der Journalismus à la Relotius funktioniert. … weiter

 

von Joris Kern

In der sexuellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen geht es oft um Prävention: Gewaltprävention, Missbrauchsprävention, Verhütung von ungewollten Schwangerschaften. Es geht viel darum, wie Negatives verhindert werden kann, denn wir wollen und müssen Kinder und Jugendliche, besonders Mädchen schützen.

Leider wird Sexualität im Setting von Präventionsarbeit leicht im Nebeneffekt zu etwas degradiert, das von Männern ausgeht und potentiell gefährlich ist, gegen das man sich im besten Falle also zur Wehr setzen können muss. Lust und Neugier als treibende Kräfte und Genuss auch für Frauen wird selten erwähnt.

Gleichzeitig wird Kindern im Allgemeinen beigebracht, dass sie sich den Wünschen von Erwachsenen zu beugen haben, sie nicht unhöflich sein sollen und auch sonst ihr Befinden nicht besonders relevant ist, zumindest nicht, wenn das unbequem ist. … weiter


Leseempfehlung:

Joris Kern: Konsens als radikale Kultur von Wertschätzung, Kontakt und Verletzlichkeit


Grafik: ArtsyBee, pixabay.com; Lizenz: CC0

 

Eine Rezension von Günther Schmidt-Falck

Mit seinem Buch “Auf Abwegen – Wenn Jugendliche kriminell werden” thematisiert Hauptkommissar Werner Gloss Formen jugendlicher Alltagskriminalität sowie massive Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen. Er greift damit weit verbreitete Ängste so mancher Eltern, aber auch vieler Lehrkräfte auf. Diese Befürchtungen bestehen zu Recht: Straffällig und auch verhaltensauffällig gewordene Jugendliche bevölkern leider in großer Zahl Haupt- bzw. Mittelschulen, sind aber auch an Realschulen und Gymnasien zu finden.

Wie konnte es soweit kommen? Was tun? Was braucht der/die Jugendliche von der Schule? Vom Elternhaus? Diese Fragen stellen sich Lehrkräfte und noch mehr besorgte und gerade auch die direkt betroffenen Eltern. Schuld- und Versagensgefühle breiten sich aus, die Hilflosigkeit lähmt. … weiter

 

Wir alle sind dazu aufgerufen, die Zukunft der Menschheit mitzugestalten. Exklusivabdruck aus dem Buch „Verbundenheit“.

von Rubikons Mutmach-Redaktion

Der deutsche Physiker und Essayist Hans-Peter Dürr erklärt seine verblüffenden Erkenntnisse nach fünfzig Jahren Forschung in einem fesselnden Kapitel des Buches „Verbundenheit. Warum wir ein neues Weltbild brauchen“, das unter anderem von Rubikon-Beiratsmitglied Gerald Hüther herausgegeben wurde.

Es geht insbesondere um die neue Physik, nach der die Materie nicht das Fundament unserer Wirklichkeit ist. Hans-Peter Dürr sagt dazu: “Es gibt gar keine Materie! Ich habe somit fünfzig Jahre nach etwas gesucht, was es gar nicht gibt.

Die Entstehung der Quantentheorie zu Beginn des 20. Jahrhunderts führte nicht nur zu einer Revolution innerhalb der Physik, sondern zugleich zu einer radikalen Veränderung des bis dahin gültigen klassischen Weltbildes.

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Creative Commons Lizenzvertrag
Es ist zuerst am 20.12.2018 im Online-Magazin Rubikon erschienen.


der Redaktion – ein Film auf youtube:
„Materie besteht nicht aus Materie“ – Josef M. Gaßner und die Welt des Kleinsten.
Hervorragend auch für den Einsatz im Unterricht zu verwenden!
Originallink, wenn das Filmfenster nicht sichtbar sein sollte: www.youtube.com/watch?v=BZYoNTyhBFs

Hinweis: Beim Aufruf können Daten durch Youtube erhoben werden.

 

von Suitbert Cechura

In vielen Ländern gehen Schüler und Schülerinnen während der Unterrichtszeit auf die Straße, um für ihre Zukunft zu demonstrieren. Der herrschenden Politik werfen sie vor, nicht genügend für den Klimaschutz zu tun. Sie wollen ihr Druck machen, damit sie die Sache des Klima- und Umweltschutzes endlich ernst nimmt. 

Der Protest übt sich bewusst in zivilem Ungehorsam; es geht darum, die Schule zu schwänzen und so die Ernsthaftigkeit des Anliegens zu unterstreichen. Die Parole lautet: Was sollen wir für die Zukunft lernen, wenn die heutige Politik die Zukunft des Planeten aufs Spiel setzt. (Siehe auch die Website der deutschen Bewegung: https://fridaysforfuture.de/.) … weiter


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von Brigitte Pick

Die Atlantik Brücke hat eine Umfrage in Auftrag gegeben, die sie verstört und gleich umgedeutet wird in eine „Ratlosigkeit der Bevölkerung“, wie das Mitglied des Vorstandes der Atlantikbrücke und Vorsitzende des Auswärtigen Bundestagsausschusses, Norbert Röttgen, orakelt. Deshalb möchte er unangenehme innenpolitische Debatten führen, um außenpolitische Verantwortung übernehmen zu können. Er meint die Aufrüstung der EU und weitere Kriegseinsätze im Sinne der USA. Der willfährige Politiker hetzt ebenso gegen die Gaspipeline Nordstream 2 als Machtinstrument Russlands gegen besseres Wissen. … weiter


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Grafik: geralt, pixabay.com. Lizenz: CC0

von Suitbert Cechura

Rund 100 Lungenärzte haben sich mit einem Papier zu Wort gemeldet und die wissenschaftliche Begründung der Grenzwerte bei Feinstaub und Stickoxiden in Frage gestellt, die die juristische Grundlage der (geplanten) Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in den Innenstädten bilden.

Diese Einwände wurden von Politik und Wirtschaft begierig aufgegriffen und haben zu einer lebhaften Diskussion in der Öffentlichkeit geführt, in der alle Seiten sich auf wissenschaftliche Studien berufen – was für Laien nicht immer nachvollziehbar ist. Zu diesem Lehrstück in Sachen Medizin als Wissenschaft und ihrer Stellung in der Gesellschaft einige Klarstellungen von Suitbert Cechura. … weiter


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