11. November 2019 · Kommentare deaktiviert für Die politische Rechte und die soziale Frage · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , , , , ,

von Herbert Auinger

Tun rechte Parteien, wenn sie an die Macht kommen, wirklich etwas für den legendären kleinen Mann („der stets verlor und nie gewann“, wie der Dichter weiß)?

Im Fall Österreich, wo das „Ibiza-Video“ 2019 die so genannte türkis-blaue Regierung (aus ÖVP und FPÖ) nach anderthalb Jahren vorzeitig aus dem Amt katapultierte, kann man in dieser Frage Bilanz ziehen. Dazu einige Hinweise, die nächstes Jahr auch in einer ausführlicheren Buchfassung erscheinen sollen. … weiter

 

Wie es Adorno posthum zu einem Bestseller bringt und die Sache, um die es geht

Von Georg Schuster*

„Man sieht an dem sprechenden Adorno, was beim Lesen seiner Bücher
nicht unmittelbar klar wird, dass er offensichtlich Zeitung liest.“
(Prof. Axel Honneth über seinen Vorgänger am Frankfurter Institut für Sozialforschung)

Der Fahnenwechsel kommt aus der Mitte.
(AfD-Vordenker)

Ein erst jetzt bei Suhrkamp verschriftlichter Vortrag von Theodor W. Adorno vom April 1967 an der Wiener Universität hat sich im Sommer 2019 mehr als hunderttausendmal verkauft, und die Rezensenten sind des Lobes voll über die aktuelle Bedeutung der beim Reden verfertigten Gedanken des Philosophen zum damals wiederauflebenden Rechtsradikalismus.

„Was würde Adorno heute zum sogenannten Rechtspopulismus sagen?“, fragt die FAZ und kann „eine ziemlich verlässliche Antwort geben, denn der Philosoph [hielt] einen Vortrag, [der …] zum Teil verblüffend gut auch zur jetzigen Lage pass[t]“. Auch die SZ hat „verblüffend oft [..] den Eindruck, dass das, was dort steht, nicht vor einem halben Jahrhundert gedacht worden ist, sondern gerade eben erst“. Für den Tagesspiegel liest sich der Text „in vielem wie ein Kommentar zum Aufstieg der AfD“. Und für die FR enthält die Vorlesung nicht nur verblüffend viel, sondern „bereits alles: die Ursachen, die Lügen, die Präsenz in der Mitte. Man nimmt den mehr als 50 Jahre alten Text in die Hand und ist nach wenigen Sätzen erschrocken über die Aktualität der herausgegriffenen Aspekte.“ … weiter

Hinweis: Der 1. Teil des Aufsatzes ist für sich alleine nicht mehr downloadbar. Es kann nur noch die Gesamtausgabe (Teil 1 und 2) heruntergeladen werden.


*Es handelt sich um ein Pseudonym. Der richtige Name des Autors ist der Redaktion bekannt.

Wie es Adorno posthum zu einem Bestseller bringt

Von Georg Schuster*

„Man sieht an dem sprechenden Adorno, was beim Lesen seiner Bücher
nicht unmittelbar klar wird, dass er offensichtlich Zeitung liest.“
(Prof. Axel Honneth über seinen Vorgänger am Frankfurter Institut für Sozialforschung)

Ein erst jetzt bei Suhrkamp verschriftlichter Vortrag von Theodor W. Adorno vom April 1967 an der Wiener Universität hat sich im Sommer 2019 mehr als hunderttausendmal verkauft, und die Rezensenten sind des Lobes voll über die aktuelle Bedeutung der beim Reden verfertigten Gedanken des Philosophen zum damals wiederauflebenden Rechtsradikalismus.

„Was würde Adorno heute zum sogenannten Rechtspopulismus sagen?“, fragt die FAZ und kann „eine ziemlich verlässliche Antwort geben, denn der Philosoph [hielt] einen Vortrag, [der …] zum Teil verblüffend gut auch zur jetzigen Lage pass[t]“. Auch die SZ hat „verblüffend oft [..] den Eindruck, dass das, was dort steht, nicht vor einem halben Jahrhundert gedacht worden ist, sondern gerade eben erst“. Für den Tagesspiegel liest sich der Text „in vielem wie ein Kommentar zum Aufstieg der AfD“. Und für die FR enthält die Vorlesung nicht nur verblüffend viel, sondern „bereits alles: die Ursachen, die Lügen, die Präsenz in der Mitte. Man nimmt den mehr als 50 Jahre alten Text in die Hand und ist nach wenigen Sätzen erschrocken über die Aktualität der herausgegriffenen Aspekte.“

Der Gesamtaufsatz mit Teil 1 und 2 liegt jetzt vor. Teil 1 alleine ist nicht mehr downloadbar.

zur Gesamtausgabe


*Es handelt sich um ein Pseudonym. Der richtige Name des Autors ist der Redaktion bekannt.

07. September 2019 · Kommentare deaktiviert für Interview mit einer Soziologin über die AnhängerInnen derAfD · Kategorien: Peripherie · Tags:

Ein sehr aufschlussreiches Interview von Sabine am Orde in der taz v. 6.9.19:

„Es geht um Emotionen“
Die Soziologin Cornelia Koppetsch gibt den Linksliberalen und der „kosmopolitischen Elite“ eine Mitschuld am Aufstieg der AfD. Die seien zu exklusiv. Das Interview lesen

31. August 2019 · Kommentare deaktiviert für „Wer sich sicher fühlt, protestiert weniger gegen Migration“ · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , ,

Mitteilung: Technische Universität Chemnitz

Juniorprofessur Sozialpsychologie der TU Chemnitz veröffentlicht Studien-Ergebnisse Befragung von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zu den Ereignisse im Spätsommer 2018 – Altersschwerpunkt: 51 bis 70 Jahre

Nach einem Tötungsdelikt in Folge einer Auseinandersetzung am 26. August 2018 kam es im Spätsommer letzten Jahres in Chemnitz zu Aufmärschen rechter und rechtspopulistischer Gruppen. Infolgedessen geriet die Stadt in den Fokus medialer Aufmerksamkeit. In der Stadt nahmen an den sogenannten „Trauermärschen“, wie sie von den Initiatoren genannt wurden, teilweise mehrere Tausend Personen aus Chemnitz sowie der gesamten Bundesrepublik teil. … weiter


Quelle: www.tu-chemnitz.de

Mitteilung: Universität Trier

Trierer Wissenschaftler erklären, wie die AfD Wählerstimmen gewinnt – aber auch, was gegen Rechtspopulismus getan werden kann.

Sechs Jahre nach ihrer Gründung ist die Alternative für Deutschland (AfD) in allen deutschen Landesparlamenten, als größte Oppositionsfraktion im Bundestag und im Europäischen Parlament vertreten. Bislang wurde dieser Aufstieg aus politischer und gesellschaftlicher Perspektive analysiert.

Prof. Dr. Eva Walther und Diplom-Psychologe Simon Isemann haben die Partei aus psychologischer Perspektive betrachtet, denn „Politik wirkt immer durch psychologische Faktoren“. In ihrem neuen Buch kommen sie zu dem Schluss, dass die AfD auf unerfüllte psychologische Bedürfnisse der Menschen wie Sicherheit, Versorgung und Wertschätzung scheinbare Lösungen anbietet. Zum Beispiel gelingt es der AfD auf der einen Seite, bei Menschen das Gefühl von Benachteiligung zu wecken. Auf der anderen Seite suggeriert die Partei, „man werde dieser Benachteiligung entgegenwirken“. … weiter


Quelle:
www.uni-trier.de
www.idw-online.de

11. Juli 2019 · Kommentare deaktiviert für Wie die AfD seit 2015 nach rechts gerückt ist · Kategorien: Peripherie · Tags:

Mitteilung: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Studie zum Rechtsruck der Alternative für Deutschland (AfD) und ihrer Wähler zwischen 2013 und 2017 auf der Basis von Facebook-Analysen und der Deutschen Wahlstudie

Während Machtkämpfe in der AfD und Kontroversen um ihre künftige Ausrichtung gerade wieder Schlagzeilen machen, zeigt eine neue Studie, wie sich die Partei in ihren Anfangsjahren von einer gemäßigten zu einer rechtsradikalen politischen Organisation gewandelt hat. Die Studie zeichnet die Entwicklung in den Jahren von 2013 bis 2017 anhand einer Analyse des Facebook-Auftritts der AfD und Daten der Deutschen Wahlstudie nach. … weiter


Quelle:
www.uni-mainz.de
www.idw-online.de

25. April 2019 · Kommentare deaktiviert für Neue “Mitte-Studie”: Verlorene Mitte – Feindselige Zustände. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2018/19 · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , , , , , , ,

Mitteilung: Friedrich-Ebert-Stiftung

Seit 2006 lässt die Friedrich-Ebert-Stiftung im Zweijahresrhythmus das Ausmaß rechtsextremer Einstellungen in Deutschland ermitteln. Aus der repräsentativen Befragung von 2018/19 ergibt sich das Bild einer Verfestigung und Normalisierung rechter Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Mitte-Studie zur Verbreitung von rechtsextremen, menschenfeindlichen und weiteren antidemokratischen Meinungen in der Gesellschaft vorgelegt. Dazu hat ein Forschungsteam des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld (IKG) eine wissenschaftliche Umfrage unter 1.890 repräsentativ ausgewählten Deutschen durchgeführt. Die Studienreihe gibt durch die Analyse der Verbreitung und Zusammenhänge von Meinungen Auskunft über die Stabilität und Instabilität der Demokratie. Weiterlesen »

12. April 2019 · Kommentare deaktiviert für TU Chemnitz bekennt sich in “Sächsischer Erklärung der Vielen” zu Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz · Kategorien: Termine und Aktionen · Tags: , ,

Technische Universität Chemnitz gehört zu den Erstunterzeichnern und Erstunterzeichnerinnen – Sächsische Erklärung folgt der bundesweiten Initiative „Die Vielen“

Mitteilung: TU Chemnitz

Die Technische Universität Chemnitz zählt zu den mehr als 100 Erstunterzeichnern und Erstunterzeichnerinnen der „Sächsischen Erklärung der Vielen“. Damit schließt sich die Universität gemeinsam u. a. mit weiteren Hochschulen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Kunstinstitutionen und Museen in Sachsen der bundesweiten Initiative “Die Vielen” an. „Gerade vor dem Hintergrund der vergangenen Ereignisse in Chemnitz ist es uns ein großes Bedürfnis, uns mit aller Kraft für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz einzusetzen“, sagt Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz. Die Unterzeichnung der „Sächsischen Erklärung der Vielen“ sei ein Beispiel dafür. Weiterlesen »

26. März 2019 · Kommentare deaktiviert für “Rechtspopulisten inszenieren sich als die Verteidiger des Abendlandes” · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , ,

Mitteilung: Universität Leipzig

Zwei Monate vor der Europawahl und gut ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen wird mit einem Erstarken rechtspopulistischer Parteien gerechnet. Gerade im Wahlkampf nehmen Rechtspopulisten die christliche Religion für ihre Zwecke in Anspruch und schaffen so eine religiös-nationalistische Identität. Das hat Dr. Alexander Yendell von der Universität Leipzig zusammen mit Dr. Oliver Hidalgo und Dr. Philipp Hildmann beobachtet.

Für die Hanns-Seidel-Stiftung haben sie sechs Thesen zu „Religion und Rechtpopulismus“ formuliert. Sie basieren auf einer Fachveröffentlichung in der „Zeitschrift für Religion, Gesellschaft und Politik“. Warum die Diskussion, ob der „Islam zu Deutschland gehört“ den Rechtspopulisten in die Hände spielt und wo sich Konservative und Rechtspopulisten in der Religionsfrage unterscheiden, erzählt der Leipziger Soziologe im Interview. … weiter


Quelle: www.uni-leipzig.de