18. Oktober 2019 · Kommentare deaktiviert für Wie Rassismus die Gesellschaft verändert · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , ,

Sammelband unter Chemnitzer Federführung bündelt Beiträge und Perspektiven zu den Ereignissen in Chemnitz 2018 und dessen Folgen

Mitteilung: Technische Universität Chemnitz

„Hassbotschaften, Hetzjagden und von rechten Kräften inszenierte ‚Trauermärsche‘ – die Bilder von Chemnitz im Herbst des vergangenen Jahres haben– regional wie überregional – wochenlang die Debatten geprägt. Der antisemitisch und rechtextremistisch motivierte Anschlag in Halle/Saale vor wenigen Tagen ist das jüngste Beispiel dafür, wohin Hass und menschenverachtendes Gedankengut führen können“, so Dr. Miriam Schreiter, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur Interkulturelle Kommunikation der TU Chemnitz. „Wir leben und arbeiten in Chemnitz und solche Geschehnisse zwingen uns, uns mit Rassismus, mit den alltäglichen Praktiken von Ausgrenzung und Diffamierung in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.“ … weiter


Quelle: www.tu-chemnitz.de

Soziologe Yendell warnt nach Anschlag in Halle vor zu starker öffentlicher Fokussierung auf politische Dimension der Tat

Mitteilung: Universität Leipzig

Nach dem Anschlag in Halle/Saale warnt ein Experte der Universität Leipzig davor, die Ursachenforschung zu sehr auf die politische Dimension zu konzentrieren. Das beflügle potenzielle Nachahmer, da die Täter unbewusst als politische Freiheitskämpfer dargestellt würden, sagt Soziologe Dr. Alexander Yendell, der Mitglied des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung (KReDo) der Universität Leipzig ist.

Er plädiert dafür, stärker auch auf die psychologischen Hintergründe solcher Taten zu schauen und forscht selbst gerade intensiv an diesem Thema. … weiter

 


Quelle: www.uni-leipzig.de

 

30. Juni 2019 · Kommentare deaktiviert für “Rechtsextremismusforscher erklärt die Hintergründe” · Kategorien: Peripherie, Standpunkte und Kommentare · Tags: , ,

ja – Der Rechtsextremismus soll nun laut Seehofer auf eine Stufe gestellt werden mit dem islamistischen Terror und mit der Gefahr durch Reichsbürger.
Ich finde dazu diesen Beitrag des Bayerischen Rundfunks v. 22.6.2019  sehr aussagekräftig und wert, ihn weiterzuleiten – ein Interview mit dem Rechtsextremismusexperten Matthias Quent:

Radio Bayern 2:  https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/bayern-2-am-samstagvormittag/quent-100.html (Dauer: 8 Min.)

 

25. April 2019 · Kommentare deaktiviert für Neue “Mitte-Studie”: Verlorene Mitte – Feindselige Zustände. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2018/19 · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , , , , , , ,

Mitteilung: Friedrich-Ebert-Stiftung

Seit 2006 lässt die Friedrich-Ebert-Stiftung im Zweijahresrhythmus das Ausmaß rechtsextremer Einstellungen in Deutschland ermitteln. Aus der repräsentativen Befragung von 2018/19 ergibt sich das Bild einer Verfestigung und Normalisierung rechter Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Mitte-Studie zur Verbreitung von rechtsextremen, menschenfeindlichen und weiteren antidemokratischen Meinungen in der Gesellschaft vorgelegt. Dazu hat ein Forschungsteam des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld (IKG) eine wissenschaftliche Umfrage unter 1.890 repräsentativ ausgewählten Deutschen durchgeführt. Die Studienreihe gibt durch die Analyse der Verbreitung und Zusammenhänge von Meinungen Auskunft über die Stabilität und Instabilität der Demokratie. Weiterlesen »

07. November 2018 · Kommentare deaktiviert für Fast jeder dritte Deutsche vertritt ausländerfeindliche Positionen, Abwertung von einzelnen Gruppen steigt · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , , ,

Leipziger Autoritarismus-Studie 2018: Langzeitstudie mit aktuellen Ergebnissen zu autoritären und rechtsextremen Einstellungen in Deutschland vorgestellt

Mitteilung: Universität Leipzig

„Die Ausländerfeindlichkeit ist im gesamten Land immer stärker verbreitet, das zeigt unsere aktuelle Befragung ganz deutlich“, sagt Studienleiter Dr. Oliver Decker. Insgesamt stimmen 36 Prozent der Deutschen der Aussage zu, dass Ausländer nur hierherkommen, um den Sozialstaat auszunutzen (Ost: 47,1 Prozent, West: 32,7 Prozent). Über ein Viertel würde Ausländer wieder in ihre Heimat zurückschicken, wenn in Deutschland die Arbeitsplätze knapp werden (Ost: 32,4, West: 25). Rund 36 Prozent halten die Bundesrepublik durch Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet (Ost: 44,6, West: 33,3).

„Damit beobachten wir hohe Zustimmungswerte für die Einstellung, die in der Forschung als ‚Einstiegsdroge‘ in den Rechtsextremismus gilt: Die Hemmschwelle, diesen rechtsextremen Aussagen zuzustimmen, ist besonders niedrig“, so Decker. „Wer rechtsextrem ist, wendet sich heute aber von der CDU und SPD ab“, so Elmar Brähler, „und findet seine neue Heimat bei der AfD.“ Im Vergleich zur letzten Erhebungswelle 2016 ist die geschlossene manifeste Ausländerfeindlichkeit, also der konsequenten Zustimmung aller Aussagen, angestiegen (2016: 20,4, 2018: 24,1). Besonders deutlich ist der Zuwachs in Ostdeutschland von 22,7 auf 30,9 Prozent. … weiter


Quelle: www.uni-leipzig.de

 

04. September 2018 · Kommentare deaktiviert für #WirSindMehr: Gewerkschaften gegen rassistische Hetze – für Solidarität! · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

Resolution des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes zu Chemnitz

Zu den Ereignissen in Chemnitz hat der Geschäftsführende DGB-Bundesvorstand am Dienstag in Berlin folgende Resolution verabschiedet:

Aus der Erfahrung mit dem Faschismus gibt es für uns Gewerkschaften keinen Zweifel, dass wir jede Form von Rechtsextremismus, Rassismus, Nationalismus und jede Form der Menschenfeindlichkeit mit Nachdruck bekämpfen. Wir setzen uns ein für Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit. Es ist gut und richtig, dass viele Menschen in den letzten Monaten und Tagen gegen rechte Hetze und hassgetriebene Aufmärsche Haltung gezeigt haben. Weiterlesen »

01. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Alternative Parlamentsarbeit für Deutschland · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , , , , ,

Die AfD schreitet zur Tat

von Johannes Schillo

Die AfD – die „Alternative für Deutschland“ – hat sich als Teil des deutschen Parteien- und Parlamentssystems etabliert. Dieser „rechtspopulistische“ Aufschwung war im Auswege-Magazin schon mehrfach Thema (vgl. z.B. Schillo 2017), speziell im Blick auf bildungspolitische Programmatik und Aktivitäten der neuen Oppositionsbewegung.

Volksbildung im streng nationalen Sinne ist der Partei ein besonderes Anliegen und sie räumt der Bewusstseinsbildung durch Medien, Pädagogik und politische Kultur hohe Priorität ein. Dadurch, dass sie mittlerweile im Bundestag und in 14 Landesparlamenten vertreten ist, hat sich ihr Wirkungsbereich vergrößert. Wie nutzt sie ihn? … weiter

25. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Dann denkt mit den Herzen“ · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , , , , , , ,

Eine Besprechung von Konstantin Weckers gleichnamigen Buch

Eine Rezension von Günther Schmidt-Falck

Das kleine Büchlein erreicht im aufgeklappten Zustand nicht mal das Format DIN A5. Aber es gehört trotzdem zu den ganz Großen.

Erschienen ist es bereits im April 2016. Irgendwie ist es an mir vorbeigelaufen in seiner Taschenkalendergröße. Im Frühherbst 2017 bin ich ihm dann begegnet: „Ein Aufschrei in der Debatte um Flüchtlinge“, wie es im Untertitel heißt. Es hat mich so sehr beeindruckt, dass ich um eine Besprechung nicht umhin kam. … weiter

24. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Das „direkte Gespräch“ – mit, über, gegen rechts? · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , , , ,

von Johannes Schillo

Der Rechtstrend – nicht nur in den neuen Bundesländern – gilt als große Herausforderung für „alle Demokraten“ (Steinmeier). Der Politikbetrieb kümmert sich um Ab- und Ausgrenzung; der Zuwachs am rechten Rand soll, auch wenn man sich mit ihm arrangieren muss, nicht einfach dazugehören. Gleichzeitig sind Zivilgesellschaft und Bildungseinrichtungen aufgefordert, ihren Beitrag zur Auseinandersetzung zu leisten. Dabei kommt natürlich auch die politische Bildung in den Blick. … weiter


 

Weitere Aufsätze und Rezensionen von Johannes Schillo im Magazin Auswege

 


©Foto: Broadmark – pixabay.com, Lizenz: CC0

23. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Von Biedermännern und Brandstiftern · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , ,

Die Aktion “Mach meinen Kumpel nicht an” hat einen Sammelband mit herausgegeben: “Von Biedermännern und Brandstiftern. Rechtspopulismus in Betrieb und Gesellschaft.” Verlegt wird das Buch vom VSA Verlag.

Auf der Seite der Gelben Hand heißt es zum Inhalt:

Warum wirkt der Rechtspopulismus bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern? Viele Menschen fühlen sich von der herrschenden politischen Klasse nicht mehr vertreten. Durch die fortschreitende Prekarisierung werden immer mehr Kolleginnen und Kollegen vom regulären Arbeitsmarkt ausgegrenzt. Auch die Entwicklung in Richtung einer digitalen Gesellschaft (Industrie 4.0) schürt Abstiegsängste. Gewerkschaften müssen diese Sorgen aufgreifen und zugleich ihre Kernthemen vorantreiben: betriebliche Mitbestimmung, Teilhabe und Anerkennung, gute Arbeit mit gerechten Löhnen und eine Rente, die zum Leben reicht. Es geht aber auch um die Verteidigung gewerkschaftlicher Grundwerte wie Solidarität, kulturelle Vielfalt und Chancengleichheit.
Quelle: https://www.gelbehand.de/meldung/artikel/von-biedermaennern-und-brandstiftern/

Buchdaten:
Von Biedermännern und Brandstiftern
Rechtspopulismus in Betrieb und Gesellschaft
Hustedter Beiträge zur politischen Bildung, Bd. 6

Hrsg.: Björn Allmendinger/Joachim Fährmann/Klaudia Tietze

Verlag: VSA
232 Seiten, 14.80 €
ISBN 978-3-89965-772-2

Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit per Internet gibt es auf der Seite des VSA Verlags:
http://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/von-biedermaennern-und-brandstiftern/

Andernfalls kann das Buch im Buchhandel bestellt werden.