Mitteilung: Leibniz-Institut für Länderkunde

Die Formel „Grüne Städte, schwarzes Land, blauer Osten“ trifft für die Europawahl 2019 nicht uneingeschränkt zu. Vor allem im ländlichen Raum Westdeutschlands offenbaren sich räumliche Unterschiede im Wahlverhalten.

Das zeigen Analysen des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL), anhand derer sich das Wahlverhalten für jeden Kreis einem von sechs Typen zuordnen lässt. Die Ergebnisse sind in der Onlinezeitschrift „Nationalatlas aktuell“ des IfL nachzulesen. Eine Deutschlandkarte veranschaulicht die Fakten und zeigt klare regionale Muster beim Wahlverhalten. Sie ist zugleich ein Spiegelbild der zunehmenden räumlichen Fragmentierung der deutschen Parteienlandschaft in einem Fünfparteiensystem. … weiter


Quelle:
www.ifl-leipzig.de
www.idw-online.de

Mitteilung: IFAF Institut für angewandte Forschung Berlin

Die Ausstellung „Schule zieht Grenzen – wir ziehen nicht mit!“ informiert über rassistische Zugangsbarrieren zu Schule, ordnet sie historisch ein und nimmt beispielhaft einige Biographien, Schulen und Proteste in den Blick. Jetzt kann sie auch online angesehen werden. Weiterlesen »

21. August 2019 · Kommentieren · Kategorien: Lesezeichen · Tags: ,

Von Stefan Oehm, Auswege-Autor, ist seit längerem kein Aufsatz mehr im Magazin Auswege erschienen. Wo ist er abgeblieben, werden sich interessierte LeserInnen fragen?

Er hat sich “zurückgezogen” und sein Buch verfasst. Spätestens Mitte September wird es fertig gedruckt und gebunden vorliegen und über den Buchhandel oder auch direkt beim Verlag erhältlich sein.

Hier eine kurze Inhaltsbeschreibung:

Worüber reden wir, wenn wir über Kunst reden?

Vom Wirken der unsichtbaren Hand

Über Kunst zu reden scheint so selbstverständlich zu sein, dass niemand systematisch der grundsätzlichen Frage nachzugehen scheint, worüber wir eigentlich reden, wenn wir über Kunst reden – weder im alltäglichen Kontext noch in dem der Kunstwelt. Mithilfe des Sprachwandelkonzepts des Linguisten Rudi Keller, der die Theorie der unsichtbaren Hand von Adam Smith‘ aufgreift, sowie des handlungstheoretischen Modells des britischen Sprachphilosophen H. Paul Grice soll durch eine systematische Begriffsdifferenzierung versucht werden, Licht ins Dunkel des inflationären und chaotischen Gebrauchs des Wortes Kunst und des daraus resultierenden Begriffs ‚Kunst‘ zu bringen.

Im Anschluss an Hans-Georg Gadamers rezeptionsästhetischen Überlegungen wird eine strukturelle Differenzierung dessen vorgeschlagen, was gemeinhin Kunst resp. Kunstwerk genannt wird. Dabei werden zahlreiche für den aktuellen Stand der Kunstphilosophie relevante Positionen (von Wittgenstein, Derrida, Heidegger über Schmücker, Lüdeking bis hin zu Ziff, Weitz, Kennick, Gaut und Danto) einer kritischen Analyse unterzogen, um schließlich heuristisch der Frage nachzugehen, ob es in der unmittelbaren Rezeption der Kunst um Aspekte des Verstehens geht oder nicht vielmehr um das, was Susan Sontag die ‚Erotik der Kunst‘ nennt.

Die Redaktion wünscht Stefan Oehm alles Gute und viel Erfolg für sein neues Buch!


Die Buchdaten:

Stefan Oehm: Worüber reden wir, wenn wir über Kunst reden? Vom Wirken der unsichtbaren Hand 386 Seiten | Broschur
Erscheinungstermin: 4. Quartal 2019, ca. € 40,00 | ISBN 978-3-8260-6784-6

zum Verlag

 

Die Steuererklärung immer noch nicht fertig und den Hausputz auf nächste Woche verschoben? Schuld könnten die Gene sein. Zumindest bei Frauen.

Mitteilung: Ruhr-Universität Bochum

Manche Menschen neigen dazu, Handlungen aufzuschieben. Bei Frauen geht dieser Charakterzug mit der genetischen Veranlagung einher, einen höheren Dopaminspiegel im Gehirn zu besitzen. Das fanden Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dresden mit genetischen Analysen und Fragebögen heraus. Bei Männern konnten sie diesen Zusammenhang nicht feststellen.

„Der Botenstoff Dopamin ist in der Vergangenheit immer wieder mit einer erhöhten kognitiven Flexibilität in Verbindung gebracht worden“, sagt Dr. Erhan Genç aus der Bochumer Abteilung für Biopsychologie. „Das ist nicht grundsätzlich schlecht, aber geht oftmals mit einer erhöhten Ablenkbarkeit einher.“ … weiter


Quelle: news.rub.de

Studie der Universität Göttingen mit internationalen Partnern

Mitteilung: Georg-August-Universität Göttingen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und ihrer internationalen Partner haben die Auswirkungen von Fairtrade auf arme Landarbeiter in Afrika untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Fairtrade zwar die Bedingungen von Angestellten in lokalen Genossenschaften verbessert, aber nicht die Situation von Arbeitern im Kleinbauernsektor. Letztere sind oft besonders benachteiligt. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Sustainability erschienen. … weiter


Quellen:
www.idw-online.de
www.uni-goettingen
Foto: Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

 

von Suitbert Cechura

Jeden Tag gibt es neue Vorschläge oder Vorstöße in Sachen Klimapolitik, wobei die Besteuerung oder Bepreisung von CO2 ganz oben auf der Agenda steht. Die Bundesregierung hat ein Klimakabinett gebildet, und die verschiedenen Ministerien haben sich von Wissenschaftlern Gutachten erstellen lassen.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verspricht in seinem Sondergutachten nicht weniger als einen „Aufbruch zu einer neuen Klimapolitik.“ Die versprochene Wende in der Klimapolitik soll zudem dem Protest im Lande und außerhalb geschuldet sein, die sich gegen die Nichteinhaltung der von der Politik selbst gesetzten Klimaziele richtet.

Die Aufgabe, die sich die Wissenschaftler stellen, ist enorm: Sie suchen nach der Lösung, die sowohl die Proteste überflüssig macht, den Klimaschutz voranbringt, als auch die internationalen Vereinbarungen einhält. Und dazu haben sie eine einfache Lösung: die Bepreisung von CO2. Eine Lösung, die auf den Prüfstand gehört. … weiter


Foto: Gerd Altmann auf Pixabay

Stiftung Kindergesundheit warnt: „Elterntaxi“ ist oft gefährlicher als Laufen

Mitteilung: Stiftung Kindergesundheit

Natürlich wollen alle Eltern ihr Kind vor Gefahren schützen. Fahren sie aber das Kind mit dem Auto zur Schule, bewirken sie möglicherweise das Gegenteil, warnt die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme: Auf dem Weg zur Schule verunglücken nämlich mehr Kinder im Auto der Eltern als Kinder, die zu Fuß dorthin unterwegs sind.

Es gibt aber noch mehr Gründe, die Kinder – immer wenn es möglich ist – zu Fuß zur Schule zu schicken, betont die Stiftung Kindergesundheit. Sie hat zur Planung eines sicheren Schulweges wichtige Empfehlungen zusammengestellt. … weiter


Quelle:
www.kindergesundheit.de
www.idw-online.de
Bild: Hans Rohmann auf Pixabay

Rezension des Buches „Könnt ihr uns zuhören? Kinder wollen eine andere Gesellschaft“

Rezension: Günther Schmidt-Falck

Der Untertitel des Buches von Armen Tõugu und Kerttu Soans warf zunächst einige Fragen auf: Welche Kinder sind damit gemeint? Um welche Gesellschaftsveränderung handelt es sich? Erst nach dem Lesen des ersten Kapitels (Welche Eigenschaften haben die Kinder von heute?) verstand ich, dass es um ganz besondere Kinder geht:

Indigo-Kindern werden hellseherische Fähigkeiten zugesprochen. Sternenkinder haben ein langes vorgeburtliches Gedächtnis und besitzen eine große Sensibilität. Kristallkinder „scheinen auf der seelischen-geistigen Ebene unzerstörbar und bewahren auch in der schlechtesten sozialen Umwelt ihre Ganzheitlichkeit“ (S. 2). Kinder mit „besonderen Bedürfnissen“ „zeichnet ein starker Wille und das Gefühl der Gleichwertigkeit gegenüber Erwachsenen aus. Gerade in der Schule werden sie oft als „schwierig“, ungehorsam und unhöflich empfunden. Diesen Kindern werden auch Diagnosen wie ADHS und Autismus zugeordnet. Das Verhalten wird als „abweichend“ empfunden. Es besteht der Wunsch nach einer „Normalisierung“ und Anpassung des Verhaltens. … weiter

 

Warum wir uns so gern ablenken lassen – auch gerade von Smartphones. Jugendliche sind anfälliger als Erwachsene.

Mitteilung: Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Der kauzige Doktor im weißen Kittel ist wieder da: Dr. Mondino, beliebter Neurowissenschaftler der Video-Reihe, die von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in loser Folge auf YouTube gezeigt wird. In seiner neuesten Folge „Kampf im Kopf – Spaß versus Vernunft“ widmet sich der Forscher einem Phänomen, das viele Menschen aus ihrem Alltag kennen: sich immer wieder ablenken lassen beispielsweise durch ständiges Handy-Kontrollieren, PC-Spiele oder was sonst noch Spaß macht, obwohl dringend etwas anderes erledigt werden müsste. Woran liegt das? Weiterlesen »

Miteilung: Bertelsmann Stiftung

Anlässlich des 70-jährigen Geburtstags des Grundgesetzes nimmt der aktuelle Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung das Verhältnis von Religion und politischer Kultur in den Blick.

Demokratische Grundprinzipien und Werte genießen unter Angehörigen der verschiedenen Religionen breite Zustimmung. Auch religiöse Toleranz, die für ein friedliches Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft entscheidend ist, wird von einer Mehrheit anerkannt. Allerdings werden dabei nicht alle Religionen gleichermaßen einbezogen…. weiter


Quelle:
www.bertelsmann-stiftung.de
www.idw-online.de