Ein Vortrag von Prof. Franz Ruppert

“Psychische Traumata erleiden wir oft schon in unserer frühen Kindheit. Sie führen zu psychischen Aufspaltungen, zu Ich-Verlust, Desorientierung und Unklarheiten in den eigenen Lebenszielen. So werden wir zwar älter und reifen körperlich, es können auf dieser Grundlage aber keine konstruktiven Beziehungen auf einer Erwachsenen-Ebene entstehen. Immer wieder geraten wir dann in Freundschafts-, Paar- oder Arbeitsbeziehungen in ausweglose Abhängigkeiten wie in der Kindheit.” (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ZoAhyyhEUts)

Prof. Franz Ruppert, einer der führenden deutschen Psychotraumatologen (Katholische Stiftungshochschule München), erklärt in diesem Vortrag die „Anliegenmethode“. Man kann die eigene innere psychische Struktur und die Qualität der  Beziehung zu sich selbst und zu anderen sichtbar werden lassen. Über Identitätsaufstellungen könne man sich aus symbiotischen Verstrickungen lösen und abgespaltene eigene Anteile integrieren. 

Sehr ausführlich und anschaulich erklärt. Gut geeignet auch zur LehrerInnenfortbildung! 

Der Vortrag wird präsentiert von AKVorarlberg (Kammer für Arbeiter und Angestellte für Vorarlberg). Dauer: 92 Minuten

Hinweis: Beim Aufruf des Filmes werden von Youtube Daten ermittelt.

Hier geht es zum Originallink auf Youtube, wenn das Filmbild nicht zu sehen ist.
www.youtube.com/watch?v=ZoAhyyhEUts

 

Eine Empfehlung der Redaktion: Prof. Dr. Gerald Hüther im Gespräch mit Moderator Robert Fleischer von Welt-im-Wandel.tv:

Jeder will, dass seine Kinder glücklich und erfolgreich werden, dass sie der Zukunft gewachsen sind. Doch ist es wirklich gut, seinen Nachwuchs von früh an mit Musikunterricht und Sportkursen zu beschäftigen? Und wie gestalte ich die Erziehung?

Hier ist der Originallink, falls das Filmfenster nicht zu sehen ist: 

www.youtube.com/watch?v=jXOWZQxzGO8

von Georg Schuster*

In seinem neuen Aufsatz schreibt Georg Schuster über Patriotismus, Nationalismus, die Liebe und die Erziehung zur Nation und untersucht die Hintergründe dieser Phänomene.

Warum das Vaterland lieben? Auch auf diese Frage gibt der Autor Antworten.

In den Kapiteln “Didaktik der Nationalerziehung” und “Adoleszenz als natürliche/notwendige Anpassung (Piaget/Hegel)” werden die Aussagen des konservativen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Brezinka untersucht und die (Fehl-)Meinungen und Widersprüche von Jean Piaget und Friedrich Hegel diskutiert.

Die “Vaterlandsliebe” ist “in der Sache eine wirklich nicht leicht zu knackende Nuss”, wie Georg Schuster am Schluss seines Aufsatzes feststellt. Die kindliche und die erwachsene Form des praktizierten Nationalismus kann man noch als “Unverstand” bezeichnen. Erschütternd ist der wissenschaftliche “Unverstand” hinsichtlich Patriotismus und Nationalismus: “Wissenschaft dieser Art ist um die Dürftigkeit und die Widersprüche ihrer Argumente offenbar nicht weiter besorgt.”

weiter (zum Lesen am Bildschirm, 22 S. )

Download der Printausgabe (pdf-Datei zum Ausdrucken mit einer kleineren Schrift und einem engeren Zeilenabstand gestaltet, 17 S.)


*Es handelt sich um ein Pseudonym. Der richtige Name des Autors ist der Redaktion bekannt.


©Grafik: 3dman_eu; pixabay.com; Lizenz: CC0

Beklagte Missstände, unangenehme Wahrheiten und dringliche Umsteuerungen

von Hans Wocken

Inklusionskritik ist in Mode gekommen und gesellschaftsfähig geworden. Die Inklusionskritiker und -gegner haben die schulische Inklusion gründlich schlecht geredet. Sie kritisieren schulische Inklusion allerdings nicht, um sie zu optimieren. Nein, sie wollen in Wahrheit schulische Inklusion restriktiver handhaben und im Tempo drosseln, am liebsten aber abschaffen und verhindern. Und deshalb muss Inklusion madig gemacht werden.

Die Antiinklusionskampagne ist dabei nicht zimperlich und beschwört nicht etwa einige Kinderkrankheiten der Inklusion, sondern gleich den vollständigen Untergang des deutschen Bildungssystems. … weiter


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05. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Inklusion und das Gymnasium · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie, Paragraphenreiter · Tags: , , , ,

Juristische Anfragen und erste Antworten

von Hans Wocken

Die nicht unbeträchtlichen Mängel in der Umsetzung der schulischen Inklusion haben die einstige „Willkommenskultur“ gekippt. Eltern, Lehrer und Schulen, die vormals die schulische Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen als eine „gute Idee“ ansahen und begrüßten, sind angesichts der nennenswerten Umsetzungsprobleme enttäuscht, hegen nun Zweifel und Skepsis oder agieren sogar offen oder verdeckt gegen die schulische Inklusionsreform. Bei den Landtagswahlen 2017 in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein war Inklusion ein zentrales Wahlkampfthema.

Im April 2018 hat die eh aufgeregte und aufgekratzte Inklusionsdebatte einen neuen Höhepunkt erreicht. Auslöser war ein sorgfältig recherchierter Bericht in der Regionalzeitung „Weser-Kurier“, der im Lokalteil Bremen platziert war und deshalb keine umgehende Beachtung fand. Diesem ersten Bericht folgte schon zwei Tage später ein Artikel im publizitätsträchtigen SPIEGEL: „Gymnasium in Bremen: Schulleiterin verklagt Senat wegen Inklusion“.

Der folgende Beitrag dreht sich um die juristischen Fragen, die die Bremer Klage gegen Inklusion am Gymnasium aufwirft. … weiter mit dem Text zum Lesen am Bildschirm (pdf-Datei, 16 S.)

Text für einen Ausdruck aufbereitet (kleinere Schrift und Zeilenabstände, verkleinertes Foto), pdf-Datei, 13 S.


©Foto: bbroianigo / pixelio.de

27. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Die Rechenschwäche (Dyskalkulie) findet mehr Beachtung · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , ,

Die Leitlinie „Diagnostik und Behandlung der Rechenstörung“ wurde veröffentlicht

von Bernhard Ufholz

Eine Fachtagung am Freitag, 16. März 2018 stellte die neue Leitlinie „Rechenstörung“ vor, deren Ziel es ist, Handlungsanweisungen für eine vereinheitlichte Diagnostik der Rechenstörung bereitzustellen und über die Wirksamkeit aktueller Präventions- sowie Fördermethoden aufzuklären. Dadurch soll eine angemessene Diagnostik und Therapie der Rechenstörung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und eine entsprechende Prävention im Vorschulbereich durch wissenschaftlich begründete und qualitätsgesicherte Verfahren gewährleistet werden. … weiter

Direkt zur Downloadseite der Leitlinie “Rechenstörung”

©Foto: masch; pixabay.com; Lizenz: CC0


 

weitere Aufsätze von Bernhard Ufholz im Magazin Auswege

03. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für Konsens als radikale Kultur von Wertschätzung, Kontakt und Verletzlichkeit · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie, Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , , , , , ,

von Joris Kern

Konsens wird als Methode von vielen Menschen angewendet, die Mehrheitsdemokratie für zu wenig selbstbestimmt halten und sich Hierarchiearmut wünschen. Ich möchte hier ein Plädoyer dafür halten, Konsens nicht als eine Methode zu betrachten, sondern als Lebenseinstellung und Kultur, die es aufzubauen und zu pflegen gilt. Dafür ist es zunächst einmal wichtig, Konsenskultur von der Kompromisskultur abzugrenzen. … weiter

Ein Planet-Wissen-Film zu einem strittigen Thema

Günther Schmidt-Falck hat sich den Film angesehen

Am 18.1. 2018 strahlte der WDR in der Reihe “planet-wissen” den Film “Wie sinnvoll sind Schulnoten?” aus. In der bundesdeutschen pädagogischen Diskussion wird der Ruf nach einer Abschaffung der Noten immer lauter. Was für die einen ein Befreiungsschlag für Kinder, Eltern und Lehrkräfte wäre, bedeutete für andere vermutlich den Untergang der “Pädagogik” bzw. das, was sie dafür halten.  Weiterlesen »

10. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Umgang mit schwierigen Kindern VI: Eskalationen · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , , , , ,

von Günther Schmidt-Falck

In diesem 6. Teil der Reihe “Umgang mit schwierigen Kindern” wird ein Ausschnitt aus dem Deutschunterricht vorgestellt. Die Lehrkraft hat Arbeitsaufträge verteilt und einige SchülerInnen verweigern die Mitarbeit im Unterricht. In der Folge entwickelt sich ein Pingpong Spiel, das schnell eskaliert. Gegenseitige Drohungen werden ausgestoßen. Kränkungen und Einschüchterungen wechseln sich ab.

Wie hätte die Lehrkraft die Eskalation verhindern können? … weiter


Die bisherigen Teile der Reihe:

Umgang mit schwierigen Kindern I: Die narzisstische Problematik

Umgang mit schwierigen Kindern II: Verändern durch Verstehen

Umgang mit schwierigen Kindern III: Rache ist süß, Pädagogik ist sauer
Die Rolle der Wahrnehmung bei der Bewältigung von Disziplinstörungen

Umgang mit schwierigen Kindern IV: Konflikthilfe

Umgang mit schwierigen Kindern V: Der Konzentrationscoach

Umgang mit schwierigen Kindern VI: Eskalationen

07. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für Lehrer trauen sozial schwachen Schülern weniger zu · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , ,

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) hat eine Studie publiziert. Die Studie ist als WZB Discussion Paper erschienen:

Lehrer trauen sozial schwachen Schülern weniger zu

Bei gleicher Leistung und gleichen Kompetenzen erhalten sozial weniger privilegierte Kinder schlechtere Noten als ihre Mitschüler aus sozial höheren Schichten. Doch wie kommt es zu dieser ungleichen Beurteilung? Eine neue Studie der WZB-Forscher Marcel Helbigund Tatiana Morar zeigt, dass Lehrer diesen Schülern weniger zutrauen. Den ganzen Artikel lesen

Download der Studie: Marcel Helbig und Tatiana Morar: Warum Lehrkräfte sozial ungleich bewerten, Discussion Paper P 2017–005, Oktober 2017, 39 Seiten (PDF)