Von Georg Schuster*

„Klimapolitik ist auch Wirtschafts-, Sicherheits-
und Außenpolitik.
Die Energiewende entscheidet
über Deutschlands Rolle in einer post-fossilen Welt.“

(Außenminister Maas)

Der erste Teil dieses Aufsatzes hatte die Fehleinschätzung der „Fridays for Future“ zum Thema, die darin besteht, den politisch Verantwortlichen ein moralisches Versagen 

vor ihrer ‚eigentlichen‘ Aufgabe der ‚Klima-Rettung‘ vorzuwerfen und sie zur Umkehr aufzufordern. Darin leisten sich die rebellischen Schüler den Widerspruch, als einerseits enttäuschte, andererseits aber noch hoffnungsvolle Anhänger der Theorien und Deutungen aufzutreten, wie sie im Schulunterricht und in der Öffentlichkeit über die Pflichten demokratischen Regierens zirkulieren.

Diese Kritik an der aktuellen Jugendbewegung schließt die Aufforderung ein, im Interesse des Protestanliegens anstelle der vermuteten Untätigkeit der deutschen und internationalen Energiepolitik, das zu betrachten, was sie tatsächlich tut und anrichtet. Das ist den öffentlichen Medien zwar durchaus zu entnehmen, unterliegt aber meist einer verfremdenden Interpretation. Zum richtigen Verständnis der Sache will dieser zweite Teil einen Beitrag leisten. … weiter

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*Es handelt sich um ein Pseudonym. Der richtige Name des Autors ist der Redaktion bekannt.
Foto: Jasmin Sessler auf Pixabay.com

 

Bildungsgewerkschaft GEW: Wie der Digitalpakt umgesetzt werden sollte

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Empfehlungen erarbeitet, wie der Digitalpakt Schule in den Ländern in die Praxis übersetzt werden sollte. Kernbotschaft: Es gilt der Primat der Pädagogik! „Die Technik muss genutzt werden, um das pädagogische Konzept einer Schule bestmöglich umzusetzen. Der Digitalpakt darf nicht dazu führen, dass Schulen sich einseitig an die technischen Möglichkeiten und die Digitalisierung der Lernprozesse anpassen müssen“, stellte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Donnerstag in Frankfurt a.M. fest. Schulen wünschten sich mehr Zeit, Unterstützung und Fortbildungsangebote, um gute Medienkonzepte zu entwickeln und in den Unterricht zu integrieren. Ziel sei, digitale Medien sinnvoll in den Unterrichtsfächern einzusetzen. Weiterlesen »

Mitteilung: DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Eine repräsentative Befragung von Schulleitungen macht deutlich: Die Ganztagsschule bildet eine zentrale Grundlage für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie stellt vor allem für jüngere Kinder ein verlässliches und vielfältiges Betreuungsangebot bereit.

Die Ganztagsschule hat auch das Potenzial, Inklusion und Integration gezielt zu unterstützen und Kindern aus allen Bevölkerungsschichten die Teilhabe an ihren Angeboten zu ermöglichen. Gerade hier besteht aber Verbesserungsbedarf – genau wie bei der Schulqualität. Besondere Probleme bereitet es, Personal zu gewinnen, was auch Implikationen für den Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung im Grundschulalter mit sich bringen könnte.

An der bundesweit repräsentativen Online-Befragung – der dritten ihrer Art nach 2012 und 2015 – haben insgesamt 1.355 Schulleitungen von Ganztagsschulen aus drei Gruppen teilgenommen: Grundschulen, Schulen der Sekundarstufe I (ohne Gymnasien) und Gymnasien. Die Befragung wurde im Rahmen der langfristig angelegten Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) von März bis Mai 2018 durchgeführt. Die Ergebnisse liegen jetzt in einem Bericht vor. Hier eine Auswahl zentraler Befunde: … weiter


Quelle:
www.dipf.de
www.idw-online.de

Vorsitzende Tepe spricht in Frankfurt a.M. zum „Tag der Arbeit“ unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig!“

Mitteilung: GEW Bundesvorstand

Frankfurt a.M. – Für mehr Geld für die Bildung sowie bessere Lern- und Arbeitsbedingungen hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stark gemacht. GEW-Vorsitzende Marlis Tepe hat am „Tag der Arbeit“ in Frankfurt a.M. die „vier Großbaustellen im Bildungsbereich“ vorgestellt. Sie warb um Unterstützung, die Herausforderungen mit Blick auf die beste Bildung für alle Kinder zu lösen. Weiterlesen »

Von Georg Schuster*

“Sorry I can’t clean my room; 
I have to save the Planet.”
(Schülerdemo-Parole)

1.

a) Auch wenn es kokett dahergeredet ist – gesagt ist mit der zitierten Parole schon, dass die Jugend im ‚Klimastreik‘ nichts Geringeres als den Planeten retten will, von dem sie ‚keine Version B‘ kennt, also ein Menschheitsanliegen zu verfolgen meint.

Und es ist ja zunächst richtig, dass die immensen Schäden des Klimas und anderer Lebensgrundlagen, welche die einzelnen gewinnorientierten Volkswirtschaften kollektiv verursachen, weder an ihren Staatsgrenzen aufhören noch innerhalb der Gattung Mensch physiologische Unterschiede machen. … weiter


*Es handelt sich um ein Pseudonym. Der richtige Name des Autors ist der Redaktion bekannt.
Foto: Gerd Altmann auf pixabay.com (Lizenz)

 

„Ein Tropfen auf dem heißen Stein – Karliczek hat scheinbar wenig Interesse an Chancengleichheit.“

Mitteilung: freier zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V.

Am Freitag behandelt der Bundestag die erste Lesung zur BAföG-Änderung, die im November 2018 angekündigt wurde. Schon im Vorfeld hatten der fzs und andere Interessensverbände die Reformpläne als nicht ausreichend kritisiert.

Kevin Kunze aus dem Vorstand des fzs fasst die Kritik zusammen: „Das BAföG soll Chancengleichheit schaffen und das Studium zugänglicher machen, unabhängig vom Geldbeutel. Diese Rolle hat es jedoch nicht mehr, die Studierenden haben das Vertrauen in die Förderung schon lange verloren. Ein gerechtes BAföG würde mindestens eine deutlich weitergehende Erhöhung der Elternfreibeträge und eine Halbierung des Schuldendeckels bedeuten. Diese Maßnahmen wären erste Schritte zu einem umfassenden Strukturwandel beim BAföG. Die vorgelegte Änderung ist ein Tropfen auf dem heißen Stein, der ‚untere Mittelstand‘ fällt weiterhin durchs Raster.“ Weiterlesen »

Gewerkschaften DGB und GEW zu zehn Jahren UN-Behindertenrechtskonvention

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Berlin/Frankfurt a.M. – Die Bilanz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach zehn Jahren Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) in der Bildung fällt ernüchternd aus. „Zwar haben einige Bundesländer Anstrengungen unternommen, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Unter dem Strich ist die UN-BRK im Bildungsbereich aber zu zögerlich und ohne großen Elan umgesetzt worden. Aktuell erleben wir Stillstand und in einigen Ländern sogar einen Rückwärtsgang statt Weiterentwicklung“, sagte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied für Schule, am Montag in Frankfurt a.M. Weiterlesen »

Bildungsgewerkschaft GEW zur Studie „Zwischen Bildung und Betreuung“: Qualität und Finanzierung sichern 

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M. – Gute Ganztagsangebote werde es nur geben, wenn Politik für hohe Qualitätsstandards und eine solide Finanzierung des Projekts der Bundesregierung sorge. Das stellte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf die am 25.3.2019 veröffentlichte Studie „Zwischen Bildung und Betreuung“ der Bertelsmann Stiftung fest. „Gute Ganztagsangebote müssen sich zuerst an den Bedürfnissen der Kinder orientieren“, sagte Björn Köhler, GEW-Vorstandsmitglied für Jugendhilfe und Sozialarbeit, am Montag  in Frankfurt a.M. „Kinder brauchen vor allem Raum für die persönliche Entwicklung. Dafür müssen gute Bedingungen für den Ganztag gesichert sein.“ Deshalb müsse die Regierung bei der Umsetzung des Koalitionsvertrags unbedingt bundesweite Qualitäts-Standards verankern, um allen Kindern gleiche Chancen auf gute Bildung und Erziehung zu eröffnen. Weiterlesen »

Bildungsgewerkschaft zu Budgetzahlen für Bildung, Forschung und Wissenschaft des Statistischen Bundesamtes

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt Bund, Länder und Kommunen mit Blick auf Budgetdaten für Bildung, Forschung und Wissenschaft 2016/2017  ihre Anstrengungen für ein qualitativ besseres und zukunftsfähiges Bildungssystem deutlich zu steigern. Das Statistische Bundesamt hat die Daten am 21.3.2019 veröffentlicht. „Auf dem Dresdener ‚Bildungsgipfel‘ haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten 2008 vereinbart, ab 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Bildung und Forschung zu investieren. Sieben Prozent in Bildung und drei in Forschung. Von diesem Ziel sind wir nach wie vor weit entfernt“, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Donnerstag in Frankfurt a.M. Weiterlesen »

Akademische Psychologie begrüßt Kabinettsentwurf zur Psychotherapieausbildung, will aber polyvalente Studiengänge anbieten

Mitteilung: Deutschen Gesellschaft für Psychologie
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Mit dem Gesetzesentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung greift das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zentrale, von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) geforderte Regelungen für die Neuerung auf. „Wir folgen der Einschätzung des BMG, dass die an Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen angesiedelten psychologischen Fakultäten am schnellsten in der Lage sein werden, das Studium der Psychotherapie anzubieten“ sagt Birgit Spinath, Präsidentin der DGPs. „Die psychologischen Bachelor- und Masterstudiengänge sind bestens dazu geeignet, die im Gesetzesentwurf geforderten wissenschaftlichen und klinisch-praktischen Fertigkeiten zu vermitteln“, ergänzt Winfried Rief, Vorsitzender der Kommission Psychologie und Psychotherapieausbildung der DGPs. „Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten werden zukünftig noch besser auf die postgraduale praktische Tätigkeit vorbereitet sein.“ Weiterlesen »