Rechtspopulisten und Neonazis mobilisieren derzeit gegen die Grundwerte unseres Zusammenlebens. Die IG Metall ruft alle Beschäftigten auf, dem entschieden entgegen zu treten. 

Dazu hat die IGM ein Flugblatt entworfen. Es soll soll vor allem die Diskussion in den Betrieben fördern. Am besten ausdrucken und aushängen oder den Link weitergeben.

Download des Flugblattes der IG Metall (pdf-Datei, 1,3 MB)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Gegen Diskriminierung in der Ausbildung: Methodenkoffer des f-bb für Lehrende und Ausbildende in der beruflichen Bildung steht jetzt zum Download bereit.

im Modellprojekt „Methodenkoffer ‚Demokratie leben!” in der Berufsausbildung“ wurde vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) in enger Zusammenarbeit mit Praktikern der beruflichen Bildung aus dem Land Brandenburg ein Methodenkoffer entwickelt. Dieser soll das Bildungspersonal beim Umgang mit diskriminierenden Verhaltensweisen und Denkmustern innerhalb der Ausbildung unterstützen. Anhand von vier Schulungseinheiten wird ein Gesamtkonzept angeboten, das im Modellversuch erprobt wurde.

Das Berufsbildungspersonal erhält damit ein Instrument, um  Probleme wie Diskriminierung, Rassismus und Sexismus zu thematisieren und diesbezügliche Konflikte zu entschärfen. Die einzelnen Methoden sind geeignet für die Arbeit mit Multiplikatoren und jungen Erwachsenen in der beruflichen Bildung. Der Methodenkoffer richtet sich an das Berufsbildungspersonal selbst und darüber hinaus an Akteure, die mitverantwortlich für die Professionalisierung des Berufsbildungspersonals sind. Dazu können etwa Personalabteilungen, Betriebsräte und Geschäftsführer sowie Kammern, Gewerkschaften und Unternehmensverbände gehören.

Ausgangspunkt für die Erstellung des Methodenkoffers war die Beobachtung, dass diskriminierendes Verhalten im Alltag und somit auch in der Schule und im Betrieb zunehmen. „Berufsschullehrkräfte und Ausbilder dürfen damit nicht allein gelassen werden“, meint Dr. Barbara Kiepenheuer-Drechsler, die das Projekt geleitet hat. „Junge Erwachsene in einem für die Persönlichkeitsentwicklung entscheidenden Moment zu erreichen ist das Ziel des Methodenkoffers. Gerade zu diesem Zeitpunkt kann positiv auf sie eingewirkt und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegnet werden. Damit leistet der Methodenkoffer nicht nur einen Beitrag zum Erhalt des Betriebsfriedens, sondern kann sich darüber hinaus auf ein toleranteres gesellschaftliches Miteinander auswirken.“  

Der Methodenkoffer steht ab sofort auf der Homepage des f-bb unter dem Link http://methodenkoffer-vielfalt.f-bb.de/ zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Der Methodenkoffer stellt dazu vier einzelne Schulungseinheiten, verschiedene thematische Hintergrundinformationen und eine Darstellung relevanter Akteure im Feld der Antidiskriminierungsarbeit im Land Brandenburg bereit. Die erste Schulungseinheit ist eine Einführung in das Feld der Diskriminierung und Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Die Teilnehmenden werden für die verschiedenen Diskriminierungsebenen und Formen menschenverachtender Einstellungen sensibilisiert und aufgefordert, Problemfelder innerhalb der eigenen Organisation zu identifizieren. In den Schulungseinheiten II und III wird ein thematisches auf Rassismus und Sexismus gelegt. Die hier dargestellten Methoden lassen sich zum Teil auch an andere Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus oder Antimuslimischer Rassismus anpassen. Die Schulungseinheit IV löst sich von der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Themen Diskriminierung, Rassismus und Sexismus und motiviert die Teilnehmenden, ihre Erkenntnisse in konkrete Handlungen innerhalb der eigenen Organisation zu übersetzen. In Form einer Mini-Zukunftswerkstatt können so Ideen entwickelt werden, die bei der eigenen praktischen Arbeit zur Anwendung kommen.

Das Modellprojekt wurde durch das f-bb im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit” umgesetzt und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) gefördert.


Informationsbrief v. 10.8.2018
Dr. Barbara Kiepenheuer-Drechsler
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gemeinnützige GmbH
Berlin
www.f-bb.de

Das “Institut Solidarische Moderne” schrieb:

In den aktuellen Debatten um Migration und Asyl beobachten wir eine zunehmende Polarisierung von rechts. Dem möchten wir etwas entgegensetzen. Wir fordern, Rassismus und Entrechtung klar beim Namen zu nennen und eine solidarische und humanitäre Position zu verteidigen.  

Zusammen mit medico international und kritnet – Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung – haben wir einen Aufruf gegen Rassismus in der öffentlichen Debatte und in der politischen Diskussion über Migration und Asyl verfasst. Zahlreiche Personen unterstützen den Aufruf bereits. Der Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik, die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan, die Intendantin des Hamburger Theaters Kampnagel Amelie Deufhard, der Autor Georg Diez und viele weitere Wissenschaftler*innen, Kulturschaffende und andere haben den Aufruf als Erstunterzeichner*innen unterschrieben. (Quelle: http://www.solidarische-moderne.de/de/article/526.solidaritaet-statt-heimat.html )

 Hier geht es zum Aufruf mit weiteren Informationen und mit der Möglichkeit zum Unterzeichnen

Die Präsentation wurde im Mai 2017 auf der Konferenz für Integrationsbeauftragte in Ingolstadt gezeigt. 

von Iryna Savchenko*

Kundgebung „Rassismus Ade –Vielfalt Olé!“ am 21. März 2017 in Ansbach

Es werden vier zentrale Themen für  die Integration in Form von erzieherischen Aufgaben dargestellt und mit Zitaten beschrieben. Zahlreiche Fotos illustrieren die Integrationsarbeit.

Die Autorin will vermitteln, dass „Integration“ ein sehr langfristiger Prozess ist und sehr viele Ressourcen,  Zeit, Fachkenntnisse, Geduld und Energie braucht.

Download der Präsentation (pdf-Datei)


*Iryna Savchenko ist Integrationsbeauftragte der Stadt Ansbach
©Foto: Iryna Savchenko

Eine Aktion von PRO ASYL, unterstützt von den Toten Hosen

Anschläge auf geplante und bewohnte Flüchtlingsunterkünfte, Gewalttaten gegen Schutzsuchende, rassistische Hetze im Internet und auf der Straße: Das ist Alltag in Deutschland. Und dieser Terror geht nicht nur von einer kleinen radikalisierten Minderheit aus. Etablierte Politiker*innen zündeln mit, wenn sie rassistische Ressentiments der Bevölkerung als »Sorgen und Ängste« verharmlosen, wenn sie selbst Stimmung gegen Flüchtlinge machen und so tun, als ließen sich rassistische Aggressionen gegen Flüchtlinge durch flüchtlingsfeindliche Politik befrieden. (Quelle: https://www.proasyl.de/thema/rassismus/#topic-content)

Hier gibt es weitere Infos

Die Petition unterschreiben

26. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für Rassismus wird auch an Hochschulen salonfähig. Wir halten mit dem festival contre le racisme dagegen! · Kategorien: Standpunkte und Kommentare, Termine und Aktionen · Tags: , ,

Mitteilung: freier zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V.

Rassismus ist spätestens seit rassistischen Ausfällen von Professor*innen auf Twitter und dem verstärkten Auftreten der Identitären Bewegung an Hochschulen auch medial sichtbar geworden. Konstantin Korn vom freien zusammenschluss von student*innenschaften: „Es ist schockierend: der blanke Hass und offener Rassismus tritt auch an Hochschulen zu Tage. Der Diskurs hat sich soweit verschoben, dass die Rassisten*innen keine Konsequenzen befürchten müssten und ihre Äußerungen in Teilen der Gesellschaft akzeptiert werden. Es kann doch nicht sein, dass rassistische Äußerungen kaum Konsequenzen haben.“ Ein Leipziger Jura Professor hatte mehrere rassistische Tweets abgegeben und muss nicht mit Konsequenzen seitens der Universität rechnen. „Rassismus war schon immer auch an Hochschulen ein Problem, niemand ist frei von diskriminierenden Vorurteilen und Narrativen – auch nicht an Hochschulen. Betroffene von Rassismus müssen sich jeden Tag mit Alltagsrassismus konfrontiert sehen. Jetzt kommt eben jener offene Hass hinzu, der von rechten Kräften wie Identitärer Bewegung, Studentenverbindungen und AfD befeuert wird.“, so Korn weiter. Weiterlesen »

15. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Themenheft Klassismus · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , ,

schule-ohne-rassismus.org hat das neue Themenheft “Klassismus” vorgestellt – ein weiterer Baustein zur antirassistischen Bildungsarbeit:

Klassismus würdigt Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft herab, enthält ihnen Ressourcen vor und behindert die Partizipation von armen und einkommensschwachen Gruppen. Und er ist weit verbreitet: Es gibt keinen gesellschaftlichen Bereich und keine Institution, die nicht von Klassismus geprägt ist. Das lässt sich auch daran erkennen, dass mehr Menschen Ressentiments gegenüber Langzeitarbeitslosen und Armen hegen als beispielsweise gegenüber Muslimen.

Dennoch spielt die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft bisher kaum eine Rolle in gesellschaftlichen und politischen Debatten oder in der Antidiskriminierungsarbeit. Das neue Themenheft möchte dies ändern. Seine Autor*innen zeigen, was Klassismus ist und wie diese Diskriminierung eine gerechtere Gesellschaft verhindert; aber auch, was sich gegen Klassismus tun lässt.  (Quelle: www.schule-ohne-rassismus.org/index.php?id=838&noMobile=1)

Das Heft kostet 4,95€ und kann hier  bestellt werden. Versandkostenfrei. Ab 10 und ab 20 Hefte gibt es Preisnachlässe.