Das Berufsleben macht gewissenhafter, schmälert aber das Interesse an anderen Dingen

Studie: Eberhard Karls Universität Tübingen

Ob Jugendliche nach dem Besuch der zehnten Klasse weiterhin die Schulbank drücken oder sich für eine Ausbildung und damit den Eintritt in das Berufsleben entscheiden, wirkt sich auf ihre Persönlichkeit, aus.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen haben in einer Studie herausgefunden, dass Jugendliche, die sich für das Arbeitsleben entschieden hatten, zwar gewissenhafter wurden, ihr Interesse an forschenden, unternehmerischen und sozialen Tätigkeiten jedoch abnahm, verglichen mit Gleichaltrigen, die bis zum Abitur die Schule besuchten. Die Ergebnisse wurden nun in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlicht. … weiter


Quelle:
www.uni-tuebingen.de
www.idw-online.de
Grafik: SunKing2, openclipart.org, Lizenz: CC0

Sehr geehrte Damen und Herren,

Gegen Diskriminierung in der Ausbildung: Methodenkoffer des f-bb für Lehrende und Ausbildende in der beruflichen Bildung steht jetzt zum Download bereit.

im Modellprojekt „Methodenkoffer ‚Demokratie leben!” in der Berufsausbildung“ wurde vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) in enger Zusammenarbeit mit Praktikern der beruflichen Bildung aus dem Land Brandenburg ein Methodenkoffer entwickelt. Dieser soll das Bildungspersonal beim Umgang mit diskriminierenden Verhaltensweisen und Denkmustern innerhalb der Ausbildung unterstützen. Anhand von vier Schulungseinheiten wird ein Gesamtkonzept angeboten, das im Modellversuch erprobt wurde.

Das Berufsbildungspersonal erhält damit ein Instrument, um  Probleme wie Diskriminierung, Rassismus und Sexismus zu thematisieren und diesbezügliche Konflikte zu entschärfen. Die einzelnen Methoden sind geeignet für die Arbeit mit Multiplikatoren und jungen Erwachsenen in der beruflichen Bildung. Der Methodenkoffer richtet sich an das Berufsbildungspersonal selbst und darüber hinaus an Akteure, die mitverantwortlich für die Professionalisierung des Berufsbildungspersonals sind. Dazu können etwa Personalabteilungen, Betriebsräte und Geschäftsführer sowie Kammern, Gewerkschaften und Unternehmensverbände gehören.

Ausgangspunkt für die Erstellung des Methodenkoffers war die Beobachtung, dass diskriminierendes Verhalten im Alltag und somit auch in der Schule und im Betrieb zunehmen. „Berufsschullehrkräfte und Ausbilder dürfen damit nicht allein gelassen werden“, meint Dr. Barbara Kiepenheuer-Drechsler, die das Projekt geleitet hat. „Junge Erwachsene in einem für die Persönlichkeitsentwicklung entscheidenden Moment zu erreichen ist das Ziel des Methodenkoffers. Gerade zu diesem Zeitpunkt kann positiv auf sie eingewirkt und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegnet werden. Damit leistet der Methodenkoffer nicht nur einen Beitrag zum Erhalt des Betriebsfriedens, sondern kann sich darüber hinaus auf ein toleranteres gesellschaftliches Miteinander auswirken.“  

Der Methodenkoffer steht ab sofort auf der Homepage des f-bb unter dem Link http://methodenkoffer-vielfalt.f-bb.de/ zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Der Methodenkoffer stellt dazu vier einzelne Schulungseinheiten, verschiedene thematische Hintergrundinformationen und eine Darstellung relevanter Akteure im Feld der Antidiskriminierungsarbeit im Land Brandenburg bereit. Die erste Schulungseinheit ist eine Einführung in das Feld der Diskriminierung und Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Die Teilnehmenden werden für die verschiedenen Diskriminierungsebenen und Formen menschenverachtender Einstellungen sensibilisiert und aufgefordert, Problemfelder innerhalb der eigenen Organisation zu identifizieren. In den Schulungseinheiten II und III wird ein thematisches auf Rassismus und Sexismus gelegt. Die hier dargestellten Methoden lassen sich zum Teil auch an andere Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus oder Antimuslimischer Rassismus anpassen. Die Schulungseinheit IV löst sich von der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Themen Diskriminierung, Rassismus und Sexismus und motiviert die Teilnehmenden, ihre Erkenntnisse in konkrete Handlungen innerhalb der eigenen Organisation zu übersetzen. In Form einer Mini-Zukunftswerkstatt können so Ideen entwickelt werden, die bei der eigenen praktischen Arbeit zur Anwendung kommen.

Das Modellprojekt wurde durch das f-bb im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit” umgesetzt und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) gefördert.


Informationsbrief v. 10.8.2018
Dr. Barbara Kiepenheuer-Drechsler
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gemeinnützige GmbH
Berlin
www.f-bb.de

27. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Der Unterworfene, der unterwerfen soll · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , , , , ,

von Stefan Oehm

Jeder einzelne Mensch ist in die Zeit und die Welt geworfen. In ein Da-Sein genauso wie in ein So-Sein. In ein komplexes Geflecht aus kulturellen Bedingungen, gesellschaftlichen, religiösen, ethischen Normen, in einen vorgefundenen Platz, in einen je individuellen Möglichkeitsrahmen: in eine ihm zugehörige, spezifische Variante der vorfindlichen Lebenswelt, die ihrerseits eingebunden ist in eine weltumspannendes Geflecht unzähliger Lebenswelten.

Ein minimalistischer Essay zur Subjektivität, der bewusst keine Antworten bieten, sondern in gebotener Kürze gewohnte Sichtweisen in Frage stellen will…. weiter

 

12. März 2017 · Kommentare deaktiviert für Stress im Kindesalter verkürzt Lebenszeit · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags: , , , ,

Mitteilung: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.

Wenn Kinder vernachlässigt werden, Misshandlungen erleiden oder andere belastende Erfahrungen machen müssen, leiden sie darunter nicht nur akut. Eine aktuelle Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift „Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz“ fasst den aktuellen Stand der Forschung zu den Ursachen, Mechanismen und Folgen frühkindlicher Belastungen zusammen.

Ein Ergebnis: Auch im Erwachsenenalter leiden viele Menschen noch unter den Folgen negativer Erfahrungen in der Kindheit. Die DGPM empfiehlt, Eltern und Kinder in Stresssituationen frühzeitig psychosozial zu unterstützen – ihnen blieben damit leidvolle Erfahrungen im Erwachsenenalter häufig erspart. … weiter

Quelle: dgpm.de / idw-online.de

22. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Psychologen untersuchten Persönlichkeitsveränderungen junger Menschen · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags: , , , ,

Mitteilung: Universität Leipzig

Vom Ende der Adoleszenz bis ins junge Erwachsenenalter erleben viele Menschen positive Veränderungen ihrer Persönlichkeit. Eine neue Studie von einem internationalen Team aus Psychologen der Universitäten Leipzig, Mainz, Stanford und Cambridge zeigt nun, dass auch Bekannte diese Veränderungen wahrnehmen. Zudem fanden die Forscher heraus, dass mit zunehmendem Alter die Selbst- und die Außenperspektive auf die Persönlichkeit zunehmend ähnlicher werden. … weiter

Quelle: www.uni-leipzig.de