Mitteilung: Universität Duisburg-Essen

Ein junge Frau, aufgewachsen in desolaten Verhältnissen, schafft es zu studieren und arbeitet dann doch weit unter ihren Möglichkeiten. Ist Armut vererbtes Schicksal? Diese Frage stellte sich für zwei Soziologen der Universität Duisburg-Essen (UDE). In ihrem Projekt ‚Hartz IV-Generationen?‘ hatten sie Eltern sowie ihre erwachsenen Kinder gemeinsam befragt. Sie wollten herauszufinden, wie Armut erlebt wird und welche Werte und Verhaltensmuster in betroffenen Familien weitergegeben werden. Die Ergebnisse liegen jetzt vor. … weiter


Quelle:
www.uni-duisburg-essen.de
www.idw-online.de
Grafik: geralt, pixabay.com, Lizenz: CC0

Mitteilung: Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Millionäre sind emotional stabiler, leistungsorientierter und narzisstischer als der Durchschnittsbürger. Existierende Stereotype über Millionäre in der Allgemeinbevölkerung spiegeln diese tatsächlichen Persönlichkeitsunterschiede wider – jedoch in übertriebener Form.

Das sind zwei der wesentlichen Ergebnisse einer aktuellen Studie von Psychologen der Universitäten Mainz und Münster sowie Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, die im Fachblatt „British Journal of Psychology“ erschienen ist. … weiter


Quelle:
www.uni-muenster.de
www.idw-online.de

Neuer Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI)

Mitteilung: Hans-Böckler-Stiftung

Die Einkommen in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren polarisiert, und das gleich auf zwei Ebenen:

Zum einen ist die Gruppe der mittleren Einkommen geschrumpft, weil der Anteil der Haushalte unter der Armutsgrenze deutlich und der über der statistischen Reichtumsgrenze etwas zugenommen hat.

Zum zweiten haben sich Armut und Reichtum verfestigt. Das lässt sich daran ablesen, dass mehr Haushalte über mindestens fünf Jahre hinweg einkommensarm beziehungsweise einkommensreich sind, wobei die Tendenz bei armen Haushalten erneut deutlich ausgeprägter ist.

Zudem zeigen sich wesentliche Unterschiede nach Geschlecht und Region: Dauerhafte Armut kommt in Ostdeutschland etwa sechs Mal so häufig vor wie in den alten Bundesländern. Westdeutsche Männer haben am häufigsten ein dauerhaft hohes Einkommen: Etwa zwei Drittel der Wohlhabenden sind männlich, insgesamt leben 95 Prozent der Einkommensreichen in den alten Bundesländern. Bildung und Vollzeiterwerbstätigkeit sind wesentliche Faktoren, um Armut zu vermeiden und ein höheres Einkommen zu erzielen. Daher müssen soziale Hürden beim Bildungszugang abgebaut und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter verbessert werden. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. … weiter


Quelle: www.boeckler.de

Studie: Alice Salomon Hochschule Berlin

Erstmalig wird ein Lebenslagenindex entwickelt, der wissenschaftlich signifikante Aussagen zur Lebenslagen wohnungsloser Menschen in Deutschland ermöglicht. Der Evangelische Bundesfachverband Existenzsicherung und Teilhabe e.V. (EBET) – Fachverband für Wohnungsnotfall- und Straffälligenhilfe und die Alice Salomon Hochschule Berlin haben wohnungslose Menschen anhand von objektiven Kriterien nach ihrer materiellen Situation, ihrem Erwerbsstatus, ihrer Gesundheit, nach ihrer Wohnsituation, ihren sozialen Netzwerken und ihrer Sicherheit befragt. Außerdem wurden sie um eine subjektive Einschätzung ihrer Lebenssituation gebeten. … weiter


Quelle:
www.ash-berlin.eu
www.idw-online.de

26. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Arm und Reich, Jung und Alt: immer seltener Tür an Tür · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: , , ,

WZB-Studie zeigt wachsende sozialräumliche Spaltung in deutschen Städten

Studie: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Arme Menschen leben in deutschen Städten zunehmend konzentriert in bestimmten Wohnvierteln. Auch junge und alte Menschen sind immer seltener Nachbarn. Das zeigen Marcel Helbig und Stefanie Jähnen in einer neuen Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Darin untersuchen sie für 74 Städte die Entwicklung der sozialräumlichen Segregation von 2005 bis 2014. Sie ist die bislang umfangreichste Studie, die mit amtlichen Daten die ungleiche räumliche Verteilung sozialer Gruppen untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass in vielen deutschen Städten die Idee einer sozial gemischten Stadtgesellschaft nicht mehr der Wirklichkeit entspricht. … weiter

Quelle: www.wzb.eu
©Foto: 3dman_eu, pixabay.com, Lizenz: CC0

16. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Sozialer Aufstieg in Deutschland schwerer als bislang angenommen · Kategorien: Peripherie · Tags: , ,

Generationen

Mitteilung: Institut für Weltwirtschaft (IfW)

In Deutschland hängt der soziale Status einer Person maßgeblich vom sozialen Status der Vorfahren ab. Etwa lassen Bildungsgrad oder Berufsstand der Ur-Großeltern noch auf den ihrer Nachfahren heute in der vierten Generation schließen.

Soziale Ungleichheit baut sich also sehr viel langsamer ab als bislang geglaubt. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie unter Beteiligung des IfW. … weiter

Quelle: www.ifw-kiel.de | www.idw-online.de
Foto/©: RalfUnstet. pixabay.com; Lizenz: CC0

26. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für Viele Familien ärmer als bislang gedacht · Kategorien: Arbeit und Moneten · Tags: ,

Mitteilung: Bertelsmann Stiftung

Familien mit geringem Einkommen sind in den letzten 25 Jahren weiter abgehängt worden. Mit einer neuen Methodik haben Forscher im Auftrag der Bertelsmann Stiftung festgestellt, dass vor allem arme Familien bisher reicher gerechnet wurden als sie tatsächlich sind. Politisch gilt es nun, ein größeres Gewicht auf die Bekämpfung von Armut zu legen. … weiter

Quelle: www.bertelsmann-stiftung.de | www.idw-online.de

08. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Feuchte Wände, kalte Wohnung, kein Auto: Wie sich Einkommensarmut im Alltag auswirken kann · Kategorien: Arbeit und Moneten · Tags: , ,

Mitteilung: Hans-Böckler-Stiftung

Menschen, die armutsgefährdet sind, leiden spürbar häufiger unter gravierenden Mängeln in ihrem Alltag als die Gesamtbevölkerung. Sie können beispielsweise seltener ausreichend heizen, haben öfter Feuchtigkeit in der Wohnung oder müssen auf ein Auto verzichten.

Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, das neue Armutsdaten aus der EU-SILC-Erhebung des Europäischen Statistikamts Eurostat ausgewertet hat. … weiter

Quelle: www.boeckler.de

29. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Armut schwächt die sozialen Beziehungen · Kategorien: Arbeit und Moneten · Tags: , , ,

Studie: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP)

Wenn Menschen finanziell absteigen und nur noch ein Einkommen unter der Armutsgrenze zur Verfügung haben, führt das dazu, dass sich ihre sozialen Beziehungen verschlechtern. Das belegt nun erstmals eine für Deutschland repräsentative Studie auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin.

Demnach treffen sich in Armut geratene Menschen seltener als zuvor mit Bekannten, Kollegen und Kolleginnen oder Menschen in ihrer Nachbarschaft. Außerdem verändert sich ihr Freundeskreis. Dort finden sich immer weniger Menschen mit einem festen Job. Die Studie wurde kürzlich in der Fachzeitschrift „European Sociological Review“ veröffentlicht. … weiter

Quelle: SOEP | idw-online.de

 

23. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für Steigende Armut in Deutschland: Alleinerziehende und kinderreiche Familien besonders betroffen · Kategorien: Arbeit und Moneten · Tags: ,

Studie: GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

Die steigende Armut in Deutschland ist Thema zahlreicher Sozialberichte. Ursachen und zeitliche Entwicklung dieser Tatsache werden jedoch nur selten thematisiert. In ihrer neu erschienenen Studie untersucht Mara Boehle, wie sich das Phänomen Armut langfristig verändert hat und wie sich sein Anstieg seit den 1970er Jahren erklären lässt. … weiter

Quelle: GESIS | idw-online.de